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News von heute Trump bestätigt baldige Unterzeichnung von Taliban-Abkommen

US-Präsident Donald Trump
US-Präsident Donald Trump
© Andrew CABALLERO-REYNOLDS / AFP
Trump bestätigt Abkommen mit Taliban +++ Putin und Erdogan treffen sich kommende Woche +++ VW und Verbraucherschützer erzielen doch noch Diesel-Vergleich +++ Zahl der Arbeitslosen sinkt im Februar um 30.000 +++ News von heute im stern-Ticker.

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Trump bestätigt Unterzeichnung von Taliban-Abkommen (20.54 Uhr)
  • Putin und Erdogan treffen sich kommende Woche in Moskau (17.28 Uhr)
  • Forscher registrieren größte bekannte Explosion im Universum (14.25 Uhr)
  • VW-Dieselfahrer bekommen zwischen 1350 und 6257 Euro Entschädigung (13.13 Uhr)
  • Dax rutscht zum Handelsstart um mehr als drei Prozent ab (9.38 Uhr)


Die wichtigsten Nachrichten zum Thema Coronavirus lesen Sie hier.

Die News des Tages im stern-Ticker: 

+++ 20.54 Uhr: Trump bestätigt baldige Unterzeichnung von Taliban-Abkommen +++

Mehr als 18 Jahre nach dem US-Einmarsch in Afghanistan stehen die USA und die Taliban nach Angaben von US-Präsident Donald Trump vor der Unterzeichnung eines Abkommens. US-Außenminister Mike Pompeo werde an der Zeremonie teilnehmen, teilte Trump am Freitag in Washington mit. Die Unterzeichnung wurde für diesen Samstag in Doha im Golfemirat Katar erwartet. Trump teilte weiter mit, es werde außerdem eine gemeinsame Erklärung von US-Verteidigungsminister Mark Esper mit der afghanischen Regierung geben. Das Abkommen zwischen den USA und den Taliban soll einen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan einleiten. Im Gegenzug sollen die Taliban Garantien geben, dass das Land kein sicherer Hafen für Terroristen wird und sie Friedensgespräche mit der Regierung in Kabul aufnehmen.

+++ 20.36 Uhr: Finanzamt entzieht Verein Uniter die Gemeinnützigkeit +++

Das Finanzamt in Stuttgart hat dem umstrittenen Verein Uniter die Gemeinnützigkeit entzogen. Das erklärte der Verein schriftlich. Zuvor hatten WDR und "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet. Dem Bericht zufolge hat das Finanzamt Uniter schon im Herbst vergangenen Jahres die Gemeinnützigkeit entzogen. Der Verein sei zunächst im Rahmen eines Widerspruchsverfahrens dagegen vorgegangen. Mitte Februar sei der Widerspruch aber zurückgewiesen worden. Man werde dagegen "keine Klage einreichen und die Sache auf sich beruhen lassen, da der Verein in der Schweiz gemeinnützig ist und der Verein in Deutschland sich bereits in Liquidation befindet", teilte das Uniter-Presseteam auf Anfrage mit. Eine Sprecherin des Finanzministeriums in Stuttgart wollte sich unter Verweis auf das Steuergeheimnis nicht zu der Sache äußern.

+++ 19.56 Uhr: Puigdemont versammelt katalanische Anhänger in Südfrankreich +++

Der frühere katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont versammelt am Samstag seine Anhänger in Südfrankreich (12.00 Uhr). In der Stadt Perpignan nahe der spanischen Grenze werden nach Angaben aus seinem Umfeld mehr als 70.000 Menschen erwartet. Auch der derzeitige katalanische Regionalpräsident Quim Torra ist angekündigt. Die französischen Behörden haben die Kundgebung erlaubt.     

Puigdemont hatte 2017 gegen den Willen der spanischen Zentralregierung die Unabhängigkeit Kataloniens ausgerufen. Nach seiner Absetzung durch Madrid ging er nach Belgien ins Exil, um der spanischen Strafverfolgung zu entgehen. Heute sitzt er im Europa-Parlament. Als Abgeordneter genießt Puigdemont Immunität. Wiederholte Auslieferungsgesuche Spaniens liefen ins Leere. 

+++ 18.15 Uhr: Rauchwolken am Pariser Fernbahnhof Gare de Lyon - Demonstration +++

Flammen und Rauchwolken rund um den Pariser Bahnhof Gare de Lyon: Dort waren große Rauchwolken zu sehen. Wie die Staatsbahn SNCF auf Anfrage mitteilte, habe es außerhalb des großen Fernbahnhofs im Südosten der Hauptstadt Demonstrationen gegeben. Dabei hätten auch Autos gebrannt. Auf Twitter teilte die SNCF mit, dass der Bahnhof geschlossen wurde. Vom Gare de Lyon aus fahren die Züge von Paris aus in Richtung Südfrankreich. Gerade in den Abendstunden herrscht dort großer Andrang.

+++ 17.28 Uhr: Putin und Erdogan treffen sich kommende Woche in Moskau +++

Nach dem Tod Dutzender türkischer Soldaten in der nordsyrischen Provinz Idlib wollen sich Kremlchef Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kommende Woche in Moskau treffen. Der Termin sei entweder am 5. oder am 6. März in der russischen Hauptstadt, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

Zuvor hatten die beiden Staatschefs bereits telefoniert und ein Treffen - ohne Details - ankündigen lassen. Sie zeigten sich nach Kremlangaben ernsthaft besorgt wegen der Lage in Idlib.

Am Donnerstagabend waren dort bei einem Luftangriff mindestens 33 türkische Soldaten getötet und 36 weitere verletzt worden. Die Türkei machte die syrische Regierung verantwortlich und begann Vergeltungsangriffe.

