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News von heute: Vor den Augen seiner Mitschüler: Elfjähriger wird von Straßenbahn erfasst und stirbt

Kind wird von Straßenbahn erfasst und stirbt +++ Bürgermeister von Kamp-Lintfort erhält Personenschutz +++ Bundestag stimmt für Entscheidungslösung bei Organspende +++ Regen erleichtert Löscharbeiten in Australien +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Straßenbahnunfall in Braunschweig

Der Unfall soll sich nach Polizeiangaben ereignet haben, als die Straßenbahn langsam an der Haltestelle einfuhr

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Vor den Augen seiner Mitschüler: Kind wird von Straßenbahn erfasst und stirbt (18.11 Uhr)
  • Bürgermeister von Kamp-Lintfort erhält Personenschutz (12.26 Uhr)
  • Bundestag stimmt für moderate Reform der Organspende (12.04 Uhr)
  • Braunkohle-Ausstieg bringt Kraftwerksbetreibern Entschädigungen (9.45 Uhr)
  • Lang ersehnter Regen fällt auf Buschbrände (8.35 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 18.15 Uhr: Amtsenthebungsverfahren gegen Trump im US-Senat hat begonnen +++

Das historische Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump im Senat hat begonnen. Der führende Anklagevertreter, der Demokrat Adam Schiff, verlas im Senat die Anklagepunkte gegen den Präsidenten. Inhaltlich soll das Amtsenthebungsverfahren am kommenden Dienstag beginnen.

+++ 18.14 Uhr: Merkel erteilt Spekulationen um Kabinettsumbildung erneut Absage +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Spekulationen über eine im Sommer anstehende Kabinettsumbildung erneut eine Absage erteilt. "Ich habe ja schon gesagt, dass ich mit den Ministern sehr gerne zusammenarbeite und die Kabinettsumbildung nicht sehe", sagte Merkel nach einem Treffen mit dem kroatischen Ministerpräsidenten Andrej Plenkovic in Berlin. "Und dem gibt es jetzt auch heute nichts Neues hinzuzufügen."

+++ 18.11 Uhr: Kind gerät in Braunschweig unter Straßenbahn und stirbt +++

An einer Haltestelle in Braunschweig ist ein elfjähriger Junge von einer Straßenbahn erfasst und tödlich verletzt worden. Zahlreiche Mitschüler wurden Augenzeugen des Unfalls. 

Rund 20 Kinder standen nach dem Unfall unter Schock und wurden von Sanitätern in einem nahe gelegenen Restaurant betreut, ebenso wie andere Augenzeugen. Vier Schüler wurden in ein Krankenhaus gebracht. Auch der Straßenbahnfahrer wurde seelsorgerisch betreut. Die genauen Umstände des Unfalls waren zunächst unklar.

+++ 17.42 Uhr: Nach Angriff in Halle nun auch Scheibe von Justizzentrum durchlöchert +++

Nach dem Angriff auf das Bürgerbüro eines SPD-Politikers in Halle sind auch am Justizzentrum Löcher in mehreren Fenstern festgestellt worden. "Wodurch die Schäden entstanden sind, wird derzeit ermittelt", sagte ein Polizeisprecher  Bislang lägen keine Hinweise auf Täter oder Motive vor. Es werde ein Zusammenhang beider Taten geprüft. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Schäden wurden am Donnerstagmorgen bemerkt. 

+++ 17.41 Uhr Fünfter AfD-Kandidat scheitert für Vizepräsidentenposten im Bundestag +++

Die AfD hat im Bundestag ihren fünften Kandidaten für das Amt eines Vizepräsidenten aufgeboten – und ist auch mit ihm im ersten Anlauf gescheitert. Der aus dem sächsischen Bautzen kommende Abgeordnete Karsten Hilse erhielt nicht die erforderlichen 355 Stimmen. Für den 55 Jahre alten gelernten Elektromonteur und späteren Polizeibeamten stimmten nur 154 Abgeordnete. Es gab 473 Nein-Stimmen und 30 Enthaltungen. Zuvor waren bereits vier andere AfD-Abgeordnete gescheitert.

+++ 17.34 Uhr: Sechs Kinder und Schwangere in Panama getötet – 15 Verletzte gerettet +++

In einem Massengrab in Panama sind die Leichen von sechs Kindern und einer schwangeren Frau entdeckt worden. Die Frau war die Mutter von fünf der Kinder im Alter zwischen einem und 17 Jahren, wie die Generalstaatsanwaltschaft des mittelamerikanischen Landes mitteilte. Weitere 15 Menschen seien davor gerettet worden, ermordet zu werden. Diese seien in Krankenhäuser gebracht worden. Die mutmaßlichen Täter – acht Männer, eine Frau und ein Minderjähriger – seien festgenommen worden.

Örtlichen Medienberichten zufolge handelte es sich bei den zehn Festgenommenen um Angehörige einer religiösen Sekte, die in dem Dorf El Terrón im Westen Panamas zahlreiche Menschen gefangen genommen und misshandelt hatten. Von den Behörden gab es dazu zunächst keine Angaben.

+++ 16.50 Uhr: Schauspieler Jan Fedder auf Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt +++

Der Schauspieler Jan Fedder ist auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg beigesetzt worden. Das bestätigte eine Sprecherin der Agentur für die Trauerfeier der Nachrichtenagentur DPA in Hamburg. Weitere Details wollte sie zunächst nicht nennen.

+++ 16.46 Uhr: Hälfte der "Millennials" rechnet mit baldigem Dritten Weltkrieg +++

Knapp 50 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 35 Jahren weltweit befürchten, dass es noch zu ihren Lebzeiten einen Dritten Weltkrieg geben wird. Zudem rechne mehr als die Hälfte mit einem Atomwaffeneinsatz noch in den kommenden zehn Jahren, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichen Studie des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Demnach sehen die "Millennials" angesichts der weltweiten Spannungen mit Sorge in die Zukunft.

