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News von heute: Pentagon weist Angaben über Abzug aus dem Irak zurück

NDR überträgt Trauerfeier für Jan Fedder +++ Gelsenkirchen: Erschossener Angreifer wohl kein Terrorist +++ Hamburger SPD bleibt knapp vor Grünen +++ Leopard tötet Achtjährigen in Nepal +++ Australien: Tausende Reservisten helfen Feuerwehr +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Ein US-Soldat im Irak: Die US-Armee bereitet nach eigenen Angaben einen möglichen Abzug ihrer Soldaten aus dem Land vor

Ein US-Soldat im Irak: Die US-Armee bereitet nach eigenen Angaben einen möglichen Abzug ihrer Soldaten aus dem Land vor

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Pentagon weist Angaben über Abzug aus dem Irak zurück (22.26 Uhr)
  • US-Armee bereitet möglichen Truppenabzug aus Irak vor (21.30 Uhr)
  • NDR überträgt Trauerfeier für Jan Fedder (16.50 Uhr)
  • Serienvergewaltiger in Großbritannien verurteilt (14.25 Uhr)
  • Erschossener Angreifer war wohl kein Terrorist (13.33 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:   

+++ 22.26 Uhr: US-Verteidigungsminister weist Angaben über Abzug aus dem Irak zurück +++

Die US-Regierung hat Angaben über einen Abzug der US-Truppen aus dem Irak zurückgewiesen. "Es wurde keine Entscheidung getroffen, den Irak zu verlassen", sagte Verteidigungsminister Mark Esper. Zuvor hatte ein US-General in Bagdad in einem Schreiben an die irakische Armeeführung Truppenbewegungen zur Vorbereitung eines Abzugs angekündigt.

+++ 21.30 Uhr: US-Armee bereitet möglichen Truppenabzug aus Irak vor +++

Die US-Armee bereitet nach eigenen Angaben vom Montag einen möglichen Abzug ihrer Soldaten aus dem Irak vor. Die US-Streitkräfte bereiteten ihre "Bewegung aus dem Irak" vor und würden sich dafür in den kommenden Tagen und Wochen neu positionieren, heißt es in einem Brief von General William Seely, Leiter des US-Militäreinsatzes im Irak, an die irakische Armeeführung. "Wir respektieren Ihre souveräne Entscheidung, unseren Abzug anzuordnen."

Ein Vertreter der US-Streitkräfte und ein Vertreter des irakischen Militärs bestätigten der Nachrichtenagentur AFP die Authentizität des Schreiben

Das irakische Parlament hatte nach dem US-Drohnenangriff auf den iranischen Top-General Kassem Soleimani im Irak den Abzug der US-Truppen gefordert.

+++ 20.23 Uhr: Weitere Anklage gegen Harvey Weinstein in Los Angeles  +++

Der frühere Filmmogul Harvey Weinstein muss sich in einem weiteren Strafprozess in Kalifornien vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft in Los Angeles teilte am Montag mit, dass in zwei Fällen Anklage wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung erhoben wurde. Die Vorwürfe stammen von zwei nicht namentlich genannten Frauen. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft wurden sie im Jahr 2013 in Hotels in Beverly Hills Opfer von Weinsteins Übergriffen. Im Falle einer Verurteilung drohen dem 67-Jährigen bis zu 28 Jahre Haft.

+++ 19.39 Uhr: Peace Now: Behörden genehmigen Bau von fast 2000 Wohnungen im Westjordanland +++

Die israelischen Behörden haben nach Informationen der Nichtregierungsorganisation Peace Now den Bau von fast 2000 zusätzlichen Wohnungen in den israelischen Siedlungen im Westjordanland genehmigt. Die Entscheidung sei bei Treffen der israelischen Planungsbehörde für den Siedlungsbau am Sonntag und Montag gefallen, teilte Peace Now mit. Demnach bezieht sich die Genehmigung auf 1936 Wohnungen. Der israelische Siedlungsbau im Westjordanland ist einer der wichtigsten Streitpunkte zwischen Israel und den Palästinensern. Die US-Regierung entschied im November, die jüdischen Siedlungen im Westjordanland nicht länger als völkerrechtswidrig einzustufen. Die Vereinten Nationen und die Europäische Union sehen die Siedlungen als rechtswidrig an.

+++ 19.28 Uhr: 36-Jähriger in Großbritannien wegen Missbrauchs von 48 Männern verurteilt +++

Die britische Justiz hat einen 36-Jährigen in dutzenden Missbrauchsfällen gegen Männer zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Ein Gericht in Manchester befand den Indonesier Reynhard S. wegen Vergewaltigung, versuchter Vergewaltigung sowie sexueller Belästigung von 48 Männern von 2015 bis 2017 für schuldig. Nach Angaben der britischen Polizei lag die Zahl der Opfer, deren Qualen der Täter mit seinem Smartphone aufgenommen hatte, bei fast 200. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der Geografiestudent seinen Opfern vor Diskotheken in der Innenstadt von Manchester aufgelauert. Er bot den meistens betrunkenen Männern demnach an, gemeinsam etwas trinken zu gehen, oder lud sie in seine Wohnung ein. Anschließend habe er ihnen Betäubungsmittel verabreicht und sie in bewusstlosem Zustand vergewaltigt.    

Einem 18-jährigen Opfer war es 2017 gelungen zu fliehen und das Handy des Täters mitzunehmen. Auf dem Gerät fanden die Ermittler Bildmaterial der sexuellen Übergriffe mit einem Datenvolumen, das etwa 250 DVDs entspricht. Eine der vom Täter gefilmten Vergewaltigungen dauerte acht Stunden. 

