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News des Tages VW-Konzernchef Diess gibt Führung der Kernmarke ab

Herbert Diess
Der VW-Vorstandsvorsitzende Herbert Diess soll "mehr Freiraum für seine Aufgaben als Konzernchef" bekommen, heißt es offiziell
© Sean Gallup / Getty Images
VW-Konzernchef Diess gibt Führung der Kernmarke ab +++ Bahn senkt Preise für Fernverkehr +++ Im Fall "Maddie" prüft belgische Polizei Verbindug zu weiterem Mord +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Alle Entwicklungen in den Vereinigten Staaten finden Sie in unserem Ticker zu den Unruhen in den USA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:  

  • VW-Konzernchef Diess gibt Führung der Kernmarke ab (18.34 Uhr) 
  • Bahn senkt Preise für Fernverkehr ( 18.22 Uhr)
  • Verdächtiger im Fall Maddie: Belgische Polizei prüft Verbindung zu einem weiteren Mord (17.27 Uhr)
  • Betrug in der Dieselaffäre: Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler ab September (15.55 Uhr)
  • SPD-Chef: keine Nachverhandlung über Autokaufprämie (14.49 Uhr) 
  • Studie: Beschränkungen verhinderten Millionen Corona-Tote (12.50 Uhr) 

Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 19.20 Uhr: Bis zu 200.000 Seeleute sitzen wegen Corona auf Schiffen fest +++

Bis zu 200.000 Seeleute sitzen nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) wegen Corona-Schutzvorschriften weltweit auf Schiffen fest. Die Situation werde jeden Tag schlimmer, berichtete die UN-Organisation in Genf. Viele Seeleute hätten ihren Einsatz eigentlich schon vor Wochen beendet, müssten aber wegen der Reisebeschränkungen nun an Bord weiter arbeiten. Sie seien ausgelaugt und auch psychisch angeschlagen - das seien keine guten Voraussetzungen, um die Sicherheit an Bord zu gewährleisten.

+++ 19.13 Uhr: Zulassung von Remdesivir als Mittel gegen Covid-19 in EU beantragt +++

Das US-Pharmaunternehmen Gilead hat offiziell die begrenzte Zulassung von Remdesivir als Mittel gegen Covid-19 auf dem europäischen Markt beantragt. Das teilte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA am Montag in Amsterdam mit. Die Prüfung der vorgelegten Daten und die Abwägung von Wirkung und Risiken soll nach einem verkürzten Verfahren erfolgen. Mit einer Entscheidung werde "in einigen Wochen" gerechnet. Es wäre die erste Zulassung eines Medikaments gegen Covid-19 in Europa.

Die Behörde hatte bereits am 30. April ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Remdesivir gestartet und Daten aus Studien ausgewertet. Davon war der erste Zyklus am 15. Mai beendet worden. Ende Mai hatte die EMA angekündigt, dass sich eine Entscheidung über die Zulassung verzögerte. Zuerst musste der Hersteller offiziell den Antrag stellen.

+++ 18.34 Uhr: VW-Konzernchef Diess gibt Führung der Kernmarke ab +++

VW-Konzernchef Herbert Diess gibt die Führung der Kernmarke an den bisherigen Co-Geschäftsführer Ralf Brandstätter ab. Das teilte der Aufsichtsrat des weltgrößten Autobauers nach einer außerordentlichen Sitzung in Wolfsburg mit. Diess, der als Vorsitzender des Markenvorstands auch für die Sparte mit dem VW-Logo verantwortlich und wegen Technikproblemen in die Kritik geraten war, solle so "mehr Freiraum für seine Aufgaben als Konzernchef" bekommen.

+++ 18.22 Uhr: Bahn senkt Preise für den Fernverkehr ab 1. Juli +++ 

Die Deutsche Bahn will die von der Regierung für das zweite Halbjahr geplante Mehrwertsteuersenkung vollständig an die Kunden weitergeben und Fernverkehrstickets daher ab 1. Juli billiger anbieten. Dies soll sowohl für Flextickets wie auch für Spar- und Supersparpreistickets gelten, sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag in Berlin. Der Preisunterschied wird demnach 1,9 Prozent ausmachen. Betrage beispielsweise der Nettopreis eines Tickets bisher 100 Euro, so werde dieses einschließlich sieben Prozent Mehrwertsteuer derzeit für 107 Euro verkauft. Durch den ab Juli niedrigeren Steuersatz von fünf Prozent werde dieses Ticket dann 105 Euro kosten, also zwei Euro weniger. Allerdings gilt die Verbilligung wegen der Befristung der Steuersenkung nur bis zum Jahresende.

+++ 18.01 Uhr: WHO: Rekordzahl neuer Corona-Infektionen innerhalb 24 Stunden +++

Die Zahl der Corona-Infektionen weltweit steigt trotz Entspannung in Westeuropa weiterhin deutlich. Am Wochenende seien innerhalb von 24 Stunden mehr als 136.000 Fälle gemeldet worden, so viele wie nie zuvor an einem Tag, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. Er warnte die Länder davor, wegen fallender Infektionszahlen bei den Vorsichtsmaßnahmen nachzulassen. 

An neun der vergangenen zehn Tage seien mehr als 100 000 neue Fälle gemeldet worden, sagte Tedros. In Afrika, Zentral- und Südasien, Mittel- und Südamerika und in einigen Ländern in Osteuropa stiegen die Zahlen weiter. Seit Ausbruch des Virus Ende 2019 sind weltweit fast sieben Millionen Infektionen und fast 400 000 Todesfälle gemeldet worden. 

+++ 18 Uhr: Österreich kündigt Mindestpreis für Flugtickets von rund 40 Euro an +++

Im Kampf gegen Dumping-Preise im Luftverkehr will Österreich einen Mindestpreis für Flugtickets von rund 40 Euro einführen. Dies kündigte die Regierung in Wien an. Zugleich teilte sie mit, dass sie der Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) mit Zuschüssen und Krediten im Gesamtumfang von 450 Millionen Euro unter die Arme greifen wolle.

+++ 17.27 Uhr: Verdächtiger im Fall Maddie: Belgische Polizei geht Verdacht im weiteren Todesfall nach +++

Nach der Wende im Fall Maddie McCann will die belgische Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zum Mord an einer deutschen Jugendlichen vor fast 25 Jahren wieder aufnehmen. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Brügge der Deutschen Presse-Agentur. Belgischen Medien zufolge prüfen die Ermittler, ob der Verdächtige im Fall Maddie auch für die Tat im belgischen Badeort De Haan verantwortlich sein könnte.

Es geht um den Mord an der damals 16 Jahre alten Urlauberin Carola Titze. Sie hatte 1996 mit ihren Eltern Urlaub an der belgischen Nordseeküste gemacht, ihre Leiche wurde nur 200 Meter von der Feriensiedlung entfernt entdeckt. Die Ermittlungen zu dem Fall wurden 2016 eingestellt. Deutsche Ermittler verdächtigen nach jüngsten Erkenntnissen einen 43-jährigen Deutschen, am 3. Mai 2007 die kleine Madeleine McCann aus einer Ferienanlage in Portugal entführt haben.

+++ 17.04 Uhr: US-Demokraten erinnern mit Kniefall im Kongress an Afroamerikaner Floyd +++

Mit einem Kniefall und minutenlangem Schweigen haben Parlamentarier der oppositionellen US-Demokraten an den bei einem brutalen Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaner George Floyd erinnert. Prominente Oppositionsvertreter wie Nancy Pelosi und Chuck Schumer gingen im Kongress in Washington auf die Knie und hielten 8:46 Minuten lang schweigend inne.

