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+++ Wetter-Ticker +++

Winterchaos: 24-Jähriger kommt durch Lawine ums Leben - 57-Jähriger stirbt beim Schneeräumen

Das Winter-Geschehen im Ticker: Zahl der Lawinentoten in Österreich steigt auf elf +++ Neuschnee-Rekorde in Österreich +++ Wetterlage in Bayern entspannt sich deutlich +++ David Hasselhoff eingeschneit +++ Biathlon-Weltcup in Ruhpolding abgesagt

Räumarbeiten in Bayern: Winterchaos: Schnee bleibt schwerwiegendes Problem

Viele Pisten gesperrt, große Lawinengefahr, Straßen unpassierbar. Zwei Wochen lang hat gewaltiger Schneefall Einheimische und Touristen genervt. Jetzt ist der Spuk wohl bald vorbei, Gefahren aber bleiben.

Die Ereignisse rund um das Winterchaos im stern-Schneeticker:   

+++ 19.07 Uhr: Mann stirbt, als er sein Dach vom Schnee befreien will +++

Die tödlichen Zwischenfälle aufgrund der Schneelage in den Alpen reißen nicht ab. In St. Nikolai im österreichischen Bundesland Steiermark kam nach Angaben der Polizei ein 57-Jähriger beim Schneeräumen ums Leben. Er wurde von einer eineinhalb Meter hohen Schneewechte getroffen, die sich vom Dach eines unbewohnten Hauses löste. Der stark verdichtete und schwere Schnee stürzte aus zwei bis drei Metern auf den 57-Jährigen. Ein Arzt des Bundesheeres versuchte laut Polizei den Mann wiederzubeleben, aber ohne Erfolg. St. Nikolai im Sölktal gehört zu den Gemeinden, die wegen der Lawinengefahr nicht auf der Straße erreichbar sind.

+++ 16.20 Uhr: 24-Jähriger kommt in Österreich durch Lawine ums Leben +++

In Österreich ist erneut ein Skifahrer durch eine Lawine ums Leben gekommen. Ein 24-Jähriger aus Tschechien war mit seinem Vater am Ankogel in Kärnten auf einem Forstweg abseits der gesicherten Pisten unterwegs, als er von einer Lawine mitgerissen wurde. Wie Polizeisprecher Mario Nemetz der österreichischen Nachrichtenagentur APA sagte, waren beide gut ausgerüstet. "Sie sind von einem Parkplatz aus über einen Forstweg aufgestiegen und trugen auch Lawinenpiepser. Beim Aufstieg hielten sie einen Abstand von etwa zehn Metern ein." Auf einem unbewaldeten Stück ging eine Lawine ab. Der 24-Jährige wurde 100 Meter weit mitgerissen und verschüttet.

Laut Polizei war der 24-Jährige als Skilehrer in der Region tätig, sein Vater war auf Urlaub in Kärnten. Mit dem neuen Unglück steigt die Zahl der Lawinentoten in Österreich in diesem Winter auf elf.

+++ 13.38 Uhr: Nun offiziell: Neuschnee-Rekorde in Österreich +++

In einigen österreichischen Regionen haben die starken Schneefälle der vergangenen Wochen für Neuschnee-Rekorde gesorgt. Wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik mitteilte, fielen etwa in Hochfilzen in Tirol seit dem 1. Januar 451 Zentimeter Neuschnee - ein neuer 15-Tage-Rekord seit dem lokalen Messbeginn im Jahr 1971. In Seefeld fielen in diesem Zeitraum 283 Zentimeter Neuschnee, in Lofer in Salzburg 263 Zentimeter - auch das Rekordwerte für die jeweiligen Gemeinden. Auch Bad Mittendorf in der Steiermark stellte mit 270 Zentimeter Neuschnee in den vergangenen 15 Tagen einen Rekord auf. Für die Gipfelregionen gibt es wegen der starken Windverfrachtung der vergangenen Tage nur ungefähre Angaben.

+++ 10.47 Uhr: Sänger David Hasselhoff in Österreich eingeschneit +++

Der US-Schauspieler und Sänger David Hasselhoff (66, "Baywatch") gehört zu den Eingeschneiten im österreichischen Urlaubsort Saalbach-Hinterglemm. "The Hoff" postete gestern Abend ein Video, in dem er mit Bademantel, Stiefeln und Mütze durch den Schnee stapft. Dem Anschein nach überrascht über die Kälte des Schnees versucht er, sich fröstelnd zu einem Whirlpool vorzuarbeiten - zumindest im Video ohne Erfolg. Hasselhoff ist laut "Salzburger Nachrichten" Stammgast in Saalbach-Hinterglemm. Am Donnerstag gibt er dort ein Konzert.

Saalbach-Hinterglemm ist nach Angaben des Landes Salzburg seit gestern Abend nicht mehr erreichbar. Die Zufahrtstraße wurde wegen Lawinengefahr sicherheitshalber gesperrt. Insgesamt sind im Bundesland Salzburg seit gestern Abend mehr als 41.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten.

+++ 10.38 Uhr: Wetterlage in Bayern entspannt sich deutlich +++

Die Wetterlage in Bayern hat sich deutlich entspannt. Angesicht nachlassender Schneefälle hob der Deutsche Wetterdienst sämtliche Unwetterwarnungen auf. Im Landkreis Miesbach entschieden die Behörden, ab Mittwoch nach sieben schulfreien Tagen wieder den Schulbetrieb regulär aufzunehmen. Die Straßen- und Gehwegsituation habe sich deutlich entspannt, auch die Schülerbeförderung durch die Bayerische Oberlandbahn werde mit Einschränkungen wieder anlaufen, erklärte das Landratsamt.

In den von den starken Schneefällen der letzten Tage betroffenen bayerischen Landkreisen bleibt dennoch der Katastrophenfall bestehen. So teilte etwa der Landkreis Berchtesgadener Land mit, die Zahl der wegen der Schneelast als kritisch gemeldeten Dächer sei auf mehr als 1300 gestiegen. Davon seien aber mit 754 Dächern mehr als die Hälfte inzwischen geräumt worden. Auch die Lawinensituation bleibt unverändert kritisch, im Alpenraum herrscht die Lawinenwarnstufe vier.

+++ 10.14 Uhr: Lawinensituation in Österreich bleibt angespannt +++

Die Lawinengefahr ist in Österreich leicht gesunken, bleibt aber angespannt. Wie die Lawinenwarndienste mitteilten, galt in keinem Bundesland mehr die höchste Warnstufe. Allerdings ist in weiten Teilen der Bundesländer Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich und Steiermark die Gefahr weiter groß: In Tirol gilt ebenfalls vielerorts die zweithöchste Warnstufe - in allen Bereichen nördlich des Inns, in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel sowie im nördlichen Osttirol auch unterhalb der Waldgrenze.

"Die Situation bleibt ernst", erklärte der Lawinenwarndienst Salzburg in seinem Lagebericht. "Für Wintersport abseits gesicherter Pisten sind die Verhältnisse sehr gefährlich", unterstrich auch der Lawinenwarndienst Tirol.

+++ 8.50 Uhr: Lawine trifft Hotel in Österreich - keine Verletzten +++

Eine nächtliche Lawine hat in Ramsau in Österreich ein Hotel getroffen. Die 60 Gäste und Angestellten konnten nach Angaben der Polizei von heute früh das Gebäude unverletzt verlassen. Im vorsichtshalber abgesuchten Lawinenkegel wurde niemand gefunden. Die Lawine verschob laut Polizei allerdings einige Autos und richtete Sachschaden an. Die Schneewalze hatte wegen der langen flachen Strecke bis zum Ort bereits viel von ihrer Wucht verloren.

In Österreich herrscht auch nach dem Nachlassen der Schneefälle große Lawinengefahr. Einige Orte, dazu gehört auch Ramsau, sind auf der Straße nicht erreichbar. Aufgrund der Wetterbesserung wird mit einer Entspannung der Situation im Lauf des Tages gerechnet. 

+++ 8.22 Uhr: Schneefall in Bayern lässt nach +++

Leichtes Aufatmen in den Schneeregionen Bayerns: Bis heute Mittag erwarten Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes nur noch rund fünf Zentimeter Neuschnee im bayerischen Alpenraum, nachdem dort seit Samstagabend bis zu einem Meter Schnee gefallen ist. Allerdings werde der Neuschnee teils immer noch stark verweht, teilte der DWD am Morgen mit. Zudem drohe auch noch in der Nacht zu morgen vielerorts Glätte durch Schnee, Schneematsch, gefrorene Nässe oder Reif. Nach wie vor laste auch hohes Gewicht durch den Schnee auf Bäumen und Gebäuden.

+++ 7.30 Uhr: Alpenregionen hoffen auf Ende der Schneefälle +++

Viele Menschen in Bayern, Österreich und der Schweiz hoffen auf ein Ende der Schneefälle und damit eine Entspannung der Gefahrenlage. Heute sollen laut Meteorologen die Schneefälle ausklingen. Und auch in den Folgetagen droht den Prognosen zufolge kein Nachschub. "Das sieht nach nachhaltiger Entspannung aus", sagte Thomas Wostal von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien. Das Ende des fast zweiwöchigen Schneefalls werde es erlauben, nötige Lawinensprengungen vorzunehmen, hieß es. Danach dürften viele Straßensperren aufgehoben werden. So rechnet die Gemeinde Lech am Arlberg mit einer Aufhebung der Straßensperre spätestens am Abend. 5000 Gäste sind derzeit nach Angaben des Tourismusbüros im Ort und warteten geduldig auf besseres Wetter. Die Lawinenwarnstufe wird heute voraussichtlich gesenkt. "Für Wintersportler bleibt es jedoch heikel. Morgen steigt die Gefahr mit der Erwärmung wieder an", teilte der Lawinenwarndienst Vorarlberg mit.

Gestern waren in ganz Österreich noch mehr als 180 Straßen gesperrt. Im Bundesland Salzburg waren durch neue Straßensperren am Montagabend mehr als 41.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Ebenfalls betroffen war der bei Skitouristen beliebte Urlaubsort Saalbach-Hinterglemm. In den beiden letzten Wochen fiel laut ZAMG regional teils das Dreifache der sonst im gesamten Januar üblichen Schneemenge. 