+++ 18.10 Uhr: Ermittlungen gegen Berliner Polizisten wegen Kurznachricht mit rechtsextremem Inhalt +++

Wegen des Versendens einer Kurznachricht mit rechtsextremem Inhalt ermittelt der Staatsschutz gegen einen Berliner Polizisten. Gegen den 29-jährigen Beamten sei am vergangenen Freitag ein Strafermittlungsverfahren eingeleitet worden, teilte die Polizei in der Hauptstadt mit. Demnach wurde die fragliche Nachricht über einen Instant-Messaging-Dienst verschickt. Bei der Sichtung des Chatverlaufs sei die Nachricht festgestellt worden, damit habe der Verdacht des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen weiterhin Bestand. Der Vorgesetzte des Polizeivollzugsbeamten habe daraufhin die Ermittlungen eingeleitet, ein Disziplinarvorgang sei angelegt. Das Landeskriminalamt (LKA) bemüht sich um Klärung von Tatmotiv und -umständen.

+++ 17.51 Uhr: Alkoholfahrt in Südtirol: 22-Jährige Frauen aus Wuppertal unter Toten +++

Unter den sieben Todesopfern des Verkehrsunfalls in Südtirol sind zwei 22 Jahre alte Frauen aus Wuppertal. Das erklärte Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) am Montag. Zuvor berichteten die "Bild"-Zeitung und die "Westdeutsche Zeitung". Der mutmaßliche Unfallfahrer sitzt in Südtirol in Untersuchungshaft. Er war laut den Behörden betrunken mit seinem Auto in eine Gruppe junger Touristen gefahren.

+++ 17.42 Uhr: Nato fordert Zurückhaltung vom Iran +++

Nach der Zuspitzung der Spannungen zwischen den USA und dem Iran hat die Nato die Regierung in Teheran zu größter Zurückhaltung aufgerufen. Der Iran müsse jede Gewalt und Eskalation unterlassen, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg nach einer Sitzung des Nordatlantikrats in Brüssel.

Alle Nato-Staaten seien sich einig, dass der Iran nie eine Atomwaffe besitzen dürfe. Darüber hinaus seien alle Staaten des Bündnisses besorgt wegen der jüngsten "destabilisierenden Aktivitäten" des Irans in der Region. Stoltenberg nannte in diesem Zusammenhang Raketentests, Unterstützung für Terrorgruppen sowie den Angriff auf ein saudisches Ölfeld im September.

+++ 17.34 Uhr: Siebtes Todesopfer nach Verkehrsunfall in Südtirol +++

Die Zahl der Toten nach dem Unfall in Südtirol hat sich auf sieben erhöht. Das teilte die Polizei in Bozen mit. Nachdem ein Autofahrer am Sonntag in eine Gruppe junger deutscher Urlauber gerast war, sei nun eine der verletzten Personen - eine Frau aus Deutschland - im Krankenhaus in Österreich gestorben.

+++ 17.06 "Hubble"-Teleskop erspäht gewaltige "Godzilla-Galaxie" +++

Eine gewaltige "Godzilla-Galaxie" hat das "Hubble"-Weltraumteleskop der US-Raumfahrtbehörde Nasa erspäht. Es handle sich möglicherweise um die größte bekannte Galaxie im näheren Universum, teilte das Space Telescope Science Institute im US-Bundesstaat Maryland mit. Die Galaxie mit dem offiziellen Namen "UGC 2885", der Wissenschaftler den Spitznamen "Godzilla-Galaxie" gegeben haben, ist zweieinhalb Mal so breit wie die Milchstraße und enthält zehn Mal so viele Sterne.

Den Wissenschaftlern zufolge könnte die 232 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie schon seit Milliarden Jahren relativ ruhig existieren. Sie wollen nun herauszufinden, wie die Ansammlung von Sternen, Planetensystemen und sonstigen Weltraumobjekten so groß werden konnte. Möglicherweise könnte dies damit zusammenhängen, dass sie relativ isoliert liegt.

+++ 17.03 Uhr: Merkel und Johnson telefonieren mit Iraks Regierungschef Mahdi +++

Kanzlerin Angela Merkel hat mit dem irakischen Regierungschef Adel Abdel Mahdi telefoniert. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, Merkel habe mit Abdel Mahdi über die aktuelle Lage im Land wie auch den jüngsten Beschluss des irakischen Parlaments zum Abbau der internationalen Präsenz in dem Land gesprochen. Details nannte Seibert nicht.

Der britische Premierminister Boris Johnson vereinbarte bei einem Telefongespräch mit Abdel Mahdi, an einer diplomatischen Lösung der Krise zu arbeiten. Johnson habe "das unerschütterliche Eintreten Großbritanniens für die Souveränität und Stabilität des Iraks" unterstrichen, hieß es in einer Mitteilung aus London.

+++ 16.59 Uhr: Kleiner Junge erfriert im Osten Russlands im Kinderwagen +++

Ein sieben Monate alter Junge ist in Russlands Fernem Osten in einem Kinderwagen erfroren. Die Eltern hätten den Wagen auf den Balkon ihrer Wohnung gestellt, teilten die Behörden mit, ohne Details zu nennen. Lokalen Medienberichten zufolge brachte die Mutter in der Stadt Nikolajewsk am Amur ihr Kind an die frische Luft, damit es besser schläft. Nach fünf Stunden habe sie festgestellt, dass der Junge nicht mehr lebe. Den Angaben nach ist er an Unterkühlung gestorben. Ob der Balkon offen oder wie oft in Russland mit Scheiben geschützt war, wurde nicht berichtet. Der Agentur Tass zufolge herrschte zu dem Zeitpunkt strenger Frost mit Temperaturen von bis zu minus 20 Grad.

+++ 16.50 Uhr: NDR überträgt Trauerfeier für Jan Fedder +++

Der Norddeutsche Rundfunk wird im NDR Fernsehen die Trauerfeier für Jan Fedder am 14. Januar live senden. Die Übertragung beginnt um 13.45 Uhr, die Trauerfeier in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis um 14.00 Uhr. Michel-Hauptpastor Alexander Röder wird durch den geistlichen Teil führen, als Redner sind zudem NDR Intendant Lutz Marmor, der Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens Volker Herres und Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer vorgesehen.

