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News von heute 39 Menschen in Lkw erstickt: Zwei Menschenhändler in Großbritannien verurteilt

Ein Polizist in neongelber Jacke beobachtet einen Kriminaltechniker in weißem Overall, der neben einem Lkw-Auflieger kneit
Nach dem Fund von 39 erstickten Menschen in einem Lkw-Auflieger im Oktober 2019 untersuchte die Polizei den Lastwagen
© Ben Stansall / AFP
Bundestagsabgeordnete fordern Freilassung von Wikileaks-Gründer Assange +++ Amazon-Mitarbeiter streiken +++ US-Kongress genehmigt Corona-Konjunkturpaket +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

39 Vietnamesen in Laster erstickt: Zwei weitere Menschenhändler verurteilt

Nach dem Fund von 39 toten Vietnamesen in einem Kühllaster hat ein britisches Gericht zwei Männer wegen Totschlags und Menschenhandels verurteilt. Der 43-Jährige und der 24-Jährige wurden zudem wegen Menschenhandels schuldig gesprochen. Ihnen droht lebenslange Haft. Das Strafmaß soll im Januar verkündet werden. Zwei weitere Männer im Alter von 24 und 38 Jahren wurden wegen Menschenhandels verurteilt. Damit wurden in Großbritannien bisher acht Menschen in dem Fall schuldig gesprochen. Die 39 Leichen waren am 23. Oktober 2019 in einem Container in Grays östlich von London entdeckt worden.

Die mitunter noch jugendlichen Männer und Frauen sollen Menschenhändlern teils Zehntausende Euro bezahlt haben, um nach Großbritannien geschleust zu werden. Im Zusammenhang mit dem Leichenfund wurden seither diverse Verdächtige auch in Frankreich und Belgien festgenommen, die dabei geholfen haben sollen, Migranten aus Südostasien zu schleusen. Auch in Vietnam wurden mutmaßliche Mitglieder eines Menschenhändlerrings verhaftet.

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Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 18.53 Uhr: Rumänien: Neue bürgerliche Regierungskoalition steht +++

Drei Wochen nach der Parlamentswahl steht die neue rumänische Regierungskoalition: Die Parteien PNL (Bürgerliche), USR-Plus (öko-liberal) und UDMR (Ungarn-Partei) haben ein Regierungsbündnis geschlossen. Ministerpräsident des EU-Lands soll demnach der jetzige Finanzminister Florin Citu von der PNL werden. Sein Vorgänger Ludovic Orban, Vorsitzender der PNL, war nach der Parlamentswahl vom 6. Dezember wegen des schlechten Abschneidens seiner Partei zurückgetreten. Es wird erwartet, dass Staatspräsident Klaus Iohannis den Kandidaten Citu demnächst dem Parlament für den Posten des Regierungschefs vorschlägt.

+++ 18.01 Uhr: Lebloses Paar an Tümpel gefunden – Faulgas als Ursache? +++

In Baden-Württemberg sind ein Mann und eine Frau in einem Tümpel leblos aufgefunden worden und ums Leben gekommen. Möglicherweise könnte plötzlich freigesetztes Faulgas den Tod des Ehepaares verursacht haben, teilte die Polizei mit. Das Paar war am Samstag von Spaziergängern im Wald bei Ölbronn-Dürrn entdeckt worden – auf dem Boden liegend und ohne sichtbare Verletzungen. Der Mann starb noch am gleichen Tag im Krankenhaus. Seine Frau starb einen Tag später, wie die Polizei mitteilte. Auf eine Gewalttat gibt es den Angaben zufolge keine Hinweise. Das Paar hatte ersten Erkenntnissen zufolge vermutlich Brennholz aus dem Wald holen wollen. In der Nähe befand sich ihr Auto, in dem die Beamten Holz und eine Säge gefunden hatten.

