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News von heute Personenzüge stoßen zusammen: Tote und Verletzte bei Zugunglück im Erzgebirge

Im Erzgebirge sind zwei Personenzüge frontal zusammengestoßen
Im Erzgebirge sind zwei Personenzüge frontal zusammengestoßen
© Uncredited/HZSKVK/AP / DPA
Brasiliens Präsident Bolsonaro positiv auf Coronavirus getestet +++ Bombendrohungen gegen Amts- und Landgerichte +++ Australien verhängt sechswöchige Ausgangssperre für Melbourne wegen Corona +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Tote und Verletzte bei Zugunglück im Erzgebirge (18.11 Uhr)
  • Brasiliens Präsident Bolsonaro mit Corona infiziert (17.22 Uhr)
  • Organisierte Kriminalität: Polizei entdeckt Folterkammer der Unterwelt (15.57 Uhr)
  • Rund 500 Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde in Quarantäne (12.30 Uhr)
  • Mehrere Gerichte nach Bombendrohungen geräumt (10.12 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker: 

+++ 19.44 Uhr: Ermittlungen zum Oktoberfestattentat von 1980 eingestellt +++

Die vor mehr als fünf Jahren neu aufgenommenen Ermittlungen zum Oktoberfestattentat von 1980 sind eingestellt worden. Das sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Abend. Zuvor hatten "Süddeutsche Zeitung", "Tagesspiegel" und "Spiegel" darüber berichtet. Nach den Ergebnissen der neuen Ermittlungen handelte der Attentäter Gundolf Köhler damals aus einer rechtsextremistischen Motivation heraus. "Wir haben keine zureichenden, tatsächlichen Anhaltspunkte für die Beteiligung weiterer Personen als Mittäter, Anstifter oder Gehilfen an der Tat des Gundolf Köhler", sagte der Sprecher.

Bei dem Anschlag am 26. September 1980 waren 13 Menschen gestorben, darunter der Bombenleger Köhler. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Der Geologie-Student war ein früherer Anhänger der dann verbotenen rechtsextremistischen "Wehrsportgruppe Hoffmann".

+++ 19.07 Uhr: Sachsen führt geschlechtergerechtere Rechtssprache ein +++

Sachsen will seine Rechtssprache künftig geschlechtergerechter formulieren. Am Dienstag beschloss das Kabinett, in Gesetzen und Rechtsverordnungen im Freistaat fortan nicht mehr nur die männliche Version zu verwenden. Damit setzt die schwarz-grün-rote Regierung ein Anliegen aus dem Koalitionsvertrag um. "Die Sprache unserer Gesetze ist immer noch von einer Zeit geprägt, in der Frauen und Männer nicht dieselben Rechte hatten. Es ist mir deshalb ein besonderes Anliegen, dass die Gleichberechtigung von Frau und Mann endlich auch sprachlich zum Ausdruck kommt", erklärte Justizministerin Katja Meier (Grüne).

Bisher wurde in Normtexten in Sachsen durchweg das sogenannte generische Maskulinum verwendet. So ist beispielsweise in den Gesetzen ausschließlich vom Staatsminister und nicht von der Staatsministerin oder vom Schüler und nicht von der Schülerin die Rede. "Sie waren immer mitgemeint, wurden aber nicht immer mit gedacht. Künftig sollen Frauen und Männer in Gesetzen gleichberechtigt sichtbar werden", hieß es.

+++ 18.59 Uhr: Corona-Pandemie schwerer Rückschlag für UN-Ziele +++

Die weltweite Corona-Pandemie wirft die Menschheit in Armutsbekämpfung, Gesundheitswesen und Bildung nach einem neuen UN-Bericht um Jahrzehnte zurück. Bereits Ende des vergangenen Jahres habe die Menschheit beim Erreichen der bis 2030 definierten UN-Nachhaltigkeitsziele hinterhergehangen, erklärten die Vereinten Nationen am Dienstag. "Wegen Covid-19 bedroht nun eine nie gesehene Gesundheits-, Wirtschafts- und Gesellschaftskrise Leben und Existenzgrundlagen, was das Erreichen der Ziele noch mehr zur Herausforderung macht", sagte UN-Generalsekretär António Guterres.  

Unter anderem würden voraussichtlich 71 Millionen Menschen in diesem Jahr wieder in Armut zurückfallen, heißt es in der neuesten Ausgabe des jährlichen UN-Berichts zu den 17 Nachhaltigkeitszielen, die sich die Weltgemeinschaft 2015 gegeben hatte. Es wäre der erste Anstieg seit 1998. Auch bei der Kinderarbeit könnte es erstmals seit Jahrzehnten wieder einen Anstieg geben. Die UN sagen zudem weltweit Hunderttausende Tote durch Probleme bei Gesundheits- und Impfversorgung voraus. Überproportional oft seien weltweit Arme, Menschen mit Behinderungen und häufig auch Frauen von der Corona-Krise betroffen.

+++ 18.26 Uhr: Slowakei: Parlamentspräsident übersteht Misstrauensvotum +++

Die seit März in der Slowakei regierende Vier-Parteien-Koalition hat ihre bisher schwerste Vertrauenskrise vorerst überstanden. Der von einem Plagiatsskandal belastete Parlamentspräsident Boris Kollar stellte am Dienstag demonstrativ selbst einen Antrag auf seine eigene Absetzung. Die von ihm geführte Partei Wir sind eine Familie drohte zugleich mit dem Verlassen der Regierung, sollte der Antrag die zur Absetzung notwendige Mehrheit von 76 der 150 stimmberechtigten Abgeordneten finden.

Die beiden kleinsten Regierungsparteien hatten Kollar seit Tagen zum freiwilligen Rücktritt aufgefordert. Am Dienstag kritisierten sie sein Vorgehen zwar als Erpressung, gaben aber schließlich klein bei. Indem sie vor der geheimen Abstimmung den Parlamentssaal verließen, erfüllten sie die Prophezeihung des konservativen Regierungschefs Igor Matovic. Dieser hatte die eigenen Koalitionspartner verhöhnt, sie würden am Ende "den Schwanz einziehen".

+++ 18.11 Uhr: Tote und Verletzte bei Zugunglück im Erzgebirge +++

Beim Frontalzusammenstoß zweier Personenzüge auf einer Strecke durch das Erzgebirge zwischen Tschechien und Deutschland hat es Tote und Verletzte gegeben. Zwei Menschen seien ums Leben gekommen, sagte der Sprecher des Rettungsdienstes in Karlsbad (Karlovy Vary), Radek Hes, am Dienstagnachmittag. Es gebe 20 bis 30 Verletzte, darunter sowohl tschechische als auch deutsche Staatsbürger. Die Unglücksstelle in einem Waldstück zwischen den Gemeinden Pernink und Nove Hamry im Westen Tschechiens war für die Rettungskräfte nur schwer zugänglich.

Der eine Zug war auf der eingleisigen Strecke unterwegs vom westböhmischen Bäderort Karlsbad ins sächsische Johanngeorgenstadt, der andere in umgekehrter Richtung. Die kurvenreiche und hügelige Trasse führt über den Erzgebirgskamm. Warum die Züge zusammenstießen, war zunächst unklar. Sie sollten sich eigentlich erst im nächsten Bahnhof kreuzen. Betrieben wird dieser Teil der Trasse von der staatlichen tschechischen Eisenbahn (CD).

