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Schrecken eines jeden Imkers: Varroamilbe schadet Bienen anders als angenommen

Die Varroamilbe ist der Schrecken eines jeden Imkers. Die Parasiten befallen massenhaft Bienenvölker und saugen die Arbeiterinnen aus. Allerdings ernähren sie sich ganz anders, als bisher angenommen.

Biene mit Varroamilben

Der Parasit stammt ursprünglich aus Ostasien. In Europa wurde die Varroamilbe erstmals 1967 in Bulgarien entdeckt, in Deutschland erstmals 1977. Foto: Uli Deck

Die Varroamilbe gilt hierzulande als eine der größten Gefahren für die Honigbiene. «Man kann davon ausgehen, dass sie in jedem Bienenvolk vorhanden ist», sagt Werner von der Ohe, Leiter des Instituts für Bienenkunde in Celle.

Bislang ging man davon aus, dass die Milben den Honiglieferanten hauptsächlich die sogenannte Hämolymphe aussaugen, eine Körperflüssigkeit ähnlich dem Blut. Doch das stimmt offenbar gar nicht, wie US-Forscher nun berichten.

Demnach ernähren sich die 1,6 Millimeter kleinen Tiere in der Hauptsache vom Fettkörper der Bienen, wie ein Team um Samuel Ramsey von der Universität Maryland in den «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften («PNAS») schreibt.

«Der Fettkörper ist absolut überlebenswichtig für die Honigbiene», sagte Ramsey laut einer Mitteilung seiner Universität. Das Organ übernehme bei Bienen ähnliche Funktionen wie die menschliche Leber, speichere zudem Nahrung und stärke das Immunsystem. Wird der Fettkörper beschädigt, seien die Bienen viel angreifbarer für andere Gefahren wie Pestizide und geringes Nahrungsangebot.

Seit den 1960er Jahren hielt sich die Vorstellung, dass sich die Varroamilbe von der Hämolymphe ernährt. «Wir haben über diese Milben geredet als seien sie Vampire, dabei sind sie eher wie Werwölfe. Wir haben versucht, sie mit einem Pflock zu töten, dabei brauchen wir eigentlich eine Silberkugel», sagte Ramsey.

Die Forscher hoffen, dass ihre Erkenntnisse zur Bekämpfung der Milbe beitragen können. «Die Ergebnisse sind revolutionär, um zu verstehen, welchen Schaden Milben bei den Bienen anrichten», schreibt Ko-Autor Dennis vanEngelsdorp. Das Ergebnis eröffne ganz neue Möglichkeiten, Behandlungen zu finden und die Milbenpopulation zu kontrollieren. Bienenexperte von der Ohe ist da allerdings weniger optimistisch.

Nach Angaben des Instituts für Bienenkunde stammt der Parasit ursprünglich aus Ostasien. In Europa wurde die Varroamilbe erstmals 1967 in Bulgarien entdeckt, in Deutschland erstmals 1977.

Der Parasit mit dem ovalen Körper und scharfen Beißwerkzeugen vermehrt sich in den Brutzellen und befällt die Arbeiterbienen. Dabei schleppt er auch Bakterien und gefährliche Viren ein, die sich immer wieder neuen Gegebenheiten anpassen können. «Grundsätzlich ist es so, dass wir die Varroa-Milbe sehr konsequent bekämpfen müssen. Das ist nicht einfach», sagt von der Ohe.

Bisher gebe es im Grunde zwei Möglichkeiten, die Milben zu töten, erklärt von der Ohe. Medikamente wie Ameisensäure und Oxalsäure würden die Milben gut beseitigen - sofern Imker die richtigen Witterungsbedingungen beachten. Ist es zu feucht, verwässere die Säure, ist es zu heiß, verdampfe sie schnell.

Andererseits arbeiten Imker auch mit biotechnologischen Mitteln. Man könne Völker teilen und so aus einem Volk zwei Völker machen, sagt er. «Die Varroa-Population in dem neugebildeten Schwarm wird erheblich reduziert.»

dpa
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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