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News vom Wochenende Mehrere Verletzte bei Angriff mit Auto in Ost-Jerusalem

Der Tatort in Ost-Jerusalem, wo bei einer Attacke mit einem Auto mehrere Menschen verletzt wurden
Der Tatort in Ost-Jerusalem, wo bei einer Attacke mit einem Auto mehrere Menschen verletzt wurden
© Menahem KAHANA / AFP
Die Nachrichten vom Wochenende im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die Meldungen zu Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier
Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

21.25 Uhr: Zwei Tote bei Tribüneneinsturz in Synagoge bei Jerusalem

Beim Einsturz einer Tribüne in einer Synagoge nahe Jerusalem sind nach Angaben von Rettungskräften mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Dabei handele es sich um einen 40-jährigen Mann und einen zwölfjährigen Jungen, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Verletzt in Krankenhäuser gebracht wurden demnach 167 Menschen, darunter fünf Schwerverletzte. Zuvor war von rund 60 Verletzten die Rede. Nach Angaben der Polizei war die Tribüne überfüllt. Das Unglück ereignete sich in der israelischen Siedlung Givat Zeev im Westjordanland. Diese liegt im Nordwesten Jerusalems.

19.42 Uhr: 16-Jähriger in Stuttgart lebensgefährlich verletzt – Zeugen gesucht

Ein 16-Jähriger soll bei einem Streit vor einem Schnellrestaurant in Stuttgart schlichtend eingegriffen haben und ist dabei lebensgefährlich verletzt worden. Der Junge sei mittlerweile nicht mehr im kritischen Zustand, teilte die Polizei mit. Die Hintergründe seien noch völlig offen. Der Jugendliche war nach den Angaben der Polizei am Samstag von einem Passanten in der Klett-Passage am Hauptbahnhof entdeckt worden, wo er zusammengebrochen war. Der Passant leistete Erste Hilfe. Als die Beamten eintrafen, war der Jugendliche nicht mehr ansprechbar. Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus, wo Ärzte eine Notoperation machten.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll es am Samstagabend auf Höhe eines Schnellrestaurants in der Königstraße innerhalb einer größeren Menschengruppe zum Streit gekommen sein. Dort soll der 16-Jährige versucht haben, schlichtend einzugreifen. Ein unbekannter Mann soll dann aus der Gruppe herausgetreten sein und den Jungen im Bereich des Oberkörpers lebensgefährlich verletzt haben.

19.07 Uhr: Fünf Verletzte nach Zusammenstoß von Auto mit Straßenbahn

Fünf Menschen sind in Saarbrücken beim Zusammenstoß eines Autos mit einer Straßenbahn verletzt worden. Darunter waren auch drei Kinder, wie die Feuerwehr mitteilte. Das Auto mit den fünf Insassen war aus zunächst ungeklärter Ursache in die Bahn gekracht. Der Straßenbahnfahrer und die Passagiere blieben unverletzt und konnten selbstständig die Bahn verlassen. Die Autoinsassen wurden mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

19 Uhr: Dutzende Verletzte bei Tribüneneinsturz in Synagoge bei Jerusalem

Beim Einsturz einer Tribüne in einer Synagoge nahe Jerusalem sind nach Angaben von Rettungskräften rund 60 Menschen verletzt worden. Wie der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mitteilte, wurden davon zehn lebensgefährlich oder schwer verletzt. Das Unglück ereignete sich demnach in der israelischen Siedlung Givat Zeev im Westjordanland. Diese liegt im Nordwesten Jerusalems.

18.51 Uhr: Bericht: Deutschland und Namibia einigen sich auf Aussöhnungsabkommen

Nach mehrjährigen Verhandlungen haben sich einem Medienbericht zufolge Deutschland und Namibia auf ein Abkommen zur Wiedergutmachung deutscher Kolonialverbrechen geeinigt. Nach Informationen des Deutschlandfunks vom Wochenende erklärt sich Deutschland bereit, die Verbrechen an den Volksgruppen der Herero und Nama als Völkermord anzuerkennen. Ein gemeinsam erarbeitetes Dokument sei in Berlin von den Verhandlungsführern, dem früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Ruprecht Polenz und dem namibischen Sondervermittler Zed Ngavirue, paraphiert worden.

Laut Deutschlandfunk soll das Abkommen in etwa zwei Wochen von den Außenministern beider Länder in Namibia unterzeichnet werden. Als Entschädigung wurde Namibia demnach finanzielle Unterstützung für soziale Projekte zugesprochen, die den Siedlungsgebieten der betroffenen Volksgruppen zugute kommen sollen. Außerdem soll Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einem Festakt im namibischen Parlament kommen, um dort offiziell um Entschuldigung zu bitten. 

Polenz, der als offizieller Vertreter der Bundesregierung den Dialog mit Namibia zur Aufarbeitung der unter der deutschen Kolonialherrschaft verübten Verbrechen führt, sowie das Auswärtige Amt wollten sich am Sonntag unter Berufung auf "Vertraulichkeit" nicht zu dem Medienbericht äußern. Namibia – damals Deutsch-Südwestafrika – war von 1884 bis 1915 deutsche Kolonie. 

16.36 Uhr: Autobahn-Unfall mit 16 Autos und sieben Verletzten

Mehr als ein Dutzend Autos sind auf der A2 bei Gütersloh in einen Verkehrsunfall verwickelt worden. Nach ersten Erkenntnissen der zuständigen Autobahnpolizei Bielefeld waren 16 Autos an dem Unfall zwischen der Rastanlage Gütersloh und der Ausfahrt Gütersloh beteiligt. Dabei sei ein Mensch schwer und sechs weitere Menschen seien leicht verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Die A2 wurde in Richtung Hannover für die Rettungs- und Bergungsarbeiten voll gesperrt. Es bildete sich ein etwa zwei Kilometer langer Stau. Die Auswirkungen auf den Verkehr hielten sich im Rahmen, erläuterte der Polizeisprecher. Zur Unfallursache machte die Behörde zunächst noch keine Angaben und verwies auf laufende Ermittlungen. Die "Neue Westfälische" hatte online berichtet.

