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Studie der UNDP In der Politik, im Job und privat: Mehrheit der Menschen hat Vorurteile gegenüber Frauen

Un-Studie zur Wahrnehmung von Frauen (Symbolbild)
Neun von zehn Menschen haben laut einer Studie der UN-Entwicklungsagentur Vorurteile gegenüber Frauen
© Tobias Kleinschmidt / DPA
Eine neue Studie der UN-Entwicklungsagentur legt erschreckende Zahlen zur Wahrnehmung von Frauen vor: So finden es etwa mehr als ein Viertel der Befragten noch immer gerechtfertigt, wenn ein Mann seine Frau schlägt.

Die große Mehrheit der Menschen weltweit hat trotz jahrzehntelanger Gleichstellungspolitik noch immer Vorurteile gegenüber Frauen. Das legt eine Studie der UN-Entwicklungsagentur UNDP nahe. Der Analyse zufolge sind neun von zehn Menschen zumindest teilweise voreingenommen.

Etwa die Hälfte aller Befragten aus insgesamt 75 Ländern findet demnach, dass Männer bessere politische Anführer sind als Frauen. 40 Prozent seien der Meinung, dass Männer bessere Spitzenmanager in der Wirtschaft sind, heißt es in der Studie. Und 28 Prozent finden es demnach für einen Mann gerechtfertigt, seine Frau zu schlagen. 

Deutsche laut UN-Studie ebenfalls mehrheitlich voreingenommen

Die größte Voreingenommenheit gibt es unter den Ländern des Index' in Pakistan, Katar, Nigeria, Simbabwe und Jordanien. Die Länder mit der geringsten Anzahl an Menschen mit Vorurteilen waren Andorra, Schweden, die Niederlande, Norwegen und Neuseeland. Deutschland schnitt deutlich besser ab als der Durchschnitt. Trotzdem sind knapp 63 Prozent der Bundesbürger in mindestens einem Feld voreingenommen – 55 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer.

Frauenanteil in der Politik gering

Der Bericht machte dabei auch noch einen weiteren Trend aus. Zwar sei in gewissen Bereichen eine Angleichung gelungen, doch in Spitzenpositionen dominierten weiterhin die Männer. Dies sehe man etwa beim (noch immer recht niedrigen) Anteil von Frauen in Parlamenten. Dieser sei relativ gesehen jedoch deutlich größer als die Zahl von Frauen als Regierungschefs – nur zehn von 193 Ländern würden von einer Frau geführt. 

Zwar sei in vielen Bereichen schon Einiges bei der Gleichstellung erreicht worden, trotzdem seien geschlechtsspezifische Unterschiede oftmals aber immer noch allzu offensichtlich, sagte der verantwortliche UNDP-Mitarbeiter Pedro Conceição.

meh DPA

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