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Wiederverwertung von Kunststoffen Achten Sie auf die Farbe: Warum diese Plastikflaschen das Grauen der Recyclingbetriebe sind

Die Drogeriemärkte sind voll mit Shampoo, Duschgel und Creme-Dosen.
Bei Ihrer Wahl sollte auch die Farbe der Verpackung eine Rolle spielen.
Warum? Verschiedene Farben sind für die Wiederverwertung von Plastik problematisch.
Plastikmüll wird im Recyclinghof nach Sorten getrennt – nicht nach Farbe.
Das teilt der „Grüne Punkt“ mit.
Schwarze Kunststoffe sind dabei besonders schwer zu recyceln.
Denn die schwarze Farbe sorgt dafür, dass die Sortiermaschine die Materialart nicht erkennt.
Die Maschine beleuchtet den Plastikmüll. Dabei analysiert sie anhand einer Reflexion, um welches Material es sich handelt.
Bei schwarz eingefärbtem Kunststoff wird allerdings nicht genügend Licht reflektiert.
Somit kann dieser nicht richtig sortiert werden.
Schwarze Kunststoffe landen deshalb meist in der Verbrennungsanlage.
Alle andersfarbigen Kunststoff-Arten lassen sich zuverlässig trennen – außer schwarz eben.
Damit Kunststoffe perfekt recycelt werden können,
müssten sie aber auch nach Farben sortiert werden.
Das machen bisher nur sehr wenige Recycling-Betriebe.
Deshalb werden meist alle Farben zusammen eingeschmolzen.
Dabei entsteht ein grauer, minderwertiger Kunststoff.
Dieser wird vor allem für Rohre oder andere dunkle Produkte genutzt.
Das ist schade um die einst so hochwertigen Stoffe. Und schlecht für die Umwelt.
Langfristiges Ziel ist es daher, Plastik nicht nur nach Materialart, sondern auch nach Farben zu trennen.
Und die Moral von der Geschicht’:
Wer der Umwelt einen Gefallen tun möchte,  kauft besser weiße oder transparente Verpackungen.
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In den Regalen der Drogieriemärkte steht ein buntes Heer von Plastikflaschen. Ihre Farbe ist entscheidend dafür, wie gut man sie wiederverwerten kann. Eine ist besonders schlecht.

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