16.29 Uhr: Mehrere Tote nach Bootsunglück bei Gruppen-Selfie in Indonesien

Mindestens sieben Menschen sind bei einem Bootsunglück auf einem Stausee auf der indonesischen Insel Java ertrunken. Das Boot mit 20 Menschen an Bord sei bei einem Gruppen-Selfie gekentert, teilte Ahmad Lutfi von der zuständigen Polizeibehörde mit. Zu dem Unfall kam es demnach am Samstag, als sich die Passagiere für das Foto an der Vorderseite des Schiffs versammelten. Sieben konnten demnach nur tot geborgen werden, darunter vier Kinder. Elf Menschen wurden gerettet. Zwei würden noch vermisst. Die Sucharbeiten dauerten an, sagte die Polizei. Das von einem 13-Jährigen gesteuerte Boot habe über keine Sicherheitsausrüstung verfügt und sei überfüllt gewesen, hieß es. Die Bootsinsassen seien auf dem Weg zu einem auf dem Wasser treibenden Restaurant in der Mitte des Stausees unterwegs gewesen.

16.28 Uhr: Mehrere Verletzte bei Angriff mit Auto in Ost-Jerusalem

In Ost-Jerusalem sind bei einem Anschlag mit einem Auto mehrere Menschen verletzt worden. Vier Polizisten seien bei dem Angriff im Stadtteil Scheich Dscharrah verletzt worden, teilte die israelische Polizei mit. Die örtlichen Rettungskräfte berichteten von insgesamt sieben Verletzten. Der Angreifer wurde mit Schüssen gestoppt, wie Polizeisprecher Micky Rosenfeld mitteilte. Er nannte keine weiteren Details zum Zustand des Angreifers.

Das von Israel besetzte Ost-Jerusalem war vor einer Woche Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischer Polizei. Auslöser der Proteste war die drohende Zwangsräumung von rund 30 Palästinensern aus ihren von Israelis beanspruchten Wohnungen im Viertel Scheich Dscharrah. 

 
News vom Wochenende: Mehrere Verletzte bei Angriff mit Auto in Ost-Jerusalem

15.59 Uhr: Mindestens 40 Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind mindestens 40 Palästinenser getötet worden. Es war nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums die bisher höchste Opferzahl binnen eines Tages. Allein bei Angriffen auf ein Viertel in Gaza-Stadt wurden demnach acht Kinder getötet. Insgesamt wurden damit seit dem Aufflammen der Gewalt am Montag 188 Menschen in dem Küstenstreifen getötet, darunter 55 Kinder. 1230 weitere Palästinenser wurden verletzt. Die israelische Armee griff eigenen Angaben zufolge in den vergangenen 24 Stunden 90 Ziele der radikalislamischen Hamas und des Islamischen Dschihad im Gazastreifen an. Sie reagierte damit auf den massiven Raketenbeschuss durch militante Palästinenser: Seit Wochenbeginn feuerten diese demnach rund 3000 Raketen in Richtung Israel. 

15.07 Uhr: Biden nimmt Trump-Erlass zu Regeln für Internet-Plattformen zurück

US-Präsident Joe Biden hat einen Erlass rückgängig gemacht, mit dem sein Vorgänger Donald Trump den Spielraum von Online-Plattformen wie Twitter und Facebook beim Vorgehen gegen Beiträge von Nutzern einschränken wollte. Trump hatte mit dem Vorstoß im Mai vergangenen Jahres darauf reagiert, dass Twitter anfing, seine Tweets mit Warnhinweisen zu versehen. Er verfügte damals, die Umsetzung einer Regel, die als Grundstein für den Umgang mit Nutzer-Beiträgen gilt, neu zu ordnen.

Die sogenannte "Section 230" sieht unter anderem vor, dass Online-Plattformen nicht für Beiträge ihrer Nutzer belangt werden können. Zugleich werden sie aber verpflichtet, bei rechtswidrigen Beiträgen einzuschreiten, sobald sie Kenntnis davon bekommen. Zudem werden ihnen Freiheiten zugestanden, gemäß ihren eigenen Regeln gegen einzelne Inhalte und Nutzer vorzugehen. Die "Section 230" gilt damit als die rechtliche Grundlage, die viele Dienste - wie etwa Twitter, Facebook oder Youtube - in ihrer heutigen Form möglich gemacht hat.

13.30 Uhr: Papst Franziskus – Waffen im Nahen Osten müssen schweigen

Papst Franziskus hat zum zweiten Mal in Folge bei seinem Sonntagsgebet das Schweigen der Waffen im Nahen Osten gefordert. Israelis und Palästinenser müssten "gemeinsam an den Tisch der Verhandlungen" zurückkehren, sagte das katholische Kirchenoberhaupt bei seiner Ansprache am Fenster des Apostolischen Palastes. "Hass und Vergeltung können nicht das Ziel sein." Der Papst forderte auch die internationale Gemeinschaft auf, Friedensbemühungen zu unterstützen. "Ich habe eine große Befürchtung, was sich da im Heiligen Land zusammenbraut", sagte der 84-jährige Argentinier vor Pilgern, die ihm auf dem Petersplatz zuhörten. Die Konfliktparteien im Nahen Osten "riskieren das Fortschreiten einer künftigen staatlichen Lösung", sagte der Papst.

12.22 Uhr: Nach Waffenruhe wieder Kämpfe in Afghanistan

In Afghanistan haben nach einer dreitägigen Feuerpause wieder Kämpfe zwischen den militant-islamistischen Taliban und der Regierung begonnen. Einer Mitteilung des 215. Armeekorps zufolge haben die Regierungskräfte ihre Offensiven und Anti-Terrorismuseinsätze in der Provinz Helmand im Süden des Landes wieder aufgenommen. Demnach wurden Operationen im Westen der Provinzhauptstadt Laschkargah sowie in den Bezirken Nawa und Nahr-e Saradsch gestartet. Trotz der dreitägigen Waffenruhe zwischen den Taliban und der Regierung von Donnerstag bis Samstag während der Eid-Feiertage sind mindestens 23 Menschen getötet worden. Mindestens zwölf waren bei einem Anschlag auf eine Moschee ums Leben gekommen, der von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamiert wurde. Weitere starben, als ihre Fahrzeuge auf am Straßenrand platzierte Sprengsätze auffuhren.

11.26 Uhr: Kind bei nächtlicher Gasexplosion in England getötet

Bei einer mutmaßlichen Gasexplosion im Nordwesten Englands ist ein Kind getötet worden, vier weitere Menschen wurden verletzt. Wie die örtliche Polizei auf Twitter mitteilte, brachte die nächtliche Explosion in Heysham zwei Häuser zum Einsturz, bei einem dritten entstanden schwere Schäden. Die Wohnstraße wurde daraufhin evakuiert und gesperrt. Der Stromversorger Electricity North West schaltete nach eigenen Angaben vorsorglich den Strom ab. Die Feuerwehr untersuchte die eingestürzten Häuser. "Unser ganzes Haus wackelte", berichtete Dan Knowles, der einige Blocks entfernte wohnt, der britischen Nachrichtenagentur Press Association. "Wir wurden davon wach und dachten schon, es sei ein Erdbeben".

