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Pandemie Vierte Corona-Welle in Teilen Afrikas - 6,6 Prozent geimpft

Corona-Impfung
6,6 Prozent der Menschen in Afrika sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Foto: Mohamed Shokry/dpa
© dpa-infocom GmbH
In Teilen Afrikas breitet sich die vierte Corona-Welle aus, während erst 6,6 Prozent der Menschen vollständig geimpft sind. Insgesamt sei der Trend der Neuinfektionen aktuell rückläufig.

In Afrika sind erst 6,6 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Der Trend bei den Neuinfektionen zeigt insgesamt zwar nach unten, in mehreren Staaten des Kontinents hat sich aber eine vierte Corona-Welle ausgebreitet, wie aus offiziellen Zahlen hervorgeht. Sorgen bereiten neben der niedrigen Impfquote auch offiziell bisher unbestätigte Berichte über eine neue Virusvariante, die in Südafrika aufgetreten sein soll, wo die Infektionszahlen langsam wieder steigen.

John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC) betonte am Donnerstag, die Daten würden untersucht und ausgewertet. «Wir beobachten das sehr genau», sagte er. Aktuell könnten dazu aber keine Aussagen getroffen werden.

Trend bei Neuinfektionen rückläufig

Insgesamt ist Trend bei den Neuinfektionen in Afrika derzeit rückläufig. Gegenüber der Vorwoche sank die Zahl um 11 Prozent, die Zahl der Todesfälle um 15 Prozent. Insgesamt wurden bisher in Afrika laut CDC rund 8,6 Millionen Infektionen dokumentiert, von denen mehr als 222.000 tödlich waren. Die Dunkelziffer dürfte nach Angaben von Nkengasong auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen allerdings höher liegen.

Er sprach sich gegen eine Impfpflicht aus. Die Impfung älterer und kranker Menschen müsse Vorrang haben vor Booster-Impfungen oder Vorsorge-Impfungen von Kindern, mahnte er. Andernfalls gerate das Ziel in Gefahr, bis Ende kommenden Jahres 70 Prozent der afrikanischen Bevölkerung zu impfen.

Die CDC versucht, die Mittel der afrikanischen Staaten zu bündeln und Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie zu koordinieren. Bisher hat Afrika laut CDC rund 403 Millionen Impfdosen beschafft, von denen 55 Prozent verabreicht wurden. Nkengasong begründete die niedrige Impfquote unter anderem mit logistischen Problemen und rief dazu auf, in den einzelnen Staaten wieder verstärkt zu testen.

dpa

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