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Google-Doodle für Maria Montessori: Eine Philanthropin mit Herz

Sie war ihrer Zeit voraus, soviel steht fest. Ende des 19. Jahrhunderts promovierte Maria Montessori als erste Frau Italiens an der Universität Rom. Ihr Name ist heute vielen Eltern ein Begriff.

Das Leben der Ärztin und Pädagogin Maria Montessoris dient auch heute noch vielen als Inspiration, denn es folgt der alten Regel, wo ein Wille ist, ist ein Weg. Geboren als einziges Kind einer gutbürgerlichen Familie entwickelte sie früh ein Interesse für die Naturwissenschaften, ganz zum Unbehagen ihres konservativen Vaters. Nachdem sie ihr erstes Studium abgeschlossen hatte, gelang es ihr, sich einen Studienplatz für Medizin zu sichern. Ein Privileg, welches bis dahin nur Männern vorbehalten war.

Ihre Arbeit als Assistentin in einer psychiatrischen Klinik in Rom sollte ihren weiteren Lebensweg prägen. Entsetzt von dem verwahrlosten Zustand, indem sich geistig behinderte Kinder in dieser Klinik befanden, entschied sie sich auf Kinderheilkunde zu spezialisieren.

“Casa dei Bambini“

Nach ihrer Tätigkeit als Assistenzärztin in der Abteilung für Kinderpsychiatrie eröffnete sie ihre eigene Praxis und begann mit der Forschung. Als Grundlage für ihre Arbeit dienten die Werke von Jean Itard und Edouard Seguin, die wie sie davon überzeugt waren, dass die Behandlung von geistig Behinderten kein medizinisches sondern ein pädagogisches Problem sei.

1901 zog es Montessori zurück an die Universität, wo sie ein neues Studium der Anthropologie, Psychologie und Erziehungsphilosophie aufnahm. Weiterhin überzeugt von ihren Erkenntnissen, dass es bei der Kindererziehung einer bestimmten Art der Förderung bedarf, eröffnete sie 1907 eine Kindertagestätte, die “Casa dei Bambini“.

Die Tagesstätte für geistig gesunde Kinder aus sozial benachteiligten Familien ermöglichte es ihr, ihre Erkenntnisse in Sachen Kindererziehung anzuwenden - und das mit durchschlagendem Erfolg. Die “Montessori-Methode“ war geboren und sollte bald weltweit Verbreitung finden.

Eine Methode mit System

Die Montessori-Pädagogik war nicht autoritär geprägt, ganz im Gegenteil. Grundlage ihres Prinzips war das Kind als „Baumeister seines Selbst“. Offener Unterricht sowie Freiarbeit prägten ihren Erziehungsansatz vom Kleinkind bis zum Jugendlichen. Berühmt wurde die Montessori-Pädagogik auch durch die Grundidee „Hilf mir, es selbst zu tun“.

In den darauffolgenden Jahrzehnten verbreitete sich Montessoris Ansatz nach Deutschland, Österreich und darüber hinaus. Mittelpunkt ihrer Philosophie war nach wie vor das Kind und dessen Individualität. Von Bestrafungen sowie Belohnungen hielt sie nichts.

Die Jahre des Zweiten Weltkriegs verlebte sie in Indien, ihren Lebensabend verbrachte sie in den Niederlanden. Ihre Idee von Pädagogik hat bis heute bestand und diente über 1000 Schulen und Kitas in Deutschland als Erziehungsgrundlage. Maria Montessori starb im Alter von 82 Jahren in den Niederlanden. Heute wäre ihr 142.Geburtstag gewesen.

Alexander Meyer-Thoene
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