11.10 Uhr: FDP fordert zeitliche Begrenzung für Kanzler auf zwei Amtszeiten

Bundeskanzler sollen nach dem Willen der FDP künftig nur noch zwei volle Amtszeiten regieren dürfen. Das sieht ein Beschluss des digitalen Bundesparteitags für das Wahlprogramm vor. Da dort auch eine Verlängerung der Wahlperioden von vier auf fünf Jahre gefordert wird, müsste eine Kanzlerin oder ein Kanzler künftig das Amt nach maximal zehn Jahren aufgeben. Abgelehnt wurde es, eine zeitliche Begrenzung auch für Bundestagsmandate einzuführen. Ein entsprechender Antrag sah eine ununterbrochene Mitgliedschaft von maximal drei vollen Wahlperioden oder 15 Jahren vor.

10.52 Uhr: Behörden – 17 Tote bei erneuten israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen

Bei erneuten israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben 17 Menschen getötet worden. Seit Beginn der gegenseitigen Angriffe von bewaffneten Palästinensergruppen und dem israelischen Militär am Montag wurden nach einer Zählung des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen 174 Palästinenser getötet, darunter 47 Kinder. Radikale Palästinenser schossen ihrerseits aus dem Küstenstreifen mindestens 2900 Raketen auf Israel ab, wie das israelische Militär am Sonntag meldete. Dabei wurden zehn Menschen getötet, unter ihnen ein Kind und ein Soldat.

10.21 Uhr: EU-Außenminister beraten am Dienstag in Krisensitzung über Eskalation in Nahost

Angesichts der Eskalation im Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen kommen die EU-Außenminister am Dienstag zu einer Krisensitzung zusammen. Bei der Videokonferenz werde es darum gehen, wie "die EU am besten zu einem Ende der derzeitigen Gewalt beitragen" könne, teilte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell im Online-Dienst Twitter mit. Die Zahl der zivilen Opfer durch die gegenseitigen Angriffe bezeichnete er als "inakzeptabel".

10.20 Uhr: FDP berät Programm für Bundestagswahl im September

Die FDP hat ihren digitalen Bundesparteitag fortgesetzt. Die Liberalen stellen inhaltlich die Weichen für den Weg zur Bundestagswahl im September. Erwartet wurden stundenlange Beratungen des Wahlprogramms, das auch am Vortag schon debattiert worden war. Die Partei hatte am Freitag Präsidium und Bundesvorstand neu gewählt. Der Vorsitzende Christian Lindner war mit 93 Prozent der Stimmen bestätigt worden.

10.10 Uhr: "Sonntagstrend" sieht Union und Grüne Kopf an Kopf

Rund viereinhalb Monate vor der Bundestagswahl liegen CDU/CSU und Grüne in der Wählergunst Kopf an Kopf. Im "Sonntagstrend" des Insa-Instituts für die "Bild am Sonntag" erreichten die Unionsparteien 25 Prozent, die Grünen 24 Prozent. Die SPD belegte mit 16 Prozent abgeschlagen den dritten Platz. Die AfD kam in der Umfrage auf zwölf Prozent, die FDP auf elf Prozent. Die Linke wäre mit sieben Prozent sicher im Bundestag vertreten. 

Mit diesem Wahlergebnis wären drei Koalitionen denkbar: Ein schwarz-grünes Bündnis aus CDU/CSU und Grünen (49 Prozent), eine Ampelkoalition aus Grünen, SPD und FDP (51 Prozent) sowie eine Koalition aus CDU/CSU, SPD und FDP (52 Prozent). Grün-Rot-Rot (47 Prozent) würde eine parlamentarische Mehrheit knapp verpassen. Die bestehende große Koalition würde diese mit 41 Prozent deutlich verfehlen.

Das Meinungsforschungsinstitut Insa befragte von Montag bis Freitag 1350 Menschen.

9.44 Uhr: Zentralrat der Juden: Proteste erinnern "an dunkelste Zeiten deutscher Geschichte"

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat ein konsequentes Vorgehen der Polizei bei den anti-israelischen Demonstrationen gefordert. "Seit Tagen verbreiten Mobs in vielen deutschen Städten blanken Judenhass", erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster in Berlin. "Sie skandieren übelste Parolen gegen Juden, die an die dunkelsten Zeiten deutscher Geschichte erinnern." Antisemitismus dürfe nicht "unter dem Deckmäntelchen der Versammlungsfreiheit verbreitet werden", mahnte er. Schuster forderte die muslimischen Verbände und Imame auf, sie müssten "mäßigend wirken".

In mehreren deutschen Städten hatte es in den vergangenen Tagen und auch am Samstag anti-israelische Demonstrationen gegeben. In mehreren Städten wurden israelische Flaggen angezündet. 

8.52 Uhr: Fast 600 Kandidaten für Präsidentenwahl im Iran

Im Iran hat das Innenministerium knapp 600 Kandidaten für die Präsidentenwahl am 18. Juni registriert. Unter den insgesamt 592 Bewerbern seien 40 Frauen und 552 Männer, teilte das Innenministerium mit. Alle Bewerber müssen nun vom sogenannten Wächterrat überprüft und bestätigt werden. Bis Ende des Monats sollen dann die Namen der Präsidentschaftskandidaten veröffentlicht werden. Die Liste der aussichtsreichsten Kandidaten umfasst fast 30 Namen. Unter ihnen befinden sich Vizepräsident Eschak Dschahangiri, Justizchef Ebrahim Raisi und der frühere Parlamentspräsident und Atomunterhändler Ali Laridschani. 

8.02 Uhr: Israel bombardiert Haus von Hamas-Chef im Gazastreifen

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen Luftangriff auf das Haus des Chefs des politischen Flügels der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen, Jihia al-Sinwar, ausgeführt. Im Online-Dienst Twitter veröffentlichte die Armee ein Video, auf dem ein durch ein Bombardement zerstörtes Haus zu sehen war. Ob Sinwar bei dem Anschlag getötet wurde, war zunächst unklar.

6.55 Uhr: Folge der Klimakrise – Weniger nutzbare Fläche für die Landwirtschaft

Rund ein Drittel der weltweiten Landwirtschaftsflächen könnte 2090 nicht mehr für die Agrarproduktion geeignet sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie finnischer und schweizerischer Wissenschaftler für den Fall, dass keine weiteren Maßnahmen gegen die Erderwärmung getroffen würden. Am schlimmsten betroffen wären den Computermodellen zufolge Staaten südlich der Sahara, in Südamerika sowie in Süd- und Südostasien. In Deutschland würden die landwirtschaftlichen Flächen noch im sicheren klimatischen Raum liegen, aber es könnten in einigen Regionen subtropische Wälder wachsen.

