HOME

289 Milliarden Euro: Griechisches Parlament debattiert Reparationsforderungen

Athen - Das griechische Parlament will heute über den künftigen Umgang mit Reparationsforderungen an Deutschland entscheiden. Eine vom Parlament einberufene Expertenkommission hatte vor drei Jahren den Umfang der Forderungen auf mindestens 289 Milliarden Euro beziffert.

Alexis Tsipras

Das griechische Parlament in Athen debattiert den künftigen Umgang mit Reparationsforderungen an Deutschland. Hier der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras. Foto: Thanassis Stavrakis/AP/Archiv

Das griechische Parlament will heute über den künftigen Umgang mit Reparationsforderungen an Deutschland entscheiden. Eine vom Parlament einberufene Expertenkommission hatte vor drei Jahren den Umfang der Forderungen auf mindestens 289 Milliarden Euro beziffert.

Enthalten sind darin eine Zwangsanleihe, die Griechenland der Deutschen Reichsbank während des Krieges gewähren musste, sowie Zahlungen für Kriegsverbrechen und -schäden.

Deutschland hingegen sieht das Thema als erledigt an; die Regierung in Berlin stützt sich dabei auf den 1990 zur Wiedervereinigung unterzeichneten Zwei-plus-Vier-Vertrag, in dem es heißt, es seien «keine weiteren Reparationen» vorgesehen.

Die Parlamentarier in Athen wollen der derzeitigen Regierung und künftigen Regierungen nun eine Handlungsempfehlung geben. Möglich sei beispielsweise der Gang vor europäische Gerichte, hatte der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos Anfang des Jahres gesagt.

dpa
Themen in diesem Artikel