+++ 17.42 Uhr: Erneut Journalist in Afghanistan getötet +++

Unbekannte haben im Südosten Afghanistans einen Journalisten getötet. Rahmatullah Niksad sei nahe seinem Haus in Ghasni in der gleichnamigen Provinz mit einer schallgedämpften Pistole erschossen worden, teilte ein Sprecher der Provinzpolizei mit. Den Angaben zufolge war dies der fünfte Mord an einem Journalisten in den vergangenen zwei Monaten. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Die islamistisch-militanten Taliban, die in der Provinz aktiv sind, sagten ihrerseits, sie hätten eine sehr gute Beziehung zu dem Journalisten gehabt. Niksad war der Chef der Journalistengewerkschaft in der Provinz gewesen. Er arbeitete den Angaben zufolge unter anderem für internationale Medien wie den Sender Al-Dschasira und die US-Nachrichtenagentur AP. Die Organisation Reporter ohne Grenzen bezeichnet Afghanistan als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten.

+++ 16.42 Uhr: Statue von Südstaaten-General aus US-Kapitol entfernt +++

Eine Statue des Südstaaten-Generals Robert E. Lee ist aus dem Sitz des US-Kongresses in Washington entfernt worden. Das teilte die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, mit. Im Kapitol - dem Sitz von Repräsentantenhaus und Senat - sei kein Platz für Symbole des Hasses oder eine Verehrung der Konföderierten, sagte sie.

Die Konföderierten hatten im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) gegen den Norden gekämpft und sich gegen die Abschaffung der Sklaverei und gegen mehr Rechte für Schwarze gewehrt. Lee war einer der Generäle, die die Konföderierten-Armee damals in den Krieg gegen die Union führten. Er wird von der rechten Szene in den USA als Held verklärt. Auch an anderen Orten in den USA wurden bereits Statuen von ihm entfernt.

In den USA war es in den vergangenen Monaten zu großen Protesten gegen Rassismus gekommen. Das hatte auch die Diskussion um die amerikanische Erinnerungskultur befeuert.

+++ 16.10 Uhr: "Roxette"-Drummer Per Alsing gestorben +++

Ein Jahr nach dem Tod von Roxette-Sängerin Marie Fredriksson ist nun auch der Schlagzeuger der schwedischen Band, Per "Pelle" Alsing, gestorben. Auf der Facebook-Seite der Band schrieb Frontmann Per Gessle, 61: "Mit unbeschreiblicher Trauer muss ich euch mitteilen, dass unser geliebter Pelle Alsing gestorben ist." Pelle sei nicht nur ein einfallsreicher Schlagzeuger gewesen, sondern auch der beste Freund, den man sich vorstellen könne, ein großzügiger Mensch. Alsing wurde nur 60 Jahre alt. Die Managerin der Band bestätigte seinen Tod der schwedischen Zeitung "Aftonbladet".

Pelle Alsing begann seine Karriere in den frühen 80er Jahren und wurde 1986 Schlagzeuger bei Roxette. Roxettes Platten wurden weltweit 75 Millionen Mal verkauft. Am 9. Dezember 2019 starb Frontfrau Marie Fredriksson mit 61 an Krebs.

+++ 15.43 Uhr: Justiz untersucht antisemitische Kommentare nach "Miss France"-Wahl +++

Angesichts von antisemitischen Kommentaren gegen eine Kandidatin beim bekannten Wettbewerb "Miss France 2021" hat die französische Justiz eine Untersuchung eingeleitet. Es gehe dabei um mutmaßlich rassistische Beschimpfungen und das Provozieren rassistischen Hasses. Das bestätigte die Pariser Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Die Kommentare in sozialen Netzwerken richteten sich laut französischen Medien gegen "Miss Provence" April Benayoum, die am Samstagabend bei dem nationalen Wettbewerb den Titel der Vizesiegerin errungen hatte. Sie hatte vorher mitgeteilt, dass ihr Vater israelischer Herkunft sei.

Die Justiz werde denjenigen die Augen öffnen, die die Gelegenheit nutzten, antisemitischen Hass zu verbreiten, warnte Justizminister Éric Dupond-Moretti, der früher ein bekannter Anwalt war. Gewinnerin des Wettbewerbs war Amandine Petit aus der nordwestfranzösischen Region Normandie.

+++ 15.23 Uhr: Russland stuft Menschenrechtler aus Tschechien als Sicherheitsrisiko ein +++

Russland hat die tschechische Menschenrechtsorganisation Prague Civil Society Center zur unerwünschten Organisation erklärt. Das Zentrum, das sich für die Entwicklung der Zivilgesellschaft in autoritär geführten Staaten einsetzt, ist nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Moskau eine "Gefahr" für die Sicherheit Russlands. Die Entscheidung der Ermittler sei dem Justizministerium übergeben worden, das die Liste der unerwünschten Organisationen führe, teilte die Behörde mit.

