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Retter: Drama in Thailand: Diese Taucher haben die Jungen aus der Höhle gerettet

Die letzten Tage haben von dem Taucherteam in Thailand alle Kräfte gefordert. Experten aus Finnland, Dänemark und Australien bildeten den Kern der Retter. So haben sie die fast unmögliche Mission bewältigt.

Die Taucher Claus Rasmussen (Mitte), Ivan Karadzic und Erik Brown (rechts) kurz vor einem ihrer Einsätze.

Die Taucher Claus Rasmussen (Mitte), Ivan Karadzic und Erik Brown (rechts) kurz vor einem ihrer Einsätze.

Getty Images

Nach 17 Tagen Zittern und Bangen kam die Erlösung: Taucher konnten die letzten vier Kinder und ihren Trainer aus einer Höhle in befreien. Das thailändische Fußballteam war auf einer Tour durch die Tunnel von Wassermassen überrascht und eingeschlossen worden. Insgesamt benötigten die Retter für die entscheidende Phase drei Tage, um die Mannschaft zu befreien.

Der Weg zurück ans Licht dauerte jeweils mehrere Stunden. Keiner der Fußballer hatte Erfahrung im , weshalb die  Profis sie ins Schlepptau nahmen. Manche Stellen in der Höhle waren durch das angestaute Wasser extrem eng. Das Kernteam der Retter bestand aus mindestens 19 Spezialtauchern, die meisten kamen aus dem Ausland. Wer sind die mutigen Taucher?

Einer der Taucher entdeckte das Team in der Höhle

Unter ihnen war nicht nur der britische Taucher Rick Stanton beteiligt, der die Kinder in der Höhle aufspürte, sondern auch seine dänischen Kollegen Ivan Karadzic und Claus Rasmussen.

„Die Kinder trugen zwei Taucheranzüge übereinander, damit ihnen nicht zu kalt wird. Es sah ein bisschen aus, als hätten sie einen Astronauten-Anzug an. Es musste alles getan werden, um ihre geschwächten Körper nicht auskühlen zu lassen,“ erzählte Karadzic der Bild-Zeitung. Ihnen schlossen sich auch Erik Brown aus Kanada, John Volanthen und der Finne Mikko Paasi an.

"Those who say it can not be done, shouldn't interrup people doing it" 13 kids all out safe and sound! 👊

Gepostet von Mikko Paasi am Dienstag, 10. Juli 2018

Der australische Arzt Richard Harris kam auf die Idee, den Jungen und ihrem Trainer Beruhigungsmittel zu verabreichen. Dies sollte Panikattacken unter Wasser vorbeugen. Er leitete die Kinder bis zum Ende des Einsatzes aus der Höhle. Schon kurz nach der Rettungsmission reiste er wieder in seine Heimat. Sein Vater war gestorben.

Der Monsun drohte die Lage, noch schwieriger zu machen

Das Jugend-Fußballteam war am 23. Juni bei einem Ausflug in die Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non von Wassermassen überrascht worden. Erst nach neun Tagen, in denen es keinerlei Lebenszeichen gab, wurden die Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihr Trainer von Höhlentauchern entdeckt. Die Rettung wurde zu einem Kampf gegen Wetter und Zeit. In Südostasien ist gerade Monsun-Saison. Das Wasser in der Höhle drohte noch weiter zu steigen.

Höhlen-Drama: stern-Reporter Raphael Geiger berichtet aus Thailand

Experten hatten es kaum für möglich gehalten, das Team aus seinem Zufluchtsort in vier Kilometern Tiefe durch die großenteils überflutete Höhle sicher nach draußen zu bringen. Wie gefährlich die Rettungsmission war, machte nicht zuletzt der Tod eines Ex-Seals der Thai-Navy deutlich.  Saman Kunan galt als erfahrener Taucher, und sollte die Mission vorbereiten. Während seines Tauchgangs ging ihm aber der Sauerstoff aus und er ertrank.

sos/dpa
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