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Atomgespräche in Lausanne: Verhandlungen mit dem Iran gehen in die Verlängerung

Auch nach Ablauf der Frist im Atomstreit mit dem Iran soll weiter verhandelt werden. Über das bislang Erreichte gibt es jedoch unterschiedliche Auffassungen. Fällt eine Entscheidung bis Mittwoch?

Die Atomgespräche mit dem Iran gehen in die Verlängerung. Es seien genügend Fortschritte erzielt worden, um eine Fortsetzung bis Mittwoch zu rechtfertigen, sagte US-Außenministeriumssprecherin Marie Harf wenige Stunden vor dem Ablauf der ursprünglich gesetzten Frist in Lausanne. Es gebe jedoch weiterhin "mehrere schwierige Themen".

Zuvor hatte der französische Außenminiser Laurent Fabius gesagt, die Gespräche machten Fortschritte, seien aber "lang, kompliziert und schwierig - ich fürchte, wir verbringen dort die Nacht".

Schwierige Verhandlungen

Aus deutschen Diplomatenkreisen verlautete, es habe "den ganzen Tag über schwierigste Verhandlungen der Minister über die entscheidenden Fragen" gegeben. Die Stimmung sei "wechselhaft", es gebe ein "hartes Ringen um eine machbare, für beide Seiten akzeptable Lösung". Es sei "weiter offen, ob das gelingt".

Die Frist zur Vereinbarung einer politischen Grundsatzvereinbarung sollte eigentlich um Mitternacht ablaufen. Die 5+1-Gruppe und Teheran verhandeln seit Tagen im schweizerischen Lausanne, um eine Lösung im Streit um das iranische Atomprogramm zu finden. US-Außenminister John Kerry hatte am Montagabend gesagt, es gebe "noch immer schwierige Punkte".

yps/AFP / AFP