Fracking in den USA Deutschland giert nach Flüssigerdgas, kurz LNG. Ein Besuch bei jenen, die den Preis dafür zahlen müssen

Flüssiggas LNG: Wanda Vincent betreibt eine Kindertagesstätte in der Nähe eines Fracking-Bohrlochs
Wanda Vincent ist Leiterin eines Kindergartens in Arlington, Texas. Sie sorgt sich um die gesundheitlichen Auswirkungen des Frackings in ihrer Heimatstadt, insbesondere auf die Kinder der Gemeinde. 
© AP Photo/Martha Irvine
Fracking neben einem Kindergarten, Gestank und unklare Gesundheitsrisiken: In der texanischen Kleinstadt Arlington wird Flüssigerdgas, kurz LNG, gefördert. Die Menschen vor Ort leiden und sind wütend. Der Unmut richtet sich auch gegen Deutschland, wo nun der erste Anleger für LNG-Tanker eröffnet wurde. 

Deutschland muss Alternativen finden zur Energie aus Russland und setzt dabei auf Flüssiggas. Wie der rettende Stoff produziert wird, lässt sich an Orten besichtigen, die weit von Europa entfernt liegen – zum Beispiel hinter Wanda Vincents Gartenzaun. Vincents Haus steht in Arlington, einer Kleinstadt in Texas. Im Erdgeschoss betreibt sie den Kindergarten "Mother’s Heart". Davor toben Jungen und Mädchen auf einem kleinen Spielplatz. Und nur wenige Meter entfernt wird mittels "Hydraulic Fracking" Erdgas aus dem Boden gepresst. Heruntergekühlt auf minus 162 Grad verwandelt es sich in das flüssige LNG (Liquefied Natural Gas), das dann mit anderen Gaslieferungen gemischt und schließlich verschifft wird – auch nach Deutschland.

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