HOME

Sternschnuppen-Regen: In diesen Regionen haben Sie gute Chancen, die Perseiden zu sehen

In dieser Nacht ist es wieder so weit: Der Sternschnuppenschwarm der Perseiden zieht über unseren Nachthimmel hinweg. In einigen wenigen Gegenden können Sie das Spektakel trotz widriger Bedingungen mit hoher Wahrscheinlichkeit beobachten.

Sternschnuppen der Perseiden im Jahre 2012 in der Eifel.

Der Sternschnuppenschwarm der Perseiden erreicht sein Maximum in der Nacht zum Dienstag (13. August 2019).

DPA

Die Nacht auf den 13. August haben Sternschnuppen-Fans schon lange auf dem Zettel: Dann nämlich erreicht der jährliche Sternschnuppenstrom der Perseiden seinen Höhepunkt und belohnt Zuschauer mit einer spektakulären Aussicht. Doch in diesem Jahr ist die Vorfreude aufgrund schlechter Bedingungen etwas getrübt. So liege das eigentliche Maximum tagsüber, erläuterte Carolin Liefke vom Vorstand der Vereinigung der Sternfreunde in Heppenheim. 

In der Nacht wird die Sicht dann durch einen beinahe vollen Mond und vielerorts durch Wolken beeinträchtigt. Da der Mond den Himmel stark aufhellt, sieht man nur die besonders intensiven Sternschnuppen. Der Mond versinkt erst deutlich nach 3.00 Uhr (MESZ) am Horizont. Zu allem Übel lassen sich die Perseiden insgesamt etwas spärlicher blicken als sonst, denn die Erde trifft Liefke zufolge diesmal auf ihrer Umlaufbahn nicht so gut die "Staubwolke", aus der sie stammen.

Sternschnuppen: Das sind die besten Orte zum Bestaunen der Perseiden

Die besten Chancen für einen freien Blick aufs Firmament gebe es in einem breiten Streifen von Baden Richtung Nordosten, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes am Sonntag. Auch um Nord- und Ostsee gebe es gute Chancen. Allerdings könnten in beiden Bereichen hohe Schleierwolken die Sicht beeinträchtigen. Wegen dichter Wolken stehen die Chancen dagegen im Südosten eher schlecht. Und auch im Westen könnte die Sicht behindert sein: Dort soll in der Nacht ein Regengebiet aufziehen.

Die Perseiden haben ihren Namen daher, weil sie scheinbar dem Sternbild Perseus entspringen. Ursache für das Phänomen sind Teilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn diese "Staubwolke". Wenn die Staubteilchen mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre eindringen, kommt es zu den Leuchtspuren. Sie werden im Volksmund auch Laurentius-Tränen genannt - nach dem im 3. Jahrhundert nach Christus gestorbenen Märtyrer.

meh / DPA