Der Schauspieler Jan Fedder war am 30. Dezember in Hamburg gestorben. Seit 1990 hatte er in der ARD-Vorabendserie "Großstadtrevier" vor der Kamera gestanden

+++ 16.16 Uhr: EU-Kreise: Sondertreffen der EU-Außenminister zum Iran-Konflikt am Freitag +++

Die EU-Außenminister kommen am Freitag in Brüssel zu einem Sondertreffen zum Iran zusammen. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus EU-Kreisen erfuhr, soll der Ministerrat am Nachmittag (14.00 Uhr) beginnen. Die Spannungen in der Region hatten sich nach dem tödlichen US-Drohnenangriff auf den iranischen General Kassem Soleimani dramatisch verschärft.

+++ 15.41 Uhr: Tödliche Polizei-Schüsse: Laschet wirbt für Verständnis +++

Nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen Angreifer in Gelsenkirchen hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) für Verständnis für Einsatzkräfte in solchen Situationen geworben. "Da kommt plötzlich jemand, geht mit der Axt auf einen zu oder einem Messer, und dann muss der junge Beamte entscheiden, was tut er jetzt", sagte Laschet bei der Jahrestagung des Beamtenbunds dbb in Köln. Den Menschen müsse erklärt werden, welche schwerwiegende Verantwortung Polizisten in einer solchen Lage hätten. Angesichts zunehmender Übergriffe auf Einsatzkräfte sei ein Stoppschild nötig, ein Signal, dass sich die Gesellschaft dies nicht bieten lasse. 

+++ 15.35 Uhr: Norwegens König sagt Eröffnung von Ölfeld wegen Strapazen ab +++

Nach anstrengenden und aufreibenden Wochen hat Norwegens König Harald V. (82) seine Teilnahme an der offiziellen Einweihung eines riesigen Ölfeldes in der Nordsee abgesagt. "Wegen der Belastungen der letzten Zeit wird Seine Majestät der König nicht wie geplant an der Eröffnung des Johan-Sverdrup-Feldes teilnehmen", teilte das norwegische Königshaus in einer knappen Erklärung mit. Haralds früherer Schwiegersohn Ari Behn, der Ex-Mann von Prinzessin Märtha Louise (48), war am 25. Dezember im Alter von 47 Jahren gestorben. Vor Weihnachten hatte sich der König zudem eine Virusinfektion eingefangen.

+++ 14.47 Uhr: Rund 200 Schafe bei Stallbrand in Bayern verendet +++

Bei einem Stallbrand in der Gemeinde Scheuring in Bayern sind am Morgen rund 200 Schafe verendet. Wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte, brach das Feuer in dem Gebäude aus zunächst unklarer Ursache aus. Für die Tiere kam trotz eines sofortigen Feuerwehreinsatzes jede Hilfe zu spät. Der Stall brannte komplett nieder, den Schaden durch das Feuer schätzten die Beamten vorläufig auf hunderttausend Euro. Die Ermittlungen zur Ursache übernahm die Kriminalpolizei.

+++ 14.45 Uhr: Söder bedauert Rückzug von muslimischem CSU-Bürgermeisterkandidaten +++

CSU-Chef Markus Söder hat sein Bedauern über den Rückzug eines muslimischen Bürgermeisterkandidaten seiner Partei in Schwaben geäußert. Er kenne noch keine genauen Hintergründe und habe CSU-Generalsekretär Markus Blume gebeten, sich den Vorgang erläutern zu lassen, sagte Söder in Kloster Seeon. "Ich bedaure diese Entwicklung."

In der Gemeinde Wallerstein im Landkreis Donau-Ries hatte der türkischstämmige Unternehmer Sener Sahin seine geplante Kandidatur um das Amt des Bürgermeisters für die CSU bei der Kommunalwahl wegen Vorbehalten der Parteibasis zurückgezogen. Dem Bayerischen Rundfunk sagte Sahin, es sei bei der Kritik an ihm nicht um die Qualifikation gegangen, sondern allein um den Einwand, "ein Moslem als Vertreter der Christlich Sozialen Union, das geht doch gar nicht".

+++ 14.25 Uhr: Mehr als 190 Opfer? Serienvergewaltiger in Großbritannien verurteilt +++

Einer der schlimmsten Serienvergewaltiger Großbritanniens muss für mindestens 30 Jahre ins Gefängnis. Das entschied ein Gericht in Manchester. Der 36-Jährige wurde wegen sexuellen Missbrauchs von 48 Männern verurteilt. Er filmte seine bewusstlosen Opfer dabei, wie er sie vergewaltigte. Die Polizei geht davon aus, dass er sich sogar an mehr als 190 Männern verging. Viele von ihnen konnten bislang allerdings nicht identifiziert werden. 

Öffentliche Videoaufnahmen belegten, dass der Täter in den frühen Morgenstunden oft in der Umgebung von Nachtclubs von Manchester war, um sich gezielt seine Opfer zu suchen: Sie waren in der Regel jung, betrunken und allein. Er hatte nach Polizeiangaben die Verbrechen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren begangen. Der Täter versprach demnach seinen Opfern, dass sie in seiner Wohnung ein Getränk oder einen Schlafplatz bekämen und ihr Handy aufladen dürften. Dort betäubte er dann die Männer.

+++ 14.02 Uhr: Angehörige gedenken an Unfallort in Südtirol der Opfer +++

Einige Angehörige der in Südtirol bei einem Unfall getöteten jungen Deutschen haben die Unglücksstelle besucht. Abgeschirmt von der Polizei hielt sich die Gruppe zunächst in dem Hotel auf, in dem die Skiurlauber untergebracht waren. Dann hielten die Angehörigen kurz an den am Straßenrand stehenden Grablichtern inne. Die sechs Todesopfer des Unfalls befinden sich im Krankenhaus in Bruneck, etwa 20 Kilometer von Luttach entfernt. Dort waren seit gestern Verwandte eingetroffen, um die Toten zu identifizieren. Betreut wurden sie von Notfallpsychologen und -seelsorgern.

