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+++Ticker+++

Aleppo: Militär: Einigung über Abzug von Rebellenkämpfern

In der umkämpften syrischen Stadt Aleppo soll in den nächsten Stunden eine neuen Waffenruhe in Kraft treten. Die Entwicklungen im Ticker.

Regierungstreue Truppen versuchen die verbleibenden Rebellen aus Aleppo zu vertreiben

Regierungstruppen haben seit Beginn einer Offensive den größten Teil der von oppositionellen Milizen kontrollierten Gebiete Aleppos eingenommen

Die Nachrichten aus und um Aleppo im Überblick.

+++ 7.30 Uhr: Militärvertreter: Einigung über Abzug von Rebellenkämpfern aus Aleppo erzielt +++

In Syrien ist nach Angaben eines ranghohen Militärvertreters eine Einigung über den Abzug von Rebellenkämpfern aus Aleppo erzielt worden. Der Vertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag, die Vorbereitungen dafür liefen bereits. Er machte keine Angaben zu Zivilisten, die den Aufständischen zufolge ebenfalls ab Donnerstagmorgen die Stadt verlassen sollten.

+++ 22.50 Uhr: Rebellen: Neue Waffenruhe für Aleppo tritt in Kraft +++

In Aleppo soll in den nächsten Stunden Rebellen zufolge eine neuen Waffenruhe in Kraft treten. Am Donnerstagmorgen sollten die ersten Verletzten und Zivilisten aus den Rebellengebieten Aleppos gebracht werden, erklärte der Sprecher der radikal-islamischen Miliz Ahrar al-Scham, Ahmed Kara Ali. Ein Sprecher der Rebellengruppe Nur al-Din al-Sinki bestätigte die Meldung. 

Aktivsten berichteten zugleich von neuen Luftangriffen. Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete heftigen Beschuss der verbliebenen Rebellengebiete Aleppos. Aus regierungsnahen Kreisen hieß es, die Armee und verbündete Milizen hätten den bislang heftigsten Angriff auf die oppositionellen Milizen begonnen.

+++ 21.45 Uhr: Mindestens zehn Tote bei Anschlag mit Autobombe in Aleppo +++

Bei einem Selbstmordattentat mit einer Autobombe sind in der umkämpften syrischen Großstadt Aleppo mindestens zehn Menschen getötet worden. Die Bombe sei an einer Brücke explodiert, die vom Regime kontrolliert werde und dessen Viertel mit Rebellengebieten verbinde, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwochabend. Dutzende Menschen seien verletzt worden. Auch Rebellenkreise berichteten über den Angriff. Verantwortlich sei die Al-Kaida-nahe Miliz Fatah-al-Scham-Front (Früher: Al-Nusra).

+++ 17.28 Uhr: Assad: "Von einer Feuerpause kann keine Rede sein" +++

Das syrische Regime will nach der Rückeroberung von Aleppo weiter mit Härte militärisch gegen seine Gegner vorgehen. "Von einer Feuerpause kann keine Rede sein", sagte Präsident Baschar al Assad dem russischen Staatsfernsehen in einem Interview. Mit Milde könnten nur "Terroristen" rechnen, die sich ergeben oder den Kampfort verlassen.

Sollte es der designierte US-Präsident Donald Trump mit dem Kampf gegen Terrorismus ernst meinen, könne er ein "natürlicher Verbündeter" Syriens werden, meinte Assad. Derzeit seien aber alle syrischen Gruppen, die die USA als gemäßigte Opposition bezeichnen, Terroristen und Extremisten. Die Kämpfe gingen weiter, bis "das ganze Land von Terroristen gesäubert" sei, sagte Assad. Als Beispiel nannte er die Rückeroberung der Oasenstadt Palmyra. Gemeinsam mit den Verbündeten Russland und Iran wolle die syrische Führung die weiteren Pläne erörtern. Zunächst müsse jedoch Aleppo gesichert werden. "Die Terroristen feuern täglich Raketen und Granaten ab", sagte er.

In einem Nachkriegssyrien sehe er außer Russland und Iran auch China als Partner, betonte Assad. Einer baldigen neuen Verfassung erteilte er eine Absage. Dies sei in Kriegszeiten "unzweckmäßig".