Die Nichtregierungsorganisation, die in 12 Staaten Osteuropas und Zentralasiens Projekte finanziert, ist die Nummer 30 auf der Liste. Menschenrechtler kritisieren immer wieder, dass Russland seine Gesetze missbrauche, um die Entwicklung einer demokratischen Bürgergesellschaft zu behindern und Aktivisten zum Schweigen zu bringen.

+++ 14.48 Uhr: Zwei Männer wegen Tod von 39 Vietnamesen in Kühllaster verurteilt +++

Nach dem Fund von 39 toten Vietnamesen in einem Kühllaster hat ein britisches Gericht zwei Männer wegen Totschlags und Menschenhandels verurteilt. Der 43-Jährige und der 24-Jährige wurden zudem wegen Menschenhandels schuldig gesprochen. Ihnen droht lebenslange Haft. Das Strafmaß soll im Januar verkündet werden. Zwei weitere Männer im Alter von 24 und 38 Jahren wurden wegen Menschenhandels verurteilt. Damit wurden in Großbritannien bisher acht Menschen in dem Fall schuldig gesprochen. Die 39 Leichen waren am 23. Oktober 2019 in einem Container in Grays östlich von London entdeckt worden.

Die mitunter noch jugendlichen Männer und Frauen sollen Menschenhändlern teils Zehntausende Euro bezahlt haben, um nach Großbritannien geschleust zu werden. Im Zusammenhang mit dem Leichenfund wurden seither diverse Verdächtige auch in Frankreich und Belgien festgenommen, die dabei geholfen haben sollen, Migranten aus Südostasien zu schleusen. Auch in Vietnam wurden mutmaßliche Mitglieder eines Menschenhändlerrings verhaftet.

+++ 14.26 Uhr: Norwegischer Skistar Petter Northug muss ins Gefängnis +++ 

Der ehemalige norwegische Skilangläufer Petter Northug ist von einem Osloer Gericht zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt worden. Außerdem muss er seinen Führerschein für immer abgeben. Der 34-Jährige hatte eingeräumt, mehrere Male zu schnell gefahren zu sein und Drogen aufbewahrt zu haben. Northug akzeptierte das Urteil, teilte sein Anwalt mit. Im August war Northug von der Polizei angehalten worden, weil er viel zu schnell gefahren war. Bei einer Razzia fand die Polizei anschließend sechs Gramm Kokain und 0,6 Gramm MDMA in seiner Wohnung. Erste Annahmen, dass er unter Drogeneinfluss gefahren war, hatten sich nicht bestätigt.

+++ 13.34 Uhr: Stahl ist knapp – Verarbeiter klagen über Lieferengpässe +++ 

Die deutschen Stahlverarbeiter klagen über Nachschubprobleme. Nicht nur bei zusätzlich bestellten Stahlmengen gebe es Lieferzeiten von mehreren Monaten, berichtete der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM). Auch bei schon geschlossenen Verträgen komme es zu Verzögerungen und verringerten Zuteilungen. Die Beschaffungskosten seien deshalb zuletzt stark gestiegen. Während zunächst vor allem Flachstahl betroffen gewesen sei, breite sich das Problem nun auch auf Produkte wie Walzdraht und auf Spezialstähle aus.

"Mittlerweile machen sich Verarbeiter in allen Segmenten große Sorgen um ihre Lieferfähigkeit in den kommenden Monaten", sagte WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer laut Mitteilung. Während die Produktion vieler Stahlverarbeiter seit dem Sommer unerwartet kräftig zugelegt habe, ziehe die Stahlerzeugung nur zögerlich nach.

+++ 12.56 Uhr: Bundesanwaltschaft erhebt Anklage wegen Attentaten von Waldkraiburg +++ 

Er soll aus Hass auf die Türkei und alle türkischstämmigen Menschen Bomben gebaut und blutige Anschläge geplant haben - jetzt hat die Bundesanwaltschaft gegen den mutmaßlichen Attentäter von Waldkraiburg Anklage erhoben. Ihm werden unter anderem versuchter Mord in 31 Fällen, schwere Brandstiftung und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen, wie die Karlsruher Behörde am Montag mitteilte. Der Prozess soll am Oberlandesgericht München stattfinden.