Der Autofahrer, der betrunken die sechs jungen Leute getötet haben soll, wurde heute aus dem Krankenhaus in ein Gefängnis nach Bozen gebracht. Bei dem Unfall waren außerdem elf Menschen verletzt worden, eine Person kämpft im Krankenhaus in Innsbruck in Österreich noch ums Überleben.

+++ 13.49 Uhr: Fragebögen bei Mitarbeiterbefragung der Post manipuliert? +++

Bei einer Mitarbeiterbefragung der Deutschen Post im vergangenen Jahr sollen etliche Fragebögen manipuliert worden sein. Ein Postsprecher bestätigte, dass erstmals Unregelmäßigkeiten aufgetreten seien. Laut dem Portal "Business Insider" sollen mehrere leitende Angestellte in Bremen und Nordhessen die Bögen länger krankgeschriebener Mitarbeiter ausgefüllt und damit die Ergebnisse verfälscht haben. Diese Details wollte der Postsprecher nicht bestätigen.

"Fakt ist: Es sind Führungskräfte involviert gewesen", sagte der Sprecher. Diese hätten mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen - auch die Entbindung von Aufgaben sei möglich. Das Ergebnis der Befragung sei dennoch weiterhin aussagekräftig, da "der Anteil dieser Antwortbögen an allen abgegebenen Antwortbögen in Deutschland im geringen einstelligen Prozentbereich" liege. Diese seien vor der Auswertung aus dem Verkehr gezogen worden.

+++ 13.33 Uhr: Erschossener Angreifer: Laut Polizei wohl kein Terror-Hintergrund +++

Im Fall des in Gelsenkirchen von einem Polizisten erschossenen Angreifers gehen die Ermittler derzeit nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Eine Durchsuchung der Wohnung des getöteten 37-Jährigen habe die anfängliche Vermutung einer terroristischen Motivation nicht erhärtet, teilte die Polizei Münster mit.

Der 37-Jährige war am Sonntagabend vor einer Polizeiwache in Gelsenkirchen getötet worden. Er soll zuvor mit einem Knüppel auf einen Streifenwagen geschlagen sowie mit einem Messer hantiert und zwei Polizisten bedroht haben. Die Ermittler gehen Hinweisen nach, wonach er dabei die Worte "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") ausgerufen haben soll.

+++ 13.24 Uhr: Jesuskind-Lotterie in Spanien schüttet 700 Millionen Euro aus +++

Gut zwei Wochen nach der Weihnachtslotterie "El Gordo" hat auch die sogenannte Jesuskind-Lotterie in Spanien Tausenden zum Teil hohe Gewinne beschert. Insgesamt wurden am Sonntag in Madrid 700 Millionen Euro ausgeschüttet. Die Hauptgewinne der seit 1941 ausgespielten "Lotería del Niño"  entfielen auf die Losnummer 57342. Lose mit dieser Nummer wurden in allen Teilen Spaniens verkauft, so dass bei vielen Menschen die Sektkorken knallten, wie die Zeitung "El País" berichtete. Ein ganzes Los ist dabei in Zehntellose unterteilt. Wegen der großen Nachfrage wird jede der 100.000 Nummern zudem in mehreren "Serien" aufgelegt, so dass viele Menschen in den Genuss eines Hauptgewinns kommen. Der Hauptgewinn für ein Zehntellos beläuft sich auf 200.000 Euro. Die Jesuskind-Lotterie findet immer am 6. Januar statt, dem Dreikönigstag, der in Spanien ein wichtiger Feiertag ist.

Bei der Ziehung der Weihnachtslotterie waren am 22. Dezember in ganz Spanien Gewinne von insgesamt knapp 2,4 Milliarden Euro ausgeschüttet worden. Die Traditionslotterie "El Gordo" (Der Dicke) gibt es bereits seit mehr als 200 Jahren. Sie gilt als größte und älteste der Welt.

+++ 13.03 Uhr: Trump weist Kritik an fehlender Information über Soleimani-Angriff zurück +++

US-Präsident Donald Trump hat sich verärgert über Kritik aus dem Kongress an seiner Informationspolitik zur von ihm veranlassten Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani gezeigt. Er brauche keine Zustimmung des Kongresses - nicht einmal für einen "unverhältnismäßigen" Angriff, schrieb Trump auf Twitter. Er reagierte damit auf Vorwürfe aus dem Kongress, der erst rund 48 Stunden nach dem Drohnenangriff gegen Soleimani in Bagdad offiziell über die Aktion unterrichtet wurde.

+++ 12.58 Uhr: Umfrage: SPD in Hamburg weiter knapp vor Grünen +++

Rund eineinhalb Monate vor der Wahl in Hamburg behauptet sich die SPD in einer Umfrage trotz herber Verluste knapp vor den Grünen als stärkste Kraft. Wenn bereits an diesem Sonntag Bürgerschaftswahl wäre, kämen die Sozialdemokraten auf 29 Prozent, die Grünen auf 26 Prozent, wie die veröffentlichte Befragung des Forsa-Instituts für das "Hamburger Abendblatt" ergab. Damit könnte SPD-Bürgermeister Peter Tschentscher sein bisheriges rot-grünes Bündnis nach derzeitigem Stand fortsetzen.

Bei der Bürgerschaftswahl 2015 war die SPD allerdings auf 45,6 Prozent gekommen, die Grünen erreichten 12,3 Prozent. Für die Bürgerschaftswahl am 23. Februar hofft Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) auf eine Umkehr des Kräfteverhältnisses.

+++ 12.43 Uhr: Merkel sieht bei Regierungsarbeit Luft nach oben +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht bei der Arbeit ihrer Regierung Luft nach oben - stellt sich aber hinter ihre aktuellen Kabinettsmitglieder. "Die Kanzlerin arbeitet mit allen Ministerinnen und Ministern gut und gerne zusammen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. An manchen Stellen könne die Regierung gewiss an "Tempo und Dynamik zulegen", erklärte er aber zugleich und nannte als Beispiel die Digitalisierung.