6.30 Uhr: Karliczek – Bessere Bildung kann Klimawandel bremsen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat dazu aufgerufen, im globalen Kampf gegen den Klimawandel stärker auf Bildung und Aufklärung zu setzen. "Ich bin überzeugt: Mehr Klima-Bildung wird auf längere Sicht zu weniger CO2-Ausstoß führen. Auch bessere Bildung kann die Erderwärmung stoppen", sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur. Zur Rettung des Planeten müssten Staaten weltweit ihre Bildungsangebote ausweiten. Das sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Appell steht im Zusammenhang mit der an diesem Montag beginnenden Weltkonferenz der Unesco, die sich bis Mittwoch auf diesen Aspekt der globalen Nachhaltigkeitsziele konzentrieren soll.

Earth Day 2021: Kaputter Wald in Deutschland (Symbolbild)

6.30 Uhr: Kardinal Müller kritisiert gemeinsames Abendmahl in Frankfurt

Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der ehemalige Präfekt der römischen Glaubenskongregation, hat die gemeinsamen Abendmahlsgottesdienste katholischer und evangelischer Christen beim Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt/Main kritisiert. Dies sei "eine Provokation des Lehramtes der katholischen Kirche", teilte Müller der Deutschen Presse-Agentur mit. In vier Präsenzgottesdiensten waren am Samstagabend in Frankfurt Katholiken eingeladen worden, am evangelischen Abendmahl teilzunehmen, während Protestanten umgekehrt die katholische Eucharistie mitfeiern konnten.

4.36 Uhr: EVP-Fraktionschef macht AfD für antisemitische Demonstrationen mitverantwortlich

Der Chef der Christdemokraten im Europaparlament, Manfred Weber, hat Parteien wie der AfD eine Mitverantwortung für die antisemitischen Proteste im Zuge des eskalierenden Nahostkonflikts gegeben. "Radikale wie die AfD in Deutschland oder Le Pen in Frankreich haben Grenzverschiebungen beim Antisemitismus befeuert", sagte der stellvertretende CSU-Vorsitzende den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sie müssten als "Begründer solcher Exzesse" auch benannt werden. Weber sprach sich dafür aus, Hetze gegen Religionen in der gesamten EU unter Strafe stellen. 

4 Uhr: Umfrage – CSU in Bayern stabil bei 40 Prozent

Die CSU bleibt in Bayern einer Umfrage zufolge bei einer Zustimmung von 40 Prozent. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" (Montag) können die Christsozialen aktuell mit ebenso vielen Stimmen rechnen wie im Vormonat. Damals hatten ebenfalls 40 Prozent der Befragten angegeben, die Partei wählen zu wollen, wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre. Die CSU wäre damit weiterhin auf einen Koalitionspartner angewiesen.

Die Grünen verharren in der Umfrage bei 22,5 Prozent; drittstärkste Kräft würde demnach die AfD mit 12 Prozent (zuvor 10,1). Die SPD verbessert sich leicht auf acht Prozent; die Freien Wähler kommen nur noch auf 6,5 Prozent - ein Prozentpunkt weniger als im Vormonat. Die FDP würde mit fünf Prozent den Wiedereinzug in das Parlament schaffen (zuvor 5,1 Prozent).

1.41 Uhr: Rea Garvey gewinnt für Irland Raabs "Free European Song Contest"

Sänger, Juror – und nun selbst mal Sieger: Musiker Rea Garvey hat für sein Heimatland Irland den zweiten "Free European Song Contest" von Stefan Raab und ProSieben gewonnen. Der 48-Jährige setzte sich in der Live-Show relativ deutlich gegen seine Konkurrenz durch - unter anderem erhielt er aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Höchstwertung von zwölf Punkten. Gesungen hatte er seinen Hit "The One". Garvey reagierte fast etwas verdattert, als das Ergebnis feststand. "Ich gewinne nie was", sagte er. "Heute habe ich gewonnen!"

Die von Raab produzierte Show war im vergangenen Jahr als Ersatz für den damals wegen der Corona-Pandemie abgesagten Eurovision Song Contest erfunden worden. In diesem Jahr wurde sie fortgesetzt. Der Modus orientiert sich in gewisser Weise am großen Vorbild ESC. Zwölf Punkte sind auch hier pro Land die Höchstwertung.

1.11 Uhr: UN-Generalsekretär bestürzt über Eskalation im Gaza-Konflikt

UN-Generalsekretär António Guterres ist bestürzt über die Eskalation im Gaza-Konflikt und ruft die Konfliktparteien zur Besonnenheit auf. Sein Sprecher Stephane Dujarric teilte in New York mit, Guterres sei "zutiefst beunruhigt über die Zerstörung eines Hochhauses in Gaza-Stadt durch einen israelischen Luftangriff, in dem sich die Büros mehrerer internationaler Medienorganisationen sowie Wohnungen befanden". Er sei bestürzt über die steigende Zahl von zivilen Opfern, einschließlich des Todes von zehn Mitgliedern einer Familie, darunter Kinder, nach einem israelischen Luftangriff auf das Flüchtlingslager Schati im Westen von Gaza. Guterres erinnere alle Seiten daran, jeder willkürliche Angriff auf zivile und mediale Strukturen verstoße gegen das Völkerrecht und müsse um jeden Preis vermieden werden.

0.40 Uhr: Militär – Hamas feuert weitere Raketen auf Israel ab

Die Palästinenserorganisation Hamas hat in der Nacht zu Sonntag nach Angaben des israelischen Militärs weitere Raketen auf Israel abgefeuert. Ein "schwerer Hagel von Raketen" sei vom Gazastreifen aus auf die Mitte und den Süden Israels abgeschossen worden, twitterte die Armee. Männer, Frauen, Kinder und ältere Menschen befänden sich in Bunkern. Zuvor hatte ein Sprecher des militärischen Hamas-Arms gedroht, von Mitternacht an erneut Raketen auf Tel Aviv zu feuern. Die islamistische Hamas ist unter anderem von der EU als Terrororganisation eingestuft und herrscht im Gazastreifen.