+++ 7.09 Uhr: Biathlon-Weltcup in Ruhpolding für Morgen abgesagt +++

Der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding kann morgen nicht stattfinden. Grund dafür ist der anhaltende Katastrophenfall im Landkreis Traunstein. Laut einer Pressemeldung des Landratsamts vom Morgen stehe dieser in einem "absoluten Widerspruch" zur Durchführung des Wettkampfs in der Chiemgau Arena. "Die Sicherheit der Menschen stehe an erster Stelle", so der Sprecher weiter. Die Entwicklung über den Mittwoch hinaus sei derzeit noch offen. 

Für Morgen war der Sprint der Herren über 10 Kilometer geplant. Am Donnerstag (14.30 Uhr) sollen die Damen über 7,5 Kilometer starten. Die für heute geplante Weltcup-Eröffnungsfeier war schon gestern abgesagt worden.


Meldungen von Montag, den 14.1.

+++ 17.06 Uhr: Viele Lawinen in den Alpen - aber Ende von Dauerschneefall in Sicht +++

Während mehrere Lawinen in den Alpen noch einmal die Gefahren des Extremwinters vor Augen geführt haben, ist ein Ende des Dauerschneefalls in Sicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete, dass die Niederschläge an diesem Dienstag allmählich abklingen, womit auch die Unwettersituation an den Alpen ende. Der Chef der Bayerischen Staatskanzlei, Florian Herrmann (CSU), sagte, den Prognosen zufolge sei von Mittwoch an eine deutliche Entspannung möglich. Tauwetter und Regen führen nun mancherorts zu Hochwasser. In Bayern gab es vor allem in Franken erhöhte Pegelstände, aber auch in Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen schwollen die Flüsse an.

Im deutschen Alpenraum galt am Montag weiterhin die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier, in mehreren Regionen Österreichs und der Schweiz sogar die höchste Stufe fünf. 

Im Berchtesgadener Land machte sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ein Bild der Lage. Dabei kündigte er an, dass 230 Einsatzkräfte der Bundespolizei die Helfer in den tief verschneiten Gebieten unterstützen werden. "Das ist ein Signal, dass man in einer solchen Situation einfach zusammensteht", sagte der für die Bundespolizei zuständige Minister. Im Berchtesgadener Land hatte eine Lawine am späten Sonntagabend Teile der Bundesstraße 305 verschüttet. Verletzt wurde niemand. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) drückte über ihren Sprecher ihre Anerkennung für die Helfer in den Alpen aus. Alle Kräfte vor Ort leisteten großartige Arbeit, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.

+++ 16.39 Uhr: Sturm und Schnee führen zu Winterchaos in Tschechien +++

Schneefälle und starker Wind haben in Teilen Tschechiens auch am Montag wieder für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Ein zwischen Prag und München verkehrender Fernreisezug prallte bei Domazlice (Taus) gegen einen umgestürzten Baum. Weder der Lokführer noch die Reisenden wurden bei der Notbremsung verletzt, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Die Lokomotive wurde beschädigt.

Unter der Schneelast stürzten zahlreiche Bäume um. Im Erzgebirge stellte die Feuerwehr die Räumarbeiten vorübergehend ein, weil sie als zu riskant eingeschätzt wurden. Aufgrund beschädigter Leitungen waren rund 15.000 Haushalte ohne Strom. Touristen wurden aufgerufen, nicht in höher gelegene Regionen der westlichen Verwaltungsregion Karlsbad (Karlovy Vary) zu fahren.

Die meisten Skipisten auf der tschechischen Seite des Erzgebirges blieben wegen des starken Windes geschlossen. Bozi Dar (Gottesgab), die höchstgelegene Stadt Tschechiens, war von der Außenwelt abgeschlossen. Auch der Grenzübergang nach Oberwiesenthal sei nicht befahrbar, berichtete die Agentur CTK.

Im bei Skitouristen ebenfalls beliebten Riesengebirge (Krkonose) herrschte der Bergwacht zufolge eine erhebliche Lawinengefahr. Auf der höchsten Erhebung des Mittelgebirges, der Schneekoppe (Snezka), wurden Windspitzen von bis zu 130 Kilometern pro Stunde gemessen.

+++ 14.56 Uhr: Winterwetter verursacht Stromausfälle und Unfälle in der Slowakei +++

Starke Schneefälle und heftige Sturmwinde haben in der Slowakei zahlreiche Verkehrsunfälle verursacht sowie Straßen und die Stromversorgung Tausender Haushalte lahmgelegt. Im Norden des Landes waren in den Regionen Liptau und Orava rund 15.000 Haushalte ohne Strom, wie die regionale Elektrizitätsgesellschaft der Nachrichtenagentur TASR mitteilte.

Beim Dorf Oravska Polhora nahe der polnischen Grenze endete der Frontalzusammenstoß eines voll besetzten Busses mit einem Auto auf einer verschneiten Bergstraße glimpflich. Ein Pkw-Insasse musste zwar verletzt ins Krankenhaus, die 51 Businsassen, davon 47 Kinder, blieben aber nach Angaben der Feuerwehr unverletzt.

+++ 14.51 Uhr: Rund die Hälfte der Skipisten in Österreich geschlossen +++

Fast die Hälfte der Skipisten in Österreich ist nach Angaben des Skiportals skiresort.de aufgrund der Wetterverhältnisse und der teils sehr großen Lawinengefahr geschlossen. Komplett still stehen die Lifte in kleinen Skigebieten wie der Planneralm, dem Gebiet am Hochkar sowie der Region Loser-Altaussee, wie auf den Internetseiten der Gebiete gemeldet wird. In den großen Skigebieten waren ebenfalls viele Pistenabschnitte nicht befahrbar. So sind in der Skiregion Arlberg laut eigener Webseite zeitweise nur 49 von 306 Pistenkilometer geöffnet, in der Skiregion Sölden sind es gerade einmal 15 von 140 Kilometern. In Saalbach-Hinterglemm sind 40 von 69 Liften in Betrieb und 62 von 114 Kilometern Piste befahrbar. Insgesamt gibt es laut skiresort.de knapp 7000 Kilometer Skipiste in ganz Österreich.

+++ 13.41 Uhr: Bis zu 150 Zentimeter Neuschnee erwartetet +++

Der Deutsche Wetterdienst rechnete bis morgen weiter mit starken Schneefällen im Alpenraum. Dabei könnten Neuschneehöhen von 40 bis 70 Zentimetern, in "exponierten Staulagen" sogar von 100 bis 150 Zentimetern zusammenkommen. Dann klängen die Niederschläge im Westen und Süden Deutschlands aber langsam ab, sagte ein Sprecher. Der zunehmende Einfluss eines Hochdruckgebiets beende dann auch die Unwetterlage in den Alpen.

+++ 12.42 Uhr: Streit ums Schneeräumen: drei Leichtverletzte +++

Wer muss Schnee schippen? Eine Frage, die in Marktoberdorf für jede Menge Streit, einen Polizeieinsatz und drei Leichtverletzte gesorgt hat. Wie die Polizei mitteilte, konnte sich am Sonntag ein Geschwisterpaar nicht einigen, wer für das Schneeschippen vor dem gemeinsamen Haus verantwortlich sei. Zwischen der 55-jährigen Frau und ihrem 58-jährigen Bruder kam es zu Handgreiflichkeiten. Auch der hinzugerufene Lebensgefährte der Frau wurde in den Streit verwickelt. Erst die Polizei konnte die Auseinandersetzung beenden. Alle drei Beteiligten wurden leicht verletzt. Ins Krankenhaus musste zwar niemand - wer letztendlich den Schnee räumen muss, konnte aber nicht geklärt werden.

+++ 11.10 Uhr: Bundespolizei schickt 230 Helfer in Schneegebiete +++

Angesichts massiver Schneefälle in Südbayern stellt die Bundespolizei 230 Einsatzkräfte zur Unterstützung der Helfer in den tiefverschneiten Gebieten bereit. Das teilte Bundesinnenminister Horst Seehofer bei einem Besuch in Berchtesgaden mit. "Das ist ein Signal, dass man in einer solchen Situation einfach zusammensteht", sagte der CSU-Politiker bei seinem Treffen mit Rettungs- und Hilfskräften. Der Landrat des Berchtesgadener Lands habe die Bundespolizei am Samstag um Hilfe gebeten. In der Region gilt seit Tagen der Katastrophenfall. Bereits mehr als 1000 Kräfte von Bundeswehr, Feuerwehr, Rotem Kreuz und Technischem Hilfswerk räumen unter anderem Schneemassen von einsturzgefährdeten Dächern.

+++ 11.03 Uhr: Viele große Lawinenabgänge in Tirol - Höchste Warnstufe ausgeweitet +++

In Tirol sind viele teils sehr große Lawinen abgegangen. Wie der Lawinenwarndienst des österreichischen Bundeslandes mitteilte, wurde daher die höchste Lawinenwarnstufe auf weitere Regionen des Landes ausgeweitet. "Es fiel vor allem am Karwendel mehr Schnee als erwartet", teilten die Experten in ihrem Lagebericht mit. Aufgrund von Regen könne es im Laufe des Tages unterhalb von 1500 Metern Seehöhe vermehrt zu "Gleitschneelawinen und nassen Rutschen" kommen.

Die höchste der fünf Lawinenwarnstufen gilt derzeit regional in drei österreichischen Bundesländern und auch in Teilen der Schweiz. Seit gestern fielen in Tirol 60 bis 100 Zentimeter Neuschnee, lokal laut Lawinenbericht auch mehr. Für heute rechneten die Experten mit weiteren 50 Zentimetern. Das Ende der Niederschläge wird für morgen erwartet.

+++ 10.16 Uhr: Wetterdienst warnt vor extremem Unwetter in höheren Alpenlagen +++

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor extremem Unwetter in den höheren Lagen ab tausend Metern in den Alpen. Insgesamt sei in den Alpen starker Schneefall zu erwarten, oberhalb der tausend Meter in einem extrem starken Ausmaß. Es sei gebietsweise bis zu ein Meter Neuschnee zu erwarten, wegen der bereits jetzt großen Schneehöhen steige durch den Neuschnee die Gefahr von Schneebruch erheblich.

Auch in Teilen Österreichs bleibt die Lage angespannt. Am Hochkar sind nach einem Bericht der Nachrichtenagentur APA 180 Menschen eingeschlossen, die Hochkar-Alpenstraße musste wegen Lawinenabgängen gesperrt werden. Es gebe dort einen totalen Stromausfall. Auch in Tirol und Voralberg sind zahlreiche Orte nicht erreichbar. Im Bundesland Voralberg gaben die Behörden die höchste Lawinenwarnstufe fünf aus.