CSU-Chef Markus Söder hatte eine Umbildung der Bundesregierung für die zweite Hälfte der Wahlperiode gefordert. "Das ist wie im Fußball: In der zweiten Halbzeit verstärkt man sich mit neuen und frischen Kräften. Wir sollten daher bis Mitte des Jahres das Regierungsteam verjüngen und erneuern", hatte er der "Bild am Sonntag" gesagt. Er nannte keine Namen auszutauschender Minister, sagte aber: "Für die Union muss das Thema Innovation und Wirtschaft an erster Stelle stehen."

+++ 12.32 Uhr: Merkel und Erdogan telefonieren zu Libyen und Syrien +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) haben unter anderem zur Situation in Libyen miteinander telefoniert, wie das präsidiale Kommunikationsamt in Ankara meldet. Details zum Inhalt der Gespräche gab es nicht. Ein Regierungssprecher in Berlin bestätigte das Gespräch.

Erdogan hatte gestern in einem TV-Interview gesagt, dass die Türkei für Koordinationsaufgaben erste Soldaten in das Bürgerkriegsland Libyen entsandt habe. Die Türkei will damit die international anerkannte Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch stützen, die sich einen Machtkampf mit dem General Chalifa Haftar liefert. In den Konflikt sind auch zahlreiche internationale Akteure verstrickt. Einige lehnen die Initiative der Türkei strikt ab. Deutschland plant zum Thema Libyen für Anfang des Jahres eine Konferenz in Berlin, um die wichtigsten internationalen Akteure an einen Tisch zu bringen.

+++ 12.30 Uhr: Unfallfahrer aus Südtirol in Haft - Spurensuche geht weiter +++

Der Autofahrer, der in Südtirol betrunken sechs junge Deutsche getötet hat, kommt in Haft. Der 27-Jährige sei aus dem Krankenhaus in Bruneck entlassen worden und werde ins Gefängnis nach Bozen gebracht, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittlungen der Behörden in Südtirol hatten einen Alkoholwert von fast zwei Promille ergeben. Außerdem gehen die Ermittler von überhöhter Geschwindigkeit aus.

Der Mann aus der Region war in der Nacht zu Sonntag im Wintersportort Luttach in eine Gruppe junger Skitouristen gerast. Dabei wurden - zusätzlich zu den sechs Toten - weitere elf Menschen verletzt, eine Person kämpfte im Krankenhaus in Innsbruck in Österreich noch ums Überleben. Dem Fahrer drohen bis zu 18 Jahre Haft wegen der Schwere des Unfalls.

+++ 12.29 Uhr: Fährverbindungen wegen Sturms in der Ägäis unterbrochen +++

Winde der Stärke zehn bis elf haben in und um die Ägäis zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Ein Großteil der Fährverbindungen wurde eingestellt, zahlreiche Landstraßen in Mittelgriechenland wurden wegen starken Schneefalls geschlossen, wie das Staatsfernsehen (ERT) berichtete. Zudem fiel der Strom in einigen Regionen rund um Athen und auf einigen Inseln vorübergehend aus. Die Temperaturen lagen in Mittel- und Nordgriechenland um den Gefrierpunkt. Das griechische Wetteramt warnte vor weiteren Schneefällen in der Nacht

+++ 11.40 Uhr: Merkel am Samstag zu Gespräch mit Putin in Russland +++

Kremlchef Wladimir Putin will am Samstag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) treffen. Sie werde auf Einladung des russischen Präsidenten zu einem Arbeitsbesuch in Russland erwartet, teilte der Kreml in Moskau mit. Ein Ort des Treffens wurde zunächst nicht mitgeteilt. Thema des Gesprächs soll demnach die gefährliche Eskalation der Lage im Nahen Osten sein. In der Nacht zum Freitag hatten die USA den iranischen General Ghassem Soleimani mit einem gezielten Raketenangriff im Irak getötet, der Iran hatte daraufhin Vergeltung angekündigt.

Außerdem solle es bei der Unterredung um die Lage im Bürgerkriegsland Syrien und den Konflikt in Libyen gehen. Russland hatte zuletzt erklärt, die Friedensinitiative Deutschlands für das Bürgerkriegsland zu unterstützen. Dazu hatten sich Putin und Merkel zuletzt auch am Telefon ausgetauscht. Beide Politiker wollen dem Kreml zufolge auch über den Ukraine-Konflikt sprechen.

+++ 11.30 Uhr: Bundeswehr bereitet möglichen Rückzug aus Irak vor +++

Die Bundeswehr bereitet sich auf einen möglichen, raschen Rückzug aus dem Irak vor. "Wir prüfen derzeit alle Möglichkeiten, um wenn nötig die deutschen Soldaten reaktionsschnell aus Irak zurückholen zu können", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. Er betonte aber, zunächst solle die weitere Entwicklung nach der Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani durch US-Militär auf irakischem Boden beobachtet werden. Der Sprecher verwies darauf, dass das Votum des irakischen Parlaments, wonach alle ausländischen Truppen den Irak verlassen sollten, keinen bindenden Charakter habe. Derzeit werde auf diplomatischen Kanälen sondiert, wie es nun weitergehen solle.

Die Bundeswehr hat wegen der angespannten Lage im Irak bereits ihren geplanten Kontingentwechsel in dem Land vorerst ausgesetzt. Die derzeit dort stationierten gut 130 deutschen Soldaten bleiben aber vorerst in dem Land, die meisten von ihnen im nordirakischen Kurdengebiet.

+++ 10.53 Uhr: Öffentlichem Dienst fehlen laut Beamtenbund 300.000 Mitarbeiter +++

Dem Staat fehlen nach Einschätzung des Beamtenbundes dbb derzeit fast 300.000 Mitarbeiter. Das geht aus einer Aufstellung hervor, die der dbb zum Auftakt seiner Jahrestagung heute in Köln veröffentlichte. Demnach fehlen in den Kommunalverwaltungen mehr als 138.000 Mitarbeiter, in der Kranken- und Altenpflege 40.000 und in Bundes- und Landespolizei jeweils 25.000. Die Zahlen gehen auf eine Verbandsabfrage des dbb zurück, der offiziell den Namen dbb Beamtenbund und Tarifunion trägt.

