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Gewaltiger Forscherschatz 100 Mammut-Skelette freigelegt: Experte nennt grausames Detail zum Tod der Tiere

Sehen Sie im Video: Forscher graben bei Mexico City Dutzende Mammut-Skelette aus.




Die Knochenteile sind gewaltig, so wie es eben auch die Mammuts waren. Mit äußerster Vorsicht werden sie von den Wissenschaftlern auf der Baustelle der Erde entnommen und gereinigt. Hier, rund 50 Kilometer nördlich der Hauptstadt Mexiko City, soll der neue Zivilflughafen entstehen, wobei ein wahrer Forscherschatz entdeckt wurde: Mammut-Relikte, und zwar wirklich viele davon. So wurden in der Umgebung mehr als 100 Skelette gesichert, inklusive gigantischen Stoßzähnen. Eine derartige Konzentration ist nur an wenigen Orten weltweit bekannt. "Diese Funde sind für mexikanische Forscher sehr wichtig", so Jesus Cantoral, der Archäologie-Beauftragte des Flughafens. "Bisher wussten wir nicht, wie diese Tiere ausgestorben sind. In anderen Regionen der Welt gibt es evolutionäre Linien, die zum asiatischen oder zum afrikanischen Mammut führten. Aber hier gibt es keine direkten Nachkommen.'' Warum die tonnenschweren Verwandten moderner Elefanten ausgestorben sein könnten, darüber spekulierte Chef-Archäologe Ruben Manzanilla. "Dieser Ort war wie das Paradies, aber dann kam der Niedergang, dem schlammigen Untergrund und den Seen geschuldet. Über viele Jahre wiederholte sich dieselbe Geschichte. Die Tiere wagten sich zu weit vor, konnten ihre Beine nicht mehr aus dem Dreck befreien und starben einen langsamen Tod. Damals wurden sie von Raubtieren und Menschen gegessen.'' Es gebe Hinweise auf eine Bejagung durch Menschen vor rund 10.000 Jahren. Angekommen in den damals ausgedehnten Graslandschaften mitsamt einem später von spanischen Siedlern ausgetrockneten Seensystem seien die Tiere wohl vor etwa 24.000 Jahren. Lange her das alles, die aktuellen Funde sollen später im Hauptterminal des neuen Flughafens ausgestellt werden.
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In Vorbereitung eines neuen Flughafens sind Forscher nördlich von Mexiko City auf Dutzende Mammut-Skelette gestoßen. Es gibt auch schon eine Vermutung, wie die Tiere vor über 10.000 Jahren ums Leben gekommen sind.

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