+++ 17.55 Uhr: Bulgarien: 22 Corona-Infektionen im Profi-Fußball +++

In Bulgariens Fußball sind 22 Coronavirus-Infektionen bei Spielern, Clubbesitzern und -Mitarbeitern nachgewiesen worden. Allein beim Erstligisten Tscherno More aus der Schwarzmeerstadt Warna wurden zwölf Spieler und vier Mitarbeiter positiv getestet. Die Tests erfolgten nach einem Spiel gegen Zarsko Selo vom 5. Juli, wie Tscherno More auf seiner Webseite mitteilte. Insgesamt sind bei Zarsko Selo vier Spieler mit den Coronavirus infiziert.

Gesundheitsminister Kiril Ananiew drohte, dass strengere Schutzmaßnahmen - wie etwa Spiele ohne Zuschauer - gegen die Ausbreitung des Coronavirus wieder eingeführt werden könnten. Nach der Corona-Zwangspause wurden in Bulgarien die Spielzeiten der 1. und 2. Liga am 5. Juni wieder mit Fans in den Stadien fortgesetzt.

+++ 17.22 Uhr: Brasiliens Präsident Bolsonaro positiv auf Corona getestet +++

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das sagte der Staatschef nach einem positiven Test in einem Militärhospital in der Hauptstadt Brasília. Er sei aber bei bester Gesundheit und weise keine schweren Symptome auf. 

Der Staatschef hatte über Fieber und Gliederschmerzen geklagt - er habe sich daher in einem Militärhospital in der Hauptstadt Brasília untersuchen lassen, berichtete das Nachrichtenportal G1 am Montagabend. Am Montag trug er entgegen seiner Gewohnheit eine Maske und riet einem Anhänger, sich ihm nicht zu nähern. 

Bolsonaro bezeichnete das Coronavirus immer wieder als "leichte Grippe" und stemmte sich gegen Schutzmaßnahmen. Der Präsident hat sich bislang bereits dreimal auf das Virus testen lassen. 

+++ 17.11 Uhr: Chef-Berater von russischer Raumfahrtbehörde wegen "Hochverrats" festgenommen +++

Ein Berater des Chefs der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos ist wegen des Verdachts auf "Hochverrat" festgenommen worden. Der ehemalige Journalist Iwan Safronow werde verdächtigt, militärische Staatsgeheimnisse gesammelt und dem Geheimdienst eines Nato-Landes übermittelt zu haben, sagte ein Sprecher des Geheimdienstes FSB nach Angaben der Nachrichtenagentur Tass am Dienstag. Der FSB veröffentlichte ein Video der Festnahme. Safronow hatte erst vor kurzem eine Tätigkeit als Berater des Roskosmos-Chefs Dmitri Rogosin angetreten. Die Raumfahrtbehörde sicherte den Ermittlern "jede notwendige Unterstützung" zu und erklärte, die Vorwürfe hätten nichts mit Safronows Beratertätigkeit in ihrem Haus zu tun.

Zuvor hatte Safronow als auf Militär- und Weltraumfragen spezialisierter Journalist für die Tageszeitungen "Wedomosti" und "Kommersant" gearbeitet. 2019 löschte "Kommersant" einen seiner Artikel wegen des Vorwurfs, er habe Staatsgeheimnisse preisgegeben. Der Artikel behandelte Russlands Absichten, moderne Kampfflugzeuge nach Ägypten zu liefern. Es folgte ein Verwaltungsverfahren gegen die Zeitung wegen "Missbrauchs der Pressefreiheit".   

+++ 17.05 Uhr: Hauptverdächtiger im Fall eines Millionenbetrugs tot in Zelle gefunden +++

In einem Fall eines Millionenbetrugs mit Trading-Portalen ist der Hauptverdächtige tot in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken gefunden worden. Der Leichnam sei am Montag entdeckt und in die Rechtsmedizin gebracht worden, berichtete das "Handelsblatt" am Dienstag. Das Ergebnis einer Obduktion stehe noch aus.

Nach Angaben des "Handelsblatts" gehe die Saarbrücker Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Mann und seine mutmaßlichen Mittäter bis zu 200.000 Deutsche um hunderte Millionen Euro betrogen haben könnten. Der Mittfünfziger habe seit mehr als 520 Tagen in Untersuchungshaft gesessen. Eine Anklage sei noch nicht erhoben worden.

+++ 16.49 Uhr: 1000 Menschen im nordrhein-westfälischen Euskirchen in Corona-Quarantäne +++

Nach einem Corona-Ausbruch in einer mennonitischen Großfamilie im nordrhein-westfälischen Landkreis Euskirchen haben die Behörden rund 1000 Menschen in häusliche Quarantäne geschickt. Betroffen seien alle Mitglieder der örtlichen Mennoniten-Gemeinde und deren Kinder, wie das Landratsamt mitteilte. Die Schule der Gemeinde sei geschlossen worden, auch Gottesdienste seien zunächst verboten. Noch diese Woche sollen alle Betroffenen getestet werden.

+++ 16.33 Uhr: 150 Millionen Dollar Geldstrafe gegen Deutsche Bank wegen Umgangs mit Epstein +++

Die Deutsche Bank ist in den USA unter anderem wegen ihres Umgangs mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu einer Geldstrafe von 150 Millionen Dollar verdonnert worden. Das Finanzinstitut habe es versäumt, "verdächtige Transaktionen" ihres Kunden im Umfang von "Millionen von Dollar" zu bemerken und zu verhindern, erklärte die Finanzaufsicht des US-Bundesstaates New York (DFS). Dabei hätte die Bank im Umgang mit dem als Sexualstraftäter registrierten Epstein besondere Vorsicht walten lassen müssen.

Banken seien die "erste Verteidigungslinie", wenn es darum gehe, die Ermöglichung von Verbrechen über das Finanzsystem zu verhindern, erklärte DFS-Chefin Linda Lacewell. Banken müssten die Kontrolle über die Aktivitäten ihrer Kunden an das Risiko anpassen, das von diesen ausgehe. Die Deutsche Bank habe zwar Epsteins "furchtbare kriminelle Geschichte" gekannt, bei der Aufsicht aber versagt, erklärte Lacewell.

+++ 15.57 Uhr: Organisierte Kriminalität: Polizei entdeckt Folterkammer der Unterwelt +++

Die niederländische Polizei hat ein Gefängnis der Unterwelt mit einer Folterkammer entdeckt. Insgesamt sieben Container seien von einer kriminellen Bande umgebaut worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Rotterdam mit. "Das Bild der Seecontainer ist eiskalt und sehr schockierend." Sechs Personen waren den Angaben zufolge bereits vor zwei Wochen unter dem Verdacht der geplanten Entführung und Geiselnahme festgenommen worden. Die Polizei geht davon aus, dass die Container noch nicht genutzt worden waren. Die Container befanden sich in einer Lagerhalle im Ort Wouwse Plantage in der südlichen Provinz Brabant. Sechs waren eingerichtet als Gefängniszellen, schallisoliert mit WC und Handschellen an Decken und Böden.

