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Belarus Blogger Protassewitsch legt im TV "Geständnis" ab – offenbar nicht freiwillig

Sehen Sie im Video: Regierungskritiker Roman Protassewitsch legt im Staatsfernsehen ein "Geständnis" ab.




Nach seiner Verhaftung infolge einer erzwungenen Landung hat der belarussische Regierungskritiker Roman Protassewitsch im Staatsfernsehen ein langes - in Anführungszeichen - Geständnis abgelegt.
In dem Interview sprach der 26 Jahre alte Blogger davon, Proteste gegen Machthaber Alexander Lukaschenko organisiert zu haben. Zudem äußerte er auch noch Bewunderung für Lukaschenko.
Die Opposition vermutet, dass Protassewitsch zu dem Auftritt genötigt wurde.
Die belarussische Justiz wirft dem Blogger vor, im vergangenen Jahr zu Massenprotesten gegen Lukaschenko aufgerufen zu haben.
Nach der weithin als gefälscht geltenden Präsidentenwahl vom 9. August waren teils Hunderttausende auf die Straße gegangen.
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Anderthalb Stunden lang zeigt das belarussische Staatsfernsehen ein Interview mit dem inhaftierten Journalisten Protassewitsch – voll von Geständnissen und Vorwürfen gegen frühere Kollegen. Die Oppositon vermutet dahinter Nötigung, seine Mutter sogar Folter.

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