0.05 Uhr: Merz verteidigt Zeitplan für Wahlprogramm der Union

Der CDU-Politiker Friedrich Merz sieht trotz der aktuell schwachen Umfragewerte gute Chancen für die Union, die Bundestagswahl zu gewinnen. Noch sei das Bild der Union inhaltlich nicht klar genug, sagte Merz der "Welt am Sonntag". Dennoch sei es sinnvoll, sich mit der Veröffentlichung des Wahlprogramms Zeit zu lassen. "Das mag den einen oder anderen in den eigenen Reihen etwas nervös machen, aber dieser Zeitablauf ist ein strategischer Vorteil. Die Zeiten sind sehr schnelllebig, so dass wir mit einem Wahlprogramm dicht am Wahltermin auf das Bezug nehmen können, was die Menschen ganz aktuell bewegt", sagte der 65-Jährige. Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hatte vor kurzem angekündigt, dass er den Wirtschaftsexperten in sein Wahlkampfteam holen will.

Die Nachrichten des Tages von Samstag, 15. Mai 2021:

20.07 Uhr: Netanjahu und Biden sprechen über Gaza-Konflikt

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach eigenen Angaben mit US-Präsident Joe Biden über den Gaza-Konflikt gesprochen. Er habe Biden am Telefon über Entwicklungen und Maßnahmen informiert, die Israel ergriffen habe und noch ergreifen wolle, teilte der israelische Regierungschef auf Twitter mit. Er dankte dem amerikanischen Präsidenten zudem für die "bedingungslose Unterstützung" der USA, wenn es um Israels Recht auf Selbstverteidigung gehe. Das Gespräch zwischen Netanjahu und Biden war das erste offizielle seit Beginn des Konflikts.

18.35 Uhr: Kämpfe zwischen Myanmars Junta und bewaffneten Putschgegnern

Myanmars Militärjunta und eine Gruppe bewaffneter Widerstandskämpfer haben sich im westlichen Chin-Staat Gefechte geliefert. "Sie bringen Soldaten in Helikoptern, um unsere Stadt zu attackieren", sagte einer der Anführer der "Chinland Defense Force" in der Stadt Mindat der Deutschen Presse-Agentur am Telefon. Örtlichen Medienberichten zufolge setzte die Armee dort schwere Waffen gegen die Putschgegner ein. Die bewaffneten Zivilisten hätten nach mehrtägigen Kämpfen der Junta die Stadt überlassen. Am Samstag wurden Berichten zufolge mindestens 15 Menschen verletzt. Angaben zu Toten gab es zunächst nicht. Das Militär in dem südostasiatischen Land hatte am 1. Februar geputscht und die Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet. Seither versinkt Myanmar in Chaos und Gewalt.

18.02 Uhr: Mindestens 23 Tote trotz Waffenruhe an Feiertagen in Afghanistan

Trotz einer dreitägigen Waffenruhe sind während der Eid-Feiertage in Afghanistan mindestens 23 Menschen getötet worden. Die meisten von ihnen kamen bei Explosionen in unterschiedlichen Teilen des Landes ums Leben, wie am Samstag, dem letzten der Eid-Feiertage, aus Angaben örtlicher Behörden und Medien hervorging. Mindestens 40 weitere Menschen wurden demnach seit Donnerstag verletzt.

Die militant-islamistischen Taliban hatten für die Feiertage zum Ende des Fastenmonats Ramadan eine dreitägige Waffenruhe verkündet. Zu einem Anschlag auf eine Moschee am Freitag nördlich der Hauptstadt Kabul mit mindestens zwölf Toten hat sich zunächst niemand bekannt. Zudem kamen während der Feiertage bei Minenexplosionen in den Provinzen Kundus und Kandahar mehrere Menschen ums Leben, wie örtliche Beamte sowie der Fernsehsender ToloNews unter Berufung auf die Polizei berichteten. Obwohl sich zu den Taten zunächst niemand bekannte, warf ein Sprecher des Verteidigungsministeriums den Taliban den Bruch der Waffenruhe vor. Sie hätten in mehreren Provinzen des Landes Attacken gegen die afghanische Bevölkerung und Sicherheitskräfte verübt.

17.21 Uhr: Polizei löst pro-palästinensische Demonstration auf – Ausschreitungen in Berlin

Die Polizei in Berlin hat eine pro-palästinensische Demonstration aufgelöst. Rund 3500 Teilnehmer hatten sich am Nachmittag im Bezirk Neukölln versammelt, wie ein Polizeisprecher sagte. Nachdem Corona-Auflagen nicht eingehalten wurden, wurde die Versammlung aufgelöst. Es kam zu Ausschreitungen. Aus den Reihen der Demonstranten, die sich angesichts der Gewalteskalation im Nahen Osten zu dem Protest versammelt hatten, wurden Steine und Flaschen auf die Polizei geschleudert, auch Feuerwerkskörper flogen gegen die Sicherheitskräfte. Demonstranten schlugen auf Polizisten ein. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Ob Demonstrationsteilnehmer festgenommen wurde, konnte ein Polizeisprecher zunächst nicht bestätigen.

Am späteren Nachmittag begann eine weitere Demonstration im Stadtteil Kreuzberg, deren Teilnehmerzahl bezifferte die Polizei auf etwa tausend. In den vergangenen Tagen hatte es in Deutschland wiederholt anti-israelische Proteste gegeben. In mehreren Städten wurden israelische Flaggen angezündet. Auch in anderen europäischen Städten gingen Menschen aus Solidarität mit den Palästinensern im Konflikt mit Israel auf die Straßen. 

Nach dem Tornado zeichnet sich in Wuhan in Chinas zentraler Provinz Hubei ein Bild der Verwüstung ab

16.46 Uhr: Chilenen wählen Delegierte für Verfassungskonvent

Chile kommt einer neuen Verfassung ein Stück näher: Am Samstag hat die Wahl der 155 Mitglieder der Verfassungsgebenden Versammlung in dem südamerikanischen Land begonnen. Bis zum Sonntag stimmen die Chilenen zudem über Bürgermeister, Gemeinderäte und Gouverneure ab. Wegen der Corona-Pandemie war die Wahl von April auf Mai verschoben worden.

Im Oktober vergangenen Jahres hatten die Chilenen mit großer Mehrheit für die Ausarbeitung einer neuen Verfassung gestimmt. Der aktuelle Text von 1980 stammt noch aus der Zeit der Militärdiktatur von General Augusto Pinochet (1973-1990). Kritiker bemängelten, dass die Verfassung das neoliberale Wirtschaftssystem festschreibe, durch hohe Quoren weitreichende Gesetzesänderungen erschwere und kaum soziale Grundrechte garantiere. Eine neue Verfassung gehörte zu den Kernforderungen der Demonstranten, die Ende 2019 zu Tausenden gegen die Regierung auf die Straße gingen. Nach spätestens einem Jahr soll der Verfassungskonvent eine neue Verfassung vorlegen, über die die Chilenen wiederum in einem Referendum abstimmen.

