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500 Beamte im Einsatz: Polizei räumt linken Szeneladen "Friedel 54" – einige Festnahmen

Unter teils heftigen Protesten von Demonstranten hat die Berliner Polizei damit begonnen, den linken Kiezladen "Friedel 54" in Neukölln zu räumen. Dabei sei es auch zu einigen vorläufigen Festnahmen gekommen, heißt es.

Friedel 54 - Räumung - Polizei Berlin - 1

Berliner Polizisten tragen eine Demonstrantin weg, die gegen die Räumung des linken Szeneladens "Friedel 54" protestiert hatte

Am frühen Donnerstagmorgen hat die Berliner Polizei mit der schon seit längerem angekündigten Räumung des linken Kiezladens "Friedel 54" in Neukölln begonnen. Der Einsatz fand unter teils heftigem Gerangel mit den rund 150 Demonstranten statt, die teilweise bereits seit Mittwochabend vor dem Lokal ausgeharrt hatten. Die Räumungsgegner seien von den mit Helmen und Schutzausrüstung gekleideten Beamten weggedrängt und weggetragen worden, schreibt die "Berliner Zeitung". Dabei sei es auch zu Rangeleien und Handgreiflichkeiten gekommen.

Auf Plakaten mit der Aufschrift "Wir bleiben alle" stellten sich auch die Bewohner des betroffenen Hauses in der Friedelstraße gegen die Räumung. Die Stimmung sei angespannt, immer wieder gebe es Sprechchöre und lauten Protes Nach dem Eintreffen des Gerichtsvollziehers hätten die Polizisten das Haus inzwischen geöffnet, heißt es in dem Bericht weiter.

Friedel 54 - Räumung - Polizei Berlin - 2

Rund 150 Demonstranten versuchten die Räumung zu verhindern


Polizei Berlin mit 500 Beamten im Einsatz

Nachdem sich schon am Vorabend und in der Nacht zwischen 100 und 200 Demonstranten vor dem "Friedel 54" eingefunden hatten, sich aber auch auf Anweisung der weigerten, den Bereich zu verlassen, sperrten die Beamten das Areal um den Laden am Donnerstagmorgen ab.

Bei der eigentlichen Räumung, bei der rund 500 Polizisten im Einsatz sind, habe es einzelne vorläufige Festnahmen gegeben, so eine Sprecherin gegenüber der "Berliner Zeitung".

"Friedel 54" wurde der Mietvertrag gekündigt

"Friedel 54" dient linken Gruppen als Treffpunkt für Versammlungen, Diskussionen, Filmvorführungen und zum Feiern. 2015 war dem Laden jedoch der Gewerbemietervertrag gekündigt worden, wogegen sich die Betreiber wehrten. Im Oktober 2016 hatte sich der Trägerverein des Kiezladens dann in einem Vergleich mit der Eigentümerin gerichtlich dazu verpflichtet, die Räume des Gebäudes bis zum 1. April diesen Jahres zu verlassen, Weil dies nicht geschah, will die Besitzerin die Rückgabe nun erzwingen.

mod
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