47 Prozent der befragten jungen Erwachsenen glauben demnach, dass sie noch einen neuen Weltkrieg erleben werden. 54 Prozent gehen davon aus, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre irgendwo auf der Welt bei einem Krieg oder bewaffneten Konflikt Atomwaffen zum Einsatz kommen. "'Millennials' scheinen einen katastrophalen Krieg noch zu ihren Lebzeiten für wahrscheinlich zu halten", erklärte IKRK-Präsident Peter Maurer im Vorwort zu dem Bericht.

+++ 16.23 Uhr: Bund der Steuerzahler kritisiert Kohle-Kompromiss +++

Der Bund der Steuerzahler ist mit der Bund-Länder-Einigung zum Kohleausstieg unzufrieden. "Der nationale Alleingang beim Ausstieg aus der Kohleverstromung wird unnötig teuer", sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Online-Ausgabe). "Sinnvoller wäre es, auf das bewährte Instrument des europäischen Zertifikatehandels zu setzen, der schon heute die Energiewirtschaft und damit die Kohleverstromung umfasst."

Der Zertifikatehandel stelle sicher, dass die europäischen Ziele bei der Reduktion des CO2-Ausstoßes erreicht würden - "denn mit den absehbar steigenden Preisen dieser Zertifikate würde die Kohleverstromung sowieso immer teurer und damit unrentabel". So käme der Kohleausstieg "ohne politischen Beschluss", wäre aber preiswerter, sagte Holznagel. 

+++ 16.18 Uhr: UN: 45 Millionen Menschen im südlichen Afrika droht Hunger +++

Im südlichen Afrika spitzt sich die Versorgungslage zu. Eine Rekordzahl von 45 Millionen Menschen sind wegen Dürren, Überflutungen und auch Misswirtschaft von akuter Hungersnot bedroht, warnte das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen in einer in London und Johannesburg veröffentlichten Pressemitteilung. Die internationale Gemeinschaft müsse jetzt dringend handeln und sowohl die Nothilfe sicherstellen als auch Geld für langfristige Investitionen bereitstellen, um sich gegen den Klimawandel zu wappnen. Bisher habe das WFP erst 205 Millionen der benötigten 489 Millionen Dollar erhalten.

+++ 15.38 Uhr: Russland: Neuer Regierungschef verspricht "Veränderungen zum Besseren" +++

Der neue russische Ministerpräsident Michail Mischustin hat in seinem ersten öffentlichen Auftritt seit seiner Nominierung "echte Veränderungen zum Besseren" angekündigt. Der 53-Jährige sprach vor dem russischen Unterhaus, das ihn kurz darauf erwartungsgemäß mit breiter Mehrheit als neuen Regierungschef bestätigte. Präsident Wladimir Putin traf sich derweil mit der Arbeitsgruppe, welche die von ihm angekündigten Verfassungsreformen ausarbeiten soll.

383 Abgeordnete der Duma stimmten für den von Putin vorgeschlagenen Kandidaten Mischustin, Gegenstimmen gab es keine, lediglich die Abgeordneten der Kommunistischen Partei enthielten sich.

+++ 15.33 Uhr: 52 Millionen Euro Strafe für illegalen "Picasso-Export" +++

Der prominente spanische Milliardär, Ex-Bankier und Kunstsammler Jaime Botín ist wegen des Versuchs des illegalen Exports eines Gemäldes von Pablo Picasso zu 18 Monaten Haft und zur Zahlung einer Geldstrafe von 52,4 Millionen Euro verurteilt worden. Der Angeklagte habe versucht, das Bild "Kopf einer jungen Frau", das nationales Kulturgut sei, ohne die erforderliche Erlaubnis der spanischen Behörden im Ausland zu verkaufen, heißt es in dem nun veröffentlichten Urteil eines Madrider Strafgerichts. Dem Urteil zufolge geht das Bild zudem in den Besitz des Staates über. Der Verurteilte kann allerdings vor einer höheren Instanz Einspruch einlegen.

Die exemplarische Geldstrafe ist doppelt so hoch wie der geschätzte Wert des Bildes, das er exportieren wollte, wie das Gericht betonte. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Botín das Bild im Londoner Auktionshaus Christie's versteigern wollte.

+++ 15.26 Uhr: General Haftar laut Maas zu Waffenstillstand bereit +++

Im libyschen Bürgerkrieg hat sich der einflussreiche General Chalifa Haftar nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas zu einem Waffenstillstand bereit erklärt. "Er hat zugesagt - unabhängig davon, dass er die Waffenstillstandsvereinbarung Anfang der Woche in Moskau nicht unterschrieben hat - den Waffenstillstand einzuhalten. Das ist außerordentlich wichtig", sagte Maas nach einem dreistündigen Gespräch mit Haftar im libyschen Bengasi.

+++ 15.22 Uhr: Deutsche trinken weniger Mineralwasser +++

Die Verbraucher in Deutschland haben im vergangenen Jahr zum Durstlöschen deutlich seltener zu Mineral- und Heilwasser gegriffen als im Supersommer 2018. Der Gesamtabsatz der Mineralbrunnenbranche sank 2019 um 3,9 Prozent auf rund 14,4 Milliarden Liter, wie der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) mitteilte. "Den Rekordabsatz des Jahres 2018 zu erreichen oder gar zu übertreffen, war 2019 angesichts der schwankenden Wetterlage im Sommer kaum realisierbar", betonte VDM-Geschäftsführer Udo Kremer. 

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Mineral- und Heilwasser sowie mineralwasserbasierten Erfrischungsgetränken ging laut VDM um fast acht Liter auf knapp 190 Liter zurück. Am beliebtesten war nach Angaben des Verbandes weiterhin das Mineralwasser mit wenig Kohlensäure (Medium) mit einem Absatz von rund 4,7 Milliarden Litern.

+++ 15.10 Uhr: Ukraine ermittelt gegen US-Präsident Trump +++

Die Ukraine hat Ermittlungen wegen einer möglichen illegalen Überwachung der früheren US-Botschafterin Marie Yovanovitch eingeleitet. Die Polizei wolle feststellen, ob ukrainisches oder internationales Recht zum Schutz von Diplomaten verletzt worden sei, teilte die Behörde mit. Gleichzeitig werde nicht ausgeschlossen, dass dies eine "Prahlerei oder eine Falschinformation" in einem informellen Gespräch zweier US-Staatsbürger gewesen sein könnte.

