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Nordirland Heftige Krawalle erschüttern Belfast – Premier Johnson zeigt sich "zutiefst besorgt"

Sehen Sie im Video: In Nordirlands Hauptstadt Belfast herrscht wieder Gewalt.




Ein brennender Doppeldeckerbus in der nordirischen Hauptstadt Belfast. Der Bus war zuvor von Jugendlichen gekapert und in Brand gesetzt worden. Der Vorfall ereignete sich an einer Kreuzung zwischen einem protestantischen und einem katholischen Wohnviertel. Zudem kam es zu weiteren Gewaltausbrüchen, Die Polizei rief die Bevölkerung auf, mehrere Areale im Stadtgebiet zu meiden, in denen sich Menschen zusammengerottet hatten. In den vergangenen Tagen war es immer wieder zu gewaltsamen Unruhen gekommen. Nach Ansicht der Sicherheitsbehörden stecken hinter den Krawallen teils militante protestantisch-loyalistische Gruppierungen, die auch im Drogenhandel tätig sind. Möglicher Auslöser der Krawalle war eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft, hochrangige Politiker der katholisch-republikanischen Sinn-Fein-Partei nach der Teilnahme an der großen Beerdigung eines ehemaligen IRA-Terroristen nicht wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln zu belangen. Auch der Sonderstatus Nordirlands, wie er im Brexit-Abkommen festgelegt wurde, stößt auf Widerstand in Teilen des protestantischen Lagers. Der britische Premierminister Boris Johnson zeigte sich »zutiefst besorgt« über die Gewalt. Meinungsverschiedenheiten müssten im Dialog und nicht mit Gewalt gelöst werden.
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In Belfast ist die Gewalt zwischen Katholiken und Protestanten wieder ausgebrochen. Ursache dafür könnte eine Entscheidung der örtlichen Staatsanwaltschaft zu sein.

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