VG-Wort Pixel

Gefährliche Substanzen Diese Pflanzen enthalten die tödlichsten Gifte der Welt - und einige gibt's auch in Deutschland

Die Natur produziert einige der tödlichsten Gifte für den Menschen. Doch welche von ihnen sind am gefährlichsten und wo findet man sie? Die Natur hält viele Überraschungen bereit, und diese sind nicht immer schön. Unter den nicht so schönen Dingen finden wir die stärksten Gifte der Welt. Was Verteidigung angeht, hat sich die Natur besonders grausame Methoden einfallen lassen. Während sich einige Spezies lieber körperlich zur Wehr setzen, lösen andere ihre Probleme auf eine subtilere Art.
Einige Spezies produzieren sehr starkes Gift, das bereits in geringen Mengen tödlich wirken kann. Die Wirkung dieser Gifte ist unterschiedlich, doch oft stirbt das Opfer. Aber welche natürlichen Substanzen sind die stärksten Gifte? Entdeckt hier im Überblick die tödlichsten Substanzen der Welt.
5. Amatoxin
Dieses Gift findet man in verschiedenen Giftpilzen, u.a. im grünen Knollenpilz und im kugelhütigen Knollenpilz. Diese beiden Pilzarten produzieren die tödlichste Form von Amatoxin. Schon 0,1 - 0,2 mg pro kg reichen aus, um ihr Opfer zu töten. Auf den durchschnittlichen Menschen gerechnet wären das 7 mg. Die Art der Wirkung? Sie zerstören die Zellen von Niere und Leber. Das Tückische dabei ist, dass die Symptome erst sechs bis 24 Stunden nach dem Aufnehmen des Giftes bemerkbar werden. 
4. Strychnin
Dieses Gift ist in der Brechnuss enthalten, der Frucht des Strychninbaums. Schon 2 mg pro Kilo reichen aus, um beim Opfer zum Tod zu führen. Strychnin blockiert die Nervenwege zwischen Gehirn und Muskulatur. Dies führt zu starken Krämpfen und letztlich zum Tod. Dabei kommt der Tod ziemlich schnell, denn Strychnin wirkt bereits nach 30 Minuten.
3. Rizin
Rizin ist in den Samen von Rizinuspflanzen enthalten. Ursprünglich aus Zentralafrika stammend, hat sich die Pflanze überall, wo es das Klima erlaubt, auf der ganzen Welt ausgebreitet. Das Gift wirkt, indem es die Boten-RNA angreift und die Synthese von Zellen und Proteinen unterbindet, was zum Absterben der Zellen führt. Bereits ein einziges Rizin-Molekül ist in der Lage 1500 Ribosome zu zerstören. Schon weniger als 1 mg pro Kilo kann ausreichen, um einen Menschen in wenigen Tagen zu töten.
2. Cyanid
Cyanid gehört zu dem am schnellsten wirkenden Gift der Welt. Es kann von Bakterien, Algen und Pflanzen produziert werden. Es kommt in den Kernen gewisser Früchte vor, etwa Äpfeln und Mandeln. Cyanid wirkt, indem es sich an Eisenatome bindet, die in Hämoglobin und einem Enzym namens Cytochrom-c-Oxidase zu finden sind. Auf diese Art unterbindet es die Sauerstoffaufnahme des Körpers und führt so zu Erstickung. Bereits 6 mg reichen aus, um zum Tode zu führen. Das Vitamin B12 kann, in großen Mengen eingenommen, das Cyanid aus dem Organismus entfernen.
1. Botulinumtoxin 
Botulinumtoxin ist das tödlichste natürliche Gift der Welt. Es wird vom Bakterium Clostridium Botulinum produziert, das sich besonders in sauerstoffarmen Umgebungen entwickelt. Die Substanz führt zu einem Effekt, den man Botulismus nennt und der die Neurotransmitter blockiert, welche unsere Muskelfunktion kontrollieren und so zu einer Paralyse führt. Das Gift ist sehr gefährlich. Bereits ein Millionstel eines Gramms reicht aus, um zum Tode zu führen. So könnte eine Teetasse, die mit 500 mg Botulinumtoxin gefüllt ist, die ganze Menschheit töten.
Die Liste ist hier noch nicht vollständig, denn Gifte von einigen Fröschen und Schlangen können sich in diese gefährlichsten Gifte locker einreihen.
Mehr
Nichts ist so gefährlich für den Menschen wie die Natur. Gut ist es, wenn man sich da ein wenig auskennt. Auch wenn die meisten dieser Pflanzen, Nüsse und Pilze nicht in deutschen Gefilden beheimatet sind, sollten Sie im Urlaub zum Beispiel einen Bogen um sie machen.

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker