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Shanghai Schwarzbären zerfleischen Tierpfleger vor Augen von Zoobesuchern

Eine Gruppe Schwarzbären
Ein Rudel Schwarzbären hat in einem Zoo in China einen Wärter attackiert und tödlich verletzt (Symbolfoto)
© Getty Images
In einem Tierpark in Shanghai mussten die Besucher einen schrecklichen Anblick ertragen: Vor ihren Augen zerfleischte eine Gruppe von Schwarzbären einen Mitarbeiter des Zoos.

Ein Video des Vorfalls vom Samstag zirkuliert in den sozialen Netzwerken. Es wurde offenbar kurz nach der Attacke aus einem Bus heraus gefilmt, mit dem eine Touristengruppe durch den Park gefahren wurde. Es zeigt, wie mehrere Schwarzbären aufgescheucht umherrennen und sich schließlich ein Rudel an einem Wasserloch versammelt.

Offenbar machten sich die Tiere dort über den Mann her. Der Park reagierte laut "BBC" am nächsten Tag auf seiner Internetseite bestürzt auf den Vorfall, erklärte, man sei "äußerst betrübt darüber, dass sich eine solche Tragödie ereignet hat“ und man spreche der Familie sein Beileid aus. Ebenso entschuldigte sich der Park "bei den Touristen für die verursachten Unannehmlichkeiten".

Attacken auf Tierpfleger kommen immer wieder vor

Wie es zu der tödlichen Attacke kommen konnte, ist noch unklar. Das Gebiet ist für Besucher nur mit Fahrzeugen zugänglich, damit die Tiere sich frei bewegen können. Ein weiterer Mitarbeiter, der in der Nähe gearbeitet haben soll, soll noch versucht haben, die Tiere zu verscheuchen. Da war es jedoch bereits zu spät. 

Es ist nicht die erste tödliche Attacke in einem Tierpark. Im Juli wurde in einem Zoo in Zürich eine Tierpflegerin durch einen Tiger tödlich verletzt. Ein Zoo-Besucher hatte das tragische Ereignis mit ansehen müssen und Alarm geschlagen. Mehrere Mitarbeitende versuchten noch, ihrer Kollegin zu helfen. Doch trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen kam für die 55-Jährige jede Hilfe zu spät.

Glück hatte eine Tierpflegerin im spanischen Madrid. Sie wurde vor drei Wochen von einem Gorilla attackiert und schwer verletzt. Das männliche Tier brach der 46-Jährigen bei dem Angriff beide Arme. Außerdem trug sie Verletzungen an der Brust und am Kopf davon.

Die Frau war mit Reinigungsarbeiten und Fütterungen in einem Innenraum des Menschenaffengeheges beschäftigt, als sie von dem 29-jährigen Malabo angegriffen wurde. Andere Mitarbeiter trennten den Affen von der Frau, er wurde dann von Veterinären betäubt. 

Quellen: "BBC", DPA, AFP

jek

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