"Einen siebten Seecontainer nannten die Verdächtigen das "Behandlungszimmer", ganz offensichtlich gedacht und fertig eingerichtet, um Menschen zu foltern", teilte die Staatsanwaltschaft mit. In dem Container waren ein Zahnarztstuhl und zahlreiche Folter-Instrumente gefunden worden wie Heckenscheren, Zangen und chirurgische Instrumente.

+++ 15.42 Uhr: Brandenburg verlängert Verbot von Großveranstaltungen +++

Brandenburgs Landesregierung hat das Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern entsprechend einer Vereinbarung von Bund und Ländern vorerst bis Ende Oktober verlängert. Darauf habe sich das Kabinett am Dienstag verständigt, teilte die Staatskanzlei mit. Die Verlängerung des Verbots von Volksfesten, Konzerten oder Sportevents sei zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung erforderlich, da bei derartigen Veranstaltungen Menschen aus verschiedenen Regionen auf engem Raum zusammenkämen. Zudem sei die Rückverfolgung von Kontaktpersonen extrem schwierig.

+++ 15.17 Uhr: Sicherungsverwahrung für Ex-Fußballtrainer nach sexuellem Missbrauch +++

Nach jahrelangem sexuellen Missbrauch von Kindern ist ein früherer Trainer von Jugend-Fußballmannschaften zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Zudem ordnete das Landgericht Freiburg Sicherungsverwahrung an. Es folgte damit einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft.

Der 31 Jahre alte Deutsche habe sich des sexuellen Missbrauchs von Kindern in mehreren Fällen schuldig gemacht, entschied das Gericht. Da er seit seiner Jugend sexuelles Interesse an männlichen Kindern habe, gehe von ihm eine Gefahr für die Allgemeinheit aus. Dies habe ein vom Gericht in Auftrag gegebenes Gutachten bestätigt.

+++ 14.54 Uhr: Bewaffneter Mann nach Eindringen auf Trudeaus Amtssitz angeklagt +++

Ein 46-jähriger Mann, der auf das Gelände der Residenz von Kanadas Premierminister Justin Trudeau eingedrungen war, ist in 22 Punkten angeklagt worden. Kanadische Medien berichteten von Details der Tat, wonach der Mann vier Waffen und ein verbotenes Feuerwaffenmagazin bei sich trug. Der Reservist der Canadian Armed Forces werde auch beschuldigt, eine Drohung gegen Trudeau ausgesprochen zu haben, diesem "den Tod oder körperlichen Schaden" zufügen zu wollen, berichtete die öffentliche Rundfunkanstalt CBC. Trudeau war zum Zeitpunkt des Vorfalls der Zeitung "Guardian" zufolge nicht auf dem Anwesen.

+++ 14.49 Uhr: Pakistanische Spionagedrohne stürzt in afghanischem Grenzgebiet ab +++

Eine pakistanische Spionagedrohne ist Behörden zufolge im Osten Afghanistans abgestürzt. Das Fluggerät sei im Distrikt Sarkano der Provinz Kunar rund 700 Meter hinter der Grenze zu Pakistan gefunden worden, teilte ein Sprecher des Provinzgouverneurs mit. Unklar sei, warum die Drohne in das bergige Gebiet flog - afghanische Streitkräfte seien dort nicht unterwegs. Nach Angaben von Provinzrat Din Mohammed Sapai befinden sich in der weiteren Umgebung ein Militärstützpunkt sowie eine Garnison der Grenzstreitkräfte. Auch die Miliz der Pakistanischen Taliban (TTP) sei in dem Gebiet aktiv.

+++ 14.46 Uhr: Thüringen verlängert Anti-Corona-Maßnahmen bis Ende August +++

Die Maskenpflicht und ein Großteil der Anti-Corona-Maßnahmen sollen in Thüringen bis Ende August verlängert werden. Darauf verständigte sich das Kabinett, wie ein Sprecher der Thüringer Staatskanzlei mitteilte. Auch das Abstandsgebot von 1,5 Metern soll bestehen bleiben. Kleinere Änderungen sieht die neue Grundverordnung aber vor. So ist unter anderem geplant, dass Geschäfte und Kultureinrichtungen Menschen mit Erkältungssymptomen den Zutritt nicht mehr verweigern müssen. Außerdem entfällt für Gastwirte die Pflicht, auch im Außenbereich ihrer Wirtschaft die Kontaktdaten der Gäste einzusammeln. Für geschlossene Räume bleibt diese Pflicht bestehen. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sollen künftig zwei Besucher pro Patient oder Bewohner möglich sein.

+++ 14.45 Uhr: RB Leipzig könnte ab September wieder vor Zuschauern spielen +++

Laut Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping will die Regierung des Landes ab 1. September wieder Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern erlauben. Dazu sollen auch Fußballspiele gehören, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Das hieße, RB Leipzig könnte seine Heimspiele vor Fans austragen. Wohl nicht vor vollem Haus, aber vor mehr als 1000 Zuschauern, so das Blatt. Voraussetzung sei, dass Zuschauer nachvollziehbar seine und er Verein ein Hygienekonzept vorlege, wird Köpping zitiert. Der Bundesligist ist bereits entsprechend vorbereitet, und das Gesundheitsamt der Stadt soll die Pläne für die Rückkehr der Fußballfans bereits abgesegnet haben

+++ 14.44 Uhr: Europäische Fußballclubs nehmen vier Milliarden weniger ein +++

Die europäischen Fußballclubs müssen wegen des Coronavirus bis zum kommenden Jahr Einnahmenverluste von insgesamt knapp vier Milliarden Euro befürchten. Das ergab eine Studie der Europäischen Club-Vereinigung (ECA). Demnach würden die Clubs des Kontinents diese Saison 1,6 Milliarden Euro weniger einnehmen. In der Spielzeit 2020/2021 werden es sogar 2,4 Milliarden Euro sein, wie es in der Studie weiter heißt. Nicht mit eingerechnet sind den Angaben zufolge allerdings mögliche Einnahmen aus Spielertransfers. Eine Schlussfolgerung der Studie: "Die finanziellen Auswirkungen hören nicht auf, wenn die Spiele fortgesetzt werden. Vielmehr wird es in der nächsten Saison weitergehen, und wir müssen Maßnahmen ergreifen, um langfristig eine nachhaltigere Fußballindustrie zu schaffen."

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+++ 14.32 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Gütersloh sinkt deutlich +++

Der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer (CDU), hat sich bei einer Pressekonferenz über die Corona-Situation in seinem Kreis positiv überrascht gezeigt: Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut in Gütersloh bei 35,4. Am Montag war diese Infektionskennziffer noch bei 50,5 und damit knapp über dem Grenzwert für Beschränkungen. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies lag der Wert bei 270,2.

+++ 14.20 Uhr: Anwälte: Johnny Depp "ist kein Frauenschläger" +++

Die Verteidiger des US-Schauspielers Johnny Depp haben Vorwürfe, der 57-Jährige sei ein "Frauenschläger", vor einem Londoner Gericht scharf zurückgewiesen. Depp klagt gegen den Verlag der britischen Boulevardzeitung "The Sun" wegen eines Artikels, in dem behauptet wurde, er habe seine frühere Ehefrau Amber Heard körperlich misshandelt. "Das sind alles Lügen", sagten seine Anwälte. Johnny Depp "ist kein Frauenschläger und ist das auch nie gewesen". Stattdessen warfen sie seiner Ex-Partnerin vor, Geschichten von schwerer Gewalt in der Beziehung erfunden zu haben.

