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Digital Detox: So kriegen Sie ihr Smartphone-Verhalten in den Griff

Mut zur Langeweille, Handyfreie Zonen, klare Regeln in der Familie: Diese Tricks helfen Ihnen und Ihren Kindern, sich aus der Abhängigkeit vom Smartphone zu lösen.

Von Ulf Schönert

Zwei Kinder mit einem Tablet

Aufhören geht nicht: Manche Apps üben auf ­Kinder und Jugendliche eine Sogwirkung aus

1. Handyfreie Zeiten ­schaffen: nicht vor der Arbeit, nicht nach dem Abendessen, nicht in der Mittagspause. E-Mails nur zwischen 9 und 17 Uhr. Spielen nur vor 20 Uhr. Und nachts sowieso immer den Flugmodus an!

2. Handyfreie Orte ­schaffen: kein Handy im Wohn­zimmer, kein Handy im ­Schlafzimmer. Keines in der Kantine oder im Café.

3. Smartphone durch ­Analoggeräte ersetzen: analoge Armbanduhr,­ ­Aufziehwecker, UKW-Radio, Plattenspieler, Fotoappa- rat, Brettspiele.

4. Kein Handy, wenn Kinder, Familie, Partner oder Partnerin in der Nähe sind. Kein Handy auf dem Schulweg oder in der Sporthalle.

5. Mehr Offline-Enter­tainment: Bücher und Zeitschriften lesen! Kein Handy benutzen, wenn ­andere Aktivitäten im ­Mittelpunkt stehen, keines, wenn der Fernseher läuft.

6. Push-Funktionen ­ausschalten, Pieps-, Klingel- und Hinweistöne konsequent abstellen. Wenn die Eilmeldung so wichtig ist, erfährt man sie früh genug.

7. Genau überlegen, welche sozialen Netze ­wirklich wichtig sind. Apps deinstallieren. Nicht das Gerät ist das Problem, es sind die Inhalte. Weniger Apps geben dem Smartphone weniger ­Möglichkeiten und üben so weniger Sog aus.

8. Mut zur Langeweile! Das Nichtstun ist völlig zu Unrecht in Verruf geraten. Es schafft Raum zum ­Träumen und Nachdenken, für Familie und Kreativität.

…und so das Ihrer Kinder!

1. Handy so spät wie ­möglich anschaffen! Je älter das Kind, desto höher ist in der Regel seine Medienkompetenz und die ­Fähigkeit, mit Problemen umzugehen. Vor dem elften Geburtstag sollten Kinder kein eigenes Smartphone besitzen, so die Empfehlung von Kinderärzten.

2. Handyfreie Zeiten ­schaffen. Kinder brauchen Bildschirmpausen! Am ­besten feste Zeiten vereinbaren und die auch konsequent einhalten. Unbedingt das Handy vor dem Schlafengehen einsammeln!

3. Familienregeln ab­machen: kein Handy bei ­Gesprächen, beim Fern­sehen, beim Essen, beim Ausflug, bei den Hausaufgaben. Die dauern nämlich länger und sind fehler­hafter, wenn man ständig abgelenkt ist. Handy-Diät im Urlaub!

4. Es muss kein iPhone 11 sein und keine 10-Gigabyte-Datenflat! Je neuer und besser, desto attraktiver ist das Gerät. Und umso schwerer ist es, davon loszukommen.

5. Vorbild sein! Oft sind Eltern genauso bildschirmabhängig wie ihre Kinder. Aber wer es nicht schafft, das Handy aus der Hand zu legen, kann das auch nicht von seinem Kind erwarten.

Erschienen in stern 1/2020
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