In den kommenden zehn Jahren scheiden laut dbb zudem 1,3 Millionen der Beschäftigten altersbedingt aus dem öffentlichen Dienst aus. Auch wenn erwartbare Neueinstellungen eingerechnet würden, bleibe eine Personallücke von mehreren hunderttausend Beschäftigten.

+++ 10.39 Uhr: Brand in Spitzenrestaurant: Feuerwehr hält Begehung für zu gefährlich +++

Eine Suche nach der Ursache des Brandes im Drei-Sterne-Restaurant "Schwarzwaldstube" in Baiersbronn ist zunächst nicht möglich. Die Ruine sei einsturzgefährdet, sagte der Kommandant der Feuerwehr, Martin Frey, am Morgen. "Es ist zu gefährlich." In der Nacht um 4.30 Uhr sei das Feuer noch einmal aufgeflammt. Die Feuerwehr sei noch mit 50 Einsatzkräften am Brandort gewesen und habe die Zahl erst am Morgen auf 10 reduziert. Immer wieder seien Teile des Daches und der Decken eingestürzt.

Im dem rund 230 Jahre alten Stammhaus des Hotels "Traube Tonbach" war in der Nacht zum Sonntag Feuer ausgebrochen. Das Gebäude, in dem sich neben der renommierten "Schwarzwaldstube" weitere Restaurants und Büroräume befanden, wurde komplett zerstört. Der Schaden geht in die Millionen. Rund 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

+++ 10.37 Uhr: Polizei, Ärzte und Universitäten führen aktuelles Vertrauensranking an +++

Das Vertrauen der Deutschen zu Polizei, Ärzten und Universitäten ist ungebrochen. Jeweils 80 Prozent der Bundesbürger schenken Polizei und Ärzten ihr Vertrauen, 77 Prozent den Hochschulen, wie das RTL/ntv-"Trendbarometer" zum Vertrauen der Bevölkerung in gesellschaftlich relevante, nicht politische Institutionen ergab. Hohes Vertrauen genießen auch das Bundesverfassungsgericht (74 Prozent), der eigene Arbeitgeber (68 Prozent), die für Strom, Gas, Wasser und Entsorgung zuständigen kommunalen Unternehmen (67 Prozent) sowie die Gerichte (66 Prozent).

45 Prozent der Befragten zeigten großes Vertrauen zur Bundeswehr, 44 Prozent zu den Gewerkschaften, 43 Prozent zur Presse sowie 40 Prozent zum Zentralrat der Juden. Der evangelischen Kirche schenken 36 Prozent, den Sparkassen 33 Prozent und dem Fernsehen 30 Prozent der Bundesbürger ihr Vertrauen. Dem Papst trauen 29 Prozent, der katholischen Kirche 14 Prozent und dem Islam neun Prozent der Deutschen. Die letzten Plätze belegten Manager mit acht Prozent und Werbeagenturen mit drei Prozent.

+++ 9.57 Uhr: Leopard tötet achtjährigen Jungen in Nepal +++

Ein wilder Leopard hat ein achtjähriges Kind in Nepal zu Tode gebissen. Der Junge sei gerade auf dem Weg zu seinem Onkel gewesen, als das Raubtier über ihn hergefallen sei, berichtete die Polizei. Zunächst seien Hose und Schuhe des Kindes abseits eines Pfades entdeckt worden. Erst später habe ein Rettungsteam den Körper des Jungen in rund 250 Metern Entfernung gefunden.

Der Angriff habe sich gestern Abend in dem Dorf Anbu Khaireni im Zentrum des Landes ereignet. Wenige Tage zuvor hatte in der Region ein Leopard ein zweijähriges Kind getötet. In den vergangenen Monaten haben Übergriffe von wilden Tieren auf Menschen in Nepal zugenommen.

+++ 9.05 Uhr: Nato beruft Sondersitzung wegen Krise in Nahost ein +++

Die Nato hat wegen der Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran eine Sondersitzung einberufen. Für heute sei ein Treffen des Nordatlantikrats auf Ebene der Botschafter angesetzt worden, teilte das Verteidigungsbündnis in Brüssel mit. Dabei solle über die Lage im Nahen Osten beraten werden. Die Spannungen in der Region waren wegen des tödlichen US-Drohnenangriffs auf den iranischen General Kassem Soleimani dramatisch eskaliert. Soleimani war in der Nacht zu Freitag nahe dem Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad getötet worden. Er war Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden, die zu den iranischen Revolutionsgarden gehören und für Auslandseinsätze zuständig sind. Teheran drohte den USA mit Vergeltung.

+++ 8.50 Uhr: Dobrindt unterstützt Forderung nach Kabinettsumbildung +++

CSU-Landesgruppenchef Andreas Dobrindt hat sich hinter die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chefs Markus Söder nach einer Kabinettsumbildung im Bund gestellt. Zwar sei die Koalition besser als ihr Ruf, "aber wir wissen auch, dass wir eine neue Dynamik brauchen", sagte Dobrindt dem Sender N-TV. Die Koalition müsse "bereit sein, immer mal wieder etwas zu erneuern". Beide CSU-Politiker äußerten sich im Vorfeld der traditionellen Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag im oberbayerischen Kloster Seeon. 

Söder hatte sich am Wochenende für eine Verjüngung des Bundeskabinetts ausgesprochen. Namen nannte er dabei nicht, sprach sich aber vor allem für eine Stärkung des Bereichs Wirtschaft aus. Das Wirtschaftsressort wird derzeit von dem CDU-Politiker Peter Altmaier geleitet. Ältester Bundesminister ist der Innenminister und frühere CSU-Chef Horst Seehofer.

