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Direkt vor dem Parlament: Mutmaßlicher Terroranschlag in London - mindestens eine Tote

Mitten im Zentrum von London fallen Schüsse. Ein Auto rast in eine Menschengruppe. Nach Polizeiangaben werden mindestens sieben Menschen verletzt. Ein Frau soll gestorben sein. 

London: Rettungskräfte und Polizisten versorgen in der Nähe des britischen Parlament einen Verletzten

London: Rettungskräfte und Polizisten versorgen in der Nähe des britischen Parlament einen Verletzten

Vor dem Unterhaus des britischen Parlaments in London ist es zu einer Schießerei gekommen. Ein Polizeibeamter soll von einem Mann mit einem Messer oder Machete angegriffen und verletzt worden sein. Ob die Verletzungen tödlich sind, ist noch nicht bekannt. Der Angreifer soll von der Polizei angeschossen worden sein. Das sagte ein Vertreter des Parlaments. Anderen Angaben zufolge soll der Angreifer getötet worden sein.

Zeugen berichten, dass zwischen vier und fünf Schüsse gefallen sein sollen. Die Polizei spricht von einer "terroristischen" Attacke. 

"Wir behandeln dies als einen terroristischen Vorfall, bis wir etwas anderes wissen", teilte Scotland Yard am Mittwoch auf Twitter mit.


Offenbar eine Tote und mehrere Schwerverletzte

Auf der Westminster Bridge in der Nähe des Parlaments soll es mindestens ein Dutzend Verletzte geben. Das berichtet ein Fotografen der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Frau soll ihren Verletzungen erlegen sein, meldet die Nachrichtenagentur Press Association unter Berufung auf medizinisches Personal im Londoner Krankenhaus St Thomas'. Demnach seien mehrere weitere Menschen sehr schwer verletzt.

Ein schwarzes Auto soll in die Fußgängerzone gerast sein. Der Angreifer soll zuerst auf der Brücke gewütet haben, bevor er weiter zum Parlamentsgebäude fuhr und dort den Polizisten angegriffen hat.

Es gibt jedoch auch Spekulationen, dass es einen zweiten Angreifer gegeben haben könnte. Die Polizei bittet die Anwohner zu Hause zu bleiben. Man wisse nicht, ob die Attacke beendet worden ist.

Bilder zeigen mehrere Menschen, die am Boden liegen. 


Ausnahmezustand in London 

Ein Sprecher des Unterhauses sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Abgeordneten seien angewiesen worden, das Parlamentsgebäude nicht zu verlassen. Das Gelände wurde abgeriegelt. Die britische Premierministerin Theresa May ist mit einem Konvoi in Sicherheit gebracht worden sein.

In London herrscht Ausnahmezustand. Die U-Bahn-Station "Westminster" wurde geschlossen. Die Polizei ruft Zeugen auf, Filmaufnahmen und Fotos an die Ermittler zu senden. Per Twitter verwies sie auf einen entsprechenden Link zur Übermittlung von Hinweisen. Gleichzeitig rief die Polizei zur Zurückhaltung auf und bat darum, keine Bilder und Videos von Verletzten in Umlauf zu bringen.

ivi
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