+++ 16.54 Uhr: SPD und Grüne in Hamburg setzen Sondierungsgespräche am 9. März fort +++

Die Spitzen von SPD und Grünen in Hamburg haben bei einem ersten Sondierungsgespräch über die Grundlagen ihrer Zusammenarbeit gesprochen. "Wir haben uns nicht über Einzelheiten unterhalten, sondern über die Grundfragen, die wir gemeinsam vereinbaren wollen", sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Anschluss an das Gespräch in der SPD-Zentrale. Die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank von den Grünen und Tschentscher betonten, dass sie konstruktiv und vertrauensvoll zusammenarbeiten wollten. Die beiden Spitzenkandidaten wurden bei den Sondierungsgesprächen von den Partei- und Fraktionsvorsitzenden ihrer Parteien begleitet. Die Sondierungsgespräche sollen nun am 9. März fortgesetzt werden.

+++ 16.34 Uhr: Weitere Ermittlungen gegen mutmaßlichen Lübcke-Mörder +++

Gegen den mutmaßlichen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke wird nach Recherchen von NDR und "Spiegel" wegen eines Anschlags im Jahr 2003 ermittelt. Es geht um einen Schuss auf einen Lehrer in Kassel. Das Geschoss habe den Kopf des damals 48 Jahre alten Mannes, der sich gegen Rechtsextremismus engagiert, in dessen Küche nur knapp verfehlt, hieß es in dem Bericht. Zuvor hatte das Projektil die Fensterscheibe durchschlagen.

Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft bestätigte das Ermittlungsverfahren. Ein Verteidiger von Stephan E. sagte dem Bericht zufolge, sein Mandant weise die Vorwürfe empört zurück.

+++ 16.31 Uhr: Starke Verkäufe spülen VW-Konzern 2019 mehr Gewinn in die Kasse +++

Gegen den Trend einer schwächeren Autokonjunktur hat der Volkswagen-Konzern 2019 noch einmal deutlich mehr Gewinn erzielt - auch dank weiter anziehender SUV-Verkäufe. Unterm Strich legte das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 12,8 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro zu. Dies teilte die VW-Gruppe nach einer Sitzung des Aufsichtsrats in Wolfsburg mit.

+++ 16.09 Uhr: "Spiegel": "Gruppe S" besprach Anschläge auf Moscheen +++

In einer Mitte Februar ausgehobenen mutmaßlichen rechten Terrorzelle sollen nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" auch Anschläge auf Moscheen besprochen worden sein. Bei einem Treffen im Februar sei es auch darum gegangen, eine Moschee anzuzünden, damit Muslime Deutschland verlassen. Das habe ein Mann, der als mutmaßlicher Unterstützer in Untersuchungshaft sitzt, in einer Vernehmung gesagt, berichtete das Nachrichtenmagazin.

Die Bundesanwaltschaft und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hätten aus überwachten Telefonaten und Chatnachrichten Hinweise auf die Gefährlichkeit der Gruppe erhalten. So habe der mutmaßliche Rädelsführer Werner S. auf eine Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit den Worten "dieser Hochverräter" werde "bezahlen" reagiert.

+++ 15.57 Uhr: Totengebet für zwei weitere Opfer des Hanauer Anschlags +++

Nach dem rassistischen Anschlag in Hanau hat die Trauerfeier für zwei weitere Todesopfer begonnen. Am Nachmittag startete das Gedenken auf dem Marktplatz vor dem Rathaus mit einem Totengebet. Anschließend sollten die beiden Opfer in einem Trauerzug zum Hauptfriedhof gebracht und dort auf einem muslimischen Gräberfeld beigesetzt werden. Nach Angaben der Polizei versammelten sich auf dem Marktplatz etwa 3000 Menschen, um der Gedenkfeier beizuwohnen.

+++ 15.32 Uhr: Französische Bahn nach Streiks tief in den roten Zahlen +++

Die französische Bahn ist wegen der Streiks vor dem Jahreswechsel tief in die roten Zahlen gefahren. Der Nettoverlust für 2019 beläuft sich auf 801 Millionen Euro, wie die staatliche Gesellschaft SNCF mitteilte. Die Umsatzeinbußen durch die 27-tägigen Arbeitsniederlegungen im Dezember bezifferte die Bahn auf 690 Millionen Euro. Ohne diese Einbußen hätte unter dem Strich ein Plus von 313 Millionen Euro gestanden.

+++ 15.26 Uhr: Fast 60 mutmaßliche Mafiosi wegen Drogenhandels auf Sizilien gefasst +++

Bei einem Schlag gegen die Mafia hat die italienische Polizei in Messina und anderen Orten 59 Menschen gefasst. Die Festgenommenen gehörten zum einem kriminellen Clan, der seine Hochburg in dem Küstenstädtchen Barcellona Pozzo di Gotto bei Messina auf Sizilien habe, berichteten die Carabinieri. Ihnen werde Handel mit Kokain und anderen Drogen, Waffenhandel, Erpressung und vieles mehr vorgeworfen.

+++ 15.11 Uhr: Gericht: Werbung für Online-Glücksspiel im Fernsehen bleibt verboten +++

Werbung für Online-Glücksspiele darf in Deutschland einem Urteil zufolge weiterhin nicht im Fernsehen ausgestrahlt werden. Das hat das Landgericht Köln entschieden, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Geklagt hatte ein Vertreter der Glücksspielindustrie gegen einen Fernsehsender, der mehrere Spots zur Bewerbung von Online-Glücksspiel-Webseiten gesendet hatte. In Deutschland sind solche Spiele bislang allerdings grundsätzlich verboten - lediglich Schleswig-Holstein erlaubt seinen Bürgern bisher die Teilnahme.

+++ 15.00 Uhr: Fahrverbote in sieben weiteren NRW-Städten vorerst vom Tisch +++

In sieben weiteren Städten Nordrhein-Westfalens wird es vorerst keine Fahrverbote geben. Im rechtlichen Tauziehen um die Luftqualität verständigten sich die Deutsche Umwelthilfe als Klägerin, das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Städte Bielefeld, Bochum, Düren, Gelsenkirchen, Hagen, Oberhausen und Paderborn auf Vergleiche ohne Fahrverbote, wie das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster mitteilte.