+++ 16.45 Uhr: Kreml will trotz Lecks am Polarmeer Arktispläne vorantreiben +++ 

Der Kreml will trotz der massiven Umweltschäden nach dem Leck in einem Kraftwerk am Nordpolarmeer an seinen Plänen zur Nutzung der Arktis festhalten. "Ich glaube nicht, dass das diese Pläne beeinflusst", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Die Erschließung der Gebiete sei wichtig für die Wirtschaft. Dabei wolle man Regeln für die Umwelt und Technologie strikt einhalten. Dennoch werden zusätzliche Kontrollmaßnahmen erforderlich sein, wie er der Agentur Tass zufolge sagte. 

+++ 16.42 Uhr: Hersteller soll wegen fehlerhafter Hüftprothese Schmerzensgeld zahlen +++

Wegen fehlerhafter Hüftprothesen, die zu Metallabrieb geführt haben sollen, soll das US-Medizintechnikunternehmen Zimmer laut einem Urteil einem Patienten 25.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Dies entschied das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe in einem 15 Jahre alten Fall. Dem Kläger war im Jahr 2005 ein inzwischen vom Markt genommener Typ einer Hüftprothese eingesetzt worden. Die Prothese soll bei ihm durch Metallabrieb im Gelenk Entzündungen und Schmerzen verursacht haben.

+++ 16.11 Uhr: Fall Maddie: Keine Hinweise auf Zusammenhang mit vermisstem René +++

Die Polizei sieht nach der Wende im Fall Maddie McCann weiterhin keine Verbindung zum Verschwinden eines damals sechsjährigen Jungen aus Elsdorf bei Köln. Der kleine René war 1996 in Portugal verschwunden. 

Der Vater hatte sich laut Polizei nach dem möglichen Durchbruch bei den Ermittlungen zu Maddie an das Bundeskriminalamt (BKA) gewandt. Das Kriminalkommissariat 11 habe jedoch "keine neuen Hinweise oder Ansätze" für das Verschwinden des Jungen gefunden, "so leid uns das tut", sagte eine Sprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 16.03 Uhr: 2000 Professoren fordern Rückkehr zur Präsenzlehre an Hochschulen +++

Nicht nur an den Schulen, auch an den Hochschulen wächst der Druck, schrittweise in den Normalbetrieb zurückzukehren. Rund 2000 Professoren und Dozenten deutscher Universitäten und anderer Hochschulen fordern in einem offenen Brief die Rückkehr zur Präsenzlehre. "Wir fordern eine - vorsichtige, schrittweise und  selbstverantwortliche - Rückkehr zu Präsenzformaten. Was die Schulen zu leisten in der Lage sind, sollte auch Universitäten möglich sein", heißt es in dem Schreiben. Das Inforadio des RBB hatte zuerst darüber berichtet. 

+++ 15.55 Uhr: Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler ab September +++

Das Landgericht München hat die Anklage gegen den früheren Audi-Chef Rupert Stadler wegen Betrugs in der Dieselaffäre zugelassen. Der Prozess gegen Stadler und drei Mitangeklagte soll am 30. September beginnen, wie das Gericht am Montag mitteilte.

+++ 15.45 Uhr: Baerbock findet Demonstrationen gegen Rassismus richtig - auch in Pandemie +++

Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock unterstützt die weltweiten und bundesweiten Proteste gegen Rassismus trotz der Corona-Pandemie. Das Versammlungsrecht sei in der Verfassung ein absolut hohes Gut - deswegen sei es richtig gewesen, dass viele Bundesländer dies in der Pandemie auch wieder garantiert hätten, sagte Baerbock am Montag in Berlin. "Es wird deutlich gemacht, und das ist absolut überfällig und notwendig, dass Rassismus kein US-amerikanisches Problem ist, sondern ein weltweites Problem."

+++ 15.44 Uhr: CDU-Generalsekretär kritisiert Esken für Rassismus-Äußerungen bei Polizei +++   

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat SPD-Chefin Saskia Esken für ihre Äußerungen über Rassismus bei der deutschen Polizei scharf kritisiert. Polizisten dürften "nicht pauschal an den Pranger gestellt werden", sagte Ziemiak der "Bild"-Zeitung. Esken hatte eine unabhängige Aufarbeitung von Rassismus bei der Polizei gefordert. Grünen-Chefin Annalena Baerbock sagte, ihre Partei fordere seit langem einen unabhängigen Polizeibeauftragten: "Das ist wichtig für das Vertrauen in die staatlichen Institutionen."

Ziemiak sagte, Rassismus müsse bekämpft werden. "Polizistinnen und Polizisten, die für unsere Sicherheit jeden Tag den Kopf hinhalten, dürfen aber nicht vorverurteilt und pauschal an den Pranger gestellt werden", fügte der CDU-Politiker hinzu. "Das ist das falsche politische Signal."

+++ 15.32 Uhr: Medien: Zwei oppositionsnahe Journalisten in der Türkei festgenommen  +++ 

In der Türkei sind laut Medienberichten zwei oppositionsnahe Journalisten im Zuge von Spionage-Ermittlungen festgenommen worden. Ismail Dukel von Tele1 TV Ankara und seine Kollegin Muyesser Yildiz von der Online-Nachrichtenseite OdaTV würden von der Anti-Terror-Einheit der Polizei in Ankara befragt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag. Nähere Details wurden in dem Bericht nicht genannt, es war lediglich die Rede von Ermittlungen wegen "politischer und militärischer Spionage".

+++ 15.12 Uhr: New York startet mit ersten Corona-Lockerungen +++

Exakt 100 Tage, nachdem in New York der erste Corona-Fall bestätigt wurde, sind in der Millionenmetropole erste Lockerungen monatelanger Maßnahmen in Kraft getreten. Mit dem Start von Phase eins eines vierstufigen Öffnungsplans des Bundesstaates New York dürfen unter anderem die Arbeiten auf mehr als 32 000 Baustellen in der Stadt wieder starten. Außerdem können Einzelhändler telefonisch und online Bestellungen annehmen und ihren Käufern im Laden übergeben. Publikumsverkehr ist in den Geschäften noch nicht erlaubt.

+++ 15.09 Uhr: Heikler Israel-Besuch: Maas redet mit Netanjahu über Annexionspläne +++

Außenminister Heiko Maas (SPD) reist am Mittwoch nach Israel, um mit der neuen Regierung dort unter anderem über den Nahost-Plan von US-Präsident Donald Trump und die geplante Annexion besetzter Palästinensergebiete zu sprechen. Maas treffe bei seinem Kurzbesuch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Außenminister Gabi Aschkenasi und Verteidigungsminister Benny Gantz, gab ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin bekannt.

+++ 14.49 Uhr: SPD-Chef: Keine Nachverhandlung bei der Autokaufprämie +++

Trotz Kritik aus den Gewerkschaften schließt die SPD-Spitze aus, dass eine generelle Autokaufprämie nachträglich ins Konjunkturpaket kommt. "Es geht nicht um Nachverhandlungen", betonte der Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans bei einer Videokonferenz in Berlin. Er verwies darauf, dass es nicht nur eine Prämie für Elektroautos gebe, sondern dass der Fahrzeugsektor auch durch steuerliche Erleichterungen massiv unterstützt werde. Die Co-Parteichefin Saskia Esken hob das Ziel hervor, die Mobilitätswende zu fördern und die Branche auf die Zukunft auszurichten.