+++ 14.09 Uhr: Nach Haftentlassung: Russischer Aktivist erneut im Visier der Justiz +++

Unmittelbar nach seiner Haftentlassung bekommt der bekannte russische Aktivist Pjotr Wersilow erneut Probleme mit der Justiz. Er werde angeklagt, weil er seine kanadische Staatsbürgerschaft verschwiegen habe, teilte das Staatliche Ermittlungskomitee mit. Wersilow, der auch Herausgeber des kremlkritischen Internetportals Mediazona ist, macht immer wieder durch politische Aktionen mit der Künstlergruppe Woina und der Punkband Pussy Riot auf sich aufmerksam. Wersilow war im Juni wegen "leichten Rowdytums" zu einer kurzen Arreststrafe verurteilt worden. Der 32-Jährige sagte, seine kanadische Staatsbürgerschaft sei öffentlich bekannt.

+++ 13.59 Uhr: Bayern kündigt Widerstand gegen Motorradfahrverbote an +++

Die bayerische CSU-Regierung unterstützt die Proteste von Motorradfahrern gegen zeitlich beschränkte Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen. Mit ihren Demonstrationen vom vergangenen Wochenende würden die Biker "bei uns sozusagen in Bayern bei der Staatsregierung offene Türen einfahren", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU)  nach einer Kabinettssitzung Hintergrund ist ein Beschluss des Bundesrates, der die Bundesregierung auffordert, entsprechende Verbote durchzusetzen - damit der Motorradlärm etwa in beliebten Ausflugsgegenden reduziert werden kann.

+++ 13.59 Uhr: Kramp-Karrenbauer peilt verbindliche Frauenquote in CDU an +++

In den letzten Monaten ihrer Amtszeit als CDU-Chefin will Annegret Kramp-Karrenbauer die Partei umfassend modernisieren. Eine verbindliche Frauenquote von 50 Prozent für Parteiämter und Kandidatenlisten, zudem eine Aufwertung der Schwulen-und-Lesben-Gruppierung in der CDU: Dies sehen nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP die Abschlussempfehlungen vor, über die die Satzungskommission der Partei beraten wird. Eine Annahme dieser Empfehlungen würde für die CDU einen Bruch mit bisherigen Positionen bedeuten.

+++ 13.47 Uhr: Erstes Bundesland in Österreich führt Maskenpflicht wieder ein +++

In Österreich führt als erstes Bundesland Oberösterreich nach einem spürbaren Anstieg der Corona-Infektionen die Maskenpflicht wieder ein. Von Donnerstag an müssten die Bürger wieder einen Mund-Nasen-Schutz unter anderem beim Betreten von Läden und in Lokalen auf dem Weg zum Tisch tragen, sagte Landeschef Thomas Stelzer (ÖVP) in Linz. Die Gäste von Lokalen würden auf freiwilliger Basis gebeten, ihre Kontaktdaten zu hinterlassen. "Es ist ein Anstieg, der uns besorgt und uns natürlich auch nicht tatenlos zusehen lässt", sagte Stelzer.

+++ 13.40 Uhr: Verleumdungsprozess von Johnny Depp gegen "The Sun" in London begonnen +++

Unter großem Medieninteresse hat in London der Verleumdungsprozess von Hollywoodstar Johnny Depp gegen die britische Zeitung "The Sun" und ihren Verlag NGN begonnen. Depp hatte die Zeitung wegen eines Artikels aus dem Jahr 2018 verklagt, in dem es hieß, er habe seine Ex-Frau Amber Heard geschlagen. Sowohl Depp wie auch Heard nahmen am ersten Prozesstag teil.

+++ 13.25 Uhr: Stalker soll Frau innerhalb von zwei Monaten 1592 Mal angerufen haben +++

Ein abgewiesener Mann soll eine Frau in Spanien in zwei Monaten 1592 Mal angerufen haben und in sozialen Medien mit derben Beleidigungen über sie hergezogen sein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Asturien hatte der Telefonterror schon im August 2018 begonnen, als die Frau dem Mann klar gemacht habe, dass sie nichts von ihm wissen wolle, wie die Nachrichtenagentur Europa Press meldete.

Von da an habe der Mann die Nummer der Frau zu jeder Tages- und Nachtzeit angerufen. Ganz extrem sei es zwischen dem 3. April und dem 31. Mai vergangenen Jahres geworden: In diesen gut acht Wochen habe er 1592 Mal angerufen. Daraufhin habe die Frau Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Nachstellung, auch Stalking genannt, vor. Im Strafprozess in der nordspanischen Stadt Langreo werde sie ein Jahr und neun Monate Gefängnis fordern. Zudem solle dem Mann verboten werden, sich der Frau zu nähern und sie zu kontaktieren. Außerdem solle er der Frau eine Entschädigung von 500 Euro zahlen. In Deutschland sieht das Strafgesetzbuch für Nachstellung (Stalking) bis zu drei Jahre Haft oder Geldstrafe vor.

+++ 13 Uhr: Bus in China stürzt in Wasserreservoir - mindestens 21 Tote +++

Bei einem Busunglück in China sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Zudem gab es 15 Verletzte, wie der chinesische Staatssender CGTN am Dienstag berichtete. Der Bus war demnach in der südwestchinesischen Stadt Anshun (Provinz Guizhou) in ein Wasserreservoir gestürzt. 

+++ 12.45 Uhr: Neues Kabinett in Frankreich nimmt Arbeit auf +++

In Frankreich nimmt die neue Regierung die Arbeit auf: Die 16 Ministerinnen und Minister wurden am Dienstag in ihre Ämter eingeführt. Dem Kabinett unter Premierminister Jean Castex gehören jeweils acht Frauen und Männer an. Präsident Emmanuel Macron hatte sie am Montagabend nach Sondierungen mit Castex berufen. Am Nachmittag war die erste Kabinettssitzung geplant.

+++ 12.30 Uhr: Rund 500 Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde in Quarantäne +++

Nach der Corona-Infektion einer kompletten zwölfköpfigen Familie in Euskirchen hat das Kreis-Gesundheitsamt Quarantäne für rund 500 Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde angeordnet. Nach Angaben eines Behördensprechers von Dienstag sind alle Mitglieder der Euskirchener Mennoniten-Gemeinde betroffen, einer evangelischen Freikirche, der die betroffene Familie angehört. Nach der Familie sollen alle Gemeindemitglieder noch diese Woche auf das Virus getestet werden.

Zunächst sei die Mutter mit Krankheitssymptomen ins Krankenhaus gekommen und positiv getestet worden, sagte Behördensprecher Wolfgang Andres. Bei der weiteren Testung habe sich gezeigt, dass die ganze Familie mit dem Virus infiziert sei. "Die Kinder sind vorher noch in die Schule gegangen, in die eigene Schule der Mennoniten. Und die Familie ist wohl auch noch in den Gottesdienst in das Bethaus der Mennoniten gegangen", sagte Andres. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus verbreitet worden sei.