Die jeweiligen Vergleiche sehen demnach konkrete Maßnahmen zur Einhaltung des Immissionsgrenzwerts für Stickstoffdioxid vor. Erarbeitet wurden Gesamtkonzepte unterschiedlicher Luftreinhaltemaßnahmen, mit denen eine zügige Einhaltung der Grenzwerte erreicht werden soll. Fahrverbote sehen die Vergleiche nicht vor.

+++ 14.45 Uhr: Inflationsrate im Februar bei 1,7 Prozent +++

Die Verbraucherpreise sind im Februar um 1,7 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag auf Grundlage vorläufiger Zahlen mit. Die Veränderungsrate blieb damit die gleiche wie im Januar. Im Dezember hatte sie noch 1,5 Prozent betragen, im November und Oktober jeweils 1,1, Prozent. Im Gesamtjahr 2019 lag der Verbraucherpreisanstieg bei 1,4 Prozent.

+++ 14.40 Uhr: Von der Leyen lädt Thunberg in die EU-Kommission ein +++

Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg wird EU-Politikern ihre Meinung zur europäischen Klimapolitik sagen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen habe Thunberg zur nächsten Sitzung der Kollegiums am Mittwoch in Brüssel eingeladen, sagte Behördensprecherin Dana Spinant. Dann stehe die europäische Klimagesetzgebung auf der Tagesordnung. Vorgesehen sei ein Meinungsaustausch zwischen Thunberg und den Kommissarinnen und Kommissaren, erklärte die Sprecherin. Am Nachmittag trifft Thunberg sich nach Angaben des Europäischen Parlaments im Umweltausschuss mit Abgeordneten ebenfalls für einen Meinungsaustausch.

+++ 14.25 Uhr: Forscher registrieren größte bekannte Explosion im Universum +++

In einer weit entfernten Galaxie haben Astronomen die größte bislang bekannte Explosion im Universum registriert. Ausgangsort ist ein supermassereiches Schwarzes Loch im Galaxienhaufen Ophiuchus in etwa 390 Millionen Lichtjahren Entfernung. Die Explosion habe etwa fünf Mal mehr Energie freigesetzt als der bisherige, im Jahr 2005 registrierte Rekordhalter, schreibt das Team um Simona Giacintucci vom Naval Research Laboratory in Washington im Fachblatt "The Astrophysical Journal".

"Wir haben schon früher Ausbrüche in den Zentren von Galaxien gesehen, aber dieser hier ist wirklich, wirklich massiv", wird Ko-Autorin Melanie Johnston-Hollitt vom International Center for Radio Astronomy Research (ICRAR) in einer Mitteilung ihrer Einrichtung zitiert. Warum die Explosion so heftig war, sei unklar. "Aber es geschah sehr langsam - wie eine Explosion in Zeitlupe, die sich über Hunderte von Millionen von Jahren hinzog."

Eine Aufnahme des Galaxiehaufens Ophiuchus mit einem NASA-Teleskop
Eine Aufnahme des Galaxiehaufens Ophiuchus mit einem NASA-Teleskop. Dort hat sich kürzlich die größte bisher bekannte Explosion im Universum ereignet
© Picture Alliance

Ursprünglich hatten Forscher schon 2016 mit Röntgenteleskopen eine riesige Delle in dem ultraheißen Gas in der Umgebung des Schwarzen Lochs bemerkt. In diese Beule könne man die Milchstraße - unsere Heimatgalaxie - 15 Mal nebeneinander packen, so Giacintucci. Wegen dieser enormen Ausdehnung hätten Astronomen anfangs die Idee verworfen, sie könne durch eine Explosion ausgelöst worden sein. Untersuchungen mit Radioteleskopen bestätigten dann jedoch diese Vermutung. Der Galaxienhaufen Ophiuchus enthält Tausende Galaxien. Das für die Explosion vermutlich verantwortliche Schwarze Loch sitzt in einer Galaxie im Zentrum von Ophiuchus.

+++ 14.17 Uhr: Gericht: Paypal-AGB mit 80 Seiten nicht zu lang +++

Auch wenn die Geschäftsbedingungen von Paypal ausgedruckt mehr als 80 Seiten lang sind - das macht sie nach einem Gerichtsbeschluss nicht automatisch zu lang und unwirksam. Deutsche Verbraucherschützer erlitten mit der Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln auch in zweiter Instanz einen Rückschlag in ihrem Kampf für überschaubare Nutzungsregeln.

+++ 14.07 Uhr: Entwicklungsminister Müller: fair produzierte Osterhasen kaufen +++

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat die Bürger aufgerufen, beim Kauf von Osterhasen auf fair produzierte Ware zurückzugreifen. So könne jeder seinen Teil gegen Kinderarbeit beitragen. "Wenn wir billig einkaufen, zahlt jemand anderes die Rechnung", sagte der CSU-Politiker bei einem Besuch von Hilfsprojekten in Indien am Freitag. "Damit wir unseren Kindern günstige Schokolade ins Osternest stecken können, schuften weltweit 2,3 Millionen Mädchen und Jungen auf Kakaoplantagen." 

Der Einkaufspreis für Schokolade sei auf dem Weltmarkt so niedrig, dass die Familien davon nicht leben könnten. "Wenn nur noch faire Schoko-Osterhasen gekauft würden, wäre das ein großes Zeichen der Solidarität und es würden Millionen Euro direkt nach Westafrika an die Kakaobauern und ihre Familien fließen", sagte der Minister. 

+++ 14.03 Uhr: Schule in Hessen soll künftig den Namen von Walter Lübcke tragen +++

Eine Schule im Heimatort des ermordeten nordhessischen Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) soll künftig seinen Namen tragen. Die Schulgemeinde der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen habe eine entsprechende Entscheidung getroffen, sagte ein Kreissprecher. Der Kreistag müsse der Umbenennung zur Walter-Lübcke-Schule aber noch zustimmen. Es sei aber eine Mehrheit dafür zu erwarten, am 1. April könnte die Entscheidung getroffen werden. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Lübcke lebte in Ista, einem Ortsteil Wolfhagens. Er wurde im Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses erschossen. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der in Untersuchungshaft sitzende Stephan E. soll der Schütze sein. Das Motiv war mutmaßlich Lübckes Einsatz für die Unterbringung von Flüchtlingen.

+++ 13.51 Uhr: Bulgarien erhöht Schutz der Grenze zur Türkei gegen Migranten +++

Das EU-Land Bulgarien hat den Schutz seiner Grenze zur Türkei nach Berichten über Flüchtlingsbewegungen in Richtung Europäische Union verstärkt. An der EU-Außengrenze sei bereits die Gendarmerie stationiert worden, sagte Regierungschef Boiko Borissow am Freitag in Sofia. Bulgarien sei vorbereitet, 1000 Soldaten an die türkische Grenze zu schicken, kündigte Verteidigungsminister Krassimir Karakatschanow an.

In der nahe der bulgarischen Grenze gelegenen türkischen Stadt Edirne hätten sich Migranten versammelt, erläuterte Borissow. Zwei Gruppen von jeweils etwa 30 Migranten seien am Morgen von der bulgarischen Grenzpolizei daran gehindert worden, nach Bulgarien zu gelangen, teilte Karakatschanow auf der Webseite seines Ministeriums mit. Der Minister sei entschlossen, dass die Armee den Grenzschutz voll unterstütze, um keinen einzigen Migranten illegal auf das Staatsgebiet Bulgariens zu lassen.

+++ 13.46 Uhr: Greta Thunberg: Medien und Politik ignorieren Klimakrise komplett +++

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat zum Auftakt eines Protestmarsches in Bristol schwere Kritik an den Medien und der Politik geübt. "Das ist eine Notsituation, Menschen leiden bereits und sterben als Konsequenz des Klima- und Umwelt-Notstands", sagte sie vor Tausenden Anhängern in einer Ansprache, die live im BBC-Fernsehen übertragen wurde. 

Es werde noch schlimmer werden. "Immer noch wird diese Notlage komplett ignoriert von den Politikern, den Medien und denen in einflussreichen Positionen", sagte die 17 Jahre alte Aktivistin. "Im Grunde wird nichts getan, um diese Krise aufzuhalten." Sie werde nicht schweigen und zusehen, kündigte Thunberg unter Beifall an. Bereits vergangene Woche hatte sie gemeinsam mit Zehntausenden Menschen in Hamburg für mehr Klimaschutz demonstriert.

+++ 13.36 Uhr: Merkel nimmt kommende Woche an Trauerfeier in Hanau teil +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt am kommenden Mittwoch an der zentralen Trauerfeier für die Opfer des Anschlags von Hanau teil. Ob die Kanzlerin auch Angehörige der neun Opfer des offenbar rassistischen Attentats treffen werde, stehe noch nicht fest, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird bei dem Trauerakt eine Ansprache halten.

Zu der zentralen Trauerfeier am Hanauer Schlossplatz wird zudem Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) erwartet. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten werden nur geladene Gäste zugelassen sein, wie die Stadt Hanau auf ihrer Website mitteilte. Demnach werden rund 650 Gäste erwartet.

+++ 13.20 Uhr: Post will Produktion von Streetscootern noch 2020 einstellen +++

Die Deutsche Post wird die Produktion ihrer Streetscooter-Elektrofahrzeuge noch im Laufe des Jahres 2020 komplett einstellen. "Neubestellungen wird es keine mehr geben", sagte ein Sprecher der Post am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Auslieferung von Fahrzeugen werde sich voraussichtlich noch bis ins nächste Jahr hinziehen. Man wolle die Sondierungen für einen Käufer nicht mehr weiterverfolgen, teilte der Konzern außerdem mit. Über Monate hinweg hatte die Post versucht, potenzielle Interessenten zu finden.

+++ 13.17 Uhr: Athen schließt Grenzübergang zur Türkei +++

Griechenland hat am Freitag den Grenzübergang zur Türkei bei Kastanies/Pazarkule geschlossen. Dies berichtete das griechische Staatsfernsehen (ERT). Zuvor hatten sich nach Gerüchten über eine Öffnung der türkischen Grenzen für Flüchtlinge in Richtung Europa Hunderte Migranten an diesem Übergang am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros (türkisch: Meric) versammelt.

Wie lange die Schließung dauern werde, sei unklar, berichtete das Staatsfernsehen Griechenlands. Reporter vor Ort berichteten, auf der griechischen Seite habe die Regierung in Athen zahlreiche Polizisten und Grenzschutzbeamte sowie Soldaten zusammengezogen.

+++ 13.13 Uhr: VW-Dieselfahrer bekommen zwischen 1350 und 6257 Euro Entschädigung +++

Die Einigung von Volkswagen und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) im Dieselstreit sieht auch weiterhin ein Vergleichsangebot des Autobauers in Höhe von insgesamt 830 Millionen Euro vor. Kunden, die sich beim Bundesamt für Justiz in das Klageregister eingetragen haben, bietet VW eine Einmalzahlung je nach Fahrzeug und Fahrzeugalter zwischen 1350 und 6257 Euro an, wie der vzbv am Freitag mitteilte. Zusätzlich übernehme VW individuelle Anwaltskosten von bis zu 190 Euro netto.

Wer das Angebot nicht annehmen will, kann bis mindestens Oktober noch Einzelklage erheben, wie der vzbv weiter mitteilte. Bei Streitigkeiten können Kunden und VW zudem eine unabhängige Ombudsstelle einschalten, wie der Autobauer in Wolfsburg mitteilte.

+++ 12.50 Uhr: Frühes Freibad: In Karlsruhe ziehen die ersten Schwimmer ihre Bahnen +++

Luft 5 Grad, Wasser 28 Grad: Noch herrscht Winter, doch in Karlsruhe beginnt bereits der Freiluft-Badespaß. Traditionell als erstes reines Freibad in Deutschland hat das Sonnenbad die Saison eröffnet.