+++ 14.58 Uhr: Studie: Zeitungszustellung 2025 in 40 Prozent der Gemeinden nicht mehr wirtschaftlich +++

Die Zustellung von Tageszeitungen wird aufgrund steigender Kosten bei zugleich sinkenden Stückzahlen im Jahr 2025 in rund 40 Prozent aller Gemeinden nicht mehr wirtschaftlich möglich sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der Bundesverband der Zeitungsverleger (BDZV) am Montag in Berlin vorstellte. Die Verleger sehen daher den Zugang zu gedruckten Tageszeitungen gefährdet. Laut der von der Unternehmensberatung Schickler für den BDZV erstellten Studie konnten die Verlagshäuser 2014 noch alle rund 11.000 deutschen Gemeinden zu betriebswirtschaftlich sinnvollen Konditionen mit Abonnements beliefern. Heute sei dies in fast 720 Gemeinden nicht mehr der Fall. In fünf Jahren werde diese Zahl auf 4400 Gemeinden ansteigen, hieß es.

+++ 14.51 Uhr: Russlands Hauptstadt kehrt trotz Corona zu normalem Leben zurück +++

Nach mehr als zwei Monaten massiver Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie kehrt die russische Hauptstadt Moskau von Dienstag an zum normalen Leben zurück. Die Bewohner könnten wieder ohne Beschränkung auf die Straße gehen, sagte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Montag. Das System der "Selbstisolation" und Passierscheine werde aufgehoben. Das ist auch mit Blick auf die hohen Infektionszahlen in Europas größter Stadt ein unerwartet großer Schritt der Lockerung der Antivirus-Beschränkungen. Auch Friseure und Schönheitssalons dürften am 9. Juni wieder öffnen.

+++ 14.37 Uhr: Chanel stellt Kollektion virtuell mit Spaziergang am Mittelmeer vor +++

Eine seiner sogenannten Cruise-Shows durch ein Video zu ersetzen, ist für Chanel ein drastischer Schritt, denn normalerweise veranstaltet das Modehaus dafür spektakuläre Events. In den vergangenen Jahren ließ es seine Gäste nach Havanna, Shanghai, Edinburgh oder Singapur einfliegen, doch die Corona-Krise macht solche Veranstaltungen zurzeit unmöglich. Am Montag lancierte Chanel seine neue Cruise-Kollektion 2020/21 mit dem Titel "Spaziergang am Mittelmeer" (Balade en Méditerranée) in sozialen Medien. Zu sehen sind etwa 50 Entwürfe, darunter Schwarz-weiß-Looks, knappe Bustiers und enge Shorts. Eigentlich hätte die Kollektion am 7. Mai in Capri gezeigt werden sollen, die Show wurde jedoch wegen Corona abgesagt.

+++ 14.34 Uhr: BP kündigt Streichung von 10.000 Stellen an +++

Der britische Ölkonzern BP hat die Streichung von bis zu 10.000 Stellen angekündigt. Das Unternehmen begründete dies am Montag in London mit den Folgen der Corona-Krise. Der Stellenabbau betrifft etwa 15 Prozent der Beschäftigten des Unternehmens insgesamt. Die meisten Jobs sollten bereits bis Ende des Jahres wegfallen, erklärte BP-Chef Bernard Looney in einer E-Mail an die Belegschaft. Angesichts der Probleme auf dem Ölmarkt und fallender Börsenkurse hatte BP bereits Anfang April drastische Einsparungen angekündigt.

+++ 14.23 Uhr: GPolG-Vorsitzender Rainer Wendt hält Polizei für weniger rassistisch als Bevölkerung +++

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sieht in der Polizei "erheblich weniger" Rassismus als in der Gesamtbevölkerung. "Polizistinnen und Polizisten leisten einen Amtseid auf unsere Verfassung und fühlen sich an diesen Eid, der die Würde des Menschen ins Zentrum stellt, ein Leben lang gebunden", sagte Wendt am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

+++ 14.16 Uhr: Ministerin: Noch keine offizielle Nachricht zu US-Truppenabzug +++

Der Bundesregierung lag nach den Worten von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bis Montagmittag noch keine offizielle Bestätigung der US-Regierung zu einem angeblichen Truppenabzug aus Deutschland vor. Sie kenne bisher auch nur die Informationen aus der Presse, sagte die CDU-Chefin nach einer Schaltkonferenz des Parteipräsidiums. Sie fügte hinzu, deswegen wolle sie auch nicht darüber spekulieren.

+++ 13.59 Uhr: Lufthansa holt in Südafrika festsitzende Europäer zurück +++

Knapp 280 Deutsche und andere in Südafrika festsitzende Europäer bereiteten sich auf ihren Abflug nach Deutschland vor. Die Genehmigung für den Sonderflug war erst am Wochenende eingegangen, bestätigte der Lufthansa-Regionalmanager André Schulz am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Johannesburg. Die Passagiere wurden von einem Sammelpunkt in einem Stadium der Touristenmetropole Kapstadt zum Flughafen gebracht, wo der Airbus A340 dann am Abend Richtung Frankfurt am Main abheben sollte. 

+++ 13.39 Uhr: Spaniens Justiz ermittelt gegen Ex-König Juan Carlos +++

In einem Skandal um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen beim Bau einer Schnellbahnstrecke in Saudi-Arabien durch ein spanisches Konsortium hat das Oberste Gericht in Madrid Ermittlungen gegen Ex-König Juan Carlos eingeleitet. Bei den Untersuchungen gehe es darum, die "strafrechtliche Relevanz der Taten abzugrenzen oder auszuschließen", die nach der Abdankung von Juan Carlos als König im Juni 2014 erfolgt seien, teilte die Staatsanwaltschaft am Obersten Gericht mit.

+++ 13.21 Uhr: Ermittlungen wegen Polizeigewalt in Frankreich sprunghaft angestiegen +++

Zahl der Disziplinarverfahren wegen übermäßiger Polizeigewalt ist in Frankreich sprunghaft gestiegen: Die Generalinspektion der Nationalpolizei (IGPN) untersuchte im vergangenen Jahr 868 Gewaltbeschwerden gegen Beamte - 41 Prozent mehr als 2018, wie sie in Paris mitteilte. Die Generalinspektion führt den Anstieg auf die Protestbewegung der "Gelbwesten" zurück. Präsident Emmanuel Macron will aber auch den Fall eines in Polizeigewahrsam getöteten Schwarzen beleuchten lassen.

+++ 13.13 Uhr: In Corona-Krise wenden Männer mehr Zeit für Kinder und Haushalt auf +++

Fisch zu essen wird bei den Menschen stetig beliebter. Der weltweite Pro-Kopf-Konsum stieg zuletzt auf einen Rekordwert von 20,5 Kilogramm pro Jahr, wie es im Fischereibericht 2020 der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft, kurz FAO, heißt. Der am Montag vorgestellten Auswertung zufolge trägt besonders der wachsende Anteil der Fischzucht in sogenannter Aquakultur - im Meer und in Teichen - zum Wachstum bei. 