Dort muss die Anklage noch zugelassen werden. Der Deutsche kurdischer Abstammung war im Mai nach einer mysteriösen Anschlagsserie im oberbayerischen Waldkraiburg gefasst worden. In dem Ort waren in mehreren Nächten Läden oder Restaurants türkischstämmiger Inhaber mit einer übelriechenden Flüssigkeit oder Brandsätzen attackiert worden.

Bei seiner Festnahme am 8. Mai hatte der damals 25-Jährige zehn Rohrbomben und etliche Kilogramm Sprengstoff bei sich. Bei Durchsuchungen wurde noch mehr davon gefunden. Damit wollte der Mann nach eigenen Angaben erst mehrere Moscheen des Islamverbandes Ditib in der Region, dann das türkische Generalkonsulat in München und schließlich die Ditib-Zentralmoschee in Köln angreifen. Am 19. Mai hatte die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.

+++ 12.11 Uhr: Weiße Weihnacht in einigen Regionen möglich +++

Schmuddelwetter mit Dauerregen und eher milde Temperaturen zwischen zehn und 17 Grad bestimmen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in den kommenden Tagen das Wetter in Deutschland. Ist der Traum einer weißen Weihnacht damit ausgeträumt? Zumindest in einigen Regionen besteht nach Angaben der Meteorologen Hoffnung.

Am Donnerstag - also Heiligabend - sorgen kühlere Luftmassen zunächst im Norden für niedrigere Temperaturen. Im Norden sind Schauer in Form von Schnee, Schneeregen oder Graupel möglich, in den mittleren Landesteilen pendelt sich die Schneefallgrenze im Laufe des Nachmittages bei etwa 300 Metern ein, hieß es.

Im Süden trifft die Kaltluft im Laufe des Abends ein und erreicht den Alpenrand in der Nachthälfte zum 1. Weihnachtsfeiertag. Bis Freitagfrüh bestehen in den südlichen und östlichen Mittelgebirgen und an den Alpen oberhalb von 400 bis 500 Meter Chancen für die Bildung einer Schneedecke. In den übrigen Regionen kann es zwar zeitweise schneien, doch eine Schneedecke dürfte eher nicht liegen bleiben. Denn die Böden seien noch vergleichsweise warm, hieß es.

+++ 11.48 Uhr: EU-Wettbewerbshüter genehmigen Fusion von Autokonzernen +++

Die Wettbewerbshüter der EU haben die geplante Megafusion zwischen dem Opel-Mutterkonzern PSA und Fiat Chrysler FCA) genehmigt. Die Zustimmung ist aber an die Bedingung geknüpft, dass die Unternehmen Verpflichtungszusagen vollständig umsetzen, wie die EU-Kommission am Montag mitteilte.

+++ 11.47 Uhr: Bundestagsabgeordnete fordern Freilassung von Julian Assange +++

Bundestagsabgeordnete aller Fraktionen außer der AfD haben eine gemeinsame Arbeitsgruppe zur Freilassung des Wikileaks-Gründers Julian Assange gegründet. "Als gemeinsame Initiative von Abgeordneten aller demokratischen Fraktionen im Deutschen Bundestag möchten wir ein klares Zeichen setzen für den Schutz der Meinungs- und Pressefreiheit, die durch die drohende Auslieferung von Julian Assange gefährdet ist", heißt es in einer Erklärung der Abgeordneten Sevim Dagdelen (Linke), Bijan Djir-Sarai FDP), Frank Heinrich (CDU), Frank Schwabe (SPD) und Margit Stumpp Grüne), die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Assange sitzt seit etwa eineinhalb Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis in London. Vor einem britischen Gericht wird derzeit ein Antrag der US-Justiz auf Auslieferung verhandelt. Eine Entscheidung wird am 4. Januar erwartet. Assange wird vorgeworfen, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Bei einer Verurteilung in allen Anklagepunkten drohen Assange bis zu 175 Jahre Haft. Die Wikileaks-Enthüllungen hatten zur Aufdeckung von Kriegsverbrechen durch US-Soldaten geführt.

Eine Auslieferung an die USA müsse unbedingt verhindert werden, sagte Dagdelen in der gemeinsamen Erklärung. "Das Auslieferungsverfahren hat Präzedenzcharakter für Journalisten weltweit - die Verteidigung der Freiheit von Julian Assange ist die Verteidigung der Freiheit selbst."