Zum Anbaden pünktlich um 10 Uhr seien bei freiem Eintritt etwa 50 Frauen, Männer und Kinder ins Becken gesprungen, sagte der Pressesprecher der Bäderbetriebe, Raphael Becker. Bis zum Mittag sei die Zahl der Gäste bereits auf etwa 300 gestiegen. Der Freundeskreis des Sonnenbades verteilte eine große Menge bunter Wasserbälle, um das diesjährige Motto des Saisonstarts "Schuss in den Frühling" mit Leben zu füllen.

Schluss mit Baden und Schwimmen im Sonnenbad vor der Kulisse eines großen Kraftwerks ist erst wieder am 1. Advent. Damit Planschen, Baden oder Schwimmen auch bei wenig sommerlichen Lufttemperaturen Spaß machen, wird das Wasser je nach Wetter aufgeheizt. Bis Ende April und ab Oktober wird dafür allerdings ein Heizkostenzuschlag zum Eintrittspreis fällig. Im vergangenen Jahr waren 116 000 Gäste in das Sonnenbad gekommen.

Freibad Karlsruhe
In Karlsruhe haben rund 300 Unerschütterliche die Freibad-Saison eröffnet
© Uli Deck / DPA

+++ 12.09 Uhr: Schauspieler und Autor Burkhard Driest gestorben +++

Der Schauspieler und Autor Burkhard Driest ist tot. Driest sei am Donnerstag nach langer Krankheit in Berlin im Alter von 80 Jahren gestorben, teilte seine Familie mit. Der 1939 in Stettin geborene Driest wurde unter anderem als Schauspieler in Filmen von Rainer Werner Fassbinder, Reinhard Hauff sowie in Inszenierungen des Regisseurs Peter Zadek bekannt. Auch als Drehbuch- und Theaterautor machte er sich einen Namen, unter anderem für Filme wie "Endstation Freiheit" und "Falco meets Amadeus".

Legendär wurde sein Fernsehauftritt mit Romy Schneider. In der WDR-Takshow "Je später der Abend" entlockte er der Schauspielerin die Worte: "Sie gefallen mir! Sie gefallen mir sehr!". Driest, der sich auch der Malerei zuwandte, lebte einige Zeit in Dublin, auch auf Ibiza und in Berlin.

+++ 12.06 Uhr: Hunderte Migranten versammeln sich an griechisch-türkischer Grenze +++

Nach Gerüchten über eine Öffnung der türkischen Grenzen für Flüchtlinge in Richtung Europa haben sich Hunderte Migranten am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros (türkisch: Meric) versammelt. Das griechische Staatsfernsehen (ERT) zeigte Bilder von Menschen, die auf der türkischen Seite des Grenzübergangs von Kastanies/Pazarkule auf eine Gelegenheit warteten, nach Griechenland zu kommen. Reporter vor Ort berichteten, auf der griechischen Seite habe die Regierung in Athen zahlreiche Polizisten und Grenzschutzbeamte sowie Soldaten zusammengezogen.

+++ 12.05 Uhr: Neue Rechnung des Umweltbundesamts: Tempolimit gut für Klimaschutz +++

Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen würde nach neuen Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA) den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich mindern. Je nach Ausgestaltung könnten 1,9 Millionen bis 5,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr eingespart werden, wie die Behörde mitteilte. Eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde würde demnach 2,6 Millionen Tonnen CO2 vermeiden, ein Tempolimit von 130 noch 1,9 Millionen Tonnen - "und zwar sofort und ohne Mehrkosten", wie UBA-Präsident Dirk Messner sagte. 5,4 Millionen Tonnen CO2 ließen sich sparen, wenn höchstens 100 Kilometer pro Stunde erlaubt wären.

+++ 11:58 Uhr: Verdacht auf Brandstiftung mit fünf Toten in Straßburg +++

Nach einem Wohnhaus-Brand in Straßburg mit fünf Toten gehen die Behörden dem Verdacht auf Brandstiftung nach. Zwei Verdächtige sind in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Polizei hatte die beiden Männer in der Nähe des Brandortes unweit der Straßburger Altstadt in Gewahrsam genommen.

Die Verdächtigen im Alter von rund 50 Jahren wurden von der Polizei wegen mutmaßlicher Brandstiftung mit Todesfolge vernommen, wie es weiter hieß. Zunächst gingen die Ermittler von einem Problem mit der Elektrik aus. Dieser Verdacht erhärtete sich nach einer Untersuchung durch Experten jedoch nicht, wie es nun hieß.

+++ 11.50 Uhr: Nach versuchter Automatensprengung zwei Verdächtige bei Verkehrsunfall getötet +++

Kurz nach dem Versuch, im niederrheinschen Emmerich einen Geldautomaten zu sprengen, sind offenbar zwei der drei mutmaßlichen Täter bei einem Verkehrsunfall in den benachbarten Niederlanden ums Leben gekommen. Das Trio hatte sich am frühen Morgen gegen 4.00 Uhr an dem Geldautomaten zu schaffen gemacht, wie die Polizei Kleve mitteilte. Offenbar ohne Beute flüchteten die Täter in einem Auto.

Um 04.50 Uhr wurden die deutschen Polizisten dann von ihren niederländischen Kollegen über den tödlichen Verkehrsunfall informiert, der sich auf einer Autobahn unmittelbar an der deutsch-niederländischen Grenze ereignet hatte. An dem Unfall beteiligt war demnach der Wagen der drei mutmaßlichen Täter von Emmerich - ihr Fahrzeug war an dem Geldautomaten von einer Überwachungskamera aufgenommen worden.

+++ 11.37 Uhr: Stoltenberg sagt Teilnahme an Matthiae-Mahl in Hamburg kurzfristig ab +++

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat seine geplante Teilnahme am traditionellen Matthiae-Mahl in Hamburg wegen der aktuellen Entwicklungen in Syrien und Afghanistan abgesagt. Der stellvertretende Nato-Generalsekretär Mircea Geoana werde Stoltenberg bei dem Festmahl im Rathaus der Hansestadt vertreten, teilte der Hamburger Senat mit. Neben Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) werde auch Geoana eine Festrede halten. Wie der Hamburger Senat mitteilte, erklärte Stoltenberg sein Bedauern über die kurzfristige Absage. Grund seien die "schnelllebigen Entwicklungen in Syrien und Afghanistan".

