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Zeitumstellung 2019: So werden die Uhren am Wochenende umgestellt. Wieso macht uns das eigentlich so zu schaffen?

In der Nacht zum Sonntag beginnt die Sommerzeit. Aber wann genau werden die Uhren umgestellt, und in welche Richtung? Wir erklären außerdem, warum die Zeitumstellung so vielen Menschen zu schaffen macht.

Zeitumstellung

Die Zeitumstellung bringt die innere Uhr des menschlichen Körpers zeitweise aus dem Takt

Zweimal im Jahr kommen die Fragen wieder auf: Wann wird die Zeit umgestellt? Bekommen wir eine Stunde geschenkt oder werden uns 60 Minuten des Schlafs in dieser Nacht geraubt? Vielen Menschen macht der Wechsel zu schaffen.

Die nächste Zeitumstellung ist am Sonntag, 31. März 2019. Dann beginnt die Sommerzeit.

Merksätze zur Zeitumstellung

Zunächst die schlechte Nachricht: Zur Sommerzeit werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt, von 2 auf 3 Uhr in der Nacht zum Sonntag. Dadurch fehlt die Stunde für Langschläfer: Aber: Als Entschädigung wird es in den kommenden Monaten eine Stunde später dunkel. Kleine Eselsbrücken können Ihnen bei künftigen Zeitumstellungen helfen, die Zeiger sofort in die richtige Richtung zu stellen. Eine Auswahl: 

  • Die Zeitumstellung ist wie die Temperaturen: Im Sommer im Plus und im Winter im Minus.

Sprich: Im Frühling wird vorgestellt (plus), im Herbst zurück (minus).

  • Im Frühjahr muss man früher aufstehen.

Erläuterung: Da die Uhr vorgestellt wird, kann man eine Stunde weniger schlafen.

  • Im Frühjahr kommen die Gartenmöbel vor die Tür, im Herbst zurück in den Schuppen
  • Immer in Richtung Sommer: Also im Frühling vor, im Herbst zurück.
  • Es gilt die 2-3-2-Regel: Erst im Frühjahr von 2 auf 3 Uhr, später im Herbst von 3 auf 2 Uhr umstellen.
  • Oder, wer es auf Englisch mag: Spring forward, fall back.

Warum haben wir so mit der Zeitumstellung zu kämpfen?

Nach der Nacht der Zeitumstellung leidet jeder Vierte unter Schlafstörungen und ist tagsüber nicht richtig fit. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle steigt. Woran das liegt? Der Beginn von Winter- oder Sommerzeit ist quasi wie ein kleiner Jetlag. 

Wer schon häufiger lange Flugreisen über mehrere Zeitzonen hinweg hinter sich gebracht hat, kennt das Problem. Nach dem Flug muss man seinem inneren Taktgeber ein paar Tage Zeit für die Umstellung geben. Bis dahin ist das Wachbleiben am Schreibtisch schwer, das Durchschlafen auch.  

Die innere Uhr gerät aus dem Takt

Der Hintergrund: 24 Stunden braucht die Erde, um sich einmal um sich selbst zu drehen. Diesem Rhythmus folgt die Natur und mit ihr der Mensch. Nahezu jede Zelle hat eine winzige innere Uhr – in Form von Genen und Proteinen, die das Auf und Ab ihres Stoffwechsels steuern. Die "Masterclock", die all die kleinen Zeitmesser synchronisiert, liegt inmitten des Gehirns. Bei Langstreckenflügen oder eben der Zeitumstellung gerät diese innere Uhr aus dem Rhytmus. 

Ein Tipp: Wer es sich leichter machen will, geht bereits an den Abenden vor der Umstellung früher ins Bett.

Sehen und Verstehen: Mehr zur Zeitumstellung zeigt die stern-Infografik:

 

rös/sve/fri/stern infografik