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Belarus Freigelassene berichten von Misshandlungen – und zeigen schlimme Blessuren

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Nach und nach und sichtlich gezeichnet verlassen Männer und Frauen in der Nacht zu Freitag ein Untersuchungsgefängnis in der belarussischen Hauptstadt Minsk. Sie waren hier, weil sie diese Woche bei den Protesten gegen die Wiederwahl von Präsident Alexander Lukaschenko teilgenommen hatten. Diese Männer zeigen nach ihrer Freilassung Blessuren, die sie im Gefängnis erlitten haben sollen. Viele erzählten, sie seien eng zusammengepfercht worden. Auch von Misshandlungen wurde berichtet. Das Innenministerium bestritt diese Vorwürfe. Eine Frau und ein Mann berichten von der Zeit im Gefängnis: "Ich wurde in einen Polizeiwagen gestoßen. Sie sagten mir: 'Entweder kommen Sie für 15 Tage mit uns, oder wir schlagen Ihnen die Beine kaputt und lassen Sie gehen. Die Tatsache, dass ich noch hier bin, zeigt, wofür ich mich entschieden habe." "Sie haben uns gezwungen, die Nationalhymne zu singen. Sie haben diejenigen geschlagen, die sie falsch sangen. Gestern haben sie Menschen zusammengeschlagen und gezwungen, zu schreien 'Wir lieben die Sicherheitskräfte'." Die Proteste hatten sich an der umstrittenen Wiederwahl Lukaschenkos entzündet. Mindestens zwei Demonstranten kamen ums Leben, Tausende wurden in Gewahrsam genommen. Die Opposition wirft dem langjährigen regierenden Präsidenten Wahlfälschung vor, auch im Westen gibt es massive Zweifel am offiziellen Wahlausgang. Am Freitag ist eine Sondersitzung der EU-Außenminister angesetzt, in der über mögliche Sanktionen beraten werden soll. Lukaschenko ist seit 26 Jahren im Amt.
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In der Nacht zu Freitag sind in der belarussischen Hauptstadt Minsk Demonstrierende freigelassen worden, die gegen Lukaschenko protestiert hatten. Diese Männer zeigen nach ihrer Freilassung Blessuren, die sie im Gefängnis erlitten haben sollen.

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