+++ 11.29 Uhr: Integrationsbeauftragte verlangt mehr Einsatz gegen Rechtsextremismus +++

Die Bundesregierung will ihren Einsatz gegen Rechtsextremismus schärfen und mit dem Nationalen Aktionsplan Integration verknüpfen. So sollten mehr Anlaufstellen für Opfer von Rechtsextremismus, ein "Hilfe-Telefon Rassismus" und mehr Prävention gegen Extremismus geschaffen werden, kündigte die Regierungsbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz (CDU), in Berlin an. Das Thema solle an diesem Montag auch vor dem offiziellen Beginn des Migrationsgipfels mit den Migrantenverbänden besprochen werden.

+++ 11.25 Uhr: Wetterdienst: Zweitwärmster Winter seit Beginn der Aufzeichnungen +++

Der zu Ende gehende Winter in Deutschland war der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach einer ersten Auswertung der Ergebnisse von rund 2000 Messstationen mit. Ein großer Teil Europas habe sich zwischen November und Ende Februar dauerhaft in einer kräftigen, extrem milden Südwestströmung befunden. "Sie sorgte in Deutschland vielerorts für einen "Totalausfall" des Winters", erklärte der DWD in Offenbach. Auch Niederschlag und Sonnenscheindauer lagen den Angaben zufolge in Deutschland deutlich über dem vieljährigen Mittel.

Bundesweit lagen die drei Monate mit im Schnitt 4,1 Grad um 3,9 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990. Wärmer war demnach bisher nur der Winter 2006/2007 mit einem Plus von 4,4 Grad. In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin war der Winter 2019/2020 der wärmste seit Messbeginn.

Der Wetterdienst registrierte häufig frühlingshafte Temperaturen von über 15 Grad. Den höchsten Wert erreichte am 16. Februar Müllheim südwestlich von Freiburg mit 21,5 Grad. Am kältesten war es in Oberstdorf am 20. Januar und am 6. Februar mit jeweils minus 14,7 Grad.

+++ 11.24 Uhr: Philippinen verbannt E-Zigaretten-Rauchen aus der Öffentlichkeit +++

Die philippinische Regierung unter Präsident Rodrigo Duterte hat das Rauchen von E-Zigaretten in der Öffentlichkeit verboten. Außerdem sieht der Erlass vor, dass Unternehmer für Herstellung, Import, Vertrieb und Handel eine Lizenz der Drogenbehörde FDA brauchen. Damit wird das seit 2017 bestehende allgemeine öffentliche Rauchverbot auf das "Vapen" ausgedehnt. Strafen wurden noch nicht genannt. Die Behörde will dafür in den nächsten 30 Tagen Regeln aufstellen.

+++ 11.06 Uhr: Bundesbank überweist 5,85 Milliarden Euro an den Bund +++

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) kann sich über einen besonders großen Scheck aus Frankfurt freuen. Die Deutsche Bundesbank überwies dem Bund für das vergangene Jahr 5,85 Milliarden Euro, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte. Im Vorjahr waren es noch 2,4 Milliarden Euro. Es war den Angaben zufolge der höchste Bilanzgewinn seit 2008. "Hinter dem kräftigen Anstieg des Jahresüberschusses steht insbesondere eine niedrigere Risikovorsorge", sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann am Freitag bei der Vorstellung der Bilanz 2019.

+++ 11 Uhr: Türkische Regierung fordert Flugverbotszone für Idlib +++

Nach dem Tod türkischer Soldaten durch einen Luftangriff in Nordsyrien fordert die Türkei eine Flugverbotszone. "Die internationale Gemeinschaft muss handeln, um Zivilisten zu schützen, und eine Flugverbotszone einrichten", schrieb der Kommunikationsdirektor von Präsident Recep Tayyip Erdogan, Fahrettin Altun, auf Twitter. In der Nacht waren bei einem syrischen Luftangriff in der Region Idlib mindestens 33 türkische Soldaten getötet und 36 weitere verletzt worden.

+++ 10.53 Papst hustet: Offizielle Audienzen abgesagt +++

Papst Franziskus hat nach einer offensichtlichen Erkältung weitere Termine abgesagt. Nachdem er am Vortag schon wegen "leichtem Unwohlsein" bei einer Veranstaltung in Rom fehlte, wurden die offiziellen Audienzen verschoben. Die Morgenmesse hätte der 83 Jahre alte Pontifex aber wie üblich gehalten und auch die Teilnehmer begrüßt, teilte Vatikansprecher Matteo Bruni mit.

+++ 10.49 Uhr: Diebstahl von Goldmünze - Verurteilte akzeptieren Jugendstrafen nicht +++

Das Strafurteil zum spektakulären Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum soll dem Bundesgerichtshof zur Prüfung vorgelegt werden. Die Anwälte der drei verurteilten Männer haben Revision eingelegt, wie eine Sprecherin des Gerichts mitteilte. Die Staatsanwaltschaft lege keine Rechtsmittel ein, das Urteil sei vertretbar, sagte ein Sprecher. Das Berliner Landgericht hatte vor einer Woche wegen Diebstahls in besonders schwerem Fall gegen zwei Männer aus einer polizeibekannten, arabischstämmigen Großfamilie im Alter von 21 und 23 Jahren eine Jugendstrafe von jeweils viereinhalb Jahren Haft verhängt. Ein Ex-Wachmann, der nach Überzeugung des Gerichts das Museum auskundschaftete, bekam drei Jahre und vier Monate Gefängnis. Die Männer saßen nicht in Untersuchungshaft und bleiben bis zu einer endgültigen Entscheidung auf freiem Fuß. Ein vierter Angeklagter wurde freigesprochen.