+++ 8.23 Uhr: Vier Tote bei Brand in Hospiz in Polen +++

Bei einem Brand in einem Hospiz in Polen sind vier Menschen ums Leben gekommen, 22 weitere wurden verletzt. Das Feuer sei gegen drei Uhr morgens in dem Heim in Chojnice in der westpolnischen Woiwodschaft Pommern ausgebrochen, teilte ein Sprecher der Feuerwehr laut Nachrichtenagentur PAP mit. Der Brand sei mittlerweile gelöscht. Unter den 22 Verletzten, die in Krankenhäuser gebracht wurden, ist den Angaben zufolge auch ein Polizist, der bei der Rettung der Bewohner eine Rauchvergiftung erlitten hatte.

Nach ersten Erkenntnissen sei das Feuer in einem der Hospizräume ausgebrochen und durch einen Patienten ausgelöst worden, der eine Zigarette geraucht habe, sagte ein Sprecher der Polizei dem Fernsehsender TVN24.

+++ 8.19 Uhr: Ermittlungen nach Alkoholfahrt in Südtirol dauern an +++

Polizei und Staatsanwaltschaft in Südtirol ermitteln weiter zu den genauen Umständen der tödlichen Alkoholfahrt im Wintersportort Luttach. Dort war ein 27-Jähriger in der Nacht zu Sonntag in eine Gruppe junger deutscher Skiurlauber gerast und hatte sechs von ihnen getötet. Außerdem wurden elf Menschen aus der Urlaubergruppe verletzt, vier davon schwer. Die Polizei in Bozen machte am Morgen keine neuen Angaben zum Zustand der Verletzten, die in verschiedene Krankenhäuser gebracht worden waren.

Da der Dreikönigstag in Italien ein Feiertag ist, dürfte es zu den Untersuchungen zum Hergang vermutlich erst am Dienstag mehr Neuigkeiten geben, sagte ein Sprecher. In italienischen Medien wurde weiter über eine stark erhöhte Geschwindigkeit des Fahrers aus der Region spekuliert. An der Stelle sind 50 Kilometer pro Stunde erlaubt.

+++ 7.58 Uhr: Tausende Reservisten unterstützen Feuerwehr in Australien +++

Angesichts der verheerenden Buschbrände in Australien sind nun tausende Reservisten der Armee im Einsatz. Sie wurden in drei Bundesstaaten im Osten des Landes stationiert, um die Feuerwehr zu unterstützen und dabei zu helfen, die Stromversorgung wiederherzustellen und die Menschen mit Lebensmitteln, Wasser und Treibstoff zu versorgen. Die Regierung hatte am Wochenende rund 3000 Reservisten mobilisiert, es war die größte Zwangseinberufung in der Geschichte des Landes. Die Regierung kündigte heute an, den Wiederaufbau in den von den Bränden betroffenen Gebieten mit umgerechnet rund 1,25 Milliarden Euro zu unterstützen. "Es liegt ein langer Weg vor uns und wir werden diese Gemeinden bei jedem Schritt unterstützen", erklärte Premierminister Scott Morrison. Der Regierungschef war wegen seiner zögerlichen Reaktion auf die Buschbrände massiv kritisiert worden.

+++ 7.45 Uhr: Ölpreise steigen weiter nach Zuspitzung der Iran-Krise +++

Die Ölpreise sind wegen der Eskalation der Lage im Nahen Osten weiter auf einem Höhenflug. Am frühen Morgen stieg der Preis für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zeitweise bis auf 64,72 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Damit erreichte der Preis den höchsten Stand seit vergangenem April. Kräftig nach oben ging es auch mit dem Preis für Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee, der für deutsche Verbraucher wichtig ist. Hier stieg die Notierung für ein Fass um 1,63 Dollar auf 70,23 Dollar. Allerdings verharrte der Brent-Preis unter dem Stand, der im September bei 71,95 Dollar erreicht worden war.

Seit der gezielten Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch einen US-Raketenangriff sind die Ölpreise im Aufwind. Die Krise in der Region verstärkt die Sorge der Anleger am Ölmarkt vor Lieferengpässen.

+++ 6.29 Uhr: Hunderttausende bei Trauerzeremonien für getöteten General in Teheran +++

Hunderttausende Iraner haben in Teheran an der Trauerzeremonie für den bei einem US-Raketenangriff in Bagdad getöteten iranischen General Ghassem Soleimani teilgenommen. Am frühen Morgen gab es zunächst ein sogenanntes Leichengebet in der Universität Teheran, dem Tausende beiwohnten. Die Zeremonie wurde auf fast allen TV-Kanälen des Landes live übertragen. Danach sollte Soleimanis Leiche zum Asadi-Platz im Westen der Hauptstadt transportiert werden. Entlang der fast drei Kilometer langen Strecke wurden Hunderttausende Menschen erwartet, um Abschied von dem getöteten Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Einheit zu nehmen.

Die Regierung hat den Montag in Teheran zum örtlichen Feiertag erklärt, damit dort alle Menschen an der Zeremonie teilnehmen können. Von Teheran aus sollte der Leichnam dann in die schiitische Hochburg Ghom gebracht werden. Auch dort war eine Zeremonie vor einem Mausoleum geplant. Die Beisetzung Soleimanis findet voraussichtlich am Dienstag in seinem Geburtsort Kerman im Südostiran statt.

+++ 5.15 Uhr: Kriegsdrama "1917" gewinnt Top-Golden-Globe +++

Der Kriegsfilm "1917" des britischen Regisseurs Sam Mendes ist mit dem Golden Globe als bestes Drama ausgezeichnet worden. Der Preis für die beste Komödie ging bei der Gala im kalifornischen Beverly Hills an "Once Upon a Time ... in Hollywood" von US-Kultregisseur Quentin Tarantino. Die Auszeichnungen für die besten Hauptdarsteller bekamen Joaquin Phoenix (für "Joker") Renée Zellweger ("Judy"), Taron Egerton ("Rocketman") und Awkwafina ("The Farewell").