Zuvor hatte die "Washington Post" eine Chat-Unterhaltung veröffentlicht, aus der hervorgehen könnte, dass ein Kongresskandidat der republikanischen Partei die ehemalige Botschafterin Yovanovitch abgehört und überwacht haben könnte.

+++ 14.52 Uhr: Bundespolizisten liefern junge Schulschwänzer aus Flensburg beim Rektor ab +++

Ein geplanter eigenmächtiger Ausflug nach Hamburg hat für drei junge Schulschwänzer aus Flensburg ein etwas unrühmliches Ende genommen. Bundespolizisten gabelten die Jungen im Alter zwischen 14 und 15 Jahren im Bahnhof der schleswig-holsteinischen Stadt auf und nahmen Kontakt zu deren Schule auf. Der Rektor habe daraufhin um eine "Zuführung" seiner Schüler gebeten, berichtete die Bundespolizei in Flensburg. Laut Bundespolizei hatten sich die Schüler auf den Weg nach Hamburg gemacht, weil einer von ihnen am Donnerstag Geburtstag hatte. Sie kamen allerdings nur bis vor einen Fahrkartenautomaten, wo sie der Polizeistreife auffielen. Zunächst behaupteten sie den Beamten zufolge, schulfrei zu haben. Auf Nachfragen hätten sie aber herumgedruckst.

+++ 14.37 Uhr: Italien lässt 200 Migranten an Land +++

Mehr als 200 aus Seenot gerettete Migranten sind in süditalienischen Häfen von zwei Schiffen an Land gegangen. Das teilten die Hilfsgruppen mit, die die Schiffe im Mittelmeer vor Libyen kreuzen lassen. Die "Sea-Watch 3" lief mit 119 Migranten in Tarent in Apulien ein. Die Menschen konnten am Morgen von Bord gehen, wie die Retter auf Twitter berichteten. Sie waren rund eine Woche zuvor aufgenommen worden. Dem Schiff der spanischen Organisation Open Arms mit ebenfalls über 100 Geretteten an Bord hatten die italienischen Behörden den sizilianischen Hafen Messina zugewiesen. Open Arms veröffentliche am Mittwoch ein Video, wie Menschen, darunter Frauen und Kinder, von Bord gehen.

Deutschland, Frankreich, Portugal und Irland hätten zugestimmt, Asylsuchende aufzunehmen, hatte das italienische Innenministerium am Dienstag mitgeteilt.

+++ 14.25 Uhr: Kleinflugzeug stürzt bei Berlin ab +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs sind im brandenburgischen Strausberg zwei Menschen ums Leben gekommen. Das einmotorige Fluggerät stürzte aus zunächst ungeklärter Ursache auf das Gelände des Strausberger Verkehrslandeplatzes und brannte sofort aus, wie die Polizei mitteilte. Nachdem die Flammen gelöscht waren, fanden Polizisten und Feuerwehrleute die beiden Leichen.

Die Identität der Opfer war zunächst unklar. Aufschluss über die Absturzursache sollen nun Untersuchungen von Spezialisten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung geben. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung auf. Laut Augenzeugen soll das Flugzeug nahezu senkrecht vom Himmel gefallen sein.

Zwei Feuerwehrleute löschen auf einer verkohlten Wiese die Trümmer eines abgestürzten Kleinflugzeugs

Die Freiwillige Feuerwehr Strausberg löscht die Trümmer des abgestürzten Kleinflugzeugs. Für die Insassen kam jede Hilfe zu spät

+++ 13.38 Uhr: 300.000 Dollar plus Schaf Entschädigung für eine Ohrfeige +++

Ein ehemaliger Parlamentarier soll einem Minister in Afghanistan eine Ohrfeige verpasst haben und dafür 300 000 US-Dollar und ein Schaf als Ausgleich zahlen. Hadschi Din Mohammad, ein Stammesältester und Vizechef des Hohen Friedensrates, bestätigte am Donnerstag, dass der Ältestenrat ein entsprechendes Urteil gefällt habe. Zu der Auseinandersetzung zwischen dem Ex-Parlamentarier Mullah Tarachel Muhammadi und dem geschäftsführenden Minister für Hadsch und religiöse Angelegenheiten, Abdul Hakim Munib, war es im September gekommen. 

Einer Mitteilung des Ministeriums zufolge hatte Mullah Tarachel Minister Munib nach dem Freitagsgebet in der Moschee des Präsidentenpalastes beleidigt und "physisch attackiert". Lokale Medien und Afghanen gingen von einer Ohrfeige aus, da hohe Würdenträger nicht mit den Fäusten aufeinander losgingen. Mullah Tarachel bestritt die Vorwürfe und erklärte, er habe den Minister auf "legitime Probleme" angesprochen. Die Auseinandersetzung sei rein verbaler Natur gewesen.

+++ 13.34 Uhr: Russland: Parlament bestätigt Putins Wunschkandidaten +++

Nach dem überraschenden Rücktritt der russischen Regierung hat das Unterhaus Michail Mischustin als neuen Ministerpräsidenten bestätigt. Die Duma-Abgeordneten stimmten wie erwartet am Donnerstag in Moskau mit überwältigender Mehrheit für den Wunschkandidaten von Kremlchef Wladimir Putin.

+++ 13.01 Uhr: Ölteppich auf der Donau bei Wien – Trinkwasserbrunnen gesperrt +++

Ein Ölteppich auf der Donau bei Wien hat am Donnerstag Einschränkungen im Schiffsverkehr verursacht. Wie die Polizei der österreichischen Hauptstadt auf Twitter mitteilte, wurde die Schifffahrt zwischen Greifenstein und dem Kraftwerk Freudenau, also auf einer Strecke von rund 30 Kilometern, zunächst eingestellt. Zudem seien sämtliche Trinkwasserbrunnen entlang des Flusses gesperrt worden. Mit den Maßnahmen sollten die Umweltbeeinträchtigungen so gering wie möglich gehalten werden.

"Wer oder was dies verursacht hat, ist derzeit unbekannt, jedoch Gegenstand von Ermittlungen", teilte die Polizei der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" mit.

