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Hitzewelle in Deutschland: Feuerwehr schlägt Alarm: Mehrere Dutzend Läufer kollabieren bei Halbmarathon

Juni-Hitzerekord: 38,9 Grad in Bad Kreuznach +++ Ärztepräsident fordert Hitzepausen für Arbeitnehmer +++ Wetter am Wochenende: Bis zu 40 Grad im Osten +++ Kommunen warnen Bürger vor Wasserverschwendung +++ Auch in Teilen Niedersachsens wird das Wasser knapp +++ Alle Nachrichten zur Hitzewelle im Ticker.

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Von den mehr als 11.000 gemeldeten Läufern ging bei tropischen Temperaturen in Hamburg nur etwa 8.500 an den Start. Trotzdem waren die Rettungskräfte im Duaereinsatz. 57 Sportler mussten nach einem Kreislaufkollaps in Krankenhaus.

DPA

+++ 57 Läufer kollabieren bei Halbmarathon +++

Bei Temperaturen um 35 Grad Celsius sind am Sonntag bei einem Halbmarathon in Hamburg zahlreiche Läufer kollabiert. Wie die Feuerwehr berichtete, habe man zwischenzeitlich die Alarmstufe "Notfall mit Massenanfall von Verletzten" ausgelöst. Demnach reichten die sechs vorgehaltenen Rettungswagen bei Weitem nicht aus, um alle zu versorgenden Läufer zeitgerecht zu behandeln. Zeitweise sollen 18 Rettungswagen an der 21,1 Kilometer langen Strecke im Einsatz gewesen sein. Insgesamt seien 57 Läuferinnen und Läufer, sechs davon in Begleitung eines Notarztes, ins Krankenhaus gebracht worden. Medienberichte, nach denen die Veranstalter zu knapp mit dem Wasser geplant hatten, wies Organisator Karsten Schölermann zurück. "Wasser war nicht unser Problem. Es habe zeitweise lediglich Engpässe beim Nachfüllen der Becher gegeben, so Schölermann gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Von den 11.215 gemeldeten Läufern waren – wohl auch wegen der großen Hitze – nur 8.402 an den Start gegangen.

Quelle: Feuerwehr Hamburg

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+++ 38,9 Grad: Hitzerekord für Juni erneut gebrochen

Dieses Mal hatte der Hitzerekord für Juni nur wenige Tage Bestand. Erst Mittwoch war die bisherige Bestmarke von 38,5 Grad Celsius in Coschen (Brandenburg) und Bad Muskau (Sachsen) gebrochen und um 0,1 Grad überboten worden. Der neue Rekord für einen Junitag in Deutschland liegt seit Sonntag bei 38,9 Grad. Neuer Rekordhalter ist Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz – das meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD). Das Allzeit-Temperatur-Hoch von 40,3 Grad blieb zunächst noch unangetastet. Bereits zu Wochenbeginn soll es etwas abkühlen.

Quelle: dpa


 Meldungen von Samstag, 29. Juni

+++ Ärztepräsident fordert Hitzepausen für Arbeitnehmer +++

Angesichts der Extremtemperaturen hat der neue Ärztepräsident Klaus Reinhardt Hitzepausen für Arbeitnehmer gefordert. "Wichtig ist, bei großer Hitze die Schlagzahl etwas herunterzufahren und – wenn irgendwie möglich – die ein oder andere Pause extra einzulegen", sagte Reinhardt der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Wochenende. "Arbeitgeber sollten es aus Fürsorge für ihre Mitarbeiter ermöglichen, dass bei extremer Hitze das Tempo gebremst wird." Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach nannte den Appell richtig: "Arbeit bei den enormen Temperaturen ist gesundheitsgefährdend." Die klassische Pausenregelung sei "für die extreme Hitze nicht ausgelegt". Die Arbeitgeber müssten "ein Signal setzen und für großzügigere Pausen sorgen". Verordnete lange Mittagspausen nach Vorbild der Siesta in südlichen Ländern hält Lauterbach für falsch: "Notwendig sind flexible Regelungen, damit Arbeitnehmer, die besonders der Hitze ausgesetzt sind, geschützt werden."

