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Unwetter In Deutschland In NRW treten erste Flüsse über die Ufer - Sturmtief "Burglind" im Liveblog


Sturmtief "Burglind" hat orkanartige Böen über Teile Deutschlands hinwegfegen lassen. Vielerorts richtete das Unwetter Schäden an und sorgte für Verkehrsbehinderungen. Die Entwicklung des Tages zum Nachlesen.

Das erste Sturmtief des neuen Jahres ist mit großer Wucht über weite Teile Deutschlands gefegt. "Burglind"
brachte am Mittwoch orkanartige Böen von mehr als 120 Kilometern pro Stunde und peitschenden Regen. Es kam zu Behinderungen im Verkehr auf Straßen, Zugstrecken und Fährlinien an den Küsten, Bäume stürzten um. In anderen europäischen Ländern hieß das Tief "Eleanor" und behinderte ebenfalls das öffentliche Leben.

Nach Sturmtief "Burglind" folgt Regen

In den kommenden Tagen wird es laut Wettedienst vor allem im Südwesten regnen. "Daher gibt es in den dortigen Staulagen Unwetterwarnungen wegen Dauerregens", sagte Christoph Hartmann von der Wettervorhersagezentrale in Offenbach. Regen- und Schmelzwasser können sich dann lokal zu Hochwasser summieren. 

Die Entwicklung zum Unwetter in Deutschland zum Nachlesen.

Live Blog

In NRW treten erste Flüsse über die Ufer - Sturmtief "Burglind" im Liveblog

  • Marc Drewello
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    Auf Twitter posten zahlreiche User Fotos von umgestürzten Bäumen:

  • Marc Drewello
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    Der Deutsche Wetterdienst meldet einen weiteren Windrekord:

  • Marc Drewello
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    Falls sich jemand über den Namen des derzeitigen Sturmtiefs wundert: Wir verdanken "Burglind" einer Berlinerin. Sie habe sich die Wetterpatenschaft für das zweite Tiefdruckgebiet dieses Jahres selbst geschenkt, sagte eine Mitarbeiterin des Instituts für Meteorologie der Freien Universität (FU) Berlin. Das Institut der FU vergibt seit 1954 Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen. In diesem Jahr bekommen die Tiefs weibliche Namen, die Hochs männliche. Begonnen wird am Jahresanfang immer mit "A". Dann geht es in alphabetischer Reihenfolge weiter. "Burglind" ist bereits das Tief "Alja" vorausgegangen. Das erste Hoch des Jahres wird "Adam" heißen.

    Patenschaften für Hochdruckgebiete kosten den Angaben nach 299 Euro, bei den Tiefdruckgebieten sind es 199 Euro. In diesem Jahr werden noch Namensgeber für Tiefdruckgebiete mit den Anfangsbuchstaben "Q" und "X" gesucht. Bei den Hochdruckgebieten sind noch Patenschaften mit den Anfangsbuchstaben "Q", "X", "Y" und "Z" zu haben.

  • Marc Drewello
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    In den Niederlanden hat der Sturm für erhebliche Verkehrsprobleme gesorgt. Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden vorsorglich knapp 200 Flüge gestrichen . Auch der Zugverkehr war von dem heftigen Wind mit bis zu 130 Kilometer pro Stunde betroffen, meldete die niederländische Bahn. In den Küstengebieten fielen Intercitys aus. Deiche und Brücken waren für den Autoverkehr gesperrt worden.

    Wegen des erwarteten Hochwassers von mehr als drei Metern sollte auch das Sturmflutwehr an der Nordseeküste in der Provinz Zeeland geschlossen werden. Zuletzt war das bei einem heftigen Herbststurm 2014 geschehen.

  • Marc Drewello
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    "Burglind" bremst in Niedersachsen auch Fähren aus. In Cuxhaven wurde die einzige Insel-Fährverbindung nach Helgoland vorsorglich eingestellt. Einige Urlauber seien bereits am Dienstag abgereist, andere würden zurück fliegen oder länger bleiben, sagte eine Sprecherin auf der Hochseeinsel.

    Früher abgereist sind auch einige Gäste auf der Insel Wangerooge. Dort fielen wegen Hochwassers zwei Verbindungen vom und zum Festland aus. Je eine Abfahrt wurde auch von Spiekeroog nach Neuharlingersiel und umgekehrt gestrichen. "Die Urlauber wussten aber seit Dienstag Bescheid und haben sich darauf eingestellt", sagte eine Touristik-Sprecherin. Einschränkungen gab es zudem bei der Langeoog-Fähre.

  • Marc Drewello
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    Wegen des starken Regens der letzten Tage wird der Schiffsverkehr auf dem Rhein eingeschränkt. In Köln wurde am Morgen die Hochwassermarke I überschritten, bei der Schiffe eine bestimmte Geschwindigkeit nicht überschreiten dürfen. Für die nächsten Tage erwartet der Hochwassermeldedienst einen weiteren deutlich Anstieg des Rhein-Pegels. Die Hochwassermarke II, ab der Schiffe nicht weiterfahren dürfen, werde in den nächsten Tagen voraussichtlich aber noch nicht erreicht. Auch kleinere Flüsse könnten in den nächsten Tagen über die Ufer treten.

    In NRW werden Hochwassermarken am Rhein immer zuerst in Köln erreicht, weil das Flussbett dort sehr eng ist. Am Morgen zeigte der Pegel einen Wert von 6,38 Metern an - damit ist die Hochwassermarke I von 6,20 Metern überschritten. Schiffe müssen auf einer 50 Kilometer langen Strecke ihre Geschwindigkeit drosseln und immer per Funk für kurzfristige Anweisungen erreichbar sein. Bis zum Freitag prognostizieren die Experten Pegelstände bis 7,72 Metern. Ab einem Wert von 8,30 Metern müsste der Schiffsverkehr eingestellt werden.

  • Marc Drewello
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    Warnung der Feuerwehr im schweizerischen Ettingen: "Wir sind draußen, bleiben Sie drinnen":

  • Marc Drewello
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    Laut Deutscher Bahn werden in Bayern immer mehr Störungen beseitigt und die Verkehrslage normalisiert sich zusehends

  • Marc Drewello
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    Weitere Bahnsperrung in Bayern beendet:

  • Marc Drewello
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    Dieses Video soll zeigen, wie ein Dachteil in der Schweiz davongeweht wird:

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    Weitere Stromausfälle werden gemeldet. Diesmal aus Südbaden:

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    Die Bahn hat eine weitere Streckensperrung aufgehoben:

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    In München wurden wegen "Burglind" offenbar Wertstoffhöfe und Friedhöfe geschlossen:

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    Die Bahn von Konstanz nach Radolfzell fährt wieder:

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    Falls Sie von den Folgen des Sturmes betroffen sind, erfahren Sie hier, ob ihre Versicherung für ihren Schaden aufkommen müsste: https://www.stern.de/wirtschaft/versicherung/unwetter--diese-schaeden-uebernimmt-die-versicherung-7507096.html

mad/fs DPA AFP

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