+++ 12.13 Uhr: Touristen aus dem Kreis Gütersloh dürfen wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen +++

Nachdem im Kreis Gütersloh die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner deutlich unter den Grenzwert von 50 gesunken ist, dürfen Touristen aus diesem Kreis ohne Auflagen wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Dies geht aus dem täglichen Bericht des Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) hervor. Hintergrund dafür sind Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI), nach denen in diesem Kreis die Zahl der Neuinfektionen unter die Grenze gesunken ist, die als Maß für das Verbot der Einreise zum Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern gilt. Das bedeutet, dass die Bewohner aus dem Kreis Gütersloh keinen Beleg mehr dafür brauchen, dass sie negativ auf eine Corona-Infektion getestet wurden.

+++ 11.41 Uhr: BGH lehnt Revision von Krebsmedikamente-Panscher ab +++

In einem Skandal um jahrelang gepanschte Medikamente hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Haftstrafe gegen einen Apotheker aus dem Ruhrgebiet bestätigt. Der BGH in Karlsruhe lehnte die Revision des Mannes als unbegründet ab, wie das Gericht mitteilte. Das Urteil des Essener Landgerichts vom Juli 2018 gegen den damals 48-jährigen Apotheker aus Bottrop ist damit rechtskräftig. Wegen Tausender unterdosierter Krebsmedikamente zwischen 2012 und 2016 hatte Peter S. eine Haftstrafe von zwölf Jahren erhalten. Dem Gericht zufolge streckte er lebenswichtige Medizin seiner Patienten aus Habgier.

Zudem bleibt es bei dem verhängten lebenslangen Berufsverbot gegen den Mann, der seit Ende 2016 in Untersuchungshaft sitzt. Den Schaden für die Krankenkassen hatte das Essener Landgericht auf 17 Millionen Euro beziffert, dieser "Wertersatzbetrag" sollte eingezogen werden. Nur in diesem Punkt sprach der BGH nun von einem "geringfügigen Teilerfolg": Die Revision werde "mit der Maßgabe als unbegründet verworfen", dass statt der 17 Millionen Euro die Einziehung von Taterträgen" in Höhe von 13,6 Millionen Euro anzuordnen sei.

+++ 11.36 Uhr: Vermisster 16-Jähriger tot aus Stausee geborgen +++

Ein seit Tagen vermisster 16-Jähriger ist tot aus einem Stausee in der Sächsischen Schweiz nahe der Grenze zu Tschechien geborgen worden. Die Ermittlungen zur Todesursache seien noch nicht abgeschlossen, teilte die Polizei mit. Der Verdacht auf eine Straftat bestehe nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen nicht. Polizeitaucher entdeckten die Leiche des Jugendlichen am Montag in dem Rückhaltebecken des Mordgrundbaches in Bad Gottleuba-Berggießhübel.

Der 16-Jährige war am vergangenen Freitag gemeinsam mit Freunden in dem Hochwasserrückhaltebecken schwimmen. Nach Angaben der Polizei war er abgetaucht, aber nicht wieder an die Wasseroberfläche gekommen. Eine Suche mit Tauchern und einem Sonarboot blieb erfolglos. Die Ermittler vermuteten schon bald, dass der Teenager ums Leben gekommen ist.

+++ 11.08 Uhr: Pariser Rodin-Museum öffnet wieder: 3 Millionen Euro Verlust +++

Das Pariser Rodin-Museum ist nach der coronavirusbedingten Zwangspause wieder geöffnet. Zum Start präsentiert es unter anderem ab Anfang August in seinem rund 3 Hektar großen Skulpturenpark die Fotoausstellung "Rodin in seinem Garten". Die für den 15. September geplante Werkschau "Picasso Rodin" wurde auf den 8. Februar 2021 verlegt. Wegen Corona ist die Zahl der Besucher im Innern des Museums auf 100 Personen beschränkt. Durchschnittlich besichtigen jährlich über 550 000 Menschen das Museum, davon kommen 75 Prozent aus dem Ausland. Durch die mehrmonatige Schließung schätzt die Kunsteinrichtung mit ihren kostbaren Sammlungen der Skulpturen und Werke des berühmten Bildhauers den Einnahmeverlust auf rund 3 Millionen Euro. Das Museum wurde 1919 gegründet, 2 Jahre nach dem Tod von Auguste Rodin.

+++ 10.55 Uhr: Baby zum Sterben alleingelassen - Mutter will sich zur Tat äußern +++

Weil sie ihr Baby unmittelbar nach der Geburt auf einer Wiese ausgesetzt hat, steht eine 32 Jahre alte Frau seit Dienstag wegen versuchten Totschlags vor dem Augsburger Landgericht. Die Verteidigerin der Frau kündigte zu Prozessbeginn an, dass sich ihre Mandantin im Laufe des Verfahrens zu der Tat äußern werde. Der erste Verhandlungstag wurde allerdings nach wenigen Minuten beendet, weil eine Sachverständige fehlte.

+++ 10.38 Uhr: Seehofer: Kein struktureller Rassismus im öffentlichen Dienst +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will trotz entsprechender Forderungen von Kabinettskollegen und Verbänden keine Studie zu rassistischen Polizeikontrollen in Auftrag geben. "Jetzt kommt für mich diese Studie nicht infrage", sagte Seehofer am Dienstag vor Beginn einer Videokonferenz der EU-Innenminister. "Wir können nicht jede Woche ein Wünsch-Dir-was spielen", erklärte er im ARD-Morgenmagazin. Zunächst müssten die zwischen Bund und Ländern abgestimmten Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Rassismus umgesetzt werden. "Dann kann man weiter denken, welche weiteren Maßnahmen sind erforderlich." 

+++ 10.23 Uhr: Industrieproduktion erholt sich im Mai +++

Die deutsche Industrieproduktion hat sich im Mai im Vergleich zum April wieder erholt - liegt aber noch immer deutlich unterhalb des Niveaus vor der Corona-Krise. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, legte das Produzierende Gewerbe im Mai um 7,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu.

+++ 10.12 Uhr: Mehrere Gerichte nach Bombendrohungen geräumt +++

Mehrere Gerichte in deutschen Städten sind am Dienstag nach Bombendrohungen geräumt worden. In Mainz, Lübeck und Erfurt waren Drohungen eingegangen. In der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt waren zwei Sprengstoffspürhunde im Einsatz und durchstreiften das Justizzentrum, wie eine Polizeisprecherin sagte. Betroffen seien unter anderem das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft Erfurt, deren Mitarbeiter ihre Büros verlassen mussten. Die Gerichtsverhandlungen seien zunächst bis Mittag ausgesetzt, hieß es.

+++ 9.43 Uhr: Melbourne geht nach Corona-Anstieg wieder in den Lockdown +++

Australiens zweitgrößte Stadt Melbourne geht wegen eines drastischen Anstiegs der Corona-Infektionen erneut in einen sechswöchigen Lockdown. Mehrere Wochen, nachdem die rund fünf Millionen Einwohner zählende Hauptstadt des Bundesstaates Victoria die Wirtschaft wieder geöffnet hatte, werde man ab um Mitternacht (Ortszeit) wieder strikte Ausgangssperren in Kraft setzen, teilte der regionale Regierungschef Daniel Andrews am Dienstag mit. Am selben Tag hatten die Gesundheitsbehörden 191 Neuinfektionen bestätigt, einer der höchsten Anstiege innerhalb eines Tages in Australien seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

+++ 9.40 Uhr: Schriftstellerin Elke Erb erhält Georg-Büchner-Preis 2020 +++

Die Schriftstellerin Elke Erb bekommt den Georg-Büchner-Preis 2020. Dies teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland.

