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Highschool in den USA: Schüler feiern Abschluss mit lebendigem Tiger – Tierschützer sind entsetzt

Bei ihrer Abschlussparty holten Schüler aus Miami einen lebenden Tiger in einem Käfig auf den Dancefloor. Auf öffentlichen Druck hin musste die Schulleitung zurückrudern.

Tiger

Blitzlichtgewitter und Trommelwirbel verängstigten den Tiger (Symbolbild)

Der stellt eine wichtige Marke im Leben der meisten Schüler dar – ein Ereignis, auf das sie lange hingearbeitet haben, eine Belohnung nach vielen Prüfungen und eine letzte große Party, bevor ein neuer Lebensabschnitt beginnt. 

Dafür werden oft weder Kosten noch Mühen gescheut. So auch bei den Absolventen einer privaten katholischen Jungenschule in . Für die Prom Night, wie die Abschlussfeier in den USA heißt, hatten sie sich das Thema "Welcome to the Jungle" ("Willkommen im Dschungel") gewählt. Und dieses dann so konsequent umgesetzt, dass sie damit einen handfesten Eklat auslösten.

Abschlussparty mit lebenden Tieren

Bei ihrer Party im Hilton-Hotel gehörten, neben Plastikschlangen und Wänden aus künstlichen Steinen, auch ein lebenden Lemur sowie ein Makake zur Deko. Darüber hinaus konnten die Schüler einen kleinen afrikanischen Wüstenfuchs herumreichen und mit dem Tier Fotos machen. Doch der Höhepunkt dieses rauschenden Abends war: ein echter Tiger.

Unter Scheinwerferlicht und Trommelwirbel sei der Tiger in einem Käfig auf die Tanzfläche gerollt worden, berichtet die "Washington Post". Handyvideos zeigen die Szenerie – sie wurden von der Schwester eines Anwesenden gepostet. 

Gepostet von Mari-Cris Castellanos am Samstag, 12. Mai 2018

Darin ist auch zu erkennen, in welchem beengten das große Tier offensichtlich sehr aufgeregt sich hin und her windet und wild mit dem Schwanz schlägt. Um es herum kreischende Teenager. 

Tierschützer schlagen Alarm

Die Party der Schule hat seitdem für viel Aufregung gesorgt. Internetnutzer und Tierschutzorganisationen kritisieren den verantwortungslosen Umgang der Veranstalter mit einem wilden Tier. "Der Tiger wurde nur wenige Minuten lang in einem Käfig gezeigt, er wurde nie verletzt und war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, er wurde auch nicht gezwungen, etwas vorzuführen", schrieb die Schule daraufhin in einer Stellungnahme. Das Tier habe den Großteil der Zeit entspannt in einer Ecke des Käfigs liegend verbracht.

Ron Magill, Sprecher des Zoos in Miami, beurteilt das nach Ansicht der Bilder anders: "Dieser Tiger feiert keine Party, er steht unter Stress. Er sucht ganz klar nach einem Ausweg", sagte Magill dem Fernsehsender ABC10.

Unter dem Druck der Öffentlichkeit hat mittlerweile auch die Schulleitung eingelenkt. Schulleiter David Pugh entschuldigte sich in einer zweiten Stellungnahme für die Aktion. Die Schule habe viel aus den Ereignissen gelernt.

epp