Quelle: AFP

+++ Schützen heben Sakko-Pflicht auf +++

Ohne Sakko und Uniformjacken dürfen die rund 12.000 Teilnehmer des traditionellen Schützenausmarsch in Hannover am Sonntag durch die Stadt marschieren. Die Sakko-Pflicht sei aufgehoben und auch die Uniformjacken könnten wegen der erwarteten Hitze ausgezogen werden, teilte die Stadt mit. 

Für Menschen und Pferde würden kostenlose Trinkwasser-Zapfstellen eingerichtet. Die Pferde werden bei Bedarf mit Schwämmen gekühlt, teilte die Stadt weiter mit. Am Schützenausmarsch beteiligen sich neben Musikkapellen rund 40 Festwagen und Kutschen. Der Ausmarsch ist Teil des am Freitag gestarteten Schützenfestes, das als größtes der Welt angepriesen wird.

Die Tradition des 490. Schützenfestes in Hannover reicht bis in das 15. Jahrhundert zurück. Mehr als 30 Schützenvereine aus ganz Deutschland nehmen zusätzlich zu den hannoverschen Vereinen daran teil.

Quelle: dpa


 Meldungen von Freitag, 28. Juni

+++ Heißes Wochenende im Südwesten und Osten +++

Am Wochenende wird es erneut heiß. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet insbesondere im Osten Deutschlands mit rekordverdächtigen Temperaturen. Dabei wandert die regionale Hitzebelastung: Während am Samstag eher die Menschen im Südwesten stöhnen dürften, sind am Sonntag die größten Hitzewerte im Osten zu erwarten. Abkühlung ist am ehesten an der Nordseeküste möglich – dort bleibt es mit 20 Grad vergleichsweise kühl, so die DWD-Meteorologen.

Ansonsten sind am Samstag bei überwiegend wolkenlosem Himmel und viel Sonne Höchstwerte zwischen 29 und 36 Grad zu erwarten. Vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands ist es angesichts erhöhter UV-Werte wichtig, viel zu trinken und unnötige Anstrengung zu vermeiden. Auch Sonnenmilch mit hohem Schutzfaktor sollte im Freibad oder auf Ausflügen nicht fehlen.

Am Sonntag sollen die Temperaturen auf 32 bis 39 Grad steigen. Besonders – und möglicherweise rekordverdächtig – heiß soll es im Osten werden. Im brandenburgischen Coschen und im sächsischen Bad Muskau war bereits am Mittwoch der bisherige deutsche Hitzerekord für Juni geknackt worden. In beiden Orten zeigte das Thermometer 38,6 Grad.

Quelle: dpa

+++ Kommunen mahnen Bürger verantwortungsvoll mit Wasser umzugehen +++

Die Kommunen in Deutschland fordern die Bürger angesichts von Hitze und Trockenheit zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Wasser auf.  "Aufgrund der steigenden Wassernachfrage in Hitzeperioden, die auch durch einen erhöhten Verbrauch in der Landwirtschaft verstärkt wird, sollte auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Trinkwasser hingewirkt werden", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Verbraucher sollten demnach abwägen, ob der Wasserverbrauch auch wirklich erforderlich sei, etwa bei der Gartenbewässerung. In Deutschland würden jedoch auch bei langanhaltenden Trockenperioden und großer Hitze "keine flächendeckenden Versorgungsengpässe bei Trinkwasser" drohen.

Quelle: dpa


 Meldungen von Donnerstag, 27. Juni

+++ Auch in Teilen Niedersachsens wird das Wasser knapp +++

Aufgrund des wegen der Hitze sprunghaft angestiegenen Wasserverbrauchs werden einige Haushalte in Lohne bei Vechta (Niedersachsen) abends von der Versorgung abgeschnitten. In bestimmten Straßénzügen gebe es zwischen 19 und 22 Uhr kein Wasser, wird ein Sprecher des Oldenburgisch-Ostfriesischen Waserverbands von der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" zitiert. Auch in Emstek bei Cloppenburg, in der Region Hannover sowie im Landkreis Emsland komme es derzeit zu Engpässen, heißt es in dem Bericht weiter.

Der Sprecher appellierte an die Bewohner, Wasser möglichst nur zum Trinken zu verwenden, nicht aber um den Rasen zu bewässern.