+++ 12.26 Uhr: Bürgermeister von Kamp-Lintfort erhält Personenschutz +++

Der Bürgermeister von Kamp-Lintfort am Niederrhein, Christoph Landscheidt (SPD), erhält seit einigen Tagen Personenschutz. Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU)  dem Innenausschuss des Landtags in Düsseldorf mit. Eine Prüfung des Staatsschutzes habe ergeben, dass Landscheidt gefährdet sei. Der Bürgermeister hatte einen Waffenschein beantragt und damit eine Debatte über die Sicherheit von Kommunalpolitikern ausgelöst. 

Landscheidt hatte berichtet, dass er seit dem Europa-Wahlkampf aus der rechten Szene bedroht werde. Den Waffenschein habe er beantragt, um Angriffen gegen sich und seine Familie nicht schutzlos ausgeliefert zu sein. Nachdem sein Antrag abgelehnt worden war, klagte er. 

+++ 12.11 Uhr: Tödlicher Crash mit Streifenwagen – Berliner Polizist angeklagt +++

Knapp zwei Jahre nach einem tödlichen Unfall mit einem Streifenwagen hat die Staatsanwaltschaft einen Berliner Polizisten angeklagt. Dem 52-Jährigen werden fahrlässige Tötung und Gefährdung des Straßenverkehrs durch Alkohol am Steuer vorgeworfen, teilte die Anklagebehörde  mit. 

Der Wagen einer 21-Jährigen war am 29. Januar 2018 von dem Polizeiauto mit Blaulicht nahe dem Alexanderplatz gerammt worden. Die junge Frau starb noch an der Unfallstelle.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeschuldigte unter Alkoholeinfluss zunächst mit einer Geschwindigkeit von 130 Stundenkilometern am Steuer gesessen haben. Er soll das Fahrzeug der 21-Jährigen beim Einparken zu spät bemerkt und dann getroffen haben. Beim Zusammenstoß sei noch eine Geschwindigkeit von 93 Stundenkilometern festgestellt worden. 

+++ 12.04 Uhr: Bundestag stimmt für moderate Organspende-Reform +++

Die Bundesbürger sollen künftig stärker zu einer konkreten Entscheidung über Organspenden bewegt werden. Der Bundestag beschloss am Donnerstag einen Entwurf einer Abgeordnetengruppe um Grünen-Chefin Annalena Baerbock, der dafür etwa regelmäßige Hinweise auf das Thema beim Ausweisabholen vorsieht. In der entscheidenden dritten Lesung votierten 432 Abgeordnete dafür, 200 Parlamentarier stimmten dagegen, 37 enthielten sich. Damit bleiben Organspenden in Deutschland auch nur mit ausdrücklich erklärter Zustimmung erlaubt.

Zuvor war ein Vorstoß einer anderen Gruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Bundestag gescheitert. Sie hatte eine "doppelte Widerspruchslösung" vorgeschlagen, wonach künftig jeder als Spender gelten sollte – außer man widerspricht.

Video: Baerbock: Organspende darf nicht vom Staat verordnet werden

+++ 11.58 Uhr: Flughafen von Alicante wegen Feuers geschlossen +++

Der Flughafen der spanischen Urlauber-Hochburg Alicante bleibt wegen eines Brandes auf dem Terminal-Dach weiterhin geschlossen. Das Feuer sei zwar unter Kontrolle, aber noch nicht vollständig gelöscht, sagte eine Sprecherin der Betreibergesellschaft Aena am Morgen. Der Flugbetrieb könne voraussichtlich frühestens am Nachmittag wieder aufgenommen werden.

Wie viele Flüge insgesamt ausfielen oder umgeleitet werden mussten, konnte die Sprecherin nicht sagen. Der Flugbetrieb war am Mittwoch eingestellt worden, nachdem das Feuer auf dem Dach des Terminals ausgebrochen war. Nach Angaben der Feuerwehr ist eine Dachfläche von rund 1200 Quadratmetern betroffen, die Ursache des Brandes war zunächst unklar. 

+++ 11.53 Uhr: Jemen: Mindestens 162 Menschen sterben am Dengue-Fieber +++

Im Bürgerkriegsland Jemen sind durch den Ausbruch des Dengue-Fiebers bereits mindestens 162 Menschen gestorben – darunter 78 Kinder. Das teilte die Hilfsorganisation Save the Children mit und sprach von mehr als 52.000 Verdachtsfällen der Krankheit im ganzen Land. Sie befürchtet den Ausbruch einer Epidemie. "Wir haben so etwas noch nicht erlebt", wird die Projektmitarbeiterin der Organisation in der Provinz Hodeida, Mariam Aldogani, zitiert. 

Täglich gebe es Berichte über neue Todesfälle in abgelegenen Gebieten. "Die Krankenhäuser sind voll, zum Teil müssen Patienten auf dem Boden liegen." Ende November vergangenen Jahres sprach das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) noch von rund 3500 Erkrankten. 

+++ 11.52 Uhr: Bundestag stimmt für Entscheidungslösung bei Organspende +++

Im Bundestag deutet sich eine Mehrheit für eine Neuregelung der Organspende an, nach der die Menschen stärker zu einer Entscheidung hierfür bewegt werden sollen. In der zweiten Lesung votierten am Donnerstag 382 Abgeordnete für den Entwurf einer Abgeordnetengruppe um Grünen-Chefin Annalena Baerbock. In der namentlichen Abstimmung stimmten 261 Parlamentarier mit Nein, 28 enthielten sich. Der Entwurf sieht vor, dass alle Bürger mindestens alle zehn Jahre beim Ausweisabholen auf das Thema Organspende angesprochen werden. Die Entscheidung fällt aber erst in der dritten Lesung, für die direkt im Anschluss die nächste Abstimmung begann.

+++ 11.40 Uhr: Umweltverbände kritisieren Zeitplan zum Kohleausstieg +++

Vertreter der Umweltverbände in der Kohlekommission haben den nun festgezurrten Zeitplan für den Kohleausstieg scharf kritisiert. Damit werde der in der Kommission vereinbarte Kompromiss verletzt, erklärten Greenpeace-Chef Martin Kaiser und der Chef des Deutschen Naturschutzrings, Kai Niebert. 