16.27 Uhr: Zwei Schwerverletzte nach Streit wegen Kinderlärms in Niedersachsen

Ein 24-Jähriger hat im niedersächsischen Bad Essen bei einem Streit wegen Kinderlärms zwei Menschen lebensgefährlich verletzt. Wie die Polizei mitteilte, beschwerte sich der Mann am Freitagabend bei einer Nachbarin über deren Kind. Die 25-Jährige zog ihre im selben Haus wohnende Großmutter hinzu. Auch ein 34-jähriger Nachbar schaltete sich ein. Als der Streit eskalierte, griff der 24-Jährige die Beteiligten mit einem scharfkantigen Gegenstand an.

Der Nachbar und die 63-jährige Großmutter wurden den Polizeiangaben zufolge durch Schnitt- und Stichverletzungen lebensgefährlich verletzt. Die 25-jährige Frau sprang in ihrer Not gemeinsam mit ihrem einjährigen Sohn aus einem Fenster im ersten Obergeschoss. Sie zog sich schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen am Bein zu, das Kind blieb unverletzt. Die 63-jährige Frau und der 34-jährige Mann befanden sich am Samstag nicht mehr in Lebensgefahr. Der Tatverdächtige flüchtete zunächst vom Tatort. Er wurde am Samstag im nahegelegenen Preußisch Oldendorf festgenommen.

16.20 Uhr: Bundesweit Demonstrationen für Recht auf Abtreibung

In zahlreichen Städten Deutschlands haben Menschen gegen eine Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen protestiert. Nach Angaben der Organisatoren, dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, fanden Aktionen in mehr als 40 Städten statt. Hintergrund ist das 150-jährige Bestehen des umstrittenen Paragrafen 218, der Abtreibungen grundsätzlich unter Strafe stellt. Zuletzt war vor allem der Paragraf 219a des Strafgesetzbuches öffentlich diskutiert worden. Vor einer Gesetzesreform 2019 verbot er Ärztinnen und Ärzten die Werbung für Schwangerschaftsabbrüche. Seit gut zwei Jahren dürfen Mediziner zwar nun öffentlich machen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen – weitere Informationen etwa über Methoden sind aber nicht erlaubt.

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der registrierten Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland um mehr als zehn Prozent gesunken. 2020 wurden laut Statistischem Bundesamt rund 100.000 Abtreibungen gemeldet. 2010 waren es 110.400 Abbrüche gewesen. Im Vergleich zu 2019 sank die Zahl 2020 um knapp ein Prozent.

14.39 Uhr: Israelischer Raketenangriff auf Gebäude internationaler Medien im Gazastreifen

Die israelische Armee hat beim Beschuss des Gazastreifens auch ein Gebäude internationaler Medien angegriffen. In dem Gebäude haben unter anderen der katarische Fernsehsender Al-Jazeera und die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) ihre Büros, wie AFP-Korrespondenten berichteten. Nach Angaben eines AP-Journalisten wurde der Eigentümer des Hochhauses von der israelischen Armee im Vorfeld "gewarnt", dass dieses "zum Ziel wird". Ein weiterer Korrespondent der US-Nachrichtenagentur berichtete auf Twitter: "Wir sind die Treppen aus der elften Etage hinuntergerannt."
Es ist das fünfte Hochhaus, das Israels Armee seit Beginn der jüngsten Eskalation am Montag zum Einsturz bringt. Ein israelischer Armeesprecher sagte, man prüfe den Bericht. 

Auch der Fernsehsender Al-Jazeera bestätigte auf Twitter, dass sich seine Büros in dem Gebäude befanden. Er zeigte zugleich Live-Aufnahmen von dem zusammenstürzenden Hochhaus. Die israelische Armee gab auf AFP-Nachfrage zunächst keinen Kommentar zu dem Angriff ab.

14.17 Uhr: Kleinflugzeug kurz nach Start abgestürzt – zwei Schwerverletzte

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs nahe Bad Sobernheim in Rheinland-Pfalz sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war die Maschine kurz vor dem Unglück von einem kleinen Flugplatz gestartet. Womöglich habe es Probleme mit dem Motor gegeben, sagte ein Sprecher. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt. Zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen wurde eingeschaltet, um die genaue Ursache zu klären.

13.35 Uhr: US-Botschaft in Kabul warnt vor Gewalt nach Feiertagen

Die US-Botschaft in Kabul hat vor einer Zunahme von Gewalt nach den Eid-Feiertagen in Afghanistan gewarnt. In der Vergangenheit sei es nach den dreitägigen Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan vermehrt zu Gewalt gekommen, hieß es in einem Sicherheitshinweis, dem letzten Tag der Eid-Feiertage. Die militant-islamistischen Taliban hatten für die Feiertage eine dreitägige Waffenruhe verkündet. Zu einem Anschlag auf eine Moschee am Freitag nördlich der Hauptstadt Kabul mit mindestens zwölf Toten hat sich zunächst niemand bekannt.

13.04 Uhr: Kein Ende des wechselhaften Wetters in Sicht

Der angebliche Wonnemonat Mai erinnert derzeit eher an den launischen April – und daran wird sich nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) so schnell auch nichts ändern. Das wechselhaft Wetter werde auch in den kommenden Tagen anhalten, so die DWD-Meteorologen. So herrscht am Sonntag erneut ein Wechsel kurzer sonniger Phasen, längerer Bewölkung und kurzen Schauern und Gewittern, hieß es. Die Höchstwerte gehen dabei nicht über 13 bis 18 Grad hinaus. Auch für Montag erwarten die Experten nur wenige und nicht lange andauernde sonnige Abschnitte und ähnlich frische Temperaturen.

12.40 Uhr: Erneut Raketenalarm in Tel Aviv

In der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv ist erneut Raketenalarm ausgelöst worden. In der Stadt waren heulende Warnsirenen und laute Explosionen am Himmel sowie im Süden der Stadt zu hören. Es war die sechste Angriffswelle seit Dienstagabend. Die Küstenmetropole – Israels Wirtschaftszentrum – war in der Nacht zum Mittwoch so heftig mit Raketen beschossen wie nie zuvor.

12.37 Uhr: AfD-Parteitag in Niedersachsen wegen Überfüllung abgebrochen

Die AfD hat ihren außerordentlichen Landesparteitag in Braunschweig wegen Überfüllung abbrechen und vorzeitig beenden müssen. Zu dem Parteitag waren mehr Mitglieder erschienen, als unter Corona-Auflagen in den Saal gedurft hätten. Da keine stimmberechtigten Mitglieder, die vor der Türe warteten, ausgeschlossen werden durften, beschloss der Versammlungsleiter, den Parteitag abzubrechen. Eine Fortsetzung war am Samstag unmöglich.

