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England Archäologen entdecken bei Autobahnausbau seltenen römischen Steinpenis

Der Stein war bereits vor rund vier Jahren entdeckt worden, aber erst jetzt gelang es, ihn wieder zusammenzusetzen
Der Stein war bereits vor rund vier Jahren entdeckt worden, aber erst jetzt gelang es, ihn wieder zusammenzusetzen
© Highways England
Britische Archäologen haben einen Stein aus der Zeit der Römer wieder zusammengesetzt und darauf einen eingemeißelten Penis entdeckt. Es ist einer von nur vier gefundenen Steinen dieser Art.

Bei Arbeiten zum Ausbau der Autobahn haben Forscher in England einen seltenen in Stein gemeißelten Penis aus der Römerzeit entdeckt. Das berichten britische Medien unter Berufung auf die zuständige Behörde Highways England. Demnach wurde der Mühlstein bereits zwischen 2017 und 2018 bei Arbeiten zu Erweiterungen der A14-Autobahn aus dem Boden geholt, sei damals allerdings auseinandergebrochen gewesen. Nun hätten Archäologen aus Oxford den Brocken wieder zusammengesetzt und dabei den Penis zum Vorschein gebracht.

Bei dem Muster handelt es sich den Experten zufolge um ein besonders seltenes: "Als einer von nur vier bekannten römisch-britischen Mühlsteinen, die auf diese Weise dekoriert wurden, ist der A14-Mühlstein ein extrem wichtiger Fund", zitiert die BBC Ruth Shaffrey von Oxford Archaeology.

Ruth Shaffrey von Oxford Archaeology sagt, es handle sich um einen "extrem wichtigen Fund"
Ruth Shaffrey von Oxford Archaeology sagt, es handle sich um einen "extrem wichtigen Fund"
© Highways England

"Der Phallus war ein wichtiges Symbol für Stärke und Fruchtbarkeit in der römischen Welt", ergänzt Steve Sherlock, der archäologische Verantwortliche für den A14-Bau. "Es war sehr gebräuchlich, dass Legionäre Phallus-Anhänger als Glücksbringer um den Hals trugen, wenn sie in die Schlacht zogen."

Beim Autobahnbau schon mehrfach Artefakte gefunden

Der steinerne Penis ist nicht das erste Artefakt, das durch die Bauarbeiten für die neue Autobahn zum Vorschein kommt. Der zuständigen Behörde zufolge habe man bereits Stoßzähne von Wollmammuts sowie Schädel von Wollnashörnern aus dem Boden gegraben. Außerdem sei der älteste Beweis für eine Bierbrauerei in Großbritannien gefunden worden, nämlich aus der Zeit rund 400 vor Christus. Zudem hätten Forscher eine goldene Münze mit dem Konterfei des römischen Herrschers Laelianus darauf entdeckt. Dieser war lediglich rund zwei Monate an der Macht gewesen, ehe er 269 vor Christus getötet wurde. Von diesem Münzen seien bislang erst zwei überhaupt gefunden worden, so die Behörde.

Quellen:  Highway Englands Pressemitteilung / BBC / "Cambridge Independent"

fin

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