Quelle: "Hannoversche Allgemeine Zeitung"

+++ Siebenschläfertag bringt etwas Entspannung in Hitze-Woche – nicht aber im Süden+++

Nach dem heißesten Junitag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen kommt auf Deutschland zum heutigen Siebenschläfertag (27. Juni) wieder ein bisschen Entspannung zu. Am Donnerstag wird es zumindest im Norden etwas weniger warm, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. 

Der Süden muss aber weiter mit Werten wie in den Tropen klarkommen. Am Oberrhein bleibt es heiß bei 37 oder 38 Grad. Am Freitag geht es noch einmal etwas weiter runter. Die leichte Abkühlung hält aber nicht lange an - am Samstag kommt schon die nächste Welle heißer Sahara-Luft zu uns. 

Quelle: DPA

+++ Drei Menschen sterben bei Badeunfällen +++

Bei dem extrem heißen Wetter sind am Mittwoch mehrere Menschen in Deutschland bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Ein 39 Jahre alter Mann starb im Landkreis Regensburg. Er ging in einem Weiher unter und starb noch am Abend in einem Krankenhaus. Gleich zwei Badetote gab es in Mecklenburg-Vorpommern: Eine 83-Jährige wurde in Neubrandenburg leblos aus dem Wasser geborgen und ein 28 Jahre alter Mann ertrank in einem Badesee.

Quelle: DPA

+++ Auch Bad Muskau knackt bisherigen Juni-Hitzerekord +++

Nicht nur im brandenburgischen Coschen ist am Mittwoch eine Temperaturrekord für den Monat Juni aufgestellt. Auch im sächsischen Bad Muskau kletterte das Thermometer auf 38,6 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Besonders heiß wurde es am Mittwoch auch mit 38,2 Grad in Manschnow (Brandenburg), Hoyerswerda (Sachsen), Cottbus (Brandenburg) und Möhrendorf-Kleinseebach (Bayern) mit je 38,1 Grad nach vorläufigen Angaben. "Im Osten lagen am Mittwoch die heißesten Orte Deutschlands", sagte DWD-Meteorologe Tobias Reinartz. 

Quelle: DPA


 Meldungen von Mittwoch, 26. Juni

+++ 38,6 Grad – Coschen knackt Juni-Bestmarke +++

Der Allzeit-Temperaturrekord ist noch nicht gefallen. Doch in Coschen in Brandenburg war es am Mittwoch so warm wie noch in einem Juni in Deutschland. Tropische 38,6 Grad Celsius zeigte das Thermometer an der Messstation im Landkreis Oder-Spree. Damit knackte Coschen die bisherige Rekordmarke aus dem Juni 1947. Damals kletterte die Temperatur im Luftkurort Bühlertal in Baden-Württemberg auf 38,5 Grad Celsius. Das meldete der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch.

Aufgrund einer besonderen Wetterlage herrschen in Deutschland derzeit ungewöhnlich hohe Temperaturen, am Mittwoch wurde laut DWD der vorläufige Höhepunkt der Hitzewelle erwartet. Ein neuer absoluter Wärmerekord sollte voraussichtlich aber eher nicht erreicht werden. Dieser liegt bei 40,3 Grad und war im Juli und August 2015 im bayerischen Kitzingen registriert worden.

Quelle: dpa

+++ In Ostwestfalen wird das Trinkwasser knapp +++ 

In Ostwestfalen kämpfen Wasserversorger mit Trinkwasser-Engpässen. "Wegen der anhaltenden Trockenheit kommt es zu Wasserknappheit", berichtete die Stadt Löhne. Betroffen seien die Städte Löhne, Bad Oeynhausen sowie einige Gemeinden. Bürger sind aufgerufen, auf das Sprengen ihrer Gärten und das Befüllen von Pools mit Trinkwasser zu verzichten. "Auch das Arbeiten mit Hochdruckreinigern muss unterbleiben", heißt es von der Stadt.