Kaiser sagte der Deutschen Presse-Agentur, es klaffe eine Lücke im Ausstiegspfad zwischen Ende 2022 und Anfang 2025, man habe sich aber auf Stetigkeit geeinigt. Bis Ende 2022 sollten zudem nur 2,8 Gigawatt Braunkohle vom Netz gehen, es seien aber 3,1 Gigawatt vereinbart und notwendig.

+++ 11.36 Uhr: Organspende: Bundestag lehnt Widerspruchslösung ab +++

Der Bundestag hat die Einführung einer "doppelten Widerspruchslösung" für Organspenden klar abgelehnt. Der Entwurf einer Abgeordnetengruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), nach dem jeder Mensch bis auf Widerruf als Spender gelten soll, fand keine Mehrheit.

+++ 11.30 Uhr: Nigeria: Verschleppte NGO-Mitarbeiter freigelassen +++

Nach mehr als drei Wochen in der Gewalt von Extremisten sind in Nigeria mehrere Menschen freigelassen worden – darunter drei Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Der für humanitäre Angelegenheiten zuständige UN-Koordinator Edward Kallon bestätigte die Freilassung. Demnach fand sie bereits am Vortag statt. Angaben zu den Hintergründen gab es zunächst nicht. Die Freigelassenen waren am 22. Dezember von Bewaffneten auf der Strecke zwischen Monguno und Maiduguru verschleppt worden.

+++ 11.10 Uhr: Klimapaket wirkt sich nur schwach auf Arbeitsmarkt aus +++

Das Klimapaket wird sich nach Ansicht von Experten nur wenig auf die Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland auswirken. Aus einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg geht hervor, dass im Baugewerbe dadurch temporär neue Arbeitsplätze entstehen werden, während in anderen Branchen welche wegfallen. "Das Klimapaket wird unter dem Strich keinen Jobverlust verursachen", sagte Arbeitsmarktforscher Enzo Weber. Das Wirtschaftswachstum werde das Klimapaket langfristig leicht bremsen: 2035 werde das Bruttoinlandsprodukt deshalb um 4 Milliarden Euro und damit um 0,1 Prozent geringer ausfallen.

+++ 10.57 Uhr: Flughafengesellschaft: BER erhält weitere Freigaben +++

Für die geplante Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld im Oktober sind weitere Hindernisse aus dem Weg geräumt. Wie ein Flughafensprecher sagte, hat der Tüv seine Prüfungen in weiteren Teilen des Terminals abgeschlossen. Darüber berichtete der "Tagesspiegel".

Nach jahrelangen Arbeiten für den Brandschutz am Übergang vom Terminal zum unterirdischen Bahnhof haben die Prüfer demnach für den Bereich keine Beanstandungen mehr. Es gebe auch Freigaben für Anlagen zum Rauchabzug, Brandmeldung und Alarmierung. Zudem lägen behördliche Freigaben für zwei verbaute Dübeltypen vor, für die sich im Zuge der langen BER-Bauzeit die Normen geändert hatten. Weitere Sondergenehmigungen stehen aber noch aus.

+++ 10.31 Uhr: Österreich: 20-jähriger Bayer stirbt beim Rodeln +++

Ein 20-Jähriger aus Bayern ist beim Rodeln im österreichischen Tirol gegen einen Baum gekracht und an seinen Verletzungen gestorben. Wie die Polizei mitteilte, starb der Mann nach Reanimationsversuchen noch an der Unfallstelle.

Der 20-Jährige sei mit fünf Arbeitskollegen auf einem Betriebsausflug gewesen. Bei der vierten Abfahrt sei er am Mittwoch aus zunächst unbekannter Ursache in einer Linkskurve über den rechten Rand der Rodelbahn hinaus geraten und nach etwa sechs Metern gegen den Baum gekracht. Seine Kollegen und die alarmierten Rettungskräfte versuchten den Mann erfolglos zu reanimieren.

+++ 10.30 Uhr: Texas: Erste Hinrichtung des Jahres vollzogen +++

Im US-Bundesstaat Texas ist ein 64-Jähriger 15 Jahre nach der Ermordung seiner Ehefrau hingerichtet worden. Joe Gardner starb am Mittwoch durch eine tödliche Spritze. Er war 2006 zum Tode verurteilt worden, weil er seine fünfte Ehefrau getötet hatte, die ihn nach zahlreichen Fällen häuslicher Gewalt verlassen und die Scheidung eingereicht hatte.

Kurz vor Inkrafttreten der Scheidung war Gardner in die neue Wohnung seiner Frau eingebrochen und hatte ihr in den Kopf geschossen. Tammy Gardner starb zwei Tage später. Gardners Hinrichtung war die erste in den USA in diesem Jahr.

+++ 10.27 Uhr: Niederlande: Zoll findet 921 Kilo Kokain +++

Der niederländische Zoll hat im Hafen von Vlissingen in einem Bananen-Container versteckt 921 Kilo Kokain entdeckt. Die Drogen seien beim Durchleuchten des Containers mit einem mobilen Röntgengerät gefunden worden, teilte der Zoll am Donnerstag mit. Der Container kam aus Ecuador. Die Drogen seien nach dem Fund am Dienstag vernichtet worden. Mögliche Beteiligte des Schmuggels konnten den Angaben zufolge noch nicht ermittelt werden. Der Verkaufswert der Drogen dürfte mindestens Dutzende Millionen Euro betragen haben.

+++ 10.21 Uhr: Unbekannte werfen totes Schwein aus Hubschrauber in einen Pool +++

Unbekannte haben in Uruguay ein totes Schwein über dem Pool eines Unternehmers abgeworfen. Ein im Internet verbreitetes Video zeigt, wie ein Helikopter eine Villa überfliegt, bevor ein Tier herabfällt und mit einem großen Klatschen auf dem Wasser des Schwimmbads aufschlägt. Der Vorfall in dem schicken Badeort José Ignacio östlich der Hauptstadt Montevideo werde untersucht, sagte eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft. Der Besitzer des Hauses, ein argentinischer Geschäftsmann, sagte bei einer Zeugenbefragung aus, er sei mit seiner Familie zu Hause gewesen, als sie plötzlich Lärm hörten. Sei seien dann nach draußen gegangen und hätten ein totes Schwein im Pool entdeckt. Die Familie habe das Tier kurzerhand gegrillt und verspeist, sagte die Ermittlerin.