+++ 10.42 Uhr: Dax fällt um mehr als 5 Prozent +++

Der wichtigste deutsche Aktienindex Dax ist um mehr als 5 Prozent auf 11.743,16 Punkte gefallen. Die Sorge um die Folgen der Coronavirus-Ausbreitung belasten seit Tagen die Finanzmärkte weltweit und haben am Morgen bereits die Börsen in Asien tiefer ins Minus gedrückt. Mit einem Dax-Verlust von gut 12 Prozent seit dem vergangenen Freitag erleben die Anleger die schwärzeste Woche seit Beginn der Griechenland-Schuldenkrise im Sommer 2011. Das Rekordhoch aus der Vorwoche bei 13 795 Punkten scheint in der aktuellen Unruhe am Markt so schnell nicht wieder erreichbar.

+++ 10.15 Uhr: Große Schäden nach frontaler Kollision zweier Schiffe auf Rhein in Hessen +++

In Hessen sind zwei Schiffe auf dem Rhein frontal miteinander kollidiert. Ein mit 2000 Tonnen Kies und Sand beladenes Güterschiff fuhr wegen eines entstandenen Lecks im Bug absichtlich auf eine Sandbank bei Biebesheim und blieb dort liegen, wie eine Sprecherin der hessischen Bereitschaftspolizei in Wiesbaden. Bei dem Unfall entstanden an beiden Schiffen, dem Güterschiff und einem Tankmotorschiff, große Schäden.

Ersten Ermittlungen zufolge könnte eine mangelhafte Absprache zwischen den Schiffen beim Wechsel der Fahrspur Grund für den Unfall am Donnerstagnachmittag gewesen sein. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte starker Schneefall. In beide Schiffe drang durch Schäden im Bug Wasser ein. Der Führer des Güterschiffs steuerte auf eine Sandbank, um ein Sinken zu verhindern. Dort blieb das Schiff zunächst liegen.

+++ 10.14 Uhr: Thyssenkrupp: Keine Sonderdividende nach Verkauf des Aufzuggeschäfts +++

Thyssenkrupp will die Milliardeneinnahmen aus dem Verkauf seiner Aufzugssparte komplett für die Reduzierung der Schulden und den Konzernumbau verwenden. "Die Erlöse bleiben im Unternehmen", sagte die Vorstandsvorsitzende Martina Merz in einer Telefonkonferenz. Eine Sonderausschüttung für die Aktionäre werde es nicht geben. Der in Finanznöten steckende Stahl- und Industriekonzern verkauft sein profitables Geschäft mit Aufzügen und Rolltreppen für 17,2 Milliarden Euro an ein internationales Investorenkonsortium.

+++ 10.14 Uhr: VW und Verbraucherschützer erzielen doch noch Diesel-Vergleich +++

Nach ihren zunächst gescheiterten Gesprächen haben Volkswagen und Verbraucherschützer jetzt doch noch einen gemeinsamen Vergleich zur Entschädigung von Dieselkunden erzielt. Bei ihren Güteverhandlungen am Oberlandesgericht Braunschweig einigten sich beide Seiten auf eine "umfassende Vereinbarung", wie das Gericht am Freitag mitteilte. Einzelheiten zum Ergebnis sollen am frühen Nachmittag (13.00 Uhr) bekanntgegeben werden. Vertreter von VW und des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) hatten mehrere Tage lang unter der Vermittlung des OLG-Präsidenten und früheren Staatssekretärs im niedersächsischen Justizministerium, Wolfgang Scheibel, nach einer Lösung gesucht.

Der Konflikt um den Abbruch der bilateralen Verhandlungen hatte sich an der Höhe von Honoraren für Anwälte des vzbv entzündet. VW störte sich daran, dass eine pauschale Forderung von 50 Millionen Euro Vergütung nicht näher begründet worden sei.

+++ 9.58 Uhr: Zahl der Arbeitslosen sinkt im Februar um 30.000 +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar im Vergleich zum Januar um 30.000 auf 2,396 Millionen zurückgegangen. Das seien aber 23.000 mehr als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 5,3 Prozent.

+++ 9.38 Uhr: Dax rutscht zum Handelsstart um mehr als drei Prozent ab +++

Die Ausbreitung des Coronavirus drückt die Börsenkurse weiter tief ins Minus. Der Deutsche Aktienindex sackte erneut um mehr als drei Prozent ab und notierte zu Handelsbeginn um 3,85 Prozent unter dem Wert des Vortags. Seit Montag hat der Index der 30 größten deutschen Unternehmen damit gut zwölf Prozent eingebüßt.

+++ 9.16 Uhr: Nato hält nach Eskalation in Syrien Sondersitzung ab +++

Nach der militärischen Eskalation in der syrischen Provinz Idlib mit 33 getöteten türkischen Soldaten kommt der Nordatlantikrat der Nato zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Die Türkei habe um das Treffen der 29 Nato-Botschafter nach Artikel 4 der Nato-Verträge gebeten, teilte das Militärbündnis in Brüssel mit. Die türkische Regierung forderte eine Flugverbotszone in Idlib. Bei türkischen Angriffen in der Provinz starben nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte 16 syrische Soldaten.

Am Donnerstag war der militärische Konflikt zwischen der Türkei und den syrischen Regierungstruppen dramatisch eskaliert. Bei syrischen Luftangriffen auf Stellungen der türkischen Armee wurden nach türkischen Angaben 33 Soldaten getötet, dutzende weitere wurden verletzt. Die Türkei reagierte mit Vergeltungsangriffen, bei denen 16 syrische Soldaten getötet wurden, wie die Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte.

+++ 8.45 Uhr: Studie: Deutsche E-Auto-Hersteller setzen Aufholjagd fort +++

Die drei deutschen Autohersteller Volkswagen, BMW und Daimler setzen einer Studie zufolge ihre Aufholjagd beim E-Antrieb fort. Die drei Unternehmen werden in diesem Jahr erstmals mehr als eine Million Elektroautos bauen, heißt es im Electric Vehicle Index 2020, den McKinsey jährlich in Zusammenarbeit mit der "Wirtschaftswoche" erstellt.