Quelle: dpa

+++ Sommer-Dresscode für Politiker in Hessen und Nordrhein-Westfalen +++

Im Gegensatz zu den Polizisten in Berlin dürfen Politiker in Hessen und Nordrhein-Westfalen derzeit legerer zur Arbeit kommen. Im hessischen Landtag gelten gelockerte Kleidungsvorschriften. Bediensteten und Abgeordneten stehe es frei, wegen der hohen Temperaturen statt im Sakko oder Kostüm auch mal in kurzer Hose oder im Sommerhemd zu arbeiten, sagte ein Landtagssprecher in Wiesbaden. Auch in Düsseldorf hat man Nachsicht: Beim Plenum erlaubte Sitzungsleiter und Landtagsvizepräsident Oliver Keymis (Grüne) den Männern, ihre Jacketts zumindest auf den Plätzen im Plenarsaal auszuziehen. Wer ans Rednerpult trete, müsse es aber wieder anziehen. Da bitte er doch um den "nötigen Respekt".

Quelle: dpa

+++ Hut ab! Berliner Polizisten müssen lange Hosen tragen +++

Polizisten in Berlin müssen bei Hitze weiterhin lange Hosen und geschlossene Schuhe tragen. "Auch bei hohen Temperaturen bleibt die Uniform unverändert", sagte ein Sprecher der Berliner Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Lediglich der Mützenzwang könne vom Dienststellenleiter aufgehoben werden. Zudem dürfen die Polizisten dunkelblaue Poloshirts tragen.

Die Gewerkschaft der Polizei wünscht sich mehr klimatisierte Räume auf den Dienststellen, wie Sprecher Benjamin Jendro auf Anfrage mitteilte. Außerdem fielen in älteren Mannschaftswagen öfter die Klimaanlagen aus. Dennoch wolle die Polizei nicht klagen: "Es geht uns bei der Hitze wie anderen Berufsgruppen auch", sagte Jendro. Hitzefrei könne es bei der Polizei aber nicht geben. "Die Beamten müssen bei jedem Wetter zum Dienst."

Quelle: dpa

+++ ADAC mahnt Biker zur Vorsicht vor Blow-ups +++

Der ADAC rät Motorradfahrern bei den heißen Temperaturen Straßen zu meiden, auf den denen sogenannte Blow-ups drohen. Die gefährlichen Rissen und Abplatzungen auf den Straßen entstehen, wenn sich bei Hitze einzelne Betonplatten aufwölben oder übereinander schieben. Damit die Blow-ups nicht zur Unfallfalle werden, ist meist auf den betroffenen Strecken die maximale Geschwindigkeit begrenzt. "Autofahrer sollten sich dringend an das Tempolimit halten", sagte ein ADAC-Sprecher am Dienstag in München. "Außerdem sollen sie mehr Abstand zum Vordermann lassen". 

Eine Liste von besonders gefährdeten Streckenabschnitten hat der Autoclub nicht, betonte aber, dass in den vergangenen Jahren viele der betroffenem Autobahnen entweder saniert oder durch sogenannte Entlastungsschnitte gegen Hitzeschäden fit gemacht wurden.

Quelle: dpa


 Meldungen von Dienstag, 25. Juni

+++ Mineralwasserbrunnen wollen Mehrwegflaschen schnell zurück +++

Bis zu drei Liter Wasser empfehlen Experten bei der aktuellen Hitze. Das bekommt auch der Getränkehandel zu spüren. Zunächst einmal durch steigende Umsätze. Am Dienstag hat die Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB) Mineralwassertrinker nun dazu aufgerufen, leere Mehrwegflaschen zügig zurückzugeben. Nur so könne der Flaschenkreislauf in Gang gehalten und die hohe Nachfrage gemeistert werden, erklärte die Genossenschaft am Dienstag. Gerade jetzt vor der Ferienzeit sei es wichtig, das Leergut nicht über Wochen im Keller zu lagern.

Verbraucher müssen aber keine Angst haben, bald vor leeren Regalen zu stehen. "Mineralbrunnen und Getränkehandel sind für das heiße Wetter gut vorbereitet und werden in den kommenden Tagen viel zu tun haben", erklärte der Vorstandsvorsitzende der GDB, Markus Wolff. Mit mehr als 5,5 Milliarden Füllungen jährlich haben die deutschen Mineralbrunnen laut eigenen Angaben das größte Mehrwegsystem Europas.