+++ 11.43 Uhr: Polizei zerschlägt Drogenkartell und beschlagnahmt 187 Kilo Kokain +++

Die Polizei in Bayern hat gemeinsam mit belgischen Kollegen ein internationales Drogenkartell zerschlagen. Bei 20 Wohnungsdurchsuchungen im belgischen Antwerpen und der Hauptstadt Brüssel seien 17 Personen festgenommen, insgesamt 187 Kilogramm Kokain und mehrere hunderttausend Euro beschlagnahmt worden, teilte das bayerische Landeskriminalamt mit.

Unter den in der vergangenen Woche festgenommenen Beschuldigten stünden zwei Männer in dringendem Verdacht, zwischen südamerikanischen Drogenkartellen und europäischen Abnehmern vermittelt zu haben, hieß es. Die Ermittlungen begannen, als 2017 in zehn bayerischen Supermärkten in Bananenkisten insgesamt rund 200 Kilogramm Kokain entdeckt wurden.

+++ 10.27 Uhr: Polens Vize-Regierungschef will weitere Justizreformen +++

Polens Vize-Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski hat weitere Reformen des Justizsystems in seinem Land angekündigt. Dies sei eine innere Angelegenheit Polens, sagte Kaczynski der Zeitung "Rzeczpospolita". Es gehe nicht darum, die Unabhängigkeit der Gerichte zu untergraben, denn dies wäre ein Verstoß gegen europäische Prinzipien.

"Wir wollen nur das Phänomen beenden, dass in Polen die Gerichte politisch abhängig von der Opposition sind." Dafür werde man auch weitere Richter auswechseln. Die Justiz in Polen stehe heute als Körperschaft praktisch außerhalb des Staates", erklärte Kaczynski weiter. Der 71-Jährige ist Chef der Regierungspartei PiS und gilt als der starke Mann in der polnischen Politik.

Die in Polen seit 2015 regierende PiS hat in den vergangenen Jahren das Justizwesen umgebaut. Kritiker werden ihr vor, sie mache die Gerichte abhängig von der Politik. Die EU-Kommission hat wegen strittiger Reformen bereits mehrere Vertragsverletzungsverfahren gegen die Regierung in Warschau eröffnet und Klagen beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) eingereicht.

+++ 11.21 Uhr: Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen Syrien-Rückkehrerin +++

Nach einer Rückholaktion von drei Frauen aus Lagern in Nordostsyrien ermittelt die Hamburger Generalstaatsanwaltschaft gegen eine der Rückkehrerinnen wegen Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland. Das bestätigte am Montag eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Nach einem Bericht des Spiegel" soll die Frau aus Hamburg-Wilhelmsburg Ende 2014 als 18-Jährige ihrem Freund nach Syrien nachgereist sein. Der Freund sei als Kämpfer des Islamischen Staates (IS) umgekommen. Die am Sonntagmorgen nach Deutschland zurückgekehrte Frau bleibe auf freiem Fuß, hieß es.

Eine andere IS-Rückkehrerin aus Syrien war bei ihrer Ankunft am Flughafen Frankfurt/Main wegen Terrorverdachts festgenommen worden. Der Generalbundesanwalt wirft der jungen Deutschen die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland sowie Beihilfe zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit und einen Verstoß gegen das Waffengesetz vor, wie die Behörde am Sonntag mitgeteilt hatte.

Das Auswärtige Amt hatte bestätigt, dass drei Frauen und zwölf Kinder, darunter sieben Waisen, aus Camps in Nordostsyrien nach Deutschland zurückgeholt wurden.

+++ 10.23 Uhr: Japan verabschiedet trotz enormen Schulden Rekord-Haushalt +++

Trotz einer hohen Staatsverschuldung hat das japanische Kabinett sich auf einen Rekord-Haushalt in Höhe von 106,6 Billionen Yen (etwa 845 Milliarden Euro) geeinigt. Im kommenden Jahr sollen 41 Prozent der Haushaltsausgaben über Schulden finanziert werden, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo am Montag.