Die uruguayische Luftwaffe, die für die Überwachung des Luftraums zuständig ist, leitete nach eigenen Angaben eine Untersuchung des bizarren Vorfalls ein. Dabei gehe es darum, ob eine Straftat oder ein Verstoß gegen die Vorschriften für den Flugverkehr vorliege.

+++ 10.20 Uhr: Kraftwerk Jänschwalde läuft bis 2028 +++

Das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde in Brandenburg soll bis Ende 2028 vom Netz gehen. Das teilte die Bundesregierung in Berlin mit. Das Kraftwerk Jänschwalde ist nach Angaben des Betreibers Leag derzeit das drittgrößte Kraftwerk Deutschlands, wenn die Blöcke in der Sicherheitsbereitschaft eingerechnet werden. Diese Blöcke sollen bereitstehen, wenn die Stromproduktion etwa bei extremen Witterungsbedingungen nicht ausreicht, um den Verbrauch zu decken.

+++ 10.15 Uhr: Erste Blöcke von Kraftwerk Boxberg gehen 2029 vom Netz +++

Die ersten beiden Blöcke des sächsischen Kohlekraftwerks Boxberg gehen Ende 2029 vom Netz. Das teilte die Bundesregierung am Donnerstag in Berlin mit. Beim Kraftwerk Lippendorf südlich von Leipzig ist das Ausstiegsdatum auf Ende 2035 festgelegt. Der Rest in Boxberg folgt Ende 2038. Boxberg ist das letzte sächsische Kraftwerk der Lausitz.

+++ 9.59 Uhr: Panama: Ermittler finden Massengrab auf Sekten-Gelände +++

Ermittler haben auf dem Gelände einer Sekte in Panama ein Massengrab gefunden und mehr als ein Dutzend Gefangene befreit. In dem Grab seien sieben Leichen gefunden worden, darunter sechs Kinderleichen, verlautete am Mittwoch (Ortszeit) aus Ermittlungskreisen. Zuvor hatten Polizisten auf dem Gelände in der schwer zugänglichen indigenen Region Ngäbe Buglé 15 Menschen befreit, die gegen ihren Willen von einer Sekte gefangen gehalten worden waren.

Laut Polizeichef Alexis Muñoz wiesen die Gefangenen Spuren von Schlägen und Verbrennungen auf. Unter ihnen waren sieben Kinder und zwei Schwangere. Die Sektenmitglieder hätten versucht, ihre Gefangenen einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Zehn Mitglieder der Sekte La Nueva Luz de Dios (Das neue Licht Gottes) wurden festgenommen.

+++ 9.56 Uhr: Thailand: Deutscher stirbt auf Phuket +++

Ein 84-jähriger Tourist aus Deutschland hat in Thailand am Steuer eines Autos das Bewusstsein verloren und ist gestorben. Auf Videoaufnahmen sei zu sehen, wie der Mann auf einem Parkplatz am Internationalen Flughafen der Ferieninsel Phuket bewusstlos wird und mit seinem Auto langsam einen geparkten Wagen rammt, teilte die Polizei mit. Weniger als eine Stunde später sei er von Angestellten des Flughafens tot in seinem Wagen aufgefunden worden. 

Seine Leiche wurde den Angaben zufolge zur Autopsie in ein Krankenhaus auf Phuket gebracht. Weitere Details zu den Umständen seines Todes lagen zunächst nicht vor. Unbekannt war zudem, aus welcher deutschen Stadt oder Region er stammte.

+++ 9.53 Uhr: Erster Kraftwerksblock geht noch 2020 vom Netz +++

Der erste Block eines Kohlekraftwerks soll nach der Einigung von Bund und Ländern bereits in diesem Jahr vom Netz gehen. Das kündigte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) in Berlin an. Acht sehr alte und dreckige Blöcke würden schnell abgeschaltet, sagte sie. Alle acht werden von RWE im Rheinland betrieben, als erstes Abschaltdatum ist der 31.12.2020 genannt. "Der Kohleausstieg beginnt sofort, er ist verbindlich", betonte Schulze. Wirtschaftsminister Peter Altmaier sprach von einer "guten Einigung für den Klimaschutz, die deutlich macht, dass wir es ernst meinen".

+++ 9.48 Uhr: Wohl 39 Kämpfer bei Gefechten in Idlib getötet +++

Bei heftigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Dschihadisten- und Rebellengruppen in der syrischen Provinz Idlib sind in der vergangenen Nacht nach Angaben von Aktivisten mindestens 39 Kämpfer getötet worden. Die Kämpfe seien von Luftangriffen, Artilleriebeschuss und Kämpfen am Boden begleitet worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Unter den Toten seien 22 Kämpfer von Dschihadisten- und Rebellengruppen und 17 Kämpfer der syrischen Armee und verbündeter Milizen.

+++ 9.45 Uhr: Kraftwerksbetreiber bekommen Milliarden wegen Kohleausstieg +++

Der Bund will in Verbindung mit dem Kohleausstieg den Kraftwerksbetreibern 4,35 Milliarden Euro zahlen. Das sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in Berlin. 2,6 Milliarden Euro sollen demnach nach Westdeutschland gehen, 1,75 Milliarden Euro an Betreiber von Kraftwerken in Ostdeutschland.

Das Geld solle nach der Stilllegung der Kraftwerke jeweils für 15 Jahre fließen, sagte Scholz weiter. Er stufte die Kosten für den Bund als tragbar ein. Die Bundesregierung und die Braunkohle-Länder hatten sich in der Nacht zuvor über die Umsetzung des Kohleausstiegs bis spätestens 2038 verständigt.