+++ 13.03 Uhr: UN-Bericht: Fischkonsum weltweit erreicht Rekordwert +++

Rom (dpa) - Fisch zu essen wird bei den Menschen stetig beliebter. Der weltweite Pro-Kopf-Konsum stieg zuletzt auf einen Rekordwert von 20,5 Kilogramm pro Jahr, wie es im Fischereibericht 2020 der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft, kurz FAO, heißt. Der am Montag vorgestellten Auswertung zufolge trägt besonders der wachsende Anteil der Fischzucht in sogenannter Aquakultur - im Meer und in Teichen - zum Wachstum bei.

+++ 12.52 Uhr: Bundesregierung - auch Demonstranten müssen Abstand halten +++

Die Bundesregierung mahnt zur Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen auch bei Demonstrationen. "Es muss möglich sein, auch auf solchen Veranstaltungen Masken zu tragen und den Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf eine Frage nach den Demonstrationen gegen Rassismus am Wochenende, bei denen Menschen teils dicht gedrängt standen.

+++ 12.50 Uhr: Laut Studie verhinderten Maßnahmen gegen Corona-Ausbreitung viele Tote +++

Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben Analysen zufolge allein in elf europäischen Ländern bis Anfang Mai etwa 3,1 Millionen Todesfälle verhindert. Der großangelegte Lockdown samt Grenzschließungen, Kontaktsperren und Schulschließungen habe eine Kontrolle des Pandemie-Verlaufs ermöglicht, berichtet ein britisches Forscherteam um Seth Flaxman vom Imperial College London (Großbritannien) nach der Analyse der Todesfallzahlen im Fachmagazin "Nature". Wenn der gegenwärtige Trend anhalte, bestehe Anlass zu Hoffnung. 

+++ 12.39 Uhr: Panda im Kopenhagener Zoo ausgebüxt +++

Einer der beiden Riesenpandas im Zoo von Kopenhagen ist aus seiner Anlage getürmt. Das Männchen Xing Er sei einen Metallpfosten hochgeklettert und habe sich unter den am Pfeiler befestigten Elektrodrähten hindurchgeklemmt, erklärte der wissenschaftliche Zoodirektor Bengt Holst am Vormittag. Ein Wächter im Zoo habe den Ausbruch bemerkt, woraufhin der Panda mit einem Pfeil betäubt und in seinen Stall zurückgebracht worden sei. Der Bär wurde dabei nach Zooangaben nicht verletzt. In sein Außengehege darf er erst wieder, wenn die Anlage stärker gesichert worden ist.

Xing Er und das Weibchen Mao Sun befinden sich seit gut einem Jahr im Kopenhagener Zoo. Sie sind eine auf 15 Jahre angelegte Leihgabe Chinas. Die Volksrepublik stellt anderen Ländern immer wieder Exemplare der schwarz-weißen Bären zur Verfügung, weshalb die Praxis international auch häufiger als "Panda-Diplomatie" bezeichnet wird. Auch in Berlins Zoologischem Garten gibt es Pandas.

+++ 12.26 Uhr: Bund Deutscher Karneval will im November wieder feiern +++

Der Bund Deutscher Karneval (BDK) will trotz Corona auch im kommenden Winter feiern. Die sogenannte närrische Session 2020/21, die am 11. November beginnt, werde nicht abgesagt. Die Entwicklung der Corona-Pandemie sei regional so unterschiedlich, dass jeder Karnevalsverein selbst entscheiden müsse, wie er auf die Lage reagiere, sagte BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fess im saarländischen Bexbach. Das habe der BDK bei einer virtuellen Sitzung mit seinen angeschlossenen Landes- und Regionalverbänden entschieden.

+++ 12.23 Uhr: Bürgermeister von Bristol: Sklavenhändler-Statur war ein Affront +++

Der Bürgermeister der englischen Stadt Bristol bedauert den Verlust der am Sonntag von Demonstranten gestürzten Statue des Sklavenhändlers Edward Colston nicht. Das sagte Marvin Rees von der Labour-Partei in einem BBC-Interview. "Als gewählter Politiker kann ich Sachbeschädigung und Unruhen wie diese nicht unterstützen", sagte Rees. Aber die Statue eines Sklavenhändlers mitten in der Stadt sei für ihn niemals etwas anderes als ein "persönlicher Affront" gewesen, betonte der Politiker mit jamaikanischen Wurzeln. 

+++ 12.20 Uhr: EU fliegt Hilfsgüter in den Kongo für den Kampf gegen Covid-19 +++

Die EU hat mit einem weiteren Flug Hilfsgüter für den Kampf gegen das Coronavirus in den Kongo gebracht. Am Montag landete der Flieger in der Hauptstadt Kinshasa unter anderem mit medizinischer Ausrüstung an Bord. Der für das Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic sowie der belgische Außenminister Philippe Goffin und französische Außenminister Jean-Yves Le Drian begleiteten den Hilfsflug. Sie sollten noch am Montag Kongos Präsident Félix Tshisekedi treffen. 

+++ 12.15 Uhr: Gericht hebt Zutrittsbegrenzung für baden-württembergische Läden auf +++

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg hat die coronabedingte Zutrittsbegrenzung im Einzelhandel des Bundeslandes für unwirksam erklärt. Die Richtgröße von 20 Quadratmetern Verkaufsfläche je Person im Laden ist damit vorläufig außer Vollzug gesetzt. Dies teilte der VGH am Montag in Mannheim mit. Er gab einem Eilantrag der Tchibo GmbH gegen die entsprechende Bestimmung in der Corona-Verordnung statt.

+++ 12.08 Uhr: Italien erwartet dieses Jahr Wirtschaftseinbruch um 8,3 Prozent  +++

Das besonders stark von der Corona-Pandemie betroffene Italien erwartet in diesem Jahr den schwersten Wirtschaftseinbruch der Nachkriegszeit. Wie die nationale Statistikbehörde (Istat) am Montag in Mailand mitteilte, wird für 2020 ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 8,3 Prozent erwartet. Im kommenden Jahr werde es demnach aber wieder ein wirtschaftliches Wachstum um 4,6 Prozent geben.

+++ 12.08 Uhr: Söder fordert klareres Vorgehen gegen unerträglichen Rassismus +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder teilt nach eigenen Angaben den Ärger über Rassismus in den USA und auch in Deutschland. "Ich empfinde da genauso. Rassismus ist unerträglich und darf nicht passieren", sagte der CSU-Chef im "Morning Briefing" des Journalisten Gabor Steingart. Gerade die Polizei, die ein besonderes Vertrauen genieße und für die Sicherheit in einem Staat verantwortlich sei, müsse mit einem ganz anderen Anspruch arbeiten.

+++ 12.02 Uhr: Studie bestätigt Schutzwirkung von Masken vor Corona +++

Eine Studie hat die Schutzwirkung von Masken gegen das Coronavirus bestätigt. Die allgemeine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, zum Beispiel beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, trage offenbar deutlich zur Eindämmung der Corona-Pandemie bei, teilte die Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit. Wissenschaftler von vier Universitäten verglichen dafür die Entwicklung der Infektionszahlen im thüringischen Jena mit denen vergleichbarer Städte, wo die Maskenpflicht erst später eingeführt wurde. Jena hatte als erste Großstadt bereits am 6. April das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zur Pflicht gemacht und damit wesentlich früher als in allen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands. Daraufhin stieg die Zahl der registrierten Infektionen in Jena nur noch schwach.