+++ 14.15 Uhr: Merkel telefoniert mit Putin und fordert Waffenruhe +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert eine sofortige Waffenruhe für Aleppo. "Es ist nicht zu spät, mehr sinnloses Blutvergießen zu verhindern", erklärt Regierungssprecher Steffen Seibert. Am Vortag habe Merkel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert und sich dabei für eine Waffenruhe sowie den ungehinderten Zugang humanitärer Helfer nach Ost-Aleppo eingesetzt. Die Versorgung der dortigen Bevölkerung habe oberste Priorität. Darüber hinaus mahnte die Bundesregierung eine landesweite Waffenruhe sowie die Wiederaufnahme innersyrischer Gespräche an. Nur so könnten Sicherheit und Stabilität wiederhergestellt werden. Seibert räumte ein, dass die syrische Führung um Präsident Baschar al-Assad kaum freiwillig dazu bereit sein werde. "Umso mehr sehen wir Russland und sehen wir Iran in der Verantwortung, das Regime Assads davon zu überzeugen."

+++ 13.18 Uhr: Bewohner melden Angriffe mit Streubomben +++

Nachdem die Kämpfe in Aleppo wieder aufgeflammt sind häufen sich jetzt Berichte auf Twitter über Luftangriffe mit Streubomben. "Die Kampfflugzeuge haben gerade mit dem Beschuss mit Streubomben begonnen", schreibt der Journalist Zouhir al-Shimale. "Aleppo wird genau jetzt ausradiert. Wir werden getötet."

+++ 13.01 Uhr: Erdogan will wegen Aleppo mit Putin telefonieren +++

Angesichts der verheerenden Lage in Aleppo hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ein Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin angekündigt. Er werde am Abend mit Putin sprechen, sagte Erdogan in Ankara. Er beschuldigte die "Kräfte des Regimes", die Waffenruhe in Aleppo nur Stunden nach Inkrafttreten gebrochen und Zivilisten angegriffen zu haben. Der Staatengemeinschaft warf der Präsident Untätigkeit angesichts der dramatischen Entwicklung vor. "Hey, Vereinte Nationen, wo seid Ihr?", fragte er. 

Erdogan sagte, die Türkei bemühe sich weiterhin um einen "Korridor" für die in Ost-Aleppo eingeschlossenen Menschen. Sein Land sei bereit dazu, Flüchtlinge aufzunehmen. Der Präsident kritisierte: "Das Assad-Regime verübt offen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Aleppo. Diese Tatsache müssen endlich alle sehen, auch jene, die es unterstützen."  

+++ 12.34 Uhr: Paris schaltet als Zeichen für Aleppo Eiffelturm-Beleuchtung ab +++

Als Zeichen der Solidarität mit den Bewohnern von Aleppo will Paris heute Abend die Beleuchtung des Eiffelturms abschalten. Die Lichter des Wahrzeichens der französischen Hauptstadt sollten um 20 Uhr erlöschen, kündigte die Stadtverwaltung an. "Dieser symbolische Schritt (...) zielt darauf ab, erneut ans Gewissen der internationalen Gemeinschaft zu appellieren, dass dringend gehandelt werden muss."

+++ 12.11 Uhr: Frühere UN-Chefanklägerin fordert Kriegsverbrechertribunal für Syrien +++

Die frühere UN-Chefanklägerin Carla Del Ponte fordert ein Sondertribunal für in Syrien verübte Kriegsverbrechen. Nach fünf Jahren Krieg in Syrien sei "die Zahl der Verbrechen so groß", dass ein Sondergericht wie im Fall des ehemaligen Jugoslawien notwendig sei, sagt Del Ponte der "Zeit". Ein derartiges UN-Tribunal könne schneller arbeiten als der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag, so ihre Begründung.

+++ 11.31 Uhr: Evakuierung Ost-Aleppos wegen Einwänden aus Damaskus ausgesetzt +++

Die Vereinbarung zur Evakuierung der letzten von Rebellen kontrollierten Gebiete von Aleppo ist offenbar wegen Einwänden der syrischen Regierung ausgesetzt worden. Eine regierungsnahe Quelle sagte am Mittwoch, die Regierung in Damaskus habe Einwände gegen die Zahl der Rebellen und Zivilisten, die die Rebellengebiete verlassen sollten. Zudem forderte die Regierung eine Namensliste. Rebellen kritisierten, die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad und der mit ihr verbündete Iran blockierten die Umsetzung der Vereinbarung. Auch der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu warf Damaskus eine Blockade der Evakuierungen vor.

+++ 11.00 Uhr: Juncker fordert sicheren Abzug von Zivilisten aus Aleppo +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fordert die Konfliktparteien in Syrien auf, einen sicheren Abzug von Zivilisten aus Aleppo zu ermöglichen. Er rufe alle Beteiligten auf, sich "ihre Menschlichkeit in Erinnerung zu rufen und es den Zivilisten - den Frauen, den Kindern - zu erlauben, die Stadt sicher zu verlassen", so Juncker im Europaparlament in Straßburg.

Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion, Manfred Weber (CSU) erhebt schwere Vorwürfe gegen Russland. In Aleppo erlebeten hunderttausende Menschen "die Hölle auf Erden", so Weber in einer Debatte vor dem EU-Gipfel. Dafür sei Russland als Verbündeter der syrischen Regierung mitverantwortlich. "Russland hat Blut an den Händen".

+++ 10.51 Uhr: CDU-Menschenrechtspolitiker wegen Aleppo für schärfere Sanktionen gegen Russland +++

Der CDU-Menschenrechtspolitiker Michael Brand hat die Bundesregierung und die Europäische Union aufgerufen, angesichts der katastrophalen Lage im syrischen Aleppo Syriens Machthaber Baschar al-Assad und dessen Verbündetem Russland die Stirn zu bieten. "Natürlich kann kein Land alleine den Syrien-Krieg beenden", sagte Brand am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Es sei nun aber "mal an der Zeit", dass die EU schärfere Sanktionen gegen Russland beschließe.

"Auch wir müssen unsere Anstrengungen verstärken in Deutschland, in der Europäischen Union, hier einen besseren Weg mit Russland hinzubekommen, damit dieser Krieg beendet werden kann", so Brand, der Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses im Bundestag ist. Dass der Westen in der Vergangenheit Maßnahmen wie die Einrichtung von Schutzzonen oder einer Flugverbotszone nicht ernsthaft ins Auge gefasst habe, habe Assad und die russische Position im Syrien-Konflikt gestärkt.

+++ 10.40 Uhr: Busse für Evakuierung ziehen sich offenbar zurück +++

Die syrische Regierung hat alle Busse zurückbeordert, die zum geplanten Abzug der Rebellen aus dem umkämpften Ostteil Aleppo bereit standen. Aus regierungstreuen Kreisen hieß es am Mittwoch, dies signalisiere, dass die Abmachung zwischen Regierung und Rebellen zum Abzug gescheitert sein könnte. Am Morgen war es erneut zu Gefechten und Artilleriebeschuss in Aleppo gekommen.

+++ 09.49 Uhr: Syrische Armee nimmt Kämpfe in Aleppo wieder auf +++

Im Ostteil der syrischen Großstadt Aleppo hat es am Morgen nach Berichten von Aktivisten und Beobachtern erneut Kämpfe und Artilleriebeschuss gegeben. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von einer Explosion durch Artilleriebeschuss des syrischen Regimes auf Ost-Aleppo. Demnach seien 14 Granaten in die noch von den Rebellen gehaltenen Straßenzüge abgeschossen worden. Dies sei ein klarer Bruch der Feuerpause, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, der dpa. Aktivisten berichteten ebenfalls von Angriffen regierungstreuer Truppen.

Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete unter Berufung auf ihren Korrespondenten, syrische Regierungstruppen und mit ihr verbündete schiitische Milizen hätten die Waffenruhe durchbrochen. Sie hätten begonnen, den belagerten Teil mit schweren Waffen zu beschießen. Wie die russische Nachrichtenagentur Tass mit Verweis auf das russische Verteidigungsministerium meldete, hätten Rebellen versucht, die Belagerung der syrischen Truppen zu durchbrechen. Der Versuch sei zurückgeschlagen worden.

+++ 09.37 Uhr: Journalisten berichten von Artilleriebeschuss durch Regime-Truppen +++

+++ 09.14 Uhr: Türkei kündigt Bau von Zeltstadt für 80.000 Aleppo-Flüchtlinge an +++

Angesichts der verheerenden Lage in der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo kündigt die Türkei den Bau eines neuen Flüchtlingscamps an. Vize-Ministerpräsident Mehmet Simsek teilt mit, sein Land werde eine Zeltstadt für bis zu 80.000 syrische Flüchtlinge aus Aleppo errichten. Simsek macht keine Angaben dazu, ob das Lage in der Türkei oder in dem Gebiet in Nordsyrien entstehen soll, das die türkische Armee und von ihr unterstützte Rebellen kontrollieren.

+++ 08.24 Uhr: Iran gratuliert Syrien zur "Befreiung" Aleppos +++

Der Iran gratuliert Syrien zum Sieg über die Aufständischen in der Stadt Aleppo: "Wir gratulieren dem syrischen Volk zum Erfolg gegen die Terroristen und Elemente unruhestiftender Regierungen und zur Befreiung Aleppos", so Parlamentspräsident Ali Laridschani. Der Iran werde auch weiterhin sowohl Syrien als auch den Irak im Kampf gegen "Terroristen" unterstützen, sagt der Parlamentspräsident laut Nachrichtenagentur ISNA.