+++ 9.35 Uhr: Bürgermeisterin von Atlanta positiv auf Corona getestet +++

Die Bürgermeisterin der US-Metropole Atlanta, Keisha Lance Bottoms, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Covid-19 hat buchstäblich bei uns zuhause eingeschlagen. Ich hatte keine Symptome und bin positiv getestet worden", erklärte Bottoms im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die 50-jährige Politikerin gilt als mögliche Vize-Kandidatin des designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden.

+++ 8.50 Uhr: Seehofer sieht kein strukturelles Rassismus-Problem bei Polizei +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will trotz breiter Kritik keine Studie zu rassistischen Polizeikontrollen in Auftrag geben. "Jetzt nicht", sagte Seehofer im ARD-"Morgenmagazin". "Wir können nicht jede Woche ein Wünsch-Dir-was spielen." Zunächst müssten die zwischen Bund und Ländern abgestimmten Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Rassismus umgesetzt werden. "Dann kann man weiter denken, welche weiteren Maßnahmen sind erforderlich." Der CSU-Politiker zeigte sich zugleich überzeugt: "Wir haben kein strukturelles Problem diesbezüglich." Seehofer beklagte, es gebe ständige Kritik an der Polizei, "zum Teil auch Verunglimpfung". Dabei werde übersehen, dass im Öffentlichen Dienst "Null Toleranz" gelte und Rassismus entschieden bekämpft werde.

+++ 8.42 Uhr: Migranten der "Ocean Viking" wechseln auf Quarantänefähre in Sizilien +++

Im Hafen von Porto Empedocle auf Sizilien haben die meisten der 180 Migranten das private Rettungsschiff "Ocean Viking" verlassen, um auf eine italienische Quarantänefähre zu wechseln. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Die Ausschiffung von 123 Menschen, bei denen negative Corona-Tests vorlagen, sei am späten Montagabend erfolgt. Die anderen 57 Migranten sollten nach Eintreffen ihrer Testergebnisse folgen. Die Organisation SOS Mediterranee als Betreiberin der "Ocean Viking" twitterte Fotos der aus Seenot Geretteten, die an Land gegangen waren. Die Regierung in Rom hatte am Wochenende nach langem Zögern ihre Zustimmung gegeben, das Quarantäneschiff "Moby Zaza" zu nutzen. Die Besatzung der "Ocean Viking" hatte die 180 Menschen am 25. und 30. Juni aus dem Mittelmeer gerettet.

+++ 8.31 Uhr: Deutsche Bank und Google gehen Partnerschaft ein +++

Die Deutsche Bank und der US-Technologieriese Google wollen eine strategische Partnerschaft bei Cloud-Lösungen für Finanzdienstleistungen eingehen. Beide Parteien unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung, wie die Deutsche Bank am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. Geplant ist demnach, "in den nächsten Monaten einen Vertrag mit mehrjähriger Laufzeit zu vereinbaren". Konkret erhofft sich die Deutsche Bank von der Partnerschaft mit Google Cloud "den unmittelbaren Zugang zu führender Technologie in den Bereichen Datenmanagement, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen". Als mögliche Anwendungen nannte das Finanzinstitut unter anderem verbesserte Risikoanalysen oder fortschrittliche Sicherheitslösungen zum Schutz der Kundenkonten. Im Privatkundengeschäft wiederum würden "intuitive digitale Lösungen im Mittelpunkt stehen, die den Dialog zwischen Kunden und Mitarbeitern erheblich vereinfachen werden".

+++ 8.19 Uhr: Infektions-Kennziffer im Kreis Gütersloh deutlich unter Grenzwert +++

Nach etlichen Coronavirus-Fällen beim Fleischverarbeiter Tönnies im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner im Kreis Gütersloh deutlich unter den Grenzwert gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 35,4. Als Grenzwert gilt der Wert 50. Am Vortag lag diese Infektions-Kennziffer noch bei 50,5 und damit knapp über der Grenze. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies lag der Wert bei 270,2. Bereits am Montag hatte das Oberverwaltungsgericht Münster die von der Landesregierung verfügten Corona-Einschränkungen im Kreis Gütersloh gekippt. Das zuständige Gesundheitsministerium hätte nach der Verbreitung des Virus bei Tönnies inzwischen eine differenziertere Regelung erlassen müssen, die Einschränkung des öffentlichen Lebens für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig, erklärte das Gericht.

+++ 8 Uhr: Angst vor Sicherheitsgesetz: TikTok zieht sich aus Hongkong zurück +++

Aus Angst vor dem neuen Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit in Hongkong zieht sich die populäre internationale Videoplattform TikTok aus der chinesischen Sonderverwaltungsregion zurück. Das chinesische Mutterhaus ByteDance bestätigte der Zeitung "21 Century Herald"den Rückzug. Die zensierte und in der Volksrepublik verfügbare chinesische Plattform-Version "Douyin" werde in der ehemals britischen Kronkolonie aber weiter betrieben. Internationale Internetkonzerne und Chatplattformen wie Facebook, WhatsApp, Google, Twitter und Telegram kündigten an, mögliche Anfragen Hongkonger Behörden, Daten von Nutzern für Ermittlungen zur Verfügung zu stellen, vorerst nicht zu bearbeiten. Facebook teilte mit, vor weiteren Entscheidungen zunächst Menschenrechtsexperten über die Auswirkungen des neuen Gesetzes konsultieren zu wollen.

+++ 7.47 Uhr: Scholz sieht deutsche Wirtschaft wieder im Aufwind +++

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht den Tiefpunkt des durch die Corona-Pandemie ausgelösten Konjunktureinbruchs in Deutschland überwunden. Nach seiner Einschätzung merke jeder inzwischen, dass sich "die wirtschaftlichen Zahlen langsam wieder verbessern", sagte Scholz dem Nachrichtenportal "The Pioneer" in am Dienstag veröffentlichten Interviewauszügen. "Der Wumms ist schon spürbar", betonte der Minister. Es werde auch anerkannt, dass die Bundesregierung mit ihrem Konjunkturprogramm und zwei Nachtragshaushalten "so schnell so groß gehandelt habe", hob Scholz hervor. Er verteidigte die Rekord-Neuverschuldung in diesem Jahr. Es sei wichtig gewesen, schnell und effizient auf die Corona-Krise zu reagieren und sich nicht "Stück für Stück an die Sache heranzutasten". Ziel sei schließlich gewesen, den Trend zu drehen.

+++ 7.21 Uhr: International bekannter IS-Experte im Irak ermordet +++ 

Im Irak ist ein international bekannter Experte für dschihadistische Organisationen bei einem Attentat getötet worden. Hischam al-Haschemi wurde am Montagabend vor seinem Haus in Bagdad von Unbekannten erschossen, wie ein Ermittler der Nachrichtenagentur AFP sagte. Der 47-jährige Familienvater habe gerade in seinen Wagen steigen wollen, als drei Männer auf zwei Mofas auf ihn zugefahren seien und ihm vier Mal in den Kopf geschossen hätten. Der aus Bagdad stammende Al-Haschemi war ein oft von irakischen und internationalen Medien befragter Experte. In zahlreichen Interviews gab er Auskunft über die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), aber auch über pro-iranische Milizen im Irak und die irakische Politik. Al-Haschemi war auch als Politikberater tätig und organisierte mehrfach Treffen zwischen verfeindeten politischen Kräften seines Landes.