+++ 9.25 Uhr: Umfrage zur Organspende: Mehrheit für Widerspruchslösung +++

Vor der Bundestagsabstimmung über die Zukunft von Organspenden befürwortet eine Umfragemehrheit, dass künftig jeder nach dem Tod automatisch Organspender ist, sofern er nicht widerspricht. Dem am Donnerstag veröffentlichten neuen ZDF-Politbarometer zufolge sprechen sich 61 Prozent der Befragten für den Reformvorschlag einer Abgeordnetengruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus. Rund 36 Prozent finden die sogenannte Widerspruchslösung demnach nicht gut.

+++ 9.23 Uhr: Trotz Kohleausstieg: Datteln 4 soll ans Netz gehen +++

Das umstrittene Steinkohlekraftwerk Datteln 4 in Nordrhein-Westfalen soll ans Netz gehen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach dem Spitzentreffen von Bund und Ländern zum Kohleausstieg aus Verhandlungskreisen. Das Braunkohlekraftwerk Schkopau in Sachsen-Anhalt soll bis 2034 laufen.

+++ 8.58 Uhr: Millionen Deutsche würden gern mehr arbeiten +++

Millionen Menschen in Deutschland würden gerne mehr arbeiten. Rund 2,2 Millionen Erwerbstätige im Alter von 15 bis 74 Jahren wollten im Jahr 2018 mehr tun. Sie arbeiteten im Schnitt 28,9 Stunden in der Woche und würden gern 10,6 Stunden länger im Job bleiben, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Zugleich wollten gut 1,4 Millionen Erwerbstätige beruflich kürzer treten. Sie waren im Schnitt 41,6 Stunden in der Woche im Einsatz und wünschten sich eine Verkürzung um 10,8 Stunden.

Berücksichtigt wurden Erwerbstätige in Voll- und Teilzeit. Teilzeitkräfte kamen im Schnitt auf 20,0 Stunden je Woche, Arbeitnehmer in Vollzeit auf 41,4 Stunden.

+++ 8.35 Uhr: Australien: Regen fällt auf Brandgebiete +++

In Teilen der Buschbrandgebiete Australiens ist am Donnerstag lang ersehnter Regen gefallen. Im Bundesstaat New South Wales, wo viele der schlimmsten Feuer wüteten, habe es "gute Regenfälle" gegeben, teilte die örtliche Wetterbehörde mit. Die Feuerwehr sprach von einer Erleichterung für die seit Wochen im Dauereinsatz gegen die flammenden kämpfenden Feuerwehrleute.

Zwar würden die Regenfälle nicht alle Brände löschen können, sie würden aber in hohem Maße dazu beitragen, dass die Brände eingedämmt werden könnten. Vor Einsetzen des Regens waren in New South Wales noch 30 Buschbrände außer Kontrolle.

+++ 8.10 Uhr: Sonderstatus für Hongkong über 2047 hinaus? +++

Hongkong könnte nach den Worten der Regierungschefin Carrie Lam auch über das Jahr 2047 hinaus nach dem Prinzip "Ein Land, zwei Systeme" regiert werden, das den Menschen in der Sonderverwaltungsregion mehr Freiheiten als im Rest Chinas einräumt.  Werde das Prinzip vollständig verstanden und umgesetzt, dann gebe es "hinreichende Gründe zu der Annahme", dass sich nach 2047 nichts ändern werde, sagte Lam am Donnerstag laut dem Hongkonger Sender RTHK vor dem Parlament der Stadt. Hongkong könne seine Vorteile aus dem Statut aber nur behalten, wenn es loyal zu Peking bleibe.

Seit der Rückgabe 1997 an China wird die ehemalige britische Kronkolonie nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" autonom regiert. Dieser Sonderstatus wird bis 2047 zugesichert. Die sieben Millionen Hongkonger genießen – anders als die Menschen in der Volksrepublik – viele Rechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit. 

+++ 7.33 Uhr: USA: Zwei Männer wegen Spionage für den Iran verurteilt +++

Für das Ausspionieren von Mitgliedern einer iranischen Oppositionsgruppe sind in den USA zwei Männer verurteilt worden. Einer der beiden, ein 39-Jähriger mit iranischer und US-amerikanischer Staatsangehörigkeit, bekam eine Haftstrafe von 38 Monaten, wie das US-Justizministerium am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Der andere, ein 60-jähriger Iraner mit Wohnsitz in Kalifornien, muss für 30 Monate ins Gefängnis. 

Die beiden hätten Informationen über US-Bürger gesammelt, die der iranische Geheimdienst anschließend nutzen konnte, um sie oder ihre Familien einzuschüchtern oder zu schädigen, hieß es in der Mitteilung.

+++ 5.04 Uhr: Sachsens Ministerpräsident hält Wiedereinstieg in Atomkraft für möglich +++

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hält einen Wiedereinstieg in die Atomkraft in Deutschland für denkbar. "Ob das nötig ist, wird davon abhängen, ob die Energiewende klappt, ob die Kosten im Rahmen bleiben und die Versorgungssicherheit gewährleistet ist", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). "Es ist eine Frage, die in zehn oder 15 Jahren ansteht."

Kernforschung müsse weiter betrieben und gefördert werden: "Wir müssen technologieoffen bleiben. Das heißt nicht, dass wir gleich neue Kraftwerke bauen. Aber wir müssen die Kompetenz dafür behalten", betonte der Ministerpräsident. Zugleich räumte er ein, dass es für Atomkraft derzeit in Deutschland keine gesellschaftliche Mehrheit gibt. Das müsse man anerkennen. Es sei aber richtig, diese Frage immer wieder neu zu diskutieren: "Immerhin hätte man mit Atomenergie weniger CO2-Emissionen."

+++ 5.03 Uhr: Russland: Parlament berät über neue Regierung +++

Nach dem überraschenden Rücktritt des russischen Regierungschefs Dmitri Medwedew und seines Kabinetts will das Parlament schon an diesem Donnerstag über die Nachfolge beraten. Ab den frühen Morgen wollen die Abgeordneten in den einzelnen Fraktionen dies diskutieren, teilte die Pressestelle der Duma mit. Zuvor hatte Kremlchef Putin den Leiter der Steuerbehörde, Michail Mischustin, als seinen Wunschkandidaten für den Posten vorgeschlagen. 