+++ 11.55 Uhr: CDU-Präsidium spricht sich für Strafverschärfung bei Missbrauchsdelikten aus +++

Die CDU-Spitze hat sich nach Bekanntwerden neuer Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch für schärfere Strafen ausgesprochen. Das Parteipräsidium der CDU forderte das SPD-geführte Bundesjustizministerium auf, einen entsprechenden Beschluss der Innenministerkonferenz vom vergangenen Jahr umzusetzen, wie am Montag aus CDU-Kreisen verlautete. "Das Präsidium fordert, dass da endlich was passiert", hieß es gegenüber AFP aus der Parteispitze. 

Die Innenminister von Bund und Ländern hatten sich bei ihrer Tagung im Juni 2019 dafür ausgesprochen, härtere Strafen für den Besitz von Kinderpornografie zu verhängen. Der Tatbestand soll künftig wie Kindesmissbrauch geahndet werden. Der Strafrahmen soll auf bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe angehoben werden.

+++ 11.52 Uhr: Für Söder wäre Abzug von US-Soldaten wäre "kein großer Vertrauensbeweis" +++

Die Debatte um einen möglichen Abzug von US-Streitkräften aus Deutschland beunruhigt CSU-Chef Markus Söder nach eigenen Angaben sehr. Sollte es tatsächlich dazu kommen, wäre dies "sehr, sehr schade und kein großer Vertrauensbeweis für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA", sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag im "Morning Briefing" des Journalisten Gabor Steingart. Angesichts der gemeinsamen Werte und der Vergangenheit sowie der "eigentlich sehr engen und guten Sicherheitspartnerschaft" wäre es angemessen, wenn beide Seiten über solche Fragen "im Vertrauen sprechen" und Deutschland es nicht über die Medien erfahre, erklärte er.

+++ Irland lockert Beschränkungen wegen Corona-Pandemie weiter +++ 

Irland hat seine Corona-Beschränkungen früher als ursprünglich geplant weiter gelockert. Alle Geschäfte durften am Montag wieder öffnen, Einkaufszentren sollen kommende Woche folgen. Außerdem sind private Besuche zu Hause nun wieder erlaubt. Bis zu sechs Menschen dürfen sich draußen oder drinnen treffen. Statt in einem Umkreis von fünf Kilometern dürfen sich die Iren nun bis zu 20 Kilometer von ihrem Zuhause entfernen.     Menschen, die am Arbeitsplatz die Abstandsregeln einhalten können, werden ermutigt, dorthin zurückzukehren. "Das ist ein großartiger Tag für unser Land", sagte Gesundheitsminister Simon Harris dem Sender RTE. "Es ist ein Tag der Hoffnung."

+++ 11.41 Uhr: Salvini fordert vorgezogene Parlamentswahl in Italien im Herbst +++

Der Chef der rechtsradikalen Lega, Matteo Salvini, hat vorgezogene Parlamentswahlen in Italien gefordert. Seine Oppositionspartei habe "versucht, mit dieser Regierung zusammenzuarbeiten", sagte Salvini in einem Interview mit der Zeitung "La Stampa". "Wir haben sie mit Vorschlägen überflutet. Das Ergebnis war gleich Null. Seit vergangenem Herbst ist alles wegen Streitigkeiten innerhalb der Regierungsmehrheit blockiert."

+++ 11.26 Uhr: Verteidigungspolitiker: Abzug von US-Truppen schadet USA selbst +++

 Ein Teilabzug der US-Streitkräfte aus Deutschland schadet nach Ansicht von deutschen Verteidigungspolitikern den Vereinigten Staaten selbst. Der Kurs sei "nicht nachvollziehbar, weil er die USA selber schädigt", sagte CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter im Deutschlandradio. Er schade zum einen dem Zusammenhalt des Nato-Bündnisses und zum anderen den Vereinigten Staaten, die in den vergangenen Jahren wichtige Infrastruktur in Deutschland aufgebaut hätten. "Für unsere Sicherheit ist es jetzt nicht in erster Linie bedeutend, aber es würde Deutschland als strategischen Partner der USA schwächen", sagte Kiesewetter.

+++ 11.09 Uhr: Tonnenschweres Gerüst auf Notre-Dame wird abgebaut  +++ 

Rund 14 Monate nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame haben die Arbeiten zur Absicherung des Gewölbes begonnen. Arbeiter bereiteten die Demontage eines tonnenschweren Eisengerüsts vor, das bei dem Brand teilweise geschmolzen war, wie ein AFP-Reporter berichtete. Durch die Coronavirus-Pandemie waren die Arbeiten rund sechs Wochen lang zum Stillstand gekommen.

+++ 10.55 Uhr: Altmaier bedauert Fehlen einer allgemeinen Autokaufprämie +++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bedauert den Verzicht auf eine allgemeine Autokaufprämie im Konjunkturpaket der Bundesregierung. "Für Baden-Württemberg, das Saarland oder Rheinland-Pfalz wäre es besonders wichtig gewesen, dass man eine Schlüsselindustrie stärkt", sagte der Minister im Südwestrundfunk (SWR). Altmaier teilte damit die Kritik von Gewerkschaften und Autoindustrie, die angesichts der Corona-Krise auch für schadstoffarme Benzin- und Dieselfahrzeuge eine Kaufprämie verlangt hatten. Stattdessen wird die bestehende Prämie des Bundes für Elektro- und Hybrid-Autos mit einem Nettolistenpreis bis 40 000 Euro von 3000 auf 6000 Euro erhöht.

+++ 10.44 Uhr: Laut AFP weltweit mehr als sieben Millionen Coronavirus-Fälle +++

Mehr als sieben Millionen Menschen weltweit haben sich mittlerweile mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Rund zwei Drittel der Fälle entfallen auf Europa und die USA, wie aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Angaben am Montag hervorgeht. Bis Montagmorgen wurden weltweit 7.003.851 Neuinfektionen gemeldet, 402.867 Infizierte starben. 

+++ 10.41 Uhr: Tausende freiwillige BER-Tester bekommen eine Absage +++

Am Probebetrieb für den neuen Hauptstadtflughafen BER können wegen der Corona-Pandemie nur 9000 statt 20.000 freiwillige Tester teilnehmen. Das teilte die Flughafengesellschaft mit. Alle bisherigen Anmeldungen werden demnach ungültig, es werde in Kürze eine neue Registrierung gestartet. "Sicherheit und Gesundheit haben oberste Priorität", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup und verwies auf die Abstands- und Hygieneregeln. Es werde dennoch eine ausreichende Testphase geben, damit der Flughafen sicher und verlässlich in Betrieb gehen könne.

+++ 10.46 Uhr: Göttingen drohen nach Corona-Ausbruch weitere Einschränkungen +++

Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen muss sich die Bevölkerung möglicherweise auf zusätzliche einschränkende Maßnahmen einstellen. Die Stadt warte noch auf Ergebnisse des Massentests unter den Bewohnern eines Hochhauskomplexes, sagte ein Sprecher am Montag. Das Resultat werde im Laufe des Tages erwartet. Danach werde entschieden, ob es weitere Einschränkungen geben werde, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Am Sonntag lag die Quote der Neu-Infizierten innerhalb von sieben Tagen bei 43 je 100.000 Einwohner. Ab 50 droht ein sogenannter Lockdown mit weiteren einschränkenden Maßnahmen. Für deren Anordnung wäre nach Angaben von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) die Stadt zuständig. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Verwaltung die vollständige Schließung aller Schulen verfügt und den Göttinger Sportvereinen den Trainings- und Wettkampfbetrieb in allen Mannschafts- und Kontaktsportarten untersagt.