Die Regierung plant, die Ausgaben durch neue Staatsanleihen in Höhe von 43,6 Billionen Yen zu finanzieren. Fünf Billionen Yen sind als Sonderausgaben vorgesehen, um den wirtschaftlichen Schaden der Corona-Pandemie einzugrenzen. Ein Drittel des Haushaltes ist für Sozialversicherungsausgaben wie Renten- und Gesundheitskosten geplant. Ministerpräsident Yoshihide Suga will auch mehr für Verteidigung ausgeben: Um Japan gegen eine potenzielle Bedrohung durch das benachbarte China oder Raketen aus Nordkorea zu schützen, seien 5,3 Billionen Yen notwendig.

Der Haushalt, für den Suga die Zustimmung des Parlaments benötigt, würde damit zum neunten Jahr in Folge wachsen. Laut Zahlen des Internationalen Währungsfonds ist Japan mit einer Verschuldung von 266 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung das Land mit den höchsten Staatsschulden weltweit.

+++ 10.20 Uhr: Minister: Brexit-Übergangsphase wird nicht verlängert +++

Trotz Sorgen vor Versorgungsengpässen wegen der neuen Coronavirus-Variante schließt Großbritannien eine Verlängerung der Brexit-Übergangsphase aus. Die Zeit, in der Großbritannien zwar nicht mehr der Europäischen Union, aber dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion angehört, werde "sicher nicht" über den 31. Dezember hinaus ausgedehnt, sagte Transportminister Grant Shapps am Montag der BBC.

Das würde nur Öl ins Feuer schütten." Schließlich seien alle auf die Situation vorbereitet. "Wichtig ist, dass Unternehmen sich weiter vorbereiten, dass die Menschen vorbereitet sind", sagte Shapps.

+++ 8.48 Uhr: Amazon-Mitarbeiter an mehreren Standorten streiken +++

Mitarbeiter des Online-Händlers Amazon haben an mehreren Standorten ihre Arbeit niedergelegt. Im hessischen Bad Hersfeld ließen Mitarbeiter ab dem frühen Morgen ihre Arbeit ruhen. Eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi rechnete mit etwa 500 Beteiligten. In Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen habe der Streik gestern Abend kurz vor Mitternacht begonnen, sagte ein Verdi-Sprecher. Er rechne mit etwa 500 Beteiligten in Rheinberg und 300 Teilnehmenden in Werne.

Verdi hatte an verschiedenen Standorten zu Streiks aufgerufen. Ziel sei die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie der Abschluss eines Tarifvertrages für gute und gesunde Arbeit. Der Ausstand solle bis einschließlich Heiligabend andauern.

+++ 7.55 Uhr: Mindestens neun Tote bei Tropensturm auf den Philippinen +++

Bei Überflutungen und Erdrutschen nach einem neuen Tropensturm auf den Philippinen sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. 36.000 Menschen mussten wegen des Sturms "Krovanh" ihre Häuser verlassen, wie die Behörden mitteilten. Die meisten Opfer wurden auf der Insel Mindanao im Süden verzeichnet. Auch in der Provinz Leyte im Osten des Inselstaates gab es Tote.

"Krovanh" war am Wochenende begleitet von heftigem Regen über die Philippinen gezogen. Dem Wetterdienst zufolge sollte der Tropensturm das Land am Dienstag wieder verlassen.

Im November hatte der Taifun "Vamco" fast 70 Menschen getötet. In diesem Jahr sind bereits mehr als 20 Tropenstürme über das südostasiatische Land gezogen.

+++ 7.43 Uhr: Niederlande verbieten auch britischen Fährpassagieren die Einreise +++

Die Niederlande haben ihren coronabedingten Einreisestopp für Reisende aus Großbritannien auf Passagiere von Fähren ausgedehnt. Das bedeute, dass aus Großbritannien kommende Fähren mit Passagieren an Bord nicht mehr die Niederlande ansteuern könnten, berichtete die Nachrichtenagentur ANP in der Nacht unter Berufung auf die Regierung. Die zunächst bis zum 1. Januar geltende Regelung betreffe aber nicht Fahrer von Lastwagen.

Nach der Entdeckung einer neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien hatten die Niederlande bereits am Sonntag beschlossen, Flugpassagiere aus dem Vereinigten Königreich nicht mehr einreisen zu lassen. Deutschland und zahlreich andere europäische Länder hatten ebenfalls Flugverbote oder Grenzschließungen zum Vereinigten Königreich verkündet.