+++ 7.12 Uhr: DLRG befürchtet wegen Corona-Krise in diesem Sommer mehr Badeunfälle +++

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) befürchtet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr mehr Badeunfälle in Deutschland. "Es zieht in diesem Sommer mehr Menschen an heimische Gewässer, da viele nicht in den Urlaub fliegen", sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese der Nachrichtenagentur AFP. Derzeit sei aber "noch keine absolute Spitze" an Badeunfälle zu beobachten. Es sei ein generelles Problem, dass Menschen an unbewachten Gewässern baden gehen, wo es keine Rettungsschwimmer gebe. Etwa 80 Prozent aller jährlichen Ertrinkungsfälle in Deutschland passieren dort, wo es keine Aufsicht gebe. "Wegen Corona könnte das mehr werden", warnte Wiese. Erste Zahlen für dieses Jahr will die DLRG Anfang August veröffentlichen.

+++ 7.02 Uhr: Hongkongs Regierungschefin kündigt "rigorose" Umsetzung von Sicherheitsgesetz an +++

Die Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam hat eine "rigorose" Umsetzung des umstrittenen chinesischen Sicherheitsgesetzes für die Sonderverwaltungszone angekündigt. "Die Regierung von Hongkong wird dieses Gesetz rigoros umsetzen", sagte Lam am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Sie warnte "Radikale" vor "sehr ernsthaften Konsequenzen", sollten sie gegen das seit einer Woche geltende Gesetz verstoßen. Bei Protesten waren in den vergangenen Tagen bereits mehrere Menschen aufgrund des neuen Gesetzes festgenommen worden. Auch wurden auf Basis des Gesetzes am Freitag erstmals formelle Anschuldigungen wegen "Terrorismus" und "Anstachelung zur Abspaltung" erhoben. Sie richten sich gegen einen 23-Jährigen, der mit einem Motorrad in eine Gruppe Polizisten gefahren sein soll.

+++ 6.47 Uhr: 390 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland +++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 390 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 196 944 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Dienstagmorgen meldete (Datenstand 7.7., 0.00 Uhr). 9024 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 8 im Vergleich zum Vortag. Bis Sonntag hatten etwa 182 200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das waren etwa 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

+++ 6.24 Uhr: Bolsonaro erneut auf Coronavirus getestet +++

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat sich erneut auf das Coronavirus testen lassen. Er habe zuletzt unter möglichen Symptomen des Coronavirus gelitten, darunter Fieber von 38 Grad, sagte Bolsonaro am Montag dem brasilianischen Programm des Nachrichtensenders CNN. Die Testergebnisse erwartet er für Dienstag. Bolsonaro hat die Gefahr durch die Corona-Pandemie wiederholt kleinzureden versucht. Die von dem Erreger ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 bezeichnete er in der Vergangenheit als "kleine Grippe". Bolsonaro befinde sich derzeit "in gutem Gesundheitszustand" und halte sich in seiner Residenz auf, teilte das Pressebüro des Staatschefs mit. Weitere Details nannte es nicht. Laut Berichten brasilianischer Medien sagte Bolsonaro alle seine Termine für die Woche ab. 

+++ 6.03 Uhr: Musk stichelt mit Verkauf von Shorts gegen skeptische Anleger +++

Der für seine Provokationen bekannte Tesla-Gründer Elon Musk hat mit dem Verkauf von Satin-Shorts gegen skeptische Anleger gestichelt. Der US-Elektroautobauer nahm am Sonntag auf seiner Website rote Shorts mit goldfarbenem Tesla-Logo und der Aufschrift S3XY - für die Modelle S, 3, X und Y - ins Sortiment. Angesichts einer Vielzahl von Anfragen brach die Webseite zwischenzeitlich zusammen, die Shorts waren binnen kurzer Zeit ausverkauft. Mit dem Angebot der "Tesla Short Shorts" macht sich Musk über skeptische Anleger lustig: Sogenannte Short Seller setzen mit Leerverkäufen auf fallende Aktienkurse und wollen so Gewinne erzielen. Viele Anleger halten Tesla für überbewertet und erwarten für die Zukunft sinkende Aktienkurse.

+++ 5.58 Uhr: Boliviens Ex-Präsident Morales wegen Terrorismus angeklagt +++

Die bolivianische Staatsanwaltschaft hat gegen den früheren Präsidenten Evo Morales Anklage wegen Terrorismus und Finanzierung terroristischer Aktivitäten erhoben. Nach seinem Rücktritt und seiner Flucht ins Exil im vergangenen Jahr habe der ehemalige Staatschef seine Anhänger in Bolivien zu illegalen Aktivitäten aufgerufen, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Während der heftigen Proteste nach seinem Rückzug habe er beispielsweise per Telefon einem Vertrauten aufgetragen, mehrere Städte des Andenstaats von der Versorgung mit Lebensmitteln abzuschneiden.

+++ 5.36 Uhr: Umfrage: 40 Prozent rechnen nicht mit weniger "Upskirting"-Taten +++

Nicht einmal jeder Zweite in Deutschland rechnet damit, dass die "Upskirting"-Gesetzesverschärfung die Zahl solcher Taten zurückgehen lassen wird. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Instituts YouGov. Das sogenannte Upskirting, bei dem unter Röcke und Kleider fotografiert oder gefilmt wird, war nach bisheriger Rechtslage meist keine Straftat. Die Frage, ob es durch die Gesetzesverschärfung eingedämmt werden kann, beantworteten 43 Prozent mit "Ja" oder "Eher ja" - und 40 Prozent mit "Nein" oder "Eher Nein". Während 47 Prozent der Männer glauben, dass die Gesetzesverschärfung eine abschreckende Wirkung haben könnte, sind es nur 40 Prozent der Frauen. Die Gesetzesverschärfung, die der Bundestag am frühen Freitagmorgen verabschiedet hatte, gilt auch für das Fotografieren oder Filmen von Unfalltoten. Durch die jetzt beschlossene Reform müssen die Täter in beiden Fällen mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren rechnen.

+++ 5.12 Uhr: Mutmaßlich acht Tote bei Kollision von Kleinflugzeugen in den USA +++

Bei der Kollision zweier Kleinflugzeuge im Westen der USA sind mutmaßlich acht Menschen ums Leben gekommen. Es gebe vermutlich keine Überlebenden, teilte am Montag die Polizei im Bundesstaat Idaho mit. Die Maschinen waren am Vortag nach ihrem Zusammenprall in den Lake Coeur d'Alene gestürzt. Der See im Norden von Idaho ist ein beliebtes Ferienziel. Aus dem See wurden zunächst drei Todesopfer des Unglücks geborgen. An Bord einer der Maschinen, die einem örtlichen Tourismusunternehmen gehörte, befanden sich nach Angaben der Polizei sechs Menschen. Darunter waren demnach vier Passagiere, die mutmaßlich miteinander verwandt waren, wahrscheinlich ein Vater und seine Kinder. In dem anderen Flugzeug hätten sich mindestens zwei Menschen befunden.