+++ 10.39 Uhr: Italien startet Corona-Warn-App in vier Regionen +++

Italien setzt im Kampf gegen die Corona-Pandemie jetzt in vier Regionen seine angekündigte Warn-App ein. Den Start in den Pilot-Gebieten bestätigte die für Innovation zuständige Ministerin Paola Pisano. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa haben bisher rund zwei Millionen Menschen die Anwendung auf ihre Smartphones heruntergeladen. Der Zugriff auf die App ist nach Behördenangaben in allen 20 Regionen schon möglich. Testgebiete für die Warnmeldungen sind aktuell die Abruzzen, Ligurien, die Marken und Apulien.

+++ 10.32 Uhr: 21-Jähriger aus Hildesheim plante offenbar rechtsextremen Anschlag auf Muslime +++

Nach einer anonymen Anschlagsdrohung eines 21-jährigen Hildesheimers in einem Internetchat ermitteln die Behörden in Niedersachsen inzwischen wegen mutmaßlich rechtsextremistisch motivierter Terrorpläne gegen Muslime. Die landesweit für Terrorismusbekämpfung zuständige Generalstaatsanwaltschaft in Celle zog den Fall an sich. Der junge Mann, der in Untersuchungshaft sitzt, war demnach schon im Besitz von Waffen. Der 21-Jährige war bereits vor rund eineinhalb Wochen am 30. Mai von Spezialkräften in Gewahrsam genommen worden, nachdem er in einem Internetchat anonym einen Anschlag auf Muslime nach dem Vorbild des rechtsextremistischen Terrorangriffs auf eine Moschee im neuseeländischen Christchurch mit 51 Toten angekündigt hatte. Sein Chatpartner wertete die Ausführung nach früheren Angaben der Behörden als realistisch und verständigte daraufhin die Polizei.

+++ 10.05 Uhr: Tagesaktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland +++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen mit 184.193 angegeben - ein Plus von 214 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 185.750 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 8674 Todesfälle und damit sechs mehr als am Vortag, die JHU 8685 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug laut RKI etwa 169.600.

+++ 9.58 Uhr: Indien beschließt trotz Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen weitere Lockerungen +++

In Indien sind trotz eines Rekordanstiegs der Neuinfektionen weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Kraft getreten. In Neu Delhi und mehreren anderen Städten durften am Montag erstmals seit Ende März wieder Einkaufszentren, Restaurants, Tempel und Moscheen öffnen. In der Millionenstadt Mumbai bleiben viele Auflagen hingegen bestehen. Zwar dürfen dort Straßenhändler wieder ihre Waren anbieten. Einkaufszentren, Restaurants und Friseursalons bleiben aber weiterhin geschlossen. 

+++ 9.55 Uhr: Altkanzler Schröder erneut zum Aufsichtsratschef von Rosneft gewählt +++

Altbundeskanzler Gerhard Schröder bleibt Aufsichtsratsvorsitzender des russischen Staatskonzerns Rosneft. Das teilte der Energieriese nach dem Jahrestreffen der Aktionäre mit. Der SPD-Politiker gehört seit Ende September 2017 dem Gremium an. Ebenfalls als Aufsichtsratsmitglied bestätigt wurde der Chef der Gazprom-Tochter Nord Stream 2, Matthias Warnig. 

Schröder gilt als enger Freund des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der 76-Jährige wird unter anderem wegen seines Engagements für die vom Kreml kontrollierten Konzerne Gazprom und Rosneft immer wieder in Deutschland kritisiert. Der Altkanzler (1998-2005) betont stets, dabei handele es sich um seine Privatsache.

+++ 8.59 Uhr: Dänemark lockert Versammlungsbeschränkung auf bis zu 50 Teilnehmer +++

In Dänemark dürfen sich von nun an wieder bis zu 50 Menschen am selben Ort versammeln. Die in der Coronakrise eingeführte maximale Teilnehmerzahl von bisher zehn Personen für öffentliche Versammlungen wurde laut dänischem Gesundheitsministerium   entsprechend geändert. Auch Hallenbäder, Fitnessstudios und andere überdachte Sport- und Freizeitstätten durften heute wieder öffnen - darauf hatten sich die Regierung von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und die weiteren Parlamentsparteien am Samstag verständigt.

Nach guten Fortschritten im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hatte Dänemark seit Mitte April bereits nach und nach Teile der Gesellschaft wieder geöffnet, darunter Schulen, Restaurants und den Einzelhandel. Regierung und Parteien hatten sich bereits vorher darauf verständigt, die Beschränkungen für Versammlungen ab Montag auf maximal 30 bis 50 Teilnehmer zu ändern.

+++ 8.47 Uhr: Historischer Produktionseinbruch im April +++

Die Produktion ist in Deutschland wegen der Coronakrise im April in historischem Ausmaß eingebrochen. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Angaben mitteilte, betrug der der kalenderbereinigte Rückgang im Vorjahresvergleich 25,3 Prozent. Dies sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Januar 1991. Im Vergleich zum Vormonat März 2020 war die preisbereinigte Produktion im produzierenden Gewerbe demnach saison- und kalenderbereinigt 17,9 Prozent niedriger als im Vormonat. Bereits im März war ein deutliches Minus von 8,9 Prozent zum Vormonat verzeichnet worden.

Die Industrieproduktion allein fiel demnach im April 2020 um 22,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Innerhalb der Industrie nahmen den Angaben zufolge die Produktion von Vorleistungsgütern um 13,8 Prozent und die Produktion von Konsumgütern um 8,7 Prozent ab. Bei den Investitionsgütern sei die Produktion um 35,3 Prozent zurückgegangen. Einen besonders starken Rückgang verzeichnete die Automobilindustrie mit 74,6 Prozent.

+++ 8.29 Uhr: Iraner nach Entlassung aus US-Haft in Teheran eingetroffen +++

Ein iranischer Wissenschaftler ist nach seiner Freilassung aus einem US-Gefängnis in seiner Heimat eingetroffen. Madschid Taheri sei am internationalen Flughafen der Hauptstadt Teheran von Vize-Außenminister Dschaberi Ansari in Empfang genommen worden, berichtete am Montag die iranische Nachrichtenagentur Isna, die ein Foto des Treffens veröffentlichte. Taheri war nach 16 Monaten Haft in der vergangenen Woche freigekommen. Am vergangenen Mittwoch war bereits der 2016 in den USA festgenommene iranische Wissenschaftler Cyrus Asgari in seine Heimat zurückgekehrt. Einen Tag später erlaubte der Iran dann dem zu zehn Jahren Haft verurteilten US-Marineveteranen Michael White die Ausreise.

+++ 8.14 Uhr: Giffey verteidigt Kinderbonus: "Als Konjunkturimpuls gedacht" +++

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat den im Konjunkturpaket der Bundesregierung vorgesehenen Kinderbonus gegen Kritik verteidigt. "Die 300 Euro sind ein zusätzlicher Bonus, der natürlich als Konjunkturimpuls gedacht ist. Nicht als stressnehmender Faktor, sondern als zusätzliche Unterstützung für Familien, um Kaufkraft zu steigern", sagte die SPD-Politikerin im ARD-"Morgenmagazin". Darüber hinaus gebe es einen Kinderzuschlag für Familien mit Einkommenseinbußen durch die Krise als auch Kurzarbeitergeld und Lohnausfallleistungen. Familienverbände hatten kritisiert, ein einmaliger Bonus von 300 Euro pro Kind sei keine langfristige Hilfe für Familien.

+++ 7.30 Uhr: Umstrittene Quarantäne-Regelung für Einreisende in Großbritannien in Kraft +++

In Großbritannien ist eine umstrittene Quarantäne-Regelung für Einreisen ins Land in Kraft getreten. Ab diesem Montag müssen sich als Maßnahme gegen die Coronavirus-Pandemie die meisten Einreisenden für zwei Wochen in Isolation geben. Bei der Grenzkontrolle müssen sie Details zu ihrer Reise angeben sowie den Ort benennen, an dem sie sich in Isolation begeben werden. 

Die Regelung betrifft nicht nur Besucher, sondern auch britische Bürger und Menschen mit Aufenthaltsstatus in Großbritannien. Sie gilt nicht nur für Flugreisende, sondern unabhängig vom benutzten Verkehrsmittel. Nur wenige Ausnahmen von der Quarantäne sind zugelassen, etwa für Lkw-Fahrer oder manche Beschäftigte des Gesundheitswesens. 

+++ 7.19 Uhr: Neuseeland erklärt sich für Coronavirus-frei +++

Neuseeland hat sich für Coronavirus-frei erklärt. Es gebe keine aktiven Infektionsfälle im Land mehr, teilte der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Ashley Bloomfield, mit. Der - zumindest vorerst - letzte Coronavirus-Patient in Neuseeland zeigte nach Angaben des Ministeriums 48 Stunden lang keine Symptome mehr und gilt deshalb als genesen. Neuseeland hatte zur Eindämmung des Virus strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt, die sieben Wochen lang dauerten und im Mai endeten. Innerhalb des Landes sind nur noch wenige Corona-Restriktionen - etwa für die Größe von Menschenansammlungen - in Kraft, deren Aufhebung Regierungschefin Jacinda Ardern noch heute verkünden könnte. Die Einreisebeschränkungen werden aber voraussichtlich bestehen bleiben.

+++ 6.55 Uhr: Trump: Powell "erbärmlich" und schlecht für die USA +++

US-Präsident Donald Trump hat die Kritik des früheren Außenministers Colin Powell an seiner Amtsführung zurückgewiesen. Zugleich warf Trump dem Ex-Chefdiplomaten Versagen vor. "In seiner Zeit war er schwach und hat jedem alle Art von Zugeständnissen gemacht - so schlecht für die USA", schrieb Trump am späten Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Powell, ein Republikaner wie Trump, war in der ersten Amtszeit von Präsident George W. Bush (2001-2005) Außenminister. Dem Sender CNN sagte er am Sonntag, Trump entferne sich von der Verfassung und werde "gefährlich für unsere Demokratie, gefährlich für unser Land". "Er lügt über Dinge, und er kommt damit durch, weil Menschen ihn nicht zur Rechenschaft ziehen", sagte der Ex-General und kündigte an, er werde bei der Präsidentenwahl im November für den Demokraten Joe Biden stimmen. 

+++ 5.06 Uhr: Esken für unabhängige Untersuchung von Rassismus in deutscher Polizei +++

SPD-Chefin Saskia Esken hat eine unabhängige Aufarbeitung von übermäßiger Gewaltanwendung und Rassismus bei der deutschen Polizei gefordert. Eine unabhängige Stelle müsse mit der Bearbeitung entsprechender Beschwerden über Polizisten betraut werden, sagte Esken den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, "der polizeiliche Korpsgeist spiele eine größere Rolle als die Rechte von Bürgerinnen und Bürgern".  

+++ 4.25 Uhr: US-Medien: Ex-NFL-Profi Caldwell erschossen +++

Nach US-Medienberichten ist der ehemalige NFL-Profi Reche Caldwell erschossen worden. Den Angaben vom Sonntag zufolge starb er tags zuvor an den Folgen eines mutmaßlichen Raubüberfalls. Der 41-Jährige spielte in der National Football League für die San Diego Chargers, die New England Patriots und die Washington Redskins. Unter anderen Ex-Patriots Quarterback Tom Brady veröffentlichte Beileidsbekundungen in den sozialen Netzwerken. Caldwell war nach seinem Karriereende mehrfach in Konflikt mit dem Gesetz und saß eine Zeit lang im Gefängnis.

+++ 4.07 Uhr: Nach tödlichen Angriffen: Indien will Tiger lebenslang einsperren +++

Ein Tiger, der in Indien drei Menschen getötet haben soll, ist eingefangen worden und soll  den Rest seines Lebens eingesperrt bleiben. Die männliche Raubkatze sei "zu gefährlich", um weiter in Freiheit zu leben, teilten Behördenvertreter im Bundesstaat Madhya Pradesh am Wochenende mit. Der fünfjährige Tiger habe wiederholt Menschen und Vieh attackiert. Das Tier befindet sich seit Samstag in einem Zoo von Bhopal, der Hauptstadt von Madhya Pradesh. Es ist dort isoliert untergebracht.

+++ 4.04 Uhr: Kinderschutz: Internet hat Dimension von Missbrauch verschlimmert +++

Der Missbrauchsfall von Münster könnte nach Ansicht der Kinderschutzorganisation Innocence in Danger die Wahrnehmung von Missbrauchstaten in der Gesellschaft erhöhen. "Sexueller Missbrauch zieht sich durch alle sozialen Schichten", sagte Julia von Weiler, die Geschäftsführerin der Bewegung gegen Kindesmissbrauch, der Deutschen Presse-Agentur. Im Fall von Münster ist ein IT-Techniker der Hauptverdächtige. Digitale Medien und Internet hätten die Dimension von Missbrauch gigantisch verschlimmert. "Es macht es einfacher für die Täter, sich zu organisieren und Missbrauchsdarstellungen auszutauschen", sagte Weiler. Im Missbrauchsfall von Münster hatten die Ermittler eine große Menge an Daten vorgefunden, die noch lange nicht entschlüsselt sind. Das sei bisher nur die Spitze eines riesigen Eisbergs, erklärte die Organisation.

+++ 3.34 Uhr: Meinungschef der "New York Times" kündigt nach umstrittenem Artikel +++

Ein Ressortleiter der "New York Times" ist nach heftigem hausinternen Protest gegen einen in der Zeitung veröffentlichten Beitrag des konservativen Senators Tom Cotton zu den Anti-Rassismus-Protesten zurückgetreten. Der Rücktritt von James Bennet, der für die Meinungsseiten verantwortlich zeichnete, wurde am Sonntag von Herausgeber Arthur Gregg Sulzberger bekanntgegeben. In dem Kommentar hatte Cotton einen massiven Militäreinsatz gegen Ausschreitungen bei den Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus gefordert. Sein Beitrag trug den Titel "Schickt das Militär". Rund 800 Beschäftigte hatten daraufhin eine Petition unterzeichnet, in der sie gegen die Publikation des Beitrags protestierten.