2021 dürften die Hersteller dann mehr als 1,7 Millionen E-Autos bauen und damit China als den weltgrößten E-Auto-Hersteller ablösen, zitierte die "Wirtschaftswoche" aus der Studie. 2019 hatten die Unternehmen weltweit rund eine halbe Million E-Autos mit reinem Elektroantrieb oder mit Elektro-Verbrenner-Kombination gebaut.

+++ 07.45 Uhr: Munich Re übertrifft ihr Gewinnziel 2019 trotz teurer Großschäden +++

Der Rückversicherer Munich Re hat seinen Gewinn 2019 trotz deutlich gestiegener Großschäden kräftig gesteigert. Dank lukrativer Finanzgeschäfte und Währungsgewinnen kletterte der Überschuss um 18 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am in München mitteilte. Damit übertraf das Unternehmen sein ursprüngliches Gewinnziel von 2,5 Milliarden Euro.

+++ 7.23 Uhr: Kanada will Personenschutz für Harry und Meghan nicht mehr zahlen +++

Die Regierung Kanadas will nicht länger für die Sicherheit des britischen Prinzen Harry (35) und dessen Frau Meghan (38) bezahlen. Die Unterstützung für den Personenschutz werde "in den kommenden Wochen" eingestellt, teilte das Sicherheitsministerium laut einem Bericht des Senders CBC mit. Noch würden der Herzog und die Herzogin von Sussex als international zu schützende Personen betrachtet, weshalb Kanada verpflichtet sei, für ihre Sicherheit zu sorgen. Dies werde sich aber mit dem Ende ihrer royalen Verpflichtungen am 31. März ändern.

+++ 5.04 Uhr: Antarktis so warm wie Los Angeles: Rekordhitze ließ Eis schmelzen +++

In der Antarktis haben Wissenschaftler Rekordtemperaturen gleichauf mit Kaliforniens Metropole Los Angeles gemessen. Am 6. Februar seien an der argentinischen Forschungsstation Esperanza Base im Norden der Antarktis 18,3 Grad Celsius gemessen worden, mehr als je zuvor seit Beginn der Messungen dort, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Am selben Tag sei es in der für ihr warmes Wetter bekannten US-Metropole Los Angeles etwa gleichwarm gewesen.

Die Rekordtemperaturen seien Teil einer Hitzewelle in der Antarktis, die etwa die erste Februarhälfte angedauert habe. Satellitenbilder der Nasa zeigten, dass die Hitzewelle große Schneemassen zum Schmelzen brachte. Auf der Insel Eagle Island beispielsweise schmolzen zwischen dem 6. und dem 11. Februar nach Nasa-Angaben insgesamt 106 Millimeter der Schneedecke - 20 Prozent der saisonalen Schneeanhäufung. Zuvor waren bereits zwei Hitzewellen im November und im Januar in der Antarktis gemessen worden.

+++ 02.48 Uhr: Die Grünen boomen: Inzwischen knapp 96 500 Mitglieder +++

Die Grünen haben 2019 viele neue Mitglieder dazu gewonnen. "Im vergangenen Jahr ist unsere Mitgliederzahl um 21.176 auf 96.487 gestiegen - ein Zuwachs um gut 28 Prozent", sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Angst vor dem Auseinanderbrechen der Demokratie hat sicher viele bewegt, ein Zeichen zu setzen und sich politisch zu engagieren", sagte er.

Die Partei sei weiblicher, ostdeutscher und jünger geworden. Rund 40 Prozent der Neumitglieder sind seinen Angaben zufolge zwischen 16 und 35 Jahre alt. "Unseren Frauenanteil haben wir von 40,5 auf 41,0 Prozent leicht erhöht - der beste Wert aller Parteien", sagte er.

+++ 2.33 Uhr: Chef des Ethikrats rügt Urteil zur Sterbehilfe +++

Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, kritisiert das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Sterbehilfe. Der Richterspruch sei ein "radikaler Bruch mit der bewährten Rechtskultur, die Selbstbestimmung achtet und schützt, aber immer auch lebensschutzfreundlich ausgelegt hat", sagte der Erlanger evangelische Theologe der "Süddeutschen Zeitung". Die Karlsruher Richter hatten in ihrem Urteil klar gestellt, dass jeder das Recht hat, selbstbestimmt zu sterben - auch mit Hilfe Dritter. Und das gilt nicht nur für Kranke.

Dabrock sagte, der Lebensschutz werde zu wenig beachtet. "Die Waage neigt sich bis zum Anschlag in Richtung uneingeschränkter Autonomie." Sterbewünsche seien jedoch ambivalent und widersprüchlich, deshalb brauche es "eine Balance aus der Freiheit, in letzter Konsequenz den Tod wählen zu können, und dem Schutz des Lebens". Letztlich könne nun auch ein 18-Jähriger mit Liebeskummer und ohne Lehrstelle dieses Recht in Anspruch nehmen.

+++ 0.47 Uhr: Idlib: Türkei fordert Beistand von Nato und droht mit Flüchtlingen +++

Nach dem Tod von mindestens 29 türkischen Soldaten in Nordsyrien fordert die Türkei Beistand von der Nato und der internationalen Gemeinschaft. "Wir rufen die gesamte internationale Gesellschaft dazu auf, ihre Pflichten zu erfüllen", hieß es in einer Stellungnahme des Kommunikationsdirektors von Präsident Recep Tayyip Erdogan, Fahrettin Altun.

Der Sprecher von Erdogans Regierungspartei AKP, Ömer Celik, sagte im Fernsehen, die Nato müsse an der Seite der Türkei stehen. Gleichzeitig drohte er der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge kaum verhohlen damit, den Flüchtlingen im Land die Grenzen zu öffnen: "Unsere Flüchtlingspolitik ist dieselbe, aber hier haben wir eine Situation. Wir können die Flüchtlinge nicht mehr halten", sagte er. Es hatte in der Nacht in sozialen Medien Gerüchte gegeben, dass die Türkei ihre Grenzen bereits geöffnet habe.

kng / fs DPA AFP

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