+++ 10.05 Uhr: Nach Lawine hundert Menschen aus Hotel in Balderschwang evakuiert +++

Nachdem in dem von der Außenwelt abgeschnittenen Allgäuer Wintersportort Balderschwang am Morgen ein Hotel von einer großen Lawine getroffen wurde, sind die etwa hundert Hotelgäste anderweitig untergebracht worden. Das Gebäude wurde beschädigt, Menschen aber nicht verletzt, wie das Landratsamt Oberallgäu in Sonthofen mitteilte. Balderschwang ist derzeit nur für Einsatzkräfte erreichbar, die etwa 1100 Bewohner und Touristen im Ort können die an der Grenze zu Österreich liegende Gemeinde nicht verlassen.

+++ 10.01 Uhr: Mehr als 180 Straßen in Österreich gesperrt +++

Nach erneut kräftigen Schneefällen sind in Österreich mehr als 180 Straßen gesperrt. Wie der Sender ORF meldet, sind deswegen mindestens ein Dutzend Orte nicht erreichbar. Die Lawinengefahr ist in einigen Regionen im Vergleich zum Wochenende wieder angestiegen. In den Bundesländern Vorarlberg und Tirol wurde die höchste Warnstufe ausgerufen. In den Vorarlberger Gebieten mit sehr großer Lawinengefahr kamen bis zum Morgen 65 bis 100 Zentimeter Neuschnee zusammen. Es wurden noch weitere 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee erwartet. 

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik ging zudem davon aus, dass es in Tirol und Vorarlberg gebietsweise bis zu fünf Grad warm werden könnte. "Mit der Erwärmung steigt die Auslösebereitschaft von spontanen trockenen Lawinen vor allem in mittleren und hohen Lagen deutlich an", heißt es im Lagebericht des Lawinenwarndienstes. Auch im Gebiet Hohe Tauern im Land Salzburg gilt die höchste Lawinenwarnstufe.

+++ 7.27 Uhr: Lawine trifft Hotel im Allgäu - keine Verletzten +++

Eine Lawine hat im bayerischen Wintersportort Balderschwang am Morgen ein Hotel getroffen. Verletzt wurde von den Schneemassen niemand, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Lawine mit einer Breite von 300 Metern drückte Fenster des Hotels ein und Schnee gelangte ins Innere. Weder Gäste noch Angestellte werden nach den Angaben vermisst. Einsatzkräfte sind vor Ort, konnten aber zunächst nicht mit Räumungsarbeiten beginnen. Ein Mensch erlitt einen Schwächeanfall und wurde von einem Arzt versorgt. Ob das im Zusammenhang mit der Lawine stand, ist noch unklar. 

Die Zufahrt zur Gemeinde Balderschwang ist wegen der Lawinengefahr seit Sonntag gesperrt. Rund 1300 Menschen sitzen in dem Wintersportort fest.

+++ 7.13 Uhr: Überschwemmungen in Bayern und Baden-Württemberg +++

Nach den Regen- und Schneefällen der letzten Tage sind in der Nacht mehrere Flüsse und Bäche in Bayern über die Ufer getreten. Auch aus manchen Regionen Baden-Württembergs wird Hochwasser wegen Regens und Tauwetters gemeldet. Vor allem in der Mitte und im Norden von Bayern wurden teilweise Äcker und Wiesen überflutet, wie der Hochwassernachrichtendienst mitteilte. Für den oberfränkischen Landkreis Kulmbach warnte er vor Überschwemmungen in bebauten Gebieten. Auch in Mittelfranken stellte sich die Polizei auf Überschwemmungen ein. "Das Hochwasser kommt langsam", sagte eine Polizeisprecherin. In Niederbayern stiegen einem Polizeisprecher zufolge die Wasserstände leicht an.

Am Neckar in Gundelsheim, Lauffen und Horb sowie an der Rems oder der Fils wurden nach Angaben der Hochwasservorhersagezentrale von Baden-Württemberg in der Nacht Meldewasserstände überschritten. Am Neckar steigen die Pegelstände noch weiter, wie ein Hydrologe der Zentrale sagte. In Heidelberg sowie in Eberbach und Neckargemünd drohen Straßen entlang des Neckars überspült zu werden. Hochwasser-Schwerpunkte seien der nordöstliche Landesteil sowie der Schwarzwald, hieß es.

+++ 4.36 Uhr: Seehofer will Schneechaos-Gebiete besuchen +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer will sich heute persönlich ein Bild von dem seit Tagen andauernden Schneechaos in den bayerischen Alpen machen. Wie sein Ministerium mitteilte, will der CSU-Politiker Einsatzkräfte der Bundespolizei und des Technischen Hilfswerks im Berchtesgadener Land treffen. Geplant sind Gespräche unter anderem in Berchtesgaden und Neukirchen am Teisenberg. Auch ein Statement des Ministers ist geplant. Seine Kabinettskollegin und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte gestern den vom Schneechaos betroffenen Landkreisen weitere Hilfe zugesagt. 

+++ 2.19 Uhr: Lawine verschüttet Bundesstraße - keine Verletzten +++

Eine Lawine hat am späten Sonntagabend eine Bundesstraße im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land teilweise verschüttet. Es seien keine Autos begraben und keine Menschen verletzt worden, teilte eine Polizeisprecherin mit. Rettungskräfte - unter anderem von der Bergwacht - waren im Einsatz. Die 15 Meter lange und fünf Meter hohe Lawine traf auf der B 305 zwischen Weißbach an der Alpenstraße und Inzell auf. Der Straßenabschnitt im Gemeindegebiet Schneizlreuth sollte zunächst bis zum Mittag gesperrt bleiben.


 Meldungen von Sonntag, den 13.1.

+++ 16.15 Uhr: Tödlich Verunglückte starben trotz Lawinenausrüstung +++

Die verunglückten Skifahrer im Alter von 28, 32, 36 und 57 Jahren (siehe Meldung von 9.38 Uhr) waren offenkundig auf der Route "Langer Zug" am Rüfikopf unterwegs. Eine Abfahrt, die laut Warntafel keine Fahrfehler verzeiht - sie gilt als eine der zehn steilsten der Welt. Am Start geht es auf rund 850 Metern Strecke 400 Höhenmeter bergab. Schon unter besten Bedingungen ist das nur Könnern zu empfehlen. 

Alle vier hatten laut Behörden eine komplette Notfallausrüstung dabei. Dazu gehört ein Peilsender für Verschüttete, eine Sonde zur etwaigen Suche im tiefen Schnee, eine Schaufel und vor allem ein Rucksack mit Lawinenairbag. Der Airbag soll dafür sorgen, dass bei einem Lawinenabgang Skifahrer nicht allzutief verschüttet werden, sondern an der Oberfläche praktisch mit den Schneemassen mitschwimmen können. In diesem Fall war der Airbag jeweils aufgegangen - aber ohne rettende Wirkung. Drei der vier Männer kamen ums Leben. Die Suche nach dem vierten Verschütteten (dem 28-Jährigen) ist wegen starken Schneefalls am Sonntag nicht möglich

+++ 14.17 Uhr: Suche nach viertem Lawinenopfer zunächst eingestellt +++

Die Suche nach dem vermissten Deutschen im österreichischem Lech ist bis auf Weiteres eingestellt. Aufgrund des heftigen Schneefalls wäre es für die Rettungskräfte viel zu gefährlich, sagte Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel. Der 28-jährige Mann aus Süddeutschland war Teil einer vierköpfigen Skifahrer-Gruppe. Die anderen drei wurden bereits am Samstagabend tot geborgen, nachdem sie von einer Lawine begraben wurden. Auch eine spezielle Notfallausrüstung konnte ihre Leben nicht retten. Trotz ausgelösten Airbags wurden sie verschüttet.

+++ 12.15 Uhr: Rund 2000 Menschen sitzen in Balderschwang nach Lawine fest +++

Etwa 2000 Menschen sitzen nach einem Lawinenabgang im bayerischen Wintersportort Balderschwang fest. "Der Riedbergpass ist vorsorglich gesperrt, weil auch hier Lawinengefahr herrscht", sagte ein Polizeisprecher. Der Riedbergpass ist die einzige Verbindung von deutscher Seite aus zum beliebten Tourismusziel im Allgäu. Zuvor war auf österreichischer Seite bei Hittisau eine Lawine abgegangen, glücklicherweise ohne Verletzte. Da die Stromleitungen intakt sind, ist die Versorgung für die in rund 1000 Meter Höhe liegenden Gemeinde vorerst gesichert. Eine Evakuierung ist laut Polizei nicht geplant.

+++ 11.30 Uhr: Wetterdienst: Tauwetter kann Schneelast in Bayern erhöhen +++

Neben den großen Schneemengen droht in Bayern nun eine weitere Gefahr durch vorübergehendes Tauwetter. Am Sonntag überquerte die Warmfront eines Sturmtiefs Bayern, so dass der Schnee durch Regen noch schwerer werden könnte, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Der Regen falle auf die vorhandene Schneedecke, was die Schneelast auf den Hausdächern in den alpinen und alpennahen Regionen erhöhe.     Dem Wetterdienst zufolge kann das Gewicht von einem Kubikmeter Schnee durch Regenfälle Werte "zwischen etwa 300 und 500 Kilogramm" erreichen. Starke Schneefälle sorgen im südlichen Bayern seit Tagen für erhebliche Probleme. Mehrere Landkreise riefen den Katastrophenfall aus. Helfer waren im Dauereinsatz, um Straßen und Hausdächer vom Schnee zu befreien. 

+++ 10.55 Uhr: Verschneite Bäume drohen umzustürzen - Züge langsamer unterwegs +++

Wegen des Winterwetters lässt die Bahn ihre Züge im Allgäu auf Sicht fahren. Betroffen ist die Strecke zwischen München und Lindau. "Zwischen Immenstadt und Oberstaufen könnten verschneite Bäume ins Gleis stürzen", sagte ein Bahnsprecher am Sonntag. Deshalb würden alle Züge des Fern- und Nahverkehrs dort mit deutlich weniger Tempo fahren. Bahnreisende müssten sich auf Verspätungen von rund 20 Minuten einstellen. Wegen des Schnees herrscht auf etlichen Strecken im südlichen Oberbayern weiterhin Stillstand. Auch im Bayerischen Wald sind Streckensperrungen nach wie vor in Kraft.