+++ 3 Uhr: Starker Anstieg von Coronavirus-Neuinfektionen in Polen +++

In Polen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus sprunghaft angestiegen. Insgesamt wurden am Wochenende 1151 neue Infektionsfälle verzeichnet, wie das Gesundheitsministerium in Warschau am Sonntag mitteilte. Die meisten der neuen Fälle stehen mit dem Kohlebergwerk Zofiowka nahe der tschechischen Grenze in Verbindung. Fast zwei Drittel der neu infizierten Menschen arbeiten nach Angaben des Ministeriums in der Mine oder sind mit dort Beschäftigten verwandt.

+++ 2.21 Uhr: Japans Wirtschaft weniger tief in Rezession als gedacht +++

Japan ist wie Deutschland im Zuge der Corona-Krise in eine Rezession gerutscht, allerdings nicht so tief wie zunächst berechnet. Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im ersten Quartal dieses Jahres, auf das Jahr hochgerechnet, um real 2,2 Prozent. Das gab die Regierung auf Basis revidierter Daten bekannt. Zunächst hatten die amtlichen Statistiker in Tokio einen BIP-Rückgang um real 3,4 Prozent ermittelt.

+++ 1.09 Uhr: Fall George Floyd: Stadtrat in Minneapolis will Polizei ablösen +++

Nach George Floyds Tod will eine Mehrheit des Stadtrats in Minneapolis Berichten zufolge die örtliche Polizei durch eine neue Organisation für öffentliche Sicherheit ablösen. In seiner gegenwärtigen Aufstellung sei das Minneapolis Police Department nicht mehr reformierbar, erklärten neun von zwölf Stadträten nach Angaben des örtlichens Sender KTSP und der "New York Times" am Sonntagabend. Es gebe aber noch keinen genauen Plan für die neue Organisationsform, hieß es weiter. Die Abwicklung der Polizeibehörde dürfte ein "langer und komplizierter Kampf" werden, schrieb die örtliche Zeitung "Star Tribune". 

+++ 0.32 Uhr: Proteste für und gegen Bolsonaro in Brasilien +++

 In Brasilien haben am Sonntag zahlreiche Menschen für und gegen Staatschef Jair Bolsonaro demonstriert. In der Hauptstadt Brasília marschierten hunderte Menschen mit Bannern mit Aufschriften wie "Gegen Rassismus und Faschismus" oder "Terrorismus ist die Vernichtungspolitik der Regierung" durch die Straßen. Es war die erste Demonstration gegen den ultrarechten Präsidenten in der Hauptstadt seit Beginn der Coronavirus-Pandemie. Zeitgleich demonstrierte in Brasília eine kleinere Gruppe von Bolsonaro-Anhängern für ein Ende der Corona-Beschränkungen.

Sehen Sie im Video: stern-Korrespondent Jan-Christoph Wiechmann kommentiert Bolsonaros Handeln in der Coronakrise. Die Ausdrücke, die Brasiliens Präsident benutzt, sind nicht druckreif. Ein Schimpfwort nach dem anderen wirft er seinen Ministern entgegen. Er droht ihnen mit Rauswurf. Die Nerven sind angespannt. Und dann? Die Offenbarung. Er kündigt an, den Polizeichef zu entlassen, weil er auf dem Posten einen Mann seines Vertrauens will. Das Pikante daran: Die Bundespolizei ermittelt gegen zwei seiner Söhne, ebenfalls Politiker. Sie stehen unter Korruptionsverdacht. Der Chef der Bundespolizei muss unabhängig sein, auch vom Einfluss des Präsidenten. Kurz nach Barros Drohung reicht Justizminister Sergio Moro seinen Rücktritt ein. Er gilt als Brasiliens Korruptions-Jäger. Sergio Moro hat Ex-Präsident Lula da Silva hinter Gittern gebracht, als er noch Richter in der Stadt Curitiba war. Moro sagt jetzt: Der Kampf gegen Korruption war nicht gerade Priorität von Bolsonaro. Die Aufnahmen von der Sitzung stammen von der vergangenen Woche und wurden jetzt freigegeben. Sie bringen Brasiliens rechtspopulistischen Präsidenten in die Bredouille. Sein Management in der Corona-Krise ist eine Katastrophe. Er zeigt sich in großen Gruppen auf Demos mit Anhängern. Er schüttelt Hände. Er missachtet alle Vorgaben seiner eigenen Gesundheitsminister. Zwei gaben schon auf, und sein Land leidet. Es leidet sehr. Brasilien ist das neue Epizentrum der Corona-Krise. Kein Land der Welt hat pro Tag derzeit mehr Tote. Insgesamt sind offiziell 25 000 Brasilianer an Covid-19 gestorben, vermutlich aber sehr viel mehr. Bilder von Massengräbern aus Manaus und São Paulo gehen um die Welt. Offiziell wurden 400.000 mit dem Virus infiziert. Die wahre Zahl ist siebenmal so hoch, ergab jetzt eine Studie. Das wären also fast drei Millionen infizierte Menschen mehr als in den USA. In der Stadt Brevis im Bundesstaat Pará ist jeder Vierte infiziert. In der Millionenmetropole bleibt jeder Sechste unfassbar hohe Zahlen. Die größte Gefahr, dass das Virus weiter in den Regenwald vordringt zu den Indigenen, den letzten und kontaktierten Völkern der Welt, die keine Abwehrkräfte haben gegen die von Weißen eingeschleppten Krankheiten. Mehr als hundert Indigene sind bereits gestorben. Das wahre Ausmaß ist unbekannt. Für Brasiliens Präsidenten kein großes Problem. Er sieht die Indigenen eher als Hindernis für die industrielle Entwicklung des Amazonas, des größten Regenwaldes der Welt.
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+++ 0.23 Uhr: Philologenverband hält Maskenpflicht im Unterricht für problematisch +++

Der Deutsche Philologenverband sieht eine mögliche Maskenpflicht im Unterricht problematisch. "Damit wird der Kern jedes Unterrichts torpediert: Unterricht beruht auf klarer Kommunikation, auf zwischenmenschlicher Interaktion, nicht nur auf Augenkontakt", sagte die Vorsitzende Susanne Lin-Klitzing der "Welt". Im Falle eines Regelbetriebs seien neue Hygiene- und Schutzkonzepte notwendig. "Sollten die Abstandsregeln tatsächlich fallen, müssen freiwillige Reihentests für alle Schüler und Lehrer zwei Mal wöchentlich zur Verfügung stehen", so Lin-Klitzing. Notwendig seien zudem klare Regelungen, um Lerngruppen zu isolieren, sowie Lüftungskonzepte.

+++ 0.17 Uhr: Biden trifft sich mit George Floyds Familie +++

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, wird sich nach übereinstimmenden Medienberichten mit George Floyds Familie treffen. Biden werde sich am Montag mit den Angehörigen in Houston im Bundesstaat Texas mit Floyds Angehörigen treffen, berichteten am Sonntag (Ortszeit) unter anderem die "New York Times" und der Nachrichtensender CNN. Floyd war bei einer brutalen Festnahme in Minneapolis gestorben.

+++ 0.04 Uhr: Spahn: Corona-Warn-App wird nächste Woche vorgestellt +++

Gesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, dass die Corona-Warn-App in der kommenden Woche vorgestellt werden soll. "Wir werden die App im Laufe der nächsten Woche vorstellen. Diese Zeit brauchten wir für die Entwicklung, weil wir hohe Anforderungen stellen: Die App muss auf allen Endgeräten genutzt werden können und soll beispielsweise auch dann messen, wenn man mit dem Handy Musik hört", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post".

mod DPA AFP

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