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Australian Koala Foundation: Obwohl noch 80.000 von ihnen leben, sind Koalas "praktisch ausgestorben"

Sehr traurige Nachrichten vermeldet die Australian Koala Foundation: Die Populationsgröße der grauen Beuteltiere ist zu gering, um zuverlässig eine neue Generation auf die Welt bringen zu können. Mit anderen Worten: Auch dieses Tier wird aussterben.

Ein einsamer Koala klammert sich an einen Baumstamm

Die Australische Koala-Stiftung erklärt die nur in diesem Land ansässigen Beuteltiere für "praktisch ausgestorben"

Getty Images

Die Zahl der Koalas sinkt schon lange. Inzwischen ist der Bestand des in Australien heimischen Tieres auf 80.000 reduziert. Die Australian Koala Foundation hält diesen für zu gering, um die Population der wild lebenden Beuteltiere am Leben zu erhalten. Sie erklärt die Gattung für "praktisch ausgestorben". Das bedeutet, Koalas spielen für die Umwelt keine Rolle mehr, verfügen über keine fruchtbaren Pärchen mehr oder die Anzahl vermehrungsfähiger Tiere ist so gering, dass genetische Erberkrankungen die Folge wären. Die Stiftung berichtet, seit 2010 überwache sie 128 staatliche Wahlbezirke, die sich in bekannten Koala-Habitaten befinden, und in 41 davon existierten keine Koalas mehr. Während Forscher anmerken, dass Koalas umherzögen und ihre Patchwork-Lebensräume ihre Verfolgung erschwerten, entgegnet die Foundation, die Anzahl der Tiere nehme dennoch nachweisbar drastisch ab.

Zwischen 1890 und 1927 sind mehr als acht Millionen erlegter Koalas nach London verschifft worden – wegen ihres Fells. 2016 durchgeführte Untersuchungen ergaben, in Australien würden noch rund 330.000 Exemplare leben. Die Koala Foundation zählte nun aber nur noch rund 80.000 Tiere.

Und woran liegt es wieder mal? Am Klimawandel

Die stärksten Bedrohungen für Koalas sind der Verlust ihres Lebensraums sowie durch Klimawandel verursachte Hitzewellen, die, wie Studien ergaben, im vergangenen Jahr tausende Tiere an Dehydrierung sterben ließen. Seit 2012 werden Koalas offiziell in Queensland, New South Wales und dem Territorium um Canberra als gefährdet gelistet. Das bedeutet, ihre Population nimmt rasant ab oder ist gar vom Untergang bedroht. Während die Tiere in Victoria oder Südaustralien nicht als gefährdet gelistet sind, weiß man, dass dort ganze Populationen ausgestorben sind – obwohl woanders noch "vergleichsweise reichlich" vorhanden.

Die Vorsitzende der Koala-Stiftung, Deborah Tabart, wandte sich an die Politik: "Ich fordere den neuen Premierminister auf, nach den Wahlen im Mai das Koalaschutzgesetz, das seit 2016 schriftlich vorliegt, zu erlassen. Die Not des Koalas liegt nun in seiner Hand", zitiert die britische "Daily Mail".

Quelle: "Daily Mail"

bal
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