+++ 09.38 Uhr: Drei Deutsche bei Lawinenabgang in Österreich getötet +++

Drei Skifahrer aus Süddeutschland sind im österreichischen Lech unter einer Lawine ums Leben gekommen. Wie die Behörden berichteten, wurde ein Mann der vierköpfigen Gruppe am Vormittag noch vermisst. Die vier befreundeten Skifahrer waren am Samstag den Angaben zufolge auf einer gesperrten Skiroute unterwegs. Am Abend wurden sie als vermisst gemeldet. Laut Polizei fanden die Retter die Leichen von drei Männern aus Oberschwaben im Alter von 32, 36 und 57 Jahren kurz vor Mitternacht. Die noch vermisste Person ist 28 Jahre alt und ebenfalls aus Süddeutschland.

Als am Samstagabend die Frau eines Skifahrers Vermisstenanzeige stellte, gelang es den Helfern schnell, die Gruppe mittels Handy-Ortung zu lokalisieren. Eine Rettungsmannschaft stieg sofort auf. Drei Skifahrer wurden laut Polizei gegen 23 Uhr gefunden. Sie wiesen Verletzungen auf sowie Erstickungsmerkmale. Die Wintersportler hatten die gesamte Notfallausrüstung dabei. Trotz ausgelösten Airbags wurden sie verschüttet.

+++ 8.02 Uhr: In Oberbayern mehr als 20 Zentimeter Neuschnee +++

Nach einer kurzen Atempause für Helfer und Anwohner in Bayern schneit es seit der Nacht zum Sonntag am Alpenrand weiter. "Wir verzeichnen am Morgen 25 Zentimeter Neuschnee in Teisendorf, 30 Zentimeter in Ruhpolding und 21 Zentimeter in Garmisch", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). 

Menschen in den oberbayerischen Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Berchtesgadener Land und Traunstein, wo der Katastrophenfall gilt, müssen demnach mit zusätzlichen Schneemassen zurechtkommen. Die Experten rechneten zudem mit starken Böen, die tagsüber Verwehungen und Schneebruch auslösen könnten. 

+++ 7.30 Uhr: Unfälle und Straßensperrungen nach Neuschnee in Niederbayern +++

Neuschnee hat in der Nacht zum Sonntag in Niederbayern zu zahlreichen Unfällen und Straßensperrungen geführt, Polizei und Feuerwehr verzeichneten deswegen mehr als 150 Einsätze. Wie die Polizei mitteilte, gab es bis zum Morgen 24 Unfälle. Ein Mensch wurde schwer verletzt. Vielerorts stürzten - etwa in den Landkreisen Deggendorf und Straubing-Bogen - Bäume auf die Straßen, weil das Gewicht des Schnees zu groß war. Etliche Straßen seien deswegen nicht passierbar. Bergungsarbeiten sind den Angaben zufolge für die Helfer derzeit zu gefährlich, weil weitere Bäume umstürzen könnten.

+++ 0.23 Uhr: Brockenbahn im Harz steckt erneut im Schnee fest +++

Auf dem Brocken ist erneut eine Dampflokomotive im Schnee stecken geblieben. Sie habe sich kurz nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof auf dem höchsten Berg des Harzes festgefahren, sagte ein Mitarbeiter der Harzer Schmalspurbahn (HSB). Die Passagiere des Zuges seien abgeholt worden. Ob der Zugverkehr am Sonntag wieder aufgenommen werden könne, sei unklar. Bereits am Dienstag war ein Zug der HSB auf dem Weg zum Gipfel in einer Schneewehe stecken geblieben. Tagelang schaufelten ihn Helfer frei. Erst am Freitag war die Strecke wieder befahrbar. 


 Meldungen von Samstag, den 12.1.

+++ 16.27 Uhr: DWD gibt erneut Unwetterwarnung heraus +++

Der Deutsche Wetterdienst hat am Samstag erneut eine Unwetterwarnung für die vom Schneechaos betroffenen Gebiete in Süddeutschland herausgegeben: Ab Samstagabend ist demnach in den Alpen und teilweise im südlichen Alpenvorland sowie im Bayerischen Wald mit extrem starken Schneefälle mit 40 bis 70 cm Neuschnee,  in exponierten Staulagen der Alpen mit bis zu einem Meter Neuschnee zu rechnen. Sturmböen bringen teils erhebliche Schneeverwehungen, heißt es weiter im Warnlagebericht auf der Webseite des DWD. Für die Landkreise Lindau, Ostallgäu, Oberallgäu, Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land gab der DWD die höchste Unwetterwarnstufe vier heraus. 

+++ 16.15 Uhr: Stechmückenbekämpfer in Speyer sorgen sich über Schneechaos im Süden +++

Stechmückenbekämpfer blicken mit Sorge auf die riesigen Schneemengen in weiten Teilen Südbayerns und Österreichs. "Das kann in der Folge zu Hochwasser am Rhein führen - und das wäre günstig für Schnaken", sagte Norbert Becker, wissenschaftlicher Direktor der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) in Speyer. "Derzeit sind Prognosen sicher noch schwierig, aber verschiedene Angaben lassen das vermuten. Je mehr Hochwasser, desto mehr Larven, desto mehr Arbeit für uns." Möglicher Zeitraum sei März bis Oktober, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 15.15 Uhr: In Deutschland bleibt das Wetter ungemütlich +++

Das Wetter bleibt ungemütlich. So zeigt sich etwa der Himmel in der Nacht zum Sonntag in der gesamten Republik wolkenverhangen. Im Nordwesten geht Regen nieder und in der Südosthälfte fällt in höheren Lagen Schnee. Für die Alpen, den Schwarzwald und den Bayerischen Wald erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) kräftige Schneefälle. Dort besteht wegen der Schneemassen die Gefahr brechender Bäume. Tiefste Temperaturen liegen in Tälern zwischen 6 und 0 Grad, im Bergland herrscht leichter Frost.

Der Sonntag wird bedeckt und regnerisch. Gewitter im Norden sind laut DWD nicht ausgeschlossen. Die Schneefallgrenze steigt an. Daher herrscht in Mittelgebirgen starkes Tauwetter. In den Alpen schneit es weiterhin. Höchsttemperaturen liegen zwischen 4 Grad im Südosten und 10 Grad entlang des Rheins. Stürmischer Westwind mit Sturmböen droht an der Nordsee. 

Die Niederschläge klingen in der Nacht zum Montag im Norden ab. In der Mitte und im Süden regnet es weiterhin. Dort fällt in höheren Lagen Schnee und Schneeregen. Mit 5 bis 1 Grad bleibt der Frost meist aus. Im Bergland und an den Alpen sinken die Temperaturen auf bis zu -3 Grad. An der See und in höheren Lagen wehen Sturm- und Orkanböen.

Am Montag lockert der Himmel im Nordosten auf, an der Ostsee wird es sonnig. In der Mitte und im Süden erwartet der DWD schauerartige Regen- oder Schneefälle. Es bleibt stürmisch. Höchsttemperaturen liegen in der Osthälfte zwischen 2 und 4 Grad, in der Westhälfte bei 4 bis 8 Grad. In der Nacht zum Dienstag bei wechselnder bis starker Bewölkung allmählich nachlassende Niederschläge.

+++ 14.06 Uhr: Den geräumten Schnee nicht in Bäche kippen, warnen Behörden +++

In Österreich haben Soldaten, Feuerwehr und Anwohner die längere Schneefallpause am Samstag zum Räumen genutzt. So schaufelten Hunderte von Soldaten viele Hausdächer von der schweren Schneelast frei. Hubschrauber flogen zahlreiche Einsätze, um mit dem Wind ihrer Rotoren den Schnee von den Bäumen zu blasen. 

Die Behörden warnten die Bürger davor, geräumten Schnee einfach in Bäche oder an die Ufer zu kippen. Es drohten lokale Überschwemmungen, wenn sich Bäche dadurch stauten. 

Generell sank die Lawinengefahr in Österreich zumindest vorübergehend.  Am Samstag stuften die Experten die Bedrohung in Tirol und Vorarlberg auf Stufe 3 der fünfteiligen Skala zurück. Laut Wetterbericht droht ab Sonntag erneut kräftiger Niederschlag mit regional mehr als einem Meter Schnee. 

+++ 12.30 Uhr: Urlauberwechsel im tief verschneiten Österreich +++

Bettenwechsel in den Touristenorten im tief verschneiten österreichischen Bundesland Salzburg: Am Wochenende sollten jeweils 100.000 Urlauber ab- und anreisen, wie die Tourismusgesellschaft Salzburg Land berichtete. Man rechne trotz des vielen Schnees aber nicht mit größeren Problemen. Weil das Wetter am Freitag nach den Niederschlägen der vergangenen Wochen besser wurde, waren viele zeitweise gesperrten Hauptverkehrsverbindungen wieder geöffnet. 

+++ 12.12 Uhr: Nach Autobahn-Stau im Winterwetter - Ermittlungen gegen 60 Fahrer +++

Nach dem 50 Kilometer langen Stau auf der Autobahn 9 bei Hermsdorf in Thüringen am Mittwoch ermittelt die Polizei gegen 60 Lastwagenfahrer. Die Fahrer hätten entweder die Rettungsgasse nicht eingehalten oder seien auf der linken Fahrspur gefahren, wie die Autobahnpolizei mitteilte. Ein Beamter hatte von allen Lastern Beweisfotos gemacht, diese werden nun ausgewertet. Die betroffenen Fahrer müssen mit einem Bußgeld von mehr als 100 Euro rechnen und bekommen eventuell Punkte in Flensburg. Nach Angaben der Autobahnpolizei werden die Fahrer aber nur für ein Vergehen bestraft. Zuerst berichtete die "Ostthüringer Zeitung".

Zu den Verkehrsbehinderungen auf der A9 war es am Mittwoch gekommen, weil Dutzende Lastwagen an einer Steigung ins Rutschen geraten waren und danach quer gestanden hatten. Laut Polizei-Angaben staute sich der Verkehr auf der A9 vorübergehend von der bayerisch-thüringischen Landesgrenze in Richtung Berlin bis südlich von Hermsdorf. Lastwagen-Fahrern ist es bei Schnee und Glätte verboten auf der linken Spur zu fahren. Wenn es keine winterlichen Verhältnisse gibt, dürfen sie nur auf die linke Spur, wenn sie eine wesentlich höhere Geschwindigkeit haben, als der Fahrer auf der Mittelspur. Dadurch sollen sogenannte "Elefantenrennen" verhindert werden.

