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Stiftung Warentest - Matratzen: Gut gebettet in Kaltschaum

Zwischen 400 und 840 Euro kosten "gute" Kaltschaummatratzen. Manche riechen anfangs aber unangenehm. Getestet wurden insgesamt 17 Matratzen.

Experten raten, dass man beim Probeliegen prüfen sollte, ob die Matratze den eigenen Vorlieben für Material und Härte entspricht

Experten raten, dass man beim Probeliegen prüfen sollte, ob die Matratze den eigenen Vorlieben für Material und Härte entspricht

Wie man sich bettet, so liegt man, sagt der Volksmund. Bereits jede zweite gekaufte Matratze ist aus Schaumstoff. Aber sind diese auch wirklich besser, als die alt bekannten Federkernmatratzen? Stiftung Warentest hat 17 Kaltschaummatratzen zwischen 390 und 840 Euro unter die Lupe genommen. Ergebnis:12 der Kaltschaummatratzen im Test sind "gut", richtig schlecht ist keine. Testsieger ist die Vitalis Star von Matratzen Concord für günstige 400 Euro. Im wichtigsten Prüfpunkt, den Liegeeigenschaften, unterscheiden sie sich aber kaum voneinander. Einziges Manko: Manche riechen anfangs unangenehm.

"Gute" Schaumstoffmatratzen gibt es in diesem Test ab 400 Euro. Der Testsieger Vitalis Star von Matratzen Concord ist sehr gut haltbar und zeichnet sich durch sehr gute Gesundheits- und Umwelteigenschaften aus. Die Kaltschaummatratze ist weich, allerdings macht der Anbieter keine Angabe zum Härtegrad. Neben dem Testsieger, zeigen auch viele andere Matratzen ein "gutes" Ergebnis. Dazu gehört die Breckle LaPur Novum für 500 Euro. Sie hat einen sehr guten Bezug und gute Liegeeigenschaften. Die einzigen Minuspunkte sind, dass sie anfangs unangenehm riecht und sich etwas schwer drehen und wenden lässt. Die f.a.n Komfort Plus KS für 500 Euro ist ebenfalls "gut". Diese weiche Matratze hat ebenfalls einen sehr guten Bezug. Im Gegensatz zu der Breckle LaPur, lässt diese sich gut drehen und wenden. Außerdem weist sie gute Gesundheits- und Umwelteigenschaften auf. Die ebenfalls "gute" Hukla Sunshine 18 (400 Euro) ist weich und komfortabel, lässt sich allerdings schwer handhaben.

Intensiver Geruch ohne Schadstoffe

Manche Kaltschaummatratzen riechen nach dem Auspacken unangenehm. Die Modelle von Breckle und Röwa auch noch nach vier Wochen sehr intensiv. Das Ergebnis der Schadstoffprüfung von der Stiftung Warentest ist aber durchweg positiv. Der Geruch könnte daran liegen, dass die Matratze nicht richtig "gecrusht" wurde. So nennen Fachleute das Quetschen der Schaumstoffe.

Kaltschaum ist ein Kunststoff auf Erdölbasis. Er wird meist in riesigen Blöcken geschäumt, aus denen später Maschinen Matratzenkerne ausschneiden. Im Unterschied zum Standartschaum muss Kaltschaum zum Aufhärten nicht mehr aufgeheizt werden- daher der Name.

Härteangaben sind nicht verlässlich

Verbraucher sollten den Härteangaben der Hersteller kein Vertrauen schenken. Dies geht aus den Testergebnissen der Stiftung Warentest hervor. Die Experten raten, dass man beim Probeliegen prüfen sollte, ob die Matratze den eigenen Vorlieben für Material und Härte entspricht. Käufer sollten bei teuren Matratzen auf ein Rückgaberecht bestehen, um diese zu Hause sorgfältig ausprobieren zu können. Irreführende Angaben gibt es auch für Allergiker. Seit Jahren behaupten zum Beispiel einige Anbieter, ihre Matratze sei "allergikergeeignet". Das ist so nicht korrekt. Gegen Allergene der Hausstaubmilben kann ein waschbarer Bezug nicht schützen. Nur spezielle Matratzenbezüge (Encasings) können dies.

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