+++ 7.15 Uhr: Giffey warnt vor mehr familiärer Gewalt an Weihnachten +++

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey warnt vor einer Zunahme familiärer Gewalt an Weihnachten. "Die familiäre Gewalt nimmt jedes Jahr an Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten zu. In diesem Corona-Jahr ist die Gefahr besonders groß", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Nerven sind eh schon angespannt, dazu vielleicht Frust, es gibt eine Menge Einschränkungen. Dann noch Existenzsorgen – viele wissen nicht, wie es bei ihnen im nächsten Jahr weitergeht", sagte die SPD-Politikerin. Da könne sich "manches entladen".

Giffey wirbt für das Hilfetelefon ihres Ministeriums gegen Gewalt. Dieses sei seit Anfang der Pandemie personell und finanziell verstärkt worden. "Rufen Sie an, wenn es Probleme gibt. Lassen Sie sich helfen."

+++ 4.58 Uhr: Verfassungsschutz-Präsident: "Querdenken" könnte verschwinden wie Pegida

Die Zukunft der "Querdenken"-Bewegung ist nach Einschätzung des Verfassungsschutzes noch völlig offen. "Ich habe die Hoffnung, dass diese Bewegung mit ihren Verschwörungstheorien nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder in den Hintergrund verschwindet", sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Thomas Haldenwang, der Deutschen Presse-Agentur. Eine solche Entwicklung habe es bei der ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung gegeben. Diese sei nach dem Rückgang der Flüchtlingszahlen "allmählich in sich zusammengefallen".

Die "Querdenken"-Initiative hat ihren Ursprung in Stuttgart. Ihre Anhänger gehen seit Monaten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen auf die Straße. Der Verfassungsschutz in Baden-Württemberg hatte jüngst angekündigt, "Querdenken" im Südwesten zu beobachten.

+++ 4.34 Uhr: Unzufriedenheit mit Paketdiensten wächst +++

Deutschlands Paketbranche ist dieses Jahr einer Statistik zufolge deutlich häufiger Anlass zum Ärger gewesen als zuvor. In zahlreichen Beschwerdeschreiben an die Bundesnetzagentur wurden insgesamt 15.259 negative Erfahrungen mit Paketdienstleistungen aufgeführt, wie aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums an den Linken-Bundestagsabgeordneten Pascal Meiser hervorgeht. Verglichen mit dem Vorjahr war das mehr als eine Verdopplung (2019: 7149). Es ging zum Beispiel um falsch oder verspätet zugestellte Pakete oder um Schäden an der Sendung. Die Kritik betraf die ganze Branche, vor allem aber den Marktführer DHL.

+++ 4.32 Uhr: Trump setzt juristischen Kampf gegen US-Wahlausgang fort +++

Trotz Dutzender Schlappen vor Gericht macht der amtierende US-Präsident Donald Trump mit dem juristischen Kampf gegen seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl weiter. Das Wahlkampfteam von Trump teilte mit, es habe beim Supreme Court einen Antrag eingereicht, um Entscheidungen des Obersten Gerichts im US-Bundesstaat Pennsylvania zur Wahl überprüfen und kippen zu lassen. Das Trump-Lager behauptet, das dortige Gericht habe durch mehrere Entscheidungen zur Briefwahl Verfassungsrechte verletzt. Dadurch seien in großer Zahl ungültige Stimmen in dem Bundesstaat gezählt worden. Dieser Einwand mit Blick auf Pennsylvania dürfte wenig aussichtsreich sein - am Wahlausgang insgesamt kann das Trump-Lager damit ohnehin nicht rütteln.

Der Republikaner hatte die Präsidentschaftswahl Anfang November mit deutlichem Abstand gegen den Demokraten Joe Biden verloren. Bislang räumte Trump seine Niederlage bei der Wahl aber nicht ein, sondern behauptet hartnäckig, er sei durch massiven Betrug um den Sieg gebracht worden. Weder Trump noch seine Anwälte oder Unterstützer legten stichhaltige Beweise für diese Behauptungen vor. Mehr als 50 Klagen des Trump-Lagers wurden bislang abgeschmettert, zwei davon vor dem Supreme Court.