649 Parteimitglieder befanden sich im Saal, 14 warteten draußen. Da das Ordnungsamt vor Ort auf die Durchsetzung der Corona-Auflagen pochte, hatte die AfD zunächst alle Journalisten nach draußen geschickt, es befanden sich aber noch immer zu viele Menschen im Saal. Der Parteitag wurde von Gegendemonstrationen begleitet.

12.12 Uhr: Bischof Bätzing strebt Segen für homosexuelle Paare an

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, will sich dafür einsetzen, dass homosexuelle Paare in der katholischen Kirche offiziell gesegnet werden können. "Ich möchte, dass wir ihnen den Segen Gottes schenken", sagte Bätzing beim Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt. Er hoffe, dass dies im Rahmen des derzeit laufenden Reformprozesses der katholischen Kirche in Deutschland, dem Synodalen Weg, erreicht werden könne. "Dann würden Menschen von außen merken: Aha, es bewegt sich etwas in der Kirche."

Im März hatte die Glaubenskongregation des Vatikans klargestellt, dass es "nicht erlaubt" sei, homosexuelle Partnerschaften zu segnen, da solche Verbindungen "nicht als objektiv auf die geoffenbarten Pläne Gottes hingeordnet anerkannt werden" könnten. Im deutschsprachigen Raum protestierten zahlreiche katholische Verbände und über 280 Theologieprofessoren dagegen. Am vergangenen Sonntag und Montag fanden zudem bundesweit Segnungsgottesdienste auch für homosexuelle Paare statt.

10.21 Uhr: FDP startet in zweiten Tag ihres digitalen Parteitages

Die FDP ist in den zweiten Tag ihres digitalen Bundesparteitages gestartet. Die Liberalen stellen bis Sonntag die programmatischen Weichen für den Weg zur Bundestagswahl im September. Am Samstag standen auch noch einige Wahlen an. Am Vortag war Christian Lindner mit 93 Prozent der Stimmen in seiner Position an der Parteispitze und als Spitzenkandidat bestätigt worden. Rund vier Monate vor der Bundestagswahl hatte Lindner die Liberalen auf ein gutes zweistelliges Ergebnis und eine anschließende Regierungsbeteiligung eingeschworen.

10.13 Uhr: Zwei Schwerverletzte bei Messerangriff – Verdächtiger weiter flüchtig

Zwei bei einem Messerangriff in einer Wohnung im niedersächsischen Bad Essen schwer verletzte Menschen sind außer Lebensgefahr. Das teilte die Polizei Osnabrück mit. Bei den Verletzten handele es sich um einen 34 Jahre alten Mann und eine 63-Jährige Frau. "Der Täter ist bekannt aber flüchtig", sagte ein Polizeisprecher. Die Tatwaffe wurde sichergestellt. Eine Mutter und ihr Kind, die offenbar auch in der Wohnung waren, seien "vorsorglich" in ein Krankenhaus gebracht, hatte die Polizei Osnabrück zuvor auf Facebook mitgeteilt. Weitere Informationen sollten im Laufe des Samstags folgen.

Die Einsatzkräfte suchten auch mithilfe von Hunden nach einem etwa 23 Jahre alten Tatverdächtigen. Auch ein Polizeihubschrauber war bei der Fahndung im Einsatz. Derzeit werde nicht davon ausgegangen, dass von dem Mann noch eine Gefahr für unbeteiligte Personen ausgehe,

10.02 Uhr: Bericht – CSU will mit Söder-Plakaten Bundestagswahlkampf machen

Der CSU-Vorsitzende Markus Söder will im Bundestagswahlkampf laut "Spiegel" auch mit seinem eigenen Konterfei um Stimmen für die Union werben. Söder habe in einer Grundsatzrede vor der CSU-Landtagsfraktion angekündigt, für die Bundestagswahl im Herbst "Plakate mit meinem Kopf" drucken zu lassen, berichtete das Magazin. Laut Zuhörern sagte Söder demnach, die CSU werde im Wahlkampf "nicht nur den Armin zeigen", sondern auf vielfachen Wunsch der Basis auch ihn selbst. 

8.50 Uhr: Mindestens zehn Tote durch Tornados in China

In China haben zwei Tornados schwere Verwüstungen angerichtet und mindestens zehn Menschen das Leben gekostet. Mehr als 300 Menschen seien durch die Stürme im Osten sowie im Zentrum des Landes verletzt worden, teilten die Behörden mit. In der Metropole Wuhan stürzten etwa 30 Wohnhäuser ein, 26.000 Haushalte waren dort ohne Strom. Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern zog der Tornado über Wuhan hinweg. Nach Behördenangaben wurden in der Millionen-Metropole sechs Menschen getötet und 200 weitere verletzt. Ein hoher Schaden entstand, als ein durch den Starkwind beschädigter Kran auf eine Baustelle kippte.

8.07 Uhr: Ärzte – Zehn Familienmitglieder bei israelischem Luftangriff im Gazastreifen getötet

Bei einem israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen sind nach Angaben von Ärzten am frühen Morgen zehn Mitglieder einer Familie getötet worden. Unter den Toten seien acht Kinder und zwei Frauen, teilten die Ärzte in dem Palästinensergebiet mit.  Der Luftangriff erfolgte den Angaben zufolge im Westen des Gazastreifens. Demnach stürzte ein dreistöckiges Gebäude im Flüchtlingslager Al-Schati ein. 

7.44 Uhr: Neue Ausschreitungen in arabisch geprägten Orten in Israel

Neben dem Konflikt Israels mit militanten Palästinensern kommt es auch in israelischen Ortschaften mit arabischen Einwohnern immer wieder zu Ausschreitungen. Trotz einer Ausgangssperre in der Stadt Lod begannen am Freitagabend wieder Konfrontationen arabischer Israelis mit Sicherheitskräften, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei sei dabei mit zwei Brandflaschen beworfen worden und habe daraufhin den Tatverdächtigen mit Schüssen am Bein verletzt und festgenommen. Das israelische Fernsehen stufte den ersten Einsatz eines Gewehrs des Typs Ruger seit Beginn der Unruhen im israelischen Kernland als Zeichen einer weiteren Eskalation ein.

