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Wetter Meteorologe zieht Bilanz des Sommers 2020

Sehen Sie im Video: Meteorologe vom DWD zieht Bilanz des Sommers 2020.


Von Herbst war am Dienstag, dem kalendarischen Herbstbeginn, in weiten Teilen Deutschlands nichts zu spüren. Im Gegenteil: Das Thermometer kletterte an einigen Orten bis an die 30-Grad-Marke. In Berlin tummelten sich die Wasserfreunde zum Beispiel am Schlachtensee, um das saisonale Aufbäumen auszukosten. Doch wie war er eigentlich dieser Sommer im Corona-Jahr 2020? Frank Kreienkamp vom Deutschen Wetterdienst DWD hat darauf keine eindeutige Antwort: "Also klimatologisch gesehen war er auf jeden Fall deutlich zu warm. Beim Niederschlag war es so, dass es eine Teilung gab zwischen dem Süden und dem Norden Deutschlands. Der Süden Deutschlands war teilweise deutlich zu nass. Der Norden Deutschlands war in vielen Regionen zu trocken, und von der Sonnenscheindauer her war es halbwegs normal. Aber wenn wir jetzt nur auf die letzten zehn Jahre zurückschauen, da war es dann das, wie Sie es mit Ihrem Bauchgefühl gerade beschrieben haben, eigentlich ein ganz normaler Sommer. Da war es sogar so, dass die ersten beiden Monate, also Juni und Juli, relativ normal waren und nur der August auffällig war, dass er mal eine schöne, lange, warme Periode hatte." Auch Deutschland sei klar und deutlich im Klimawandel angekommen, so Kreienkamp. Dies könne man in allen Bereichen sehen. Dazu gehörten Hitzewellen, Dürren und Schneearmut. Auch im Herbst wird es laut DWD vergleichsweise zu warm bleiben. Aktuell stehe allerdings ein Wetterwechsel bevor. In den nächsten Tagen soll es kühler, feuchter und vielleicht auch windiger werden. Herbstwetter eben.
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Zum kalendarischen Herbstbeginn ging es in weiten Teilen Deutschlands noch einmal heiß her. Insgesamt fällt der Sommer 2020 aber regional höchst unterschiedlich aus.

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