+++ 5.12 Uhr: Brände legen australische Hauptstadt lahm +++

Die Buschbrände in Australien rauben den Menschen in den betroffenen Gebieten weiter den Atem. In der Hauptstadt Canberra ist die Luft durch den Rauch gefährlich verschmutzt. Die Stadtregierung rief die Menschen dazu auf, drinnen zu bleiben. Einige Flüge wurden gestrichen. Museen, Geschäfte und Universitäten blieben geschlossen. Das Innenministerium forderte seine Mitarbeiter auf, für 48 Stunden zu Hause zu bleiben. An der Südostküste gab es Regen, was den Kampf der Feuerwehr etwas erleichterte. 

Eine Entwarnung ist nicht in Sicht. In den Bundesstaaten New South Wales und Victoria lodern noch mehr als 180 Feuer. Einige Gebiete sind weiter abgeschnitten. Seit Beginn der Brände im Oktober sind landesweit 24 Menschen ums Leben gekommen. Tausende Häuser wurden zerstört. Sieben Millionen Hektar brannten nieder - das ist ungefähr ein Fünftel der Fläche Deutschlands.


+++ 4.18 Uhr: Beamtenbund warnt vor Misstrauen gegenüber dem Staat +++

Der Beamtenbund dbb hat vor wachsendem Misstrauen in der Bevölkerung gegenüber dem Staat gewarnt. "Es ist etwas ins Rutschen gekommen in Deutschland", sagte dbb-Chef Ulrich Silberbach unmittelbar vor der dbb-Jahrestagung, die heute in Köln beginnt. "Polizisten und Rettungskräfte werden auf offener Straße angegriffen", sagte Silberbach. "Der Staat wird gleichzeitig mit überzogenen Erwartungen und tief sitzendem Misstrauen konfrontiert." Silberbach forderte, diesen Entwicklungen verstärkt Dialog entgegenzusetzen. "Wir müssen als Gesellschaft raus aus den Echokammern und wieder miteinander ins Gespräch kommen."

+++ 2.50 Uhr: Drei Tote nach Unfall in Mittelfranken - auch zwei Kinder gestorben +++

Nach dem schweren Verkehrsunfall bei Georgensgmünd in Mittelfranken sind neben der getöteten Mutter auch zwei der drei lebensgefährlich verletzten Kinder gestorben. Die beiden neun und zwölf Jahre alten Kinder erlagen in der Nacht zum Montag ihren Verletzungen, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Ein vier Jahre altes Kind schwebte demnach weiter in Lebensgefahr.

Der Ehemann der 35 Jahre alten Mutter hatte bei dem Unfall auf der Bundesstraße 2 ebenso schwere Verletzungen erlitten wie der 19 Jahre alte Unfallverursacher. Beide schwebten früheren Angaben zufolge aber nicht in Lebensgefahr. Der Transporter des 19-Jährigen war am späten Sonntagnachmittag in Richtung Nürnberg unterwegs gewesen, als er aus ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geriet und in das Familienauto krachte. Die B2 wurde nach vierstündiger Sperrung in der Nacht wieder für den Verkehr freigegeben.

+++ 1.51 Uhr: US-Künstler John Baldessari ist tot +++

Der US-amerikanische Künstler John Baldessari ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Seine Stiftung habe den Tod des gebürtigen Kaliforniers am Sonntag bestätigt, berichtet die "Los Angeles Times". Baldessari hatte in den vergangenen Jahrzehnten mit Foto- und Videoarbeiten, Kollagen und Foto-Bild-Montagen die sogenannte Konzeptkunst wesentlich mitgeprägt und zahlreiche junge Künstler inspiriert. Für das Frankfurter Städel-Museum hatte der Künstler 2015 insgesamt 16 großformatige Collagen geschaffen, die sich auf Bilder aus der Sammlung bezogen. Drei Jahre zuvor hatte Baldessari den Kaiserring 2012 der Stadt Goslar erhalten. Der Ring gilt als einer der weltweit wichtigsten Preise für moderne Kunst.

Baldessari ist vielfach ausgezeichnet worden. Unter anderem erhielt er 2009 für sein Lebenswerk den Goldenen Löwen der 53. Biennale.

+++ 1.45 Uhr: Trump droht Irak wegen Entscheidung zu US-Truppenabzug mit Sanktionen +++

US-Präsident Donald Trump hat dem Irak für den Fall eines feindseligen Rauswurfs der rund 5000 US-Soldaten aus dem Land mit drastischen Sanktionen gedroht. Sollte der Irak nicht die Bedingungen der USA für einen Abzug erfüllen, werde die US-Regierung Sanktionen verhängen "wie nie zuvor", sagte Trump mitreisenden Journalisten zufolge am Sonntagabend (Ortszeit) während des Rückflugs aus dem Bundesstaat Florida nach Washington.

+++ 0.05 Uhr: Datenschützer warnt vor Spionagegefahr bei China-Reisen +++

Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar hat vor Spionagegefahr bei China-Reisen gewarnt. "Die Risiken für die Integrität informationstechnischer Systeme sind überall dort, wo Sicherheitsbehörden und Geheimdienste keiner rechtsstaatlichen datenschutzrechtlichen Kontrolle unterliegen, für privat sowie in öffentlicher Funktion Reisende hoch", sagte er dem "Handelsblatt". Zwar gebe es bislang keinen chinesischen Whistleblower wie Edward Snowden, der 2013 Dokumente zu Ausspäh-Aktivitäten des US-Abhördienstes NSA und seines britischen Gegenparts GCHQ an Journalisten gegeben hatte. Es müsse aber "gerade auch in China von einer besonderen Gefährdung privater Daten ausgegangen werden", erklärte der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte in den vergangenen Jahren mehrfach vor einer Spionagegefahr bei China-Reisen gewarnt, zuletzt im Dezember 2019. Die Verfassungsschützer rieten etwa zu Reise-Laptops und Prepaid-Handys sowie zur Überprüfung, Neuinstallation oder Entsorgung der Geräte nach Rückkehr.

mad / DPA / AFP