4.51 Uhr: Zwei lebensgefährlich Verletzte nach Messerangriff

Bei einem Messerangriff in einer Wohnung in Bad Essen in Niedersachsen sind am Freitagabend zwei Menschen lebensgefährlich verletzt worden. Eine Mutter und ihr Kind, die offenbar auch in der Wohnung waren, seien "vorsorglich" in ein Krankenhaus gebracht, teilte die Polizei Osnabrück auf Facebook mit. Die Einsatzkräfte suchten auch mithilfe von Hunden nach einem etwa 23-jährigen Tatverdächtigen, die Fahndung laufe. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Die Tatwaffe konnte bereits sichergestellt werden. Derzeit werde nicht davon ausgegangen, dass von dem Mann noch eine Gefahr für unbeteiligte Personen ausgehe, hieß es weiter. Zu den genauen Umständen der Tat konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Ein Sprecher verwies darauf, dass es im Laufe des Samstagvormittags weitere Informationen geben solle.

4.40 Uhr: Erneut israelische Luftangriffe im Gazastreifen

Der bewaffnete Konflikt zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas hält unvermindert an. Die israelische Luftwaffe griff in der Nacht mehrere Ziele im Zentrum der Stadt Gaza an, wie die Armee mitteilte. Dabei sei ein "Einsatzbüro" der Hamas nahe dem Zentrum von Gaza getroffen worden. Auch unterirdische Abschussanlagen wurden den Angaben zufolge bombardiert. Aus dem Palästinensergebiet wurden derweil die Raketenangriffe auf Israel fortgesetzt. Im Süden des Landes war Raketenalarm zu hören.

Seit Montag wurden bereits mehr als 2000 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Nach Behördenangaben starben neun Menschen, darunter ein sechsjähriger Junge und ein Soldat. Mehr als 560 Menschen in Israel erlitten Verletzungen.

News vom Wochenende: Mehrere Verletzte bei Angriff mit Auto in Ost-Jerusalem

4.09 Uhr: Wegen Interviews mit Prinzessin Diana umstrittener Journalist verlässt die BBC

Der britische Journalist Martin Bashir, der vor mehr als 25 Jahren ein ebenso legendäres wie umstrittenes Interview mit Prinzessin Diana geführt hatte, verlässt die Rundfunkanstalt BBC. Bashir sei aus gesundheitlichen Gründen von seiner Position als Redakteur für Religionsthemen abgetreten und werde die Sendergruppe verlassen, teilte der Vizechef der BBC-Nachrichtenabteilung, Jonathan Munro, mit.

Die Methoden, mit denen der damals relativ unbekannte Bashir Mitte der 1990er Jahre das legendäre Interview mit der Ehefrau von Prinz Charles bekommen hatte, waren in den vergangenen Monaten im Auftrag der BBC von einem früheren Richter am Obersten Gerichtshof untersucht worden. Dabei ging es um die Frage, ob der Journalist die Prinzessin mit unlauteren Methoden zu dem Gespräch bewegt hatte. 

3.01 Uhr: China landet erstmals Rover auf dem Mars

China ist erstmals eine Landung auf dem Mars gelungen. Das Landemodul des chinesischen Raumschiffes "Tianwen-1" setzte am Samstagmorgen mit dem Rover "Zhurong" an Bord auf der Oberfläche des Roten Planeten auf, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Raumfahrtbehörde berichtete. "Tianwen-1" war im vergangenen Juli von der Erde aufgebrochen und hatte im Februar die Mars-Umlaufbahn erreicht. Die chinesische Mission ist eine von drei Flügen zum Mars, die im vergangenen Sommer von der Erde gestartet waren. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate und die USA hatten damals Raketen Richtung Mars geschickt. Der US-Rover "Perseverance" war bereits im Februar gelandet. 

2.22 Uhr: Integrationsbeauftragte verurteilt antisemitische Vorfälle in Deutschland scharf

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), hat antisemitische Übergriffe in Deutschland als Reaktion auf den eskalierenden Nahost-Konflikt scharf kritisiert. "Hass, Hetze und Gewalt gegen Jüdinnen und Juden, jüdische Symbole und Einrichtungen sind absolut inakzeptabel und niemals zu rechtfertigen", sagte Widmann-Mauz der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Das Demonstrationsrecht und die Meinungsfreiheit enden, wo Judenhass beginnt." In den vergangenen Tagen gab es in Deutschland wiederholt Proteste mit antisemitischen Parolen im Umfeld von Synagogen. In mehreren Städten wurden israelische Flaggen angezündet.

2.15 Uhr: Brinkhaus will an der Spitze der Unionsfraktion bleiben

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus will sein Amt nach der Bundestagswahl behalten. "Ich möchte gerne Fraktionsvorsitzender bleiben", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Zu Spekulationen, wonach das Amt an den bisherigen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fallen könnte, der im Kampf um den Parteivorsitz im Team mit Armin Laschet angetreten war, sagte Brinkhaus: "Erstens wird der Fraktionsvorsitzende von der Fraktion gewählt. Und zweitens hat Armin Laschet nach meinen Informationen bislang eine einzige personelle Festlegung getroffen: Nämlich, dass er der nächste Bundeskanzler werden möchte. Und das unterstütze ich."

0.45 Uhr: USA – Millionen-Entschädigung für Familie von schwarzem Polizeiopfer

Nach dem Tod eines Schwarzen bei einem umstrittenen Polizeieinsatz in den USA hat sich die Stadt Columbus mit der Familie des Opfers auf eine Entschädigung von zehn Millionen Dollar geeinigt. "Kein Geldbetrag wird Andre Hill jemals zu seiner Familie zurückbringen, aber wir glauben, dass dies ein wichtiger und notwendiger Schritt in die richtige Richtung ist", sagte der Anwalt der Stadt im Bundesstaat Ohio, Zach Klein, US-Medienberichten zufolge. 

Kurz vor Weihnachten hatte ein Anwohner die Polizei in Columbus nachts zu einer Garage gerufen. Als der 47-jährige Andre Hill nach dem Eintreffen der Beamten auf diese zukam, eröffnete ein weißer Polizist das Feuer. Hill – der unbewaffnet war – trafen vier Kugeln, er starb. Der Polizist wurde wenige Tage nach dem Vorfall entlassen und wird wegen Mordes angeklagt.

0.16 Uhr: Gut 15 Jahre Haft für früheren US-Elitesoldaten wegen Spionage für Russland

Wegen jahrelanger Spionage für Russland ist ein früheres Mitglied einer Spezialeinheit der US-Armee zu 15 Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt worden. Dieses Urteil habe ein Gericht im US-Bundesstaat Virginia gefällt, erklärte das Justizministerium in Washington. Der 46-jährige Peter Debbins hatte sich im November schuldig bekannt. Der Ex-Soldat, der unter anderem in Deutschland stationiert war, hatte Militärgeheimnisse an Russland weitergegeben.

fs DPA AFP

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