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Angriff auf Schule Mindestens elf Tote: Ehemaliger Schüler soll das Blutbad in Kasan angerichtet haben

Angriff auf Schule: Mindestens elf Tote: Ehemaliger Schüler soll das Blutbad in Kasan angerichtet haben
Sehen Sie im Video: Ermittler gehen von Einzeltäter bei Angriff auf Schule in Kasan aus.




Tödlicher Angriff auf eine Schule im russischen Kasan, rund 800 Kilometer östlich von Moskau. Mindestens sieben Schulkinder und ein Lehrer sind dabei am Dienstag ums Leben gekommen. Viele weitere wurden verwundet. Bei dem mutmaßlichen Angreifer handelt es sich den Behörden zufolge um einen Einzeltäter. Kurz nach dem Angriff hatte es Berichte über zwei Angreifer gegeben. Die Sprecherin der russischen Ermittlungsbehörde, Swetlana Petrenko am Dienstag in Kasan: "Das Untersuchungskomitee von Tatarstan hat ein Strafverfahren eröffnet, das die Verantwortung für die Ermordung von mehreren Menschen nach einem Angriff auf eine Schule ermittelt. Unter den Opfern sind auch Kinder. Nach den vorläufigen Angaben stürmte ein bewaffneter junger Mann in eine Bildungseinrichtung und eröffnete das Feuer. Infolge der begangenen Straftat wurden auch Menschen verwundet. Sie erhalten medizinische Hilfe. Der Angreifer wurde verhaftet, er wurde identifiziert, es ist ein Ortsansässiger, geboren im Jahr 2001." Auf den 19-jährigen mutmaßlichen Täter soll auch die genutzte Waffe registriert gewesen sein. Was sich in der Schule abgespielt hat, muss rekonstruiert werden. Einige Kinder hatten sich vor Angst aus den Fenstern gestürzt. Die genauen Hintergründe des Angriffs sind weiterhin unklar. Kasan ist eine Millionenstadt im Südwesten des Landes, die am Ufer der Flüsse Wolga und Kasanka liegt. Sie ist Hauptstadt der russischen Republik Tatarstan.
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Ein 19-Jähriger soll in der russischen Stadt Kasan in seiner ehemaligen Schule ein Blutbad angerichtet haben. Die Behörden sprechen von einem Einzeltäter. Russische Agenturen berichten jedoch von einem zweiten Angreifer, der getötet worden sei. 

In der russischen Stadt Kasan ist es am Dienstagmorgen vermutlich zu einem Amoklauf gekommen. Nach neuesten Informationen eröffnete ein Angreifer auf die Schüler der Schule Nr. 175 Feuer. Die Nachrichtenagentur Tass meldet, dass mindestens elf Menschen getötet worden sind, neun Schüler und zwei Erwachsene. In ihrer Panik sprangen Kinder aus den Fenstern des Gebäudes. Zwei von ihnen kamen ums Leben. Mindestens 32 weitere Menschen wurden verletzt, 16 von ihnen sind ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das Schulgebäude ist abgesperrt. Die Studenten wurden evakuiert.

Die Pressestelle des Gouverneurs Rustam Minnichanow bestätigte zunächst acht Getötete und 20 Verletzte. Minnichanow sprach von einer "großen Tragödie".

Russland, Kasan: Ein Krankenwagen und Polizeifahrzeuge stehen nach einem Angriff mit Schusswaffen vor einer russischen Schule
Russland, Kasan: Ein Krankenwagen und Polizeifahrzeuge stehen nach einem Angriff mit Schusswaffen vor einer russischen Schule, wo mindestens elf Menschen getötet worden sind
© Roman Kruchinin / DPA

Der Angreifer konnte russischen Nachrichtenagenturen zufolge festgenommen werden. Es soll sich um einen 19-Jährigen handeln, der vor vier Jahren die Schule abgeschlossen haben soll. Kurz vor der Tat soll er das Verbrechen im Nachrichtenkanal Telegram angekündigt haben. Er soll mit einem Maschinengewehr in die Schule gelangt sein und sofort um sich geschossen haben. Für die Waffe besaß der mutmaßliche Angreifer einen Zulassung. Den Waffenschein soll er Berichten zufolge erst im April bekommen haben. Über ein mögliches Tatmotiv oder die genaueren Hintergründe des Angriffs ist noch nichts bekannt. 

Hinter dem blutigen Angriff steht nach Darstellung der Behörden ein Einzeltäter. "Es gab nur einen Täter", sagte eine Behördensprecherin der Agentur Interfax zufolge. "Informationen über zwei sind nicht richtig." Laut ersten Berichten sollen zwei Schützen das Feuer eröffnet haben. Die Nachrichtenagenturen Tass und Interfax berichteten übereinstimmend, dass er von Sicherheitskräften getötet worden sei. Zuvor habe er sich im vierten Stock des Gebäudes verschanzt. 

Nach Angaben des russischen Innenministeriums dauert auf dem Gebiet rund um die Schule weiter eine Operation der Sicherheitskräfte an. 

14 Amokläufe in den vergangenen fünf Jahren 

Kasan liegt etwa 720 Kilometer östlich von Moskau. In Russland hatten die Schulen erst am Dienstag nach den Mai-Feierlichkeiten anlässlich des Sieges über Nazi-Deutschland wieder eröffnet. 

In Russland ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Amokläufen an Schulen gekommen. Die russische Nachrichtenagentur Tass zählt in einer Chronik 14 Fälle aus den vergangenen fünf Jahren auf.

ivi

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