Das Parlament muss Putins Vorschlag zwar noch bestätigen, das gilt aber als Formsache. Einige Parteien gaben bereits bekannt, die Kandidatur unterstützen zu wollen. Politisch ist der 53 Jahre alte Wirtschaftsexperte Mischustin, der die Steuerbehörde seit zehn Jahren führt, bislang kaum in Erscheinung getreten. Beobachter gehen auch davon aus, dass er als eine Art Übergangspremier arbeiten könnte.

+++ 4.33 Uhr: Mitgliederzahlen fast aller Parteien sinken +++

Die Mitgliederzahlen von CDU und SPD sind im vergangenen Jahr zurückgegangen. Nach eigenen Angaben hatte die SPD unter dem Strich Ende 2019 mit 419.340 etwa 18.500 Mitglieder weniger als Ende 2018. Bei der CDU sank die Mitgliederzahl zwischen Ende November 2018 und Ende November 2019 um rund 9200 aus 407.347. Ein ähnlicher Trend zeichnet sich bei den Linken ab: Stand Ende September 2019 registrierte die Partei nach eigenen Angaben 61.055 Mitglieder. Ende 2018 lag die Zahl noch bei etwas mehr als 62.000. 

Zu den großen Gewinnern zählen die Grünen. Nach eigenen Angaben hat sie etwa 95.000 Mitglieder – rund 20 000 mehr als 2018. Die CSU in Bayern konnte nach sechs Jahren sinkender Mitgliederzahlen eine Trendwende einleiten, wie die Christsozialen mitteilten. Für die Bayern standen demzufolge Anfang Dezember 2019 rund 140.880 Mitglieder zu Buche. Im Vorjahr 2018 waren es noch 139.100 und damit etwa 1780 weniger. Die Alternative für Deutschland und die FDP wuchsen im vergangenen Jahr jeweils um etwa 1600 Mitglieder im Vergleich zu 2018.

+++ 1.46 Uhr: Bund und Länder einigen sich auf Zeitplan für Braunkohle-Ausstieg +++

Die Bundesregierung und die Bundesländer mit Braunkohle-Regionen haben sich nach dpa-Informationen auf einen Zeitplan für das Abschalten von Kohlekraftwerken verständigt. Die Regierung habe den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg einen Stilllegungspfad vorgestellt, dem diese zugestimmt hätten, hieß es am Donnerstagmorgen. Nun wolle der Bund diesen Pfad mit den Betreibern der Braunkohle-Kraftwerke und -Tagebaue vertraglich festlegen. Noch im Januar soll der Gesetzentwurf für den Kohleausstieg demnach auf den Weg gebracht werden und bis Mitte des Jahres verabschiedet sein.

+++ 1.32 Uhr: Epstein soll bis kurz vor seinem Tod Mädchen missbraucht haben +++

Der US-Millionär Jeffrey Epstein soll noch bis wenige Monate vor seinem Tod minderjährige Mädchen missbraucht haben. Diesen Vorwurf erhebt die Generalstaatsanwaltschaft der Amerikanischen Jungferninseln in einer am Mittwoch eingereichten Zivilklage. Epstein war im August in einer New Yorker Gefängniszelle gestorben. Nach Angaben der Gerichtsmedizin beging der 66-Jährige Suizid.

Die Generalstaatsanwältin der Amerikanischen Jungferninseln, Denise George, verlangt Entschädigungen aus dem Epstein-Erbe für  mutmaßlich von dem Millionär in dem US-Außenterritorium begangene Verbrechen in den Jahren 2001 bis 2019. Epstein besaß in dem Karibikgebiet zwei Privatinseln. Die vor dem Tod Epsteins von der US-Justiz gegen ihn erhobene Anklage hatte sich dagegen nur auf den Zeitraum 2002 bis 2005 bezogen.

+++ 1.18 Uhr: Türkei schiebt Terrorverdächtige nach Deutschland ab +++

Die Türkei hat eine als "ausländische Terroristenkämpferin" eingestufte Frau nach Deutschland abgeschoben. Eine Maschine mit der Verdächtigen an Bord landete am Mittwochabend auf dem Hamburger Flughafen, wie die Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. In dem aus Istanbul kommenden Flieger saßen nach DPA-Informationen neben der jungen Frau aus Norderstedt auch ihre beiden Söhne im Alter von zwei und vier Jahren. Das Innenministerium in Ankara hatte zuvor via Twitter über die Abschiebung von "ausländischen Terroristenkämpfern" informiert. Ein Vertreter des Ministeriums wollte sich auf dpa-Anfrage nicht zu Details äußern.

+++ 0.28 Uhr: Rekordzahl von Waffen an US-Flughäfen beschlagnahmt +++

Bei den Sicherheitskontrollen an den US-Flughäfen ist im vergangenen Jahr die Rekordzahl von 4432 Schusswaffen beschlagnahmt worden. Dies war ein Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die Verkehrssicherheitsbehörde TSA mitteilte. 87 Prozent der Waffen waren geladen. Behördenchef David Pekoske nannte die Zahlen "extrem besorgniserregend".

Die meisten Schusswaffen wurden den Angaben zufolge  bei den Kontrollen am internationalen Flughafen von Atlanta gefunden – es waren 323. Danach folgten die internationalen Airports in Dallas/Fort Worth (217), Denver (140) und Houston (138). Die TSA erinnerte daran, dass die Mitnahme von Schusswaffen im Handgepäck mit bis zu 13.000 Dollar (11.700 Euro) bestraft werden kann.

+++ 0.06 Uhr: Repräsentantenhaus übergibt Impeachment an Senat +++

Das US-Repräsentantenhaus hat die Anklage für ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump an den Senat übergeben. Bei einer feierlichen Zeremonie brachten Vertreter des Repräsentantenhauses die Anklageschrift am Mittwoch zum Oberhaus. Dort wird nun der Prozess gegen Trump wegen der Ukraine-Affäre geführt.

Die Anklage soll am Donnerstagmittag (Ortszeit) verlesen werden. Dann wird der Oberste US-Richter John Roberts vereidigt, der den Vorsitz über das Verfahren haben wird. Anschließend werden die 100 Senatoren als Geschworene vereidigt. Der eigentliche Prozess soll am Dienstag beginnen.

tkr / wue / DPA / AFP