+++ 11.26 Uhr: Lawinenrisiko in Berchtesgadener Alpen bleibt erheblich +++

Die Lawinengefahr in den Berchtesgadener Alpen ist laut Einschätzung von Experten zwar gesunken, bleibt aber dennoch erheblich. Für den Samstag stufte der Lawinendienst Bayern die Gefahr in allen Gebieten der bayerischen Alpen auf Warnstufe 3 ein, das ist die zweithöchste von fünf Gefahrenstufen. Am Freitag hatten die Fachleute in den Berchtesgadener Alpen noch von großer Gefahr, Warnstufe 4, gesprochen. In den übrigen Alpen in Bayern galt am Freitag bereits Warnstufe 3.

Die Hauptgefahr geht demnach von großen oder sehr großen Lockerschnee- und Schneebrettlawinen aus, die sich wegen des Gewichts des Neuschnees auf den alten Schnee von selbst lösen könnten. Lawinen könnten bis in Tallagen hinabgehen und hangnahe Verkehrs- und Wanderwege gefährden. Der Lawinenwarndienst empfiehlt ausdrücklich, besonders vorsichtig zu sein und eine überlegte Routenwahl zu treffen, sollte man im Gebirge unterwegs sein.

+++ 11.11 Uhr: Bayern schickt mehr Polizisten in Schneegebiete - Söder besorgt +++

Bayern schickt 500 zusätzliche Bereitschaftspolizisten in die verschneiten Katastrophenregionen. "Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber schon zu ernster Besorgnis", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Samstag in Bad Tölz. Dort wollte er sich einen Überblick über die Situation verschaffen und nahm an einer Lagebesprechung der Einsatzkräfte teil.

Insgesamt sind Söders Angaben zufolge dann 5000 Kräfte im Einsatz - und derzeit vor allem damit beschäftigt, einsturzgefährdete Dächer vom Schnee zu befreien. Bei Bedarf sollen weitere Einsatzkräfte in Bewegung gesetzt werden. Alle seien "volle Pulle im Einsatz", sagte Söder. 

"Die größte Herausforderung der nächste Tage wird die Dächerlast sein", betonte der Ministerpräsident. "Durch den Regen wird insgesamt die Last schwerer." Die Einsatzkräfte seien "sehr sehr besorgt".

Für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Traunstein, Garmisch-Partenkirchen und Teile des Berchtesgadener Lands gilt der Katastrophenfall. Der soll voraussichtlich noch bis Dienstag anhalten. Für Samstag und Sonntag waren erneut heftige Niederschläge vorhergesagt, es gab wieder Unwetterwarnungen für den Süden Bayerns.

+++ 10.55 Uhr: Wetterdienst warnt in Bayern vor extremen Schneehöhen +++

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt für die kommenden Tage in Bayern erneut starken Schneefall an. Für Oberbayern und Schwaben gab er eine Unwetterwarnung heraus: Oberhalb von 1000 Metern soll es zwischen Samstagabend und Dienstag extrem starken Schneefall geben - von bis zu einem Meter Neuschnee.

In den Alpen und im Bayerischen Wald rechnen die Experten oberhalb von 600 Metern mit 20 bis 50 Zentimetern Schnee und ab 800 Metern mit 50 bis 70 Zentimetern. Insgesamt ergäben sich extreme Schneehöhen.

Im Alpenvorland soll es Sturm mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern geben, in den Hochlagen der Alpen und des Bayerischen Waldes mit bis zu 100 Stundenkilometern. Es sei mit Schneeverwehungen zu rechnen, so der DWD.

+++ 08.26 Uhr: Neuschnee, stürmische Winde und Lawinengefahr in Österreich +++

Stürmischer Wind hat über Nacht in Teilen Österreich zu starken Schneeverwehungen geführt und damit die Lawinengefahr hoch gehalten. Wie Warndienste weiter berichteten, befinden sich in den sogenannten Triebschneeansammlungen instabile Schichten.

Dadurch könnten Schneeschichten auf Wiesenhängen und in Laubwäldern auch unterhalb von 2000 Metern plötzlich ins Rutschen geraten. Aus steilem Felsgelände könnten sich Schneebrettlawinen lösen, berichtete der Lawinenwarndienst Steiermark. Nach einem schneearmen Freitag sollte es am Samstag und Sonntag erneut ausgiebig schneien.

Selbst ein einziger Tourengänger könnte bereits eine Lawine auslösen, warnte der Lawinenwarndienst von Niederösterreich. Er rechnete am Samstag in den Ybbstaler Alpen mit etwa 20 Zentimeter Neuschnee und bei minus fünf Grad auf etwa 1500 Metern mit stürmischen Winden. Auch in der kommenden Nacht wird mit heftigen Schneefällen gerechnet.


 Meldungen von Freitag, den 11.1.

+++ 21.58 Uhr: Regionalzug prallt gegen Baum im Gleis +++


Rund 40 Reisende haben im winterlichen Thüringen rund drei Stunden in einem Regionalzug festgesessen, der gegen einen Baum geprallt war. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Der Baum sei wahrscheinlich wegen einer hohen Schneelast auf die Gleise gefallen, sagte eine Bahnsprecherin. Der Vorfall ereignete sich um 18 Uhr auf der Strecke Würzburg-Erfurt, nahe dem Bahnhof Zella-Mehlis. Der Zug konnte danach wegen eines technischen Defekts nicht mehr weiterfahren, wie die Sprecherin sagte. Ein anderer Zug habe ihn schließlich abgeschleppt, nachdem der Baum aus dem Weg geräumt war. Da die Straßen rundherum gesperrt waren, sei es nicht möglich gewesen, einen Bus zur Unglücksstelle zu schicken, um die an der Unfallstelle ausharrenden Fahrgäste abzuholen.

+++ 16.58 Uhr: Wichtige Reiseroute in Tirol wird für mehrere Tage gesperrt ++++

Die Fernpassstraße in Tirol (B179) wird wegen der Wetterprognosen vorsichtshalber für mehrere Tage gesperrt. Nach Angaben des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC tritt die Sperre zwischen den Orten Bichlbach und Lermoos am Freitag um Mitternacht in Kraft und gilt bis Dienstag, 19.00 Uhr. Davon betroffen sein könnten auch viele deutsche Urlauber und Pendler, da es sich bei der Fernpassstraße um eine Hauptreiseroute aus Deutschland handelt. Die deutsche Autobahn A7 wird am Grenztunnel Füssen zur österreichischen B179. Die Sperrung kann nur großräumig über Ehrwald und Garmisch-Partenkirchen umfahren werden.

+++ 16.15 Uhr: Schneepflug stürzt in Fluss - Fahrer stirbt +++

Ein 18 Tonnen schwerer Schneepflug ist bei Lenggries in die Isar gestürzt. Der 48-jährige Fahrer wurde im Wasser eingeklemmt und konnte erst nach Bergung des Räumfahrzeugs in lebensbedrohlichem Zustand in eine Spezialklinik nach Innsbruck geflogen werden. Dort starb er am Nachmittag. Das Fahrzeug war beim Räumen umgestürzt. Die Rettungsmaßnahmen gestalteten sich äußerst schwierig, die Schneemassen erschwerten die Arbeiten, ein Kran musste angefordert werden. Die Straße im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen war gesperrt.

+++ 15.39 Uhr: Lawinen in Österreich abgesprengt +++

In Österreich haben die Einsatzkräfte die Schneepause genutzt und Lawinen von den Hängen abgesprengt. Dadurch kann etwa die Hochkar-Alpenstraße ins Skigebiet Hochkar wieder freigeräumt werden, wie der Bürgermeister von Göstling, Friedrich Fahrnberger, erklärte. Wann der Skibetrieb am Hochkar wieder aufgenommen werden kann, war zunächst aber nicht genau absehbar. Auch in der Steiermark konnten nach Erkundungstouren einige Straßen zumindest zeitweise wieder geöffnet werden. Entlang der Pyhrnautobahn (A9) und vieler anderer Straßen wurden Bäume vorsorglich mit Hilfe des Rotorenwinds von Hubschraubern von Schnee befreit. 

+++ 15.14 Uhr: Merkel sichert Hilfe für Landkreise zu +++

 In fünf bayerischen Landkreisen gilt mittlerweile der Katastrophenfall. Bundeswehr, Technisches Hilfswerk, Bundespolizei und örtliche Einsatzkräfte versuchen vor allem, die Schneemassen auf den Dächern zu bewältigen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ließ am Freitag zusichern, dass die Zahl der Einsatzkräfte notfalls aufgestockt werden könne. "Die Kanzlerin wie auch die gesamte Bundesregierung dankt allen Helferinnen und Helfern in den von den heftigen Schneefällen betroffenen Gebieten für ihren Einsatz", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die verschneiten Regionen am Samstag besuchen. 

+++ 14.36 Uhr: neue Schneefälle in Bayern - nasses Wetter in Deutschland +++

Für das Wochenende kündigt sich der nächste Schnee an. In den Alpen und im Bayerischen Wald sollen es bis Samstagfrüh erneut 5 bis 10 Zentimeter werden. In der Mitte und dem Süden Deutschlands sind - wenn überhaupt - nur wenige Zentimeter Neuschnee zu erwarten, sagte der Deutsche Wetterdienst am Freitag in Offenbach.

Die Schneefallgrenze steige aber stetig und soll bis Sonntag meist auf über 1000, im Süden auch auf bis zu 1500 Meter steigen hieß es. Bis Montagabend sinkt sie laut DWD deutschlandweit wieder - im Nordosten bis in tiefe Lagen, im Süden bis auf etwa 600 Meter. 

Bis Dienstagmorgen sind so an den Alpen oberhalb von 800 Metern 30 bis 70 Zentimeter, in exponierten Lagen sogar bis zu ein Meter Neuschnee zu erwarten. "Eine grundsätzliche Änderung der Großwetterlage ist zumindest mal bis Mitte kommender Woche nicht in Sicht", sagte ein Wetter-Experte des DWD.

In den meisten Teilen Deutschlands gibt es statt Schnee nur windiges und nasses Wetter bei Temperaturen von 2 bis 7 Grad. In der Nacht zum Montag lockert es laut DWD im Norden ein wenig auf, sonst weitere Niederschläge. Mit 5 bis 1 Grad bleibe es meist frostfrei, im höheren Bergland und an den Alpen werden Temperaturen von 1 bis Minus 3 Grad erwartet. In freien Lagen kann es zu stürmischen Böen kommen, an der See und im Bergland mitunter zu schweren Sturm- und orkanartige Böen.

