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Waldbrände in Kalifornien Anwohnerin: "Jetzt ist alles nur noch Asche" – nur der Kamin ist ihr geblieben

Sehen Sie im Video: Anwohnerin über Waldbrände in Kalifornien – "Jetzt ist alles nur noch Asche"




Ein gemauerter Kamin ist das einzige was Sandra Stone noch geblieben ist, von ihrem kleinen Ferienhäuschen am Clear Creek in Kalifornien. Ein Ausläufer der grassierenden Brände hat alles andere dem Erdboden gleich gemacht. Seit mehreren Wochen ziehen Feuer über die Hügel nahe Santa Cruz, ausgelöst wurde sie bereits im August durch Tausende Blitzeinschläge. Die Urgroßeltern von Sandra Stone hatten die Hütte 1907 mit dem Holz der hier heimischen, mächtigen Redwood-Bäume gebaut. "Sie hatte zwei Stockwerke. Fenster aus geschliffenem Glas. Kristallfenster in den Schlafzimmern. Und im Wohnzimmer diese großen Redwood-Balken. Jetzt ist alles nur noch Asche." Stone kam schon als Kind mit ihren Großeltern hierher. Lange hofften sie und ihre Familie, ihr Häuschen könnte irgendwie verschont geblieben sein, die Flammen an ihm vorbei gezogen. Dann sahen sie online Fotos von der Stelle, an der ihre Hütte einmal stand - und hatten Gewissheit. Dies ist ihr erster Besuch seit der Zerstörung, zwei Wochen hat sie es nicht übers Herz gebracht hierher zu kommen. Ihre Töchter wollen alles sofort wieder aufbauen. Das wird hart, sagt ihre Mutter. Aber man müsse eben weiter machen. "Alles, was wichtig ist, ist immer noch da. Die Bäume sind immer noch da. Der Bach ist immer noch da. Vielleicht wird es wirklich in null Komma nichts wieder schön." Die aktuellen Feuer sind Teil einer Welle beispielloser Waldbrände. Am Dienstag brannte es auf einer Gesamtfläche von etwa 1,8 Millionen Hektar.
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Ein Ausläufer der in Kalifornien grassierenden Brände hat das kleine Ferienhäuschen der Familie Stone dem Erdboden gleichgemacht. Erst nach zwei Wochen wagte sich Sandra Stone an den Ort der Zerstörung.

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