Die heftige Kritik der USA und des Westens am Iran - und an Russland - wegen deren Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad weißt Laridschani zurück. Seiner Ansicht nach sei "dieses ganze Gerede" nur ein Versuch, die gescheiterte Politik des Westens in Syrien, Irak und Jemen zu vertuschen und mit Panikmache weiterhin lukrative Waffengeschäfte mit den Arabern abzuschließen.

+++ 06.35 Uhr: Führender Oppositioneller: Das Regime macht einen Rückzieher +++ 

Der führende syrische Oppositionelle Hadi al-Bahra macht ebenfalls Syriens Regierung für die Verzögerung verantwortlich. Das Regime mache einen Rückzieher, erklärt der frühere Vorsitzende des größten Oppositionsbündnisses Syrische Nationale Koalition über Twitter.

+++ 06.10 Uhr: Evakuierungen von Zivilisten und Rebellen aus Aleppo verzögern sich +++

Der geplante Abzug von Kämpfern und Zivilisten aus den Rebellengebieten der umkämpften syrischen Stadt Aleppo verzögert sich. Hintergrund seien Differenzen zwischen dem Regime und seinem Verbündeten Russland über die Einigung mit den Rebellen, erklärt die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Demnach ist Syriens Führung unzufrieden, weil Russland die Einigung ohne Abstimmung mit ihr verkündet hat. Bislang habe noch niemand die Stadt verlassen.

Regime und Rebellen hatten sich am Dienstag nach wochenlangen schweren Kämpfen auf den Abzug geeinigt. Aus syrischen Regierungskreisen hieß es, er solle am frühen Mittwochmorgen beginnen. Journalisten berichteten aus Aleppo, erste Busse für den Transport stünden bereit. Die Kämpfer und Zivilisten sollen die Stadt in Richtung der von Rebellen kontrollierten Provinz Idlib verlassen.

+++ 05.21 Uhr: US-Außenministerium nicht hinzugezogen +++

Das US-Außenministerium teilt mit, dass es von Moskau oder Ankara bezüglich der Verhandlungen um Aleppo nicht hinzugezogen wurde. "Selbst wenn dies das Ende der Belagerung von Aleppo ist, ist es nicht das Ende des Krieges in Syrien. Er wird weitergehen. Die Opposition wird weiter kämpfen", so Ministeriumssprecher John Kirby. In der Stadt schwiegen seit Dienstagnachmittag die Waffen, nachdem die Rebellenviertel von Ost-Aleppo vier Wochen lang von der syrischen Armee und ihren Verbündeten schwer bombardiert worden waren.

+++ 04.23 Uhr: Türkei will Zeltlager für 80.000 Aleppo-Flüchtlinge errichten +++

Die Türkei kündigte an, dass sie ein Zeltlager für bis zu 80.000 Flüchtlinge aus Aleppo aufstellen wolle. Vize-Ministerpräsident Mehmet Simsek gab dies im Onlinedienst Twitter bekannt. Nähere Einzelheiten nannte er nicht.

+++ 03.44 Uhr: Kämpfe in Ost-Aleppo wegen Abzugs von Rebellen und Zivilisten gestoppt +++

Nach der Einigung auf eine Evakuierung von Rebellen und Zivilisten aus Ost-Aleppo hat das syrische Militär nach Angaben von Russland die Kämpfe eingestellt. Die Kampfhandlungen im Osten der syrischen Metropole seien "beendet", so Russlands UN-Botschafter Tschurkin gestern in New York. Damit näherte sich die mehr als vier Jahre lange Rebellion der Aufständischen gegen die Regierungstruppen in Aleppo ihrem Ende. Laut Rebellen und türkischer Seite sollten zunächst Zivilisten und Verletzte aus der Stadt gebracht werden. Anschließend sollten Kämpfer mit leichten Waffen die Stadt verlassen können.

+++ 01.55 Uhr: CDU-Politiker Norbert Röttgen kritisiert Weltgemeinschaft über Aleppo +++ 

Angesichts des Leidens der Menschen in Syrien wirft CDU-Politiker Norbert Röttgen der Weltgemeinschaft Versagen vor. "Sie schafft es nicht einmal, einhellig Ross und Reiter und die Verantwortung Russlands zu benennen." Vor allem die europäischen Staaten glaubten, Russlands Verantwortung für diesen Krieg und die Gräueltaten von Aleppo nicht klar benennen zu können, weil dies Nachteile im Verhältnis mit Moskau nach sich ziehen würde. Das "irrige Kalkül" sei gescheitert, dass man durch Rücksichtnahme und Gewährenlassen am Ende zu einem besseren Einvernehmen mit Russland kommt.

amt / DPA / AFP