+++ 14.32: Dächer in Raum Berchtesgaden von Schneelast bedroht +++

Im Raum Berchtesgaden kämpfen die Helfer weiter gegen die Schneemassen. Die Straßen waren am Freitag großenteils freigeräumt - die Sorge galt danach den Dächern. Mehr als 450 Gebäude seien bedroht, bisher seien knapp 100 bereits von der Last befreit, teilten die Einsatzbehörden am Freitag mit. Etwa 800 Kräfte von Bundeswehr, Technischem Hilfswerk (THW), Feuerwehr und anderen Organisationen seien im Einsatz. Der Schnee lag vielfach mehr als einen Meter hoch auf den Dächern, die Rede war sogar von bis zu zwei Metern.

"Es sind zunächst die Dächer zu räumen", sagte Landrat Georg Grabner (CSU). Er hatte am Donnerstag für Teile seines Landkreises Berchtesgadener Land den Katastrophenfall ausgerufen, um unter anderem Hilfe der Bundeswehr anfordern zu können. Es gehe weiter auch um Verkehrswege. Vor allem unter Schneelast brechende Bäume bedrohten den Verkehr. Ein Hubschrauber solle sobald wie möglich beginnen, Bäume an der weiter gesperrten Strecke in den Ortsteil Buchenhöhe von der Last zu befreien. Dort sind weiter rund 300 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. "Wir müssen auch die Lawinensituation im Auge behalten", sagte Grabner.

+++ 13.43 Uhr: Bundesheer evakuiert deutsche Schüler mit Helikopter +++

Das österreichische Bundesheer hat eine große Schülergruppe aus der Nähe von Dortmund mit zwei Hubschraubern von einer Alm ausgeflogen. Die Gruppe mit insgesamt 66 Menschen habe seit Samstag im Hochberghaus in Grünau im Almtal festgesessen, sagte Bürgermeister Wolfgang Bammer der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Die Jugendlichen aus Dortmund waren für einen Skikurs nach Oberösterreich gereist. Aufgrund der großen Lawinengefahr und der dadurch geschlossenen Lifte konnten sie aber letztlich nicht auf die Pisten. Sie hätten den abenteuerlichen Aufenthalt dennoch genossen, auch als nach einigen Tagen Handy und Fernsehen nicht mehr verfügbar waren, sagte Bammer. Lediglich ein Notstromaggregat habe das Haus noch mit Strom versorgt.

+++ 12.42 Uhr: Forscher: Schneechaos mögliches Zeichen des Klimawandels +++

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) schließt einen Zusammenhang zwischen den aktuellen Schneemassen in den Alpen und dem Klimawandel nicht aus. "Die Atmosphäre ist wärmer geworden, deshalb gibt es mehr Feuchtigkeit", sagte der Klimaforscher Peter Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. Seit Tagen schneit es vor allem im Alpenraum immer wieder. Dort galt am Donnerstag die zweithöchste Lawinenwarnstufe.

Nach Angaben von Hoffmann geht es zum einen um die klimatischen Vorbedingungen und zum anderen um den sogenannten Gebirgseffekt: "Wir haben gerade eine massive Nord-Anströmung, die über die Nordsee geht, die noch relativ milde Temperaturen für die Jahreszeit hat - da ist das Potenzial für Feuchtigkeit da", sagte Hoffmann. "Diese Windströmung läuft genau gegen die Mittelgebirge und gegen die Alpen."

Der Gebirgseffekt verstärkt solche Ereignisse nach Einschätzung des Wissenschaftlers. "Man hat quasi Stauniederschläge an der Vorderseite der Gebirge", sagte Hoffmann. "Im Sommer führen diese Niederschläge zu Hochwasser, im Winter zu intensiven Schneefällen. Der Schnee fällt auch nicht bei tief frostigen Temperaturen, dann hat man eher nassen Schnee." Dazu komme noch das Wechselspiel zwischen Frost und Tau. "Dann wird die Schneelast noch stärker."

+++ 11.27 Uhr: Ab Samstagabend wieder kräftige Schneefälle in den Alpen erwartet +++  

 Nach vorübergehender Entspannung erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in den Alpen ab Samstagabend wieder kräftige Schneefälle. Wie dieser am Freitag in Offenbach mitteilte, sind dann dort "markante Neuschneemengen" zu erwarten. Starke Schneefälle sorgen im südlichen Bayern seit Tagen für erhebliche Probleme.    

Mehrere Landkreise riefen den Katastrophenfall aus. Der Verkehr war teilweise erheblich gestört, die Schneelast auf Dächern und Bäumen sorgt für Gefahr. In Aying bei München erschlug ein umstürzender Baum am Donnerstag einen Neunjährigen. Am Freitag beruhigte sich die Lage zunächst. Dem DWD zufolge sollten nur wenige Zentimeter Schnee fallen.

+++ 10.03 Uhr: Lawinengefahr in Österreich sinkt leicht - Erkundungsflüge geplant +++

In weiten Teilen Österreichs ist die Lawinengefahr leicht gesunken. In den am stärksten vom enormen Schneefall der vergangenen Tage betroffenen Gebieten galt am Freitag zumeist die zweithöchste Warnstufe 4, wie die Warndienste mitteilten. Am Donnerstag war vielerorts noch die höchste Lawinenwarnstufe 5 in Kraft gewesen.

Im freien Gelände bleibt es aber dennoch äußerst gefährlich, wie unter anderem das Land Salzburg deutlich machte. "Der Schneedeckenaufbau ist extrem labil, und Lawinen können ganz leicht ausgelöst werden", sagte Michael Butschek vom Lawinenwarndienst Salzburg laut Mitteilung. "Wir raten dringend von Fahrten im freien Gelände ab."

Für Freitag hatten die Meteorologen mit einer kurzen Schneepause und teilweise sogar mit Sonnenschein in den Alpen gerechnet. Erst gegen Abend sollten sich demnach wieder Wolken bilden, die voraussichtlich neuen Schnee bringen. "Vor allem in der Nacht von Sonntag auf Montag kommt auch starker Wind dazu", heißt es beim Land Salzburg. Daher könne sich die Lawinensituation zu Wochenbeginn wieder zuspitzen.

Die kurze Schönwetterphase wollen die Einsatzkräfte vielerorts für Erkundungsflüge mit Hubschraubern nutzen, um unter anderem kontrollierte Lawinensprengungen vorzubereiten. Dafür stellten nicht zuletzt das österreichische Bundesheer und das Innenministerium in Wien Helikopter zur Verfügung.

+++ 8 Uhr: Lawinengefahr in bayerischen Alpen sinkt - meist Stufe 3 statt 4 +++

Die Lawinengefahr ist in weiten Teilen der bayerischen Alpen nach Einschätzung von Experten gesunken. Für Freitag stufte der Lawinenwarndienst Bayern in München die Gefahr nur noch für die Berchtesgadener Alpen als groß ein, das ist die zweithöchste von fünf Gefahrenstufen. Für den übrigen Alpenraum gelte erhebliche Gefahr, also Warnstufe 3. 

In den vergangenen Tagen waren die Fachleute flächendeckend von einer großen Lawinengefahr ausgegangenen, was Stufe 4 entspricht. Sie warnten aber nun weiterhin: "Aufgrund der möglichen großen Reichweiten von Lawinen erfordern Unternehmungen im Gebirge zur Zeit besondere Vorsicht und überlegte Routenwahl."

+++ 6.45 Uhr: Schneestau auf der A8 am Chiemsee +++

Wegen einer Sperrung der Autobahn 8 am Chiemsee im Landkreis Rosenheim saßen seit Donnerstagabend zahlreiche Menschen bei teils starkem Schneefall im Stau fest. Das Bayerische Rote Kreuz baute Pflegestützpunkte auf. Die Helfer sollten den Stau abgehen und die Menschen versorgen. Auch in den frühen Morgenstunden konnte die Polizei zunächst keine Entwarnung geben.

Jachenau bei Bad Tölz

Die Gemeinde Jachenau bei Bad Tölz ist derzeit nur über eine Forststraße mit der Außenwelt verbunden

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+++ 6 Uhr: Katastrophenfall auch im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen +++

Wegen der starken Schneefälle gilt seit dem späten Donnerstagabend auch im südbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen der Katastrophenfall. Neben der Gemeinde Jachenau, wo der Katastrophenfall schon vor Tagen ausgerufen wurde, hätten nun auch weitere Gemeinden im Kreis mit den Schneemassen zu kämpfen, teilte das Landratsamt in der Nacht mit. Große Probleme gebe es mit Zufahrtsstraßen und den Schneelasten auf den Dächern. Bad Tölz-Wolfratshausen ist nach den Kreisen Miesbach, Berchtesgadener Land und Traunstein der vierte Landkreis in Bayern, in dem der Katastrophenfall ausgerufen wurde.

"Die Katastrophenschutzbehörde koordiniert nun die Einsätze der Rettungs- und Einsatzkräfte sowie weiterer Dienststellen und kann gegebenenfalls auch noch einmal zusätzliche Hilfe zum Beispiel von Seiten der Bundeswehr anfordern", sagte Landrat Josef Niedermaier. 


 Meldungen von Donnerstag, den 10.1.

+++ 21.06 Uhr: Lawine in der Schweiz rollt bis in Hotelrestaurant - drei Verletzte +++

Eine etwa 300 Meter breite Lawine ist in ein Hotelrestaurant gekracht und hat drei Menschen leicht verletzt. Der Schnee sei auf der Schwägalp im Kanton Appenzell Ausserrhoden heruntergegangen, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtete. Die weißen Massen verschütteten demnach mehrere Fahrzeuge und drangen auch in das Restaurant des Hotels Säntis ein. Ein Gast dieses Lokals sagte der Schweizer Zeitung "Tagblatt", er habe draußen plötzlich Schnee herumwirbeln sehen und zunächst an eine Dachlawine geglaubt. "Dann gab es einen Riesenlärm, und im hinteren Bereich drangen die Schneemassen ins Restaurant ein."

Notlage: Hunderte Menschen sitzen wegen Schneefalls in Berchtesgaden fest

+++ 18.21 Uhr: Bundesheer erreicht seit Samstag abgeschnittenen Ort in Österreich +++

Dem österreichischen Bundesheer ist es gelungen, die seit Samstag von der Außenwelt abgeschnittene Gemeinde Hohentauern in der Obersteiermark zu erreichen. Die Soldaten brachten Lebensmittel und Diesel über einen Forstweg in die Kommune, wie Vize-Bürgermeister Gernot Jetz sagte. "Der Trupp hat sich mit Geländefahrzeugen durch Bäche und steiles Gelände hierher durchgeschlagen", sagte Jetz. Für Autos sei es derzeit unmöglich, in den Ort rein oder raus zu fahren. Für Freitag rechnen Jetz und seine Kollegen im Krisenstab mit einem Zeitfenster, in dem möglicherweise Lawinensprengungen möglich seien. Den rund 750 eingeschlossenen Menschen werde nun mitgeteilt, dass sie in diesem Zeitfenster mit dem Bundesheer aus dem Ort gebracht werden könnten, ihre Autos dann aber in Hohentauern bleiben müssten.

Schnee, Schnee, Schnee: Katastrophenfall im Berchtesgadener Land: Helfer kämpfen mit vollem Einsatz gegen den Schnee

+++ 17.30 Uhr: Kind im Landkreis München von umstürzendem Baum erschlagen +++

Ein neunjähriger Junge ist in Aying im Landkreis München von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Wie die Polizei mitteilte, war der Baum unter der hohen Schneelast zusammengebrochen. 20 Minuten später entdeckten Zeugen das darunter begrabene Kind und alarmierten die Rettungskräfte. Diese versuchten rund eine Stunde lang vergeblich, das Kind wiederzubeleben.

+++ 16.35 Uhr: Bundeswehr im Berchtesgadener Land im Einsatz +++

Damit die Lage sich nicht verschärft, ist inzwischen die Bundeswehr im Berchtesgadener Land im Einsatz, die nach dem offiziellen Ausrufen des Katastrophenfalles eine Art Shuttle mit gepanzerten Fahrzeugen bilden will, um die Menschen in der abgeschnittenen Ortschaft zu versorgen, wie der Presseoffizier Eckhard Michel sagt, der als Major zur See, so seine Berufsbezeichnung, eigentlich eher am Wasser in anderem Aggregatszustand zu vermuten wäre. Schon seit Mittwoch hatten die Soldaten vor allem die Bewohner und Mitarbeiter eines Asthma-Zentrums gefahren und versorgt.

Die Bundeswehr und ihre Gebirgsjäger sollen nun aber auch dabei helfen, Dächer von der Schneelast zu befreien. "Auf den Dächern liegen zum Teil jetzt schon anderthalb bis zwei Meter Schnee", sagt Rasp. Damit drücke der Schnee mit einem Gewicht von bis zu 400 Kilo pro Quadratmeter aufs Dach. Die meisten Dächer im Ortsteil Buchenhöhe seien auf 500 Kilo ausgelegt. Aber weitere Schneefälle sind ja angesagt.

+++ 16.27 Uhr: Landkreis Traunstein ruft Katastrophenfall aus +++

Der Landkreis Traunstein ruft wegen der Wetterlage den Katastrophenfall aus. "Wir wollen die Handlungsfähigkeit der Hilfsdienste vollumfänglich gewährleisten und dabei auch auf die Hilfe der Bundeswehr zurückgreifen“, erklärte Landrat Siegfried Walch. Aufgrund der Gefahrensituationen übernimmt nun die Katastrophenschutzbehörde am Landratsamt unter Mitwirkung von Behörden, Dienststellen und Einsatzkräften der verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen sowie der Bundeswehr die Koordinierung der Einsätze. Zuvor riefen bereits der Landkreis Berchtesgadener Land sowie der Landkreis Miesbach den Katastrophenfall aus.

+++ 16.17 Uhr: Baby und Mutter im Schnee - Uniformjacke wärmt frierenden Säugling +++

Im bayerischen Allgäu haben Polizisten einen frierenden Säugling vor Schlimmerem bewahrt. Passanten hatten in Kaufbeuren die hilflose Mutter des Kindes betrunken im Schnee neben einem Gehweg entdeckt. Die Frau hielt ihr nur unzureichend bekleidetes Baby im Arm. Die Streifenbeamten wickelten das kleine Mädchen in eine Uniformjacke und legten es in den Polizeiwagen, bis der Rettungsdienst kam. "Nachdem es im warmen Rettungswagen noch eine Mütze aufgesetzt bekommen hatte, fiel es sofort in Schlaf", berichtete die Polizei zu dem Vorfall vom Vortag. Die Einsatzkräfte brachten Mutter und Kind ins Krankenhaus.

+++ 16.13 Uhr: Schneemassen erzwingen Friedhofsschließung in Chemnitz +++

Auf dem Städtischen Friedhof im sächsischen Chemnitz finden bis zum 14. Januar wegen hoher Schneebruchgefahr aus Sicherheitsgründen keine Beerdigungen statt. Wie die Stadt mitteilte, wurden alle bis Montag geplanten Beisetzungen abgesagt, der Friedhof sei vorerst geschlossen. Zugleich wurde in Chemnitz vor dem Betreten von Wäldern, Parks und Grünanlagen gewarnt: Durch die große Schneelast bestehe die Gefahr, dass Äste und Baumkronen abbrechen. Der Stadtpark wurde deswegen komplett gesperrt.

+++ 15.33 Uhr: Rund 170 Lastwagen blockieren Bundesstraße in Sachsen +++

Rund 170 Lastwagen haben von Mittwoch auf Donnerstag die Bundesstraße 174 bei Chemnitz blockiert. Wie die Polizei mitteilte, mussten Dutzende Fernfahrer über Nacht wegen des Winterwetters auf der Straße in ihren Fahrzeugen ausharren. Inzwischen habe sich die Situation auf dem Teilstück der sächsischen Bundesstraße entspannt, teilte die Polizei am mit. Insgesamt registrierte die Polizeidirektion Chemnitz in dem Zeitraum bis Donnerstagvormittag mehr als 275 Unfälle mit insgesamt 22 Verletzten. Zu kilometerlangen Staus kam es auf den Autobahnen 4 und 72. Dort waren Laster liegengeblieben oder in Straßengräben gerutscht. Im Erzgebirge waren auch am Donnerstag noch viele Bundes- und Kreisstraßen wegen Schneeglätte und -verwehungen sowie umgestürzter Bäume gesperrt

+++ 15.15 Uhr: Streusalz-Lieferungen in Österreich gestalten sich wegen des Schnees schwierig +++

Bei den gegenwärtigen Schneemassen in Österreich könnten viele Orte Streusalz gut gebrauchen. Doch die Salz-Lieferungen werden ausgerechnet durch den Schnee stark behindert. Österreichs größter Lieferant Salinen Austria mit Sitz in Ebensee mitten in den Alpen hat wegen der zahlreichen blockierten oder aus Sicherheitsgründen gesperrten Straßen "große Lieferschwierigkeiten", sagte Salinen-Sprecherin Katharina Steiner der österreichischen Nachrichtenagentur APA.     

"Das ist für das gesamte Unternehmen, aber besonders für die Produktion und die Logistik nicht einfach", betonte die Unternehmenssprecherin. Hinzu kommt, dass wegen des Schnees viele der rund 500 Salinen-Mitarbeiter nicht an ihren Arbeitsplatz gelangen können.    

Vergangenen Winter hatte Salinen Austria mehr als 500.000 Tonnen Auftausalz verkauft. Österreich hat derzeit ebenso wie Bayern und Sachsen mit großen Schneemassen zu kämpfen. Mancherorts liegt der Schnee drei Meter hoch, in weiten Teilen der Alpenrepublik gilt die höchste Lawinenwarnstufe. Mehrere Orte wurden von der Außenwelt abgeschnitten.

+++ 14.50 Uhr: Biathlon in Ruhpolding: "Weltcup derzeit nicht gefährdet" +++

Mit vielen Helfern kämpfen die Organisatoren vor dem Biathlon-Weltcup in Ruhpolding gegen die Schneemassen. Der örtliche Ski-Club hatte in einem öffentlichen Aufruf darum gebeten, den Schnee in der Chiemgau-Arena zu beseitigen, um die Durchführung der Veranstaltung in der nächsten Woche nicht zu gefährden. Engelbert Schweiger, der Generalsekretär des Weltcup-Organisationskomitees und Leiter der Chiemgau-Arena, sagte dem "Traunsteiner Tagblatt": "Der Weltcup ist derzeit nicht gefährdet." Schweiger ergänzt: "Dass wir aber vor großen logistischen Herausforderungen stehen, ist nicht zu bestreiten." Momentan macht der Biathlon-Weltcup in Oberhof Station, in Ruhpolding geht es dann vom 15. Januar an weiter.

+++ 13.55 Uhr: Die Aussichten: Winter für (fast) alle - aber nur kurzzeitig +++

Reichlich Schnee gibt es in den Alpen und im Erzgebirge schon seit Tagen - am Freitag ist kurzzeitig mit Winter für (fast) alle in Deutschland zu rechnen. Von der Nordseeküste abgesehen, fällt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in der Nordwesthälfte Deutschlands zunächst verbreitet Schnee. "Das bedeutet dort für viele Orte am frühen Freitagmorgen leichten Schneefall mit entsprechender Glätte", sagte eine Meteorologin. 

Allerdings wird der Schnee schon bald von Regen abgelöst. Im Übergangsbereich von Schnee zu Regen bestehe weiterhin die Gefahr von gefrierendem Regen und Glatteis, hieß es. Lediglich im Süden kann sich die kältere Luft etwas besser halten, und die Niederschläge kommen dort als Schnee herunter. Südlich des Mains sind bis in die Nacht zum Samstag wenige Zentimeter Neuschnee zu erwarten. Im übrigen Bundesgebiet steigt die Schneefallgrenze auf 600 bis 800 Meter.

Am Wochenende gibt es in den meisten Teilen Deutschlands daher statt winterlicher Pracht nur windiges und nasses Wetter mit Temperaturen von zwei bis sieben Grad. Da in den Alpen auch der Schnee nasser wird, steigt die Last auf Dächern, Bäumen oder Oberleitungen. An den Küsten und im Bergland sind am Wochenende zudem schwere Sturmböen bis hin zu Orkanböen möglich.

+++ 13.35 Uhr: Schneechaos in Österreich hat schon erste Folgen für den Tourismus +++

Die andauernden Schneefälle in weiten Teilen Österreichs haben der Tourismusbranche einen Dämpfer versetzt. "Die Tagesgäste sind im Moment nicht so zahlreich auf den Pisten unterwegs", sagte Gernot Hörwertner, Sprecher von Salzburger Land Tourismus, der Deutschen Presse-Agentur. 

Auch nach Angaben des Seilbahnen-Obmann bei der steirischen Wirtschaftskammer, Fabrice Girardoni, sind bei den Tagesgästen Auswirkungen des heftigen Winterwetters zu spüren. Die Tourismus-Obfrau der österreichischen Wirtschaftskammer sprach bereits von einem Minus von 50 Prozent bei kurzfristigen Buchungsanfragen, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete.