+++ 4.26 Uhr: Zahl der Opfer bei Unwettern in Japan weiter gestiegen +++

In den von schweren Unwettern heimgesuchten Überschwemmungsgebieten in Japan schwindet die Hoffnung auf weitere Überlebende. Wie japanische Medien am Dienstag berichteten, stieg die Zahl der Todesopfer auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu weiter auf 49. Noch immer würden elf Menschen vermisst. Unter den Opfern befinden sich auch 14 Bewohner eines Altenpflegeheims in der schwer betroffenen Provinz Kumamoto. Die Behörden warnten unterdessen weiter vor den andauernden Gefahren durch die rekordstarken Niederschläge.

+++ 4.05 Uhr: Georgias Gouverneur aktiviert nach Gewalt-Wochenende Nationalgarde +++

Nach einem Wochenende mit zahlreichen Gewalttaten und einer erschossenen Achtjährigen in Atlanta hat der Gouverneur des US-Bundesstaats Georgia die Nationalgarde aktiviert. Gouverneur Brian Kemp habe den Einsatz von 1000 Soldaten autorisiert, teilte sein Büro am Montag (Ortszeit) mit. Damit solle die Polizei in die Lage versetzt werden, ihre Patrouillen zu verstärken. Kemp verhängte zugleich den Notstand in Georgia. Am vergangenen langen Feiertags-Wochenende wurden der Mitteilung zufolge mehr als 30 Menschen in Georgia durch Schüsse verwundet. Fünf Menschen kamen demnach ums Leben, darunter das achtjährige Mädchen. 

+++ 3.45 Uhr: Kripo-Bund kritisiert Seehofers Absage an Rassismus-Studie +++

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat die Weigerung von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), eine unabhängige Studie über möglichen Rassismus bei der Polizei erstellen zu lassen, scharf kritisiert. Diese Haltung sei "einigermaßen peinlich" und in sich nicht schlüssig, sagte der BDK-Vorsitzende Sebastian Fiedler am Montagabend in den ARD-"Tagesthemen". Seehofer erweise damit den Sicherheitsbehörden einen "Bärendienst", indem er den Eindruck erwecke, es gebe "etwas zu verstecken". Es gebe aber nichts zu verstecken, betonte Fiedler. Bei einer unabhängigen Rassismus-Studie gehe es darum, Vertrauen in der Bevölkerung in die Polizei zu gewinnen. Sollte eine Rassismus-Untersuchung Probleme in der Polizei feststellen, dann hätten die Polizeibehörden selber ein Interesse daran, diese Probleme offen zu legen und "offensiv anzugehen".

Sehen Sie im Video: Feiern in Corona-Zeiten – Parks ersetzen Clubs. In Berlin sind Partys im Freien normalerweise nichts Besonderes - doch seit Corona ist, ist nichts mehr normal. Die Clubs sind zu, die jungen Leute treffen sich in den lauen Sommernächten zum Feiern im Park. Auf einer Wiese unter einem Baum haben sich Dutzende Menschen versammelt, um die Veröffentlichung eines Musikalbums zu feiern. Für die Musik sorgt DJ Himself. Die Gruppe hat alles mitgebracht, was es braucht: Eine Musikanlage plus Generator, bunte Lichter und eine Diskokugel. "Wir haben natürlich insofern Glück, dass jetzt der Sommer da ist. Und obwohl jetzt natürlich die Clubs wahrscheinlich noch bis Ende des Jahres geschlossen sind, wir zumindest draußen wieder den Leuten das geben können, was sie halt das ganze Jahr über sonst in den Clubs haben." Ist das Feiern unterm Himmel also eine Lösung? Die Partys bringen jedenfalls Probleme mit sich: Müll, Lärm und auch Gewalt. Die Berliner Club Commission sprach sich dafür aus, legale Alternativen zu ermöglichen, etwa in Parks oder in den Außenbereichen von Clubs. Bei der kleinen Record-Releaseparty unterm Baum bleibt es friedlich. Die Musik ist nicht zu laut, die Tanzenden genießen die Musik. Vergessen sie dabei, auf die Abstände zu achten, kommt eine Ansage vom DJ-Pult.
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+++ 3.15 Uhr: Quarantäne-Zentren voll: Neuseeland schränkt internationale Flüge ein +++

Damit die Quarantäne- und Isolationszentren des Landes in der Corona-Pandemie nicht an ihre Kapazitätsgrenzen geraten, hat die neuseeländische Regierung vorübergehend die Buchung internationaler Flüge eingeschränkt. Die nationale Fluglinie Air New Zealand habe einem kurzfristigen Buchungsstopp zugestimmt, teilte Wohnungsministerin Megan Woods am Dienstag mit. Mit der Maßnahme solle sichergestellt werden, dass für alle Heimkehrer genügend Plätze für eine geordnete Isolation oder Quarantäne zur Verfügung stünden, sagte sie zur Begründung. 

+++ 2.23 Uhr: Zu viele Coronafälle: Dallas darf nicht an MLS-Turnier teilnehmen +++

Zwei Tage vor dem geplanten Start hat die MLS den FC Dallas wegen zu vieler Coronavirusfälle im Team von der Teilnahme am MLS-Turnier nach der Corona-Zwangspause ausgeschlossen. Das teilte die US-Profifußball-Liga am Montag (Ortszeit) mit. Die Mannschaft aus Texas, einem der inzwischen am härtesten von der Pandemie betroffenen US-Bundesstaaten, kommt derzeit auf insgesamt zehn infizierte Spieler und einen infizierten Betreuer. Dallas ist wie die anderen Teilnehmer bereits nach Florida gereist, die infizierten Personen waren auf dem Disney-World-Gelände zuletzt in Quarantäne. Der Club unterstütze die Entscheidung, hieß es in einer Stellungnahme der Texaner.

+++ 1.12 Uhr: Country- und Rockmusiker Charlie Daniels gestorben +++

Der US-Countrymusiker Charlie Daniels ist tot. Er erlag am Montag im Alter von 83 Jahren im Bundesstaat Tennessee einem Schlaganfall, wie auf Daniels' offizieller Website mitgeteilt wurde. Der Sänger, Gitarrist und Geiger und seine Charlie Daniels Band verschmolzen Countrymusik und Südstaaten-Rock. Er war unter anderem für seine virtuosen Solodarbietungen auf der Geige berühmt. Daniels' bekanntester Song war "The Devil Went Down to Georgia", für den er 1979 mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Darin erzählt er die Geschichte eines Geigers, der sich ein musikalisches Duell mit dem Satan liefert. Daniels spielte mit Legenden wie Bob Dylan, Ringo Starr und Leonard Cohen zusammen.  

+++ 0.46 Uhr: Flüchtlingsschiff "Sea-Watch 4" soll wohl im August auslaufen +++

Das von der evangelischen Kirche initiierte Flüchtlings-Rettungsschiff "Sea-Watch 4" soll vermutlich im August zu seinem ersten Einsatz auslaufen. Das kündigte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, in der "Rheinischen Post" (Dienstag) an. "Es machen sich unvermindert Schlauchboote auf den Weg - entsprechend werden laufend Seenotfälle gemeldet, und es gibt Berichte über Bootsunglücke", sagte Bedford-Strohm der Zeitung.

ivi/jek DPA AFP

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