+++ 3.18 Uhr: China verschiebt Raketenstart wohl wegen schlechten Wetters +++

Der Start der neuen chinesischen Weltraumrakete vom Typ "Langer Marsch 8" musste offenbar wegen schlechten Wetters verschoben werden. Die Rakete hätte ursprünglich am Sonntag vom Raumfahrtzentrum Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan abheben sollen. Offiziell gab es heute zunächst keine Angaben zu der Verschiebung, doch verwiesen Meteorologen und Raumfahrtexperten auf das stürmische Wetter in der Region. Als möglicher neuer Starttermin wurde der Dienstag genannt.

Es wird der erste Startversuch mit dem modular gebauten, neuen Raketenmodell. In Zukunft soll ein Teil wiederverwendet werden können etwa die Booster oder auch die erste Raketenstufe, die eines Tages nach einem Start auch wieder vertikal auf der Erde landen soll. Die Rakete soll vier kleinere Satelliten ins All bringen.

+++ 2.35 Uhr: Verdi ruft zu Streiks bei Amazon auf +++

Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte des Online-Händlers Amazon zu mehrtägigen Streiks aufgerufen. Die Mitarbeiter an sechs Standorten sollten von der Nacht an bis einschließlich 24. Dezember ihre Arbeit niederlegen, wie Verdi mitteilte. Ziel sei die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie der Abschluss eines Tarifvertrages für gute und gesunde Arbeit. Bestreikt werden sollten die Standorte Werne, Rheinberg (beide Nordrhein-Westfalen), Leipzig (Sachsen), Koblenz (Rheinland-Pfalz) und zwei Standorte im hessischen Bad Hersfeld.

Bei Amazon hieß es zu ähnlichen Aktionen in der Vergangenheit stets, Kunden würden nichts davon spüren. Pakete kämen pünktlich an, der Großteil der Mitarbeiter kümmere sich wie üblich um Kundenbestellungen.

+++ 0.18 Uhr: Flugpassagiere aus England an deutschen Flughäfen festgehalten +++

Wegen der neuen Variante des Coronavirus ist die Einreise von Flugpassagieren aus Großbritannien an mehreren deutschen Flughäfen am Sonntagabend zunächst gestoppt worden. Ab Mitternacht untersagte Deutschland ohnehin Flüge aus dem Vereinigten Königreich.

In Hannover betraf das am Abend 63 Passagiere eines Flugs aus London. Es wurden Vorbereitungen für Notübernachtungen am Flughafen getroffen. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, eine Frau wolle nach London zurückfliegen, alle anderen müssten sich einem sogenannten PCR-Test unterziehen. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses müssten sie auf dem Flughafengelände bleiben, erklärte eine Sprecherin der Region Hannover. Sie rechne damit, dass die Ergebnisse heute vorliegen, das stehe aber nicht fest.

Nach Angaben des Flughafens Hannover wurden im Terminal D Feldbetten aufgebaut, die Passagiere werden dort auch verpflegt. "Unser Ziel ist, zu verhindern, dass die neue Virusart unbemerkt nach Niedersachsen einzieht", sagte Andreas Kranz, Leiter des Fachbereichs Öffentliches Gesundheitswesen der Region Hannover. Ähnliche Berichte gibt es aus Stuttgart und Berlin.

+++ 0.11 Uhr: US-Kongress genehmigt neues Konjunkturpaket +++

Demokraten und Republikaner im US-Kongress haben sich nach monatelangem Streit auf ein weiteres Konjunkturpaket verständigt, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie abzufedern. Das erklärten der republikanische Mehrheitsführer im US-Senat, Mitch McConnell, und der demokratische Minderheitsführer, Chuck Schumer, gestern Abend (Ortszeit) in der Kammer des Kongresses. Geplant seien Hilfen im Umfang von fast 900 Milliarden Dollar. Vorgesehen sind demnach unter anderem eine Aufstockung der Arbeitslosenhilfen und eine direkte einmalige Hilfszahlung von 600 Dollar für viele Bürger.

Demokraten und Republikaner hatten monatelang um ein weiteres Hilfspaket gerungen. Der US-Kongress hat seit März bereits Konjunkturpakete mit einem Volumen von rund drei Billionen Dollar auf den Weg gebracht, was mehr als zehn Prozent der Wirtschaftsleistung der USA entspricht.

tkr DPA AFP

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