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Nach dem Tod von George Floyd: Demonstranten zünden Polizeiwache in Minneapolis an

Der gewaltsame Tod von George Floyd durch Polizisten in Minneapolis führt zu dritten Nacht mit Krawallen. Wegen der anhaltenden Unruhen hat Minnesotas Gouverneur Tim Walz den Notstand ausgerufen und die Nationalgarde aktiviert.

Ein Mann steht in der Nacht vor einem brennenden Gebäude

Sehen Sie im Video: Nach dem Tod von George Floyd zünden Demonstranten eine Polizeiwache in Minneapolis an.


Aufruhr in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota. Nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz kam es den dritten Tag in Folge zu gewaltsamen Protesten und Plünderungen. Demonstranten verschafften sich am Donnerstagabend Zugang zu einem Gebäude der Polizei und legten Feuer. Nach Medienberichten mussten sich die Polizisten in Sicherheit bringen. Ganze Straßenzüge in der Stadt glichen einem Schlachtfeld. Wegen der anhaltenden Unruhen, die es auch in anderen Städten gibt, hat Minnesotas Gouverneur Tim Walz den Notstand ausgerufen und die Nationalgarde aktiviert. Auslöser für die Proteste ist der Tod Floyds, den Polizisten am Montag vor einem Supermarkt festgenommen hatten. Auf einem Handyvideo einer Passantin ist zu sehen, wie ein weißer Polizist fast acht Minuten lang sein Knie auf Floyds Hals drückt. Die insgesamt vier involvierten Polizisten wurden entlassen, aber bislang nicht festgenommen. Die Bundespolizei FBI und die örtliche Staatsanwaltschaft erklärten am Donnerstag in einer gemeinsamen Stellungnahme, den Ermittlungen und einer möglichen Anklage werde "höchste Priorität" gegeben.