Ein Großteil der Skilifte ist weiterhin offen, die Anfahrt in einigen Fällen aber schwierig oder unmöglich. "Auch in Hohentauern sind derzeit zwei Pisten offen für die Gäste, die noch dort sind", sagte die Sprecherin von Tourismus Steiermark, Ute Hödl. Die kleine Gemeinde ist bereits seit Samstag nicht erreichbar. Laut Hödl harren dort auch einige Touristen aus Hessen aus, die aber zumindest Skifahren können. Ähnliches gilt für die Planneralm: Auch hier ist keine Zufahrt möglich, einige Lifte sind aber geöffnet. 

+++ 13.23 Uhr: Oberstdorf sperrt wegen Lawinengefahr Straßen zu zwei Tälern +++

Wegen Lawinengefahr hat die Gemeinde Oberstdorf in Bayern Zufahrten zu zwei Tälern gesperrt. Rund 65 Anwesen, darunter mehrere Hotels, seien davon betroffen, sagte die Pressesprecherin der Marktgemeinde, Christine Uebelhör. Die Bewohner und Urlauber im Stillachtal und in dem südlichen Bereich des Trettachtals seien bereits am Mittwoch über die bevorstehende Sperrung informiert worden. Wer wollte, konnte deswegen abreisen.

Auch die Talstation der Fellhornbahn konnte wegen der Sperrung nicht mehr erreicht werden und musste geschlossen werden. Der Bergbahnbetreiber stellte zudem den Betrieb der Oberstdorfer Nebelhornbahn wegen der Witterungsbedingungen ein. Die Gebäude in den zwei Tälern sind nach Einschätzung der Experten nicht gefährdet, nur an den Straßen in die Ortsteile drohten Lawinenabgänge. Am Freitag sollen lawinengefährliche Schneemassen falls möglich gesprengt werden. 

+++ 12.52 Uhr: Behörde: Mehr als 60 Kältetote in der Ukraine +++

Mehr als 60 Menschen sind in der Ukraine in den vergangenen Wochen wegen der eisigen Temperaturen nach offiziellen Angaben ums Leben gekommen. Aufgrund von Unterkühlung oder Erfrierungen seien seit Dezember etwa 900 Menschen ins Krankenhaus gebracht worden, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. In Teilen des osteuropäischen Landes sanken die Temperaturen in den vergangenen Nächten auf bis zu minus 20 Grad. Die Behörden versuchten, obdachlosen Menschen zu helfen, indem sie in Zelten oder in öffentlichen Gebäuden unter anderem warmen Tee anbieten. Im vergangenen Winter erfroren mehr als 160 Ukrainer. Auch in Russland gab es zu Jahresbeginn zahlreiche Kältetote.

Angst vor Dachlawinen: Schneechaos: Winter hat Europa fest im Griff

+++ 12 Uhr: Wichtige Bundesstraße in Bayern wegen Lawinengefahr gesperrt +++

Wegen der hohen Lawinengefahr ist die für Skifahrer und Reisende wichtige Bundesstraße 307 in Oberbayern teilweise gesperrt worden. Zwischen den Kreuther Ortsteilen Wildbad Kreuth und Kreuth-Bayerwald nahe der Grenze zu Österreich fließt dort seit Donnerstagmorgen kein Verkehr mehr. Wie lange die Sperrung andauern wird, sei noch nicht absehbar, sagte eine Sprecherin des Landratsamts Miesbach. Wintersportler gelangen über die B307 zum Skigebiet am Achensee in Österreich. Reisende und Pendler nutzen die Bundesstraße, um die Inntalautobahn zu umfahren. Im Alpenraum galt am Donnerstag die zweithöchste Lawinenwarnstufe.

Notlage: Hunderte Menschen sitzen wegen Schneefalls in Berchtesgaden fest

++++ 11.57 Uhr: Zugverkehr in Teilen Sachsens eingestellt +++

Der Wintereinbruch hat den Zugverkehr im Vogtland und in Ostsachsen teilweise zum Erliegen gebracht. Wie die Länderbahn mitteilte, geht auf einigen Strecken wegen umgestürzter Bäume und Schneeverwehungen nichts mehr. Die Hauptstrecken des Trilex von Bischofswerda nach Zittau und von Bischofswerda nach Görlitz sind wegen Baumstürzen komplett gesperrt. Die Räumung der Strecke nach Görlitz sei schwierig, da das Befahren des Waldes lebensgefährlich sei, teilte das Bahnunternehmen mit Bezug auf Auskünfte der Feuerwehr mit. 

In Richtung Zittau fahre ein Erkundungszug mit Sägetrupps, um die Trasse zu räumen. Zwischen Dresden und Bischofswerda würden die Züge pendeln. Ein Ersatzverkehr ist den Angaben zufolge nicht möglich, weil die Busbetriebe witterungsbedingt keine Überlandfahrten machen können. Wie lange die Sperrungen dauern, war zunächst nicht absehbar.

+++ 10.24 Uhr: Polizei findet tote Autofahrerin auf der A8 +++

Wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichten, konnte die Polizei und das Deutsche Rote Kreuz eine Autofahrerin auf der A8 nur noch tot bergen. Die Einsatzkräfte entdeckten die 54-Jährige Mittwochsnacht, als der Stau sich auf der A8 zwischen Ulm-Ost bis und Mühlhausen im Täle wieder auflöste. Zuvor stand auf diesem Streckenabschnitt wegen  starken Schneefalls der Verkehr still. Trotz sofortiger ärztlicher Behandlung konnte nur noch der Tod der 54-Jährigen festgestellt werden. "Offenbar war sie eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht". "Wir gehen von einem medizinischen Problem aus", erklärt der Polizeiführer den "Stuttgarter Nachrichten".

+++ 9.52 Uhr: Schneechaos auf der A8 - Hunderte Lkw- und Autofahrer saßen fest +++

Hunderte Lastwagen- und Autofahrer haben in der Nacht zum Donnerstag wegen Schneefalls und Glätte auf der Autobahn 8 festgesessen. Vom Abend an seien immer wieder Laster auf der schneeglatten Fahrbahn ins Rutschen geraten und hätten Behinderungen verursacht, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Der Verkehr sei dadurch zwischen Ulm und Nellingen in Baden-Württemberg auf einer Länge von etwa 35 Kilometern zum Erliegen gekommen. Der Stau habe sich erst am Donnerstagmorgen wieder aufgelöst. Den Angaben zufolge waren Polizei, Rettungsdienst, das Technische Hilfswerk und die Autobahnmeisterei im Einsatz. Die Helfer verteilten unter anderem Decken und heiße Getränke.

+++ 4.00 Uhr: Mehrere Orte in den Alpen nicht erreichbar +++

Die anhaltenden Schneefällen halten die Menschen in Bayern und Österreich, aber auch im Erzgebirge weiter in Atem. Mehrere Ortschaften sind kaum oder gar nicht zu erreichen - darunter auch Galtür in Tirol, das im Februar 1999 schon Schauplatz eines der größten Lawinenunglücke in der Geschichte Österreichs war. In Südbayern sind die Siedlung Buchenhöhe in Berchtesgaden und die Gemeinde Jachenau wegen Schnees weitgehend abgeschnitten, aber mit Lebensmitteln ausreichend versorgt. Auch Sachsen versinkt vielerorts im Schnee, die Verkehrssituation ist ähnlich chaotisch wie im Alpenraum. Carlsfeld nahe Plauen war zeitweise von der Umwelt abgeschnitten, auch die Innenstadt von Oberwiesenthal sei nicht erreichbar, heißt es. Zufahrten zur Grenze nach Tschechien sind als gesperrt gemeldet. Viele Schulen im Erzgebirge bleiben auch an diesem Donnerstag geschlossen.

+++ 4.00 Uhr: Bahn transportiert Schneemassen ab +++

Die Bahn wollte hat in der Nacht damit begonnen, unter anderem mit Baggern und Radladern Schneemassen aus den Bahnhöfen Miesbach, Schaftlach in Waakirchen und Schliersee abzutransportieren, um den Zugverkehr wieder aufnehmen zu können. Dennoch kommt es weiterhin zu Ausfällen und Behinderungen. Die aktuellen Störungsmeldungen aus dem Schneegebiet sind im Internet abrufbar. Auch Autofahrer müssen sich den Witterungsbedingungen anpassen und vielerorts deutlich langsamer unterwegs sein.

mad / dho / fs / wue / fin / DPA / AFP
Würde diese Theorie Funktionieren ( Die Entstehung eines Universums aus einem schwarzen Loch )?
(Der Anfang der Theorie von mir ist unter dem Text der der nachvollzieungs hilfe mit einem 🙃 gekennzeichnet). Ich bin ein recht analysierendender und über mehrere Richtungen hinterfragender Menschen. Eine Theorie die mir in den sin Kamm aber die ich aus eigenemen Ermessensen erst zu grob und simple Fand aber Recht gut mit gängigenen Theorienen Einhergeht wie die (finde ich zu Erprobt stopende) Urknall Theorie, deren Ausbau wo sie durch ein höher dimensiodimensionales Schwarzes Loch aus ging und auch etwas von der multiversums Theorie. 🙃 Meine (mir imer noch zu vorkommende) Theorie geht davon das Der Urknall eine Explosion im und nicht des raumes ist, das ein extrem massereiches Schwarzes Loch das aufgrund des von mangelndem Nachschub Explodierte und durch diese kinetische Energie wie in der Urknall Theorie den Inhalt freisete. aber die Expansion des universums nicht die Ausbreitung des Raumes ist sondern viel ehr eine Zerstreuung Des Inhaltes in einem Raum stattfindet, vergleichbarear mit anderen Explosionen die Inhalt freizusetzenen. PS. ist zwar recht grob für meine persönlichpersönlichen Verhältnisse- (mache meist komplexere, effizientere und schlusvolgerungs fähigere Theorien und ist mir selber etwas schwammig ist eine meinens erachtens funktionell ergänzung zum Thema Uhrknall ) -und und verändertrt im grunde nur etwas den Blickwinkel gängiger Theorien aber in einen effektivenen und nachvollziehbaren weg. Diese Theorie ist Vorwiegend mit sipelerer hrangehensweise aufgebaut als meine anderen und dementsprechend mir etwas Unwohl sie zu veröffentlichen aber im Grunde eine meiner Meinung legitime logische Ergänzung. Was meint ihr?
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?