Quelle: AFP

+++ Freibad Stockheide in Dortmund geschlossen +++

Trotz großer Hitze bleibt ein Freibad in Dortmund vorerst geschlossen – der Eichenprozessionsspinner mit seinen gefährlichen Härchen vermieste hier am Hitze-Dienstag das Badevergnügen. Das Freibad Stockheide sei zur Zeit gesperrt, weil im angrenzenden Hoeschpark zahlreiche Bäume mit den Nestern der Raupe befallen seien, sagte ein Sprecher der Stadt. In Nordrhein-Westfalen wird am Dienstag bei Temperaturen von bis zu 37 Grad der heißeste Tag der Woche erwartet. Wie lange die Sperrung andauert, war zunächst unklar.

Quelle: DPA

+++ Höhepunkt der Hitzewelle am Mittwoch +++

Das Schwitzen geht weiter: Die Hitze erreicht am Mittwoch in Teilen Deutschlands ihren Höhepunkt. Besonders im Südwesten steigen die Temperaturen bis auf 39 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. "Im Saarland und im Rheintal kratzen wir an der 40-Grad-Marke", sagte DWD-Meteorologe Andreas Friedrich. In Nordrhein-Westfalen und im Norden würden die Temperaturen dagegen etwas zurückgehen.

Quelle: DPA

+++ Angst vor Blow-ups – erste Tempolimits auf Autobahnen +++

Wegen der hohen Temperaturen müssen sich Autofahrer im Süden von Sachsen-Anhalt auf zusätzliche Tempolimits auf Autobahnen einstellen. Auf mehreren geschädigten Abschnitten der Autobahnen 9 und 38 gelten bis auf weiteres Geschwindigkeitsbegrenzungen, wie der Chef der Landesstraßenbaubehörde, Uwe Langkammer, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Dies seien Vorsichtsmaßnahmen. Der Hintergrund: Dort können geschädigte Betondecken bei anhaltend hohen Temperaturen abrupt aufbrechen und sich anheben könnten.

Betroffen sei die A9 zwischen dem Schkeuditzer Kreuz und Halle – dort gilt Tempo 120. Ein Limit von 100 Kilometern pro Stunde wurde für die A9 in Richtung München zwischen Naumburg und Droyßig sowie rund um Weißenfels festgelegt. Auf der A38 müssen Autofahrer in beiden Richtungen zwischen Merseburg-Süd und Merseburg-Nord langsamer fahren sowie in Richtung Leipzig zwischen Lützen und der Grenze zu Sachsen.

Quelle: DPA

+++ Verkauf von Ventilatoren zieht deutlich an +++ 

Angesichts der Hitze in dieser Woche decken sich viele Verbraucher in Deutschland mit Ventilatoren ein. Das ein oder andere Modell könnte bald vergriffen sein, sagte eine Sprecherin von Media Markt und Saturn am Montag. "Mit Blick auf die prognostizierten hohen Temperaturen in den kommenden Tagen gehen wir davon aus, dass das Interesse nochmals deutlich anziehen wird." Auch online entwickeln sich Ventilatoren in diesem Tagen zum Verkaufshit. In der Bestsellerliste des Onlinehändlers Amazon hat es ein Standventilator am Montag auf Rang drei der meistverkauften Elektronikartikeln geschafft. 

Quelle: DPA

+++ Feuerwehr warnt: Lebensgefahr im Auto +++ 

+++ Waldbrand in Brandenburg breitet sich aus +++

Der Waldbrand in der Lieberoser Heide in Brandenburg hat sich ausgebreitet. Am Dienstag brannten bereits rund hundert Hektar, wie ein Sprecher des Landkreises Dahme-Spreewald in Lübben sagte. Rund 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz und wurden unter anderem vom Technischen Hilfswerk unterstützt. Der Brand war am Montag ausgebrochen und hatte sich bis zum Nachmittag schnell auf 70 Hektar erstreckt. Die starke Hitze, Wind, aber auch das viele Unterholz förderten demnach die Ausbreitung des Feuers. Gefahren bestanden dem Landkreis zufolge auch durch die Munitionsbelastung des Gebiets. Dem Sprecher zufolge ging es darum, den Brandherd einzudämmen, damit das Feuer nicht in den sogenannten roten Bereich gelangt, der stark mit Munition belastet ist. Die Region war früher ein Truppenübungsplatz.

Quelle: AFP

Tipps gegen Hitze
js