VG-Wort Pixel

Terrorserie in Brüssel Attentäter brachten die Bomben in Koffern ins Terminal


Bei Explosionen am Brüsseler Flughafen und an einer Metro-Station sind offenbar mindestens 34 Personen getötet und mehr als hundert verletzt worden. Alle aktuellen Informationen im stern-Live-Blog.

Bei einer neuen Terrorserie in Brüssel sind am Dienstag mindestens 34 Menschen getötet worden. 

+++ Alle Details zu den Anschlägen finden Sie weiter unten in unserem Live-Blog +++

Kurz nach 08.00 Uhr ereignen sich in der Abflughalle des Flughafens Brüssel-Zaventem zwei Explosionen. Vermutet wird, dass sich mindestens ein Selbstmord-Attentäter in die Luft sprengte. Vorläufige Bilanz: mindestens 14 Tote, mindestens 81 Verletzte.

Um 09.11 Uhr gibt es in der Metro-Station Maelbeek im EU-Viertel einen weiteren Anschlag. Vorläufige Bilanz: mindestens 20 Tote, mindestens 106 Verletzte.

Stundenlang gibt es immer wieder Gerüchte über weitere Anschläge an anderen Orten  - alles Fehlanzeige, zum Glück.

Aktuelle Informationen finden Sie hier im stern-Liveblog:

Live Blog

Attentäter brachten die Bomben in Koffern ins Terminal

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Die belgische Polizei veröffentlicht einen Fahndungsaufruf:

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    In den sozialen Netzwerken organisiert sich private Hilfe: Unter #Opendoors #PortesOuvertes und #ikwelhelpen bieten Brüsseler Unterschlupf und Mitfahrgelegenheiten an.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    stern-Reporter Rolf Peters vor Ort:

    Die EU-Mitgliedstaaten schützen zum Abend vor allem ihre Ländervertretungen. Viele lassen eigene Soldaten vor den Eingängen aufziehen.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die Hotels in Brüssel lassen Betroffene und Angehörige der Anschläge am Dienstag kostenlos übernachten. Das erklärte der Hotelverband der belgischen Hauptstadt nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga. Unter der Hotline +32 2 648 50 02 können Interessierte sich nach freien Zimmern erkundigen.

  • Felix Haas
    • Felix Haas

    Die Polizei ist offenbar noch immer auf der Suche nach mindestens zwei flüchtigen Verdächtigen, das berichtet die belgische Seite "DeMorgen". In Brüssel ist die Polizei nach wie vor im Einsatz, organisiert Razzien und sucht fieberhaft nach weiteren Hinweisen.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Eine dritte Bombe am Flughafen konnte von Sicherheitskräften zerstört werden, bevor sie detonierte. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Aussagen des Provinzgouverneurs.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Der Zentralrat der Muslime verurteilt die Terroranschläge von Brüssel scharf. "Wie bereits bei den Terrorattentaten in Istanbul und Ankara wollen die Verbrecher und Massenmörder Angst und Schrecken verbreiten und die Gesellschaft spalten", erklärt sein Vorsitzender Aiman Mazyek. Allen Terroristen, "egal welcher Couleur", müsse entgegnet werden: "Euch wird der Zorn Gottes und der gesamten Menschheit treffen. Diese Schandtaten werden niemals Erfolg haben."

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Ein Überwachungsvideo der Flughafen-Apotheke zeigt die Wucht der Explosion:

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    stern-Reporter Rolf Peters schildert einen neuen Eindruck vor Ort:

    Während sich zwischen den Gebäuden der Kommission und des Rats vor allem Journalisten aufhalten, stellt sich rund um das EU-Zentrum wieder Berufsalltag ein. Selbst am Gebäude der Kommission, dem Berlaymont, schlendern die Passanten wieder vorbei. Gleich um die Ecke liegt die Metrostation Maelbeek. Nur die Soldaten erinnern daran: es ist Terror-Krieg.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht von tiefer Bestürzung und Trauer über das, "was die Terroristen den Menschen in Brüssel angetan haben, was Terroristen uns allen angetan haben". Belgien werde alle Unterstützung von Deutschland erhalten.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Der Brüsseler Flughafen wird auch am Mittwoch den ganzen Tag geschlossen bleiben. Dies teilt ein Sprecher des Flughafens mit.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Ein weiterer aktueller Eindruck von stern-Reporter Rolf Peters vor Ort:

    Die Geschäfte, Cafés und Restaurants rund um den Terrorort sind geschlossen - auch die Thon-Passage, die direkt neben der Metro Station liegt.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Nach offiziellen Schätzungen des nationalen Krisenzentrums sind bei den Anschlägen in Brüssel etwa 230 Menschen verletzt worden - also noch mehr als bisher bekannt. Am Flughafen Zaventem wurden etwa 100 Menschen verletzt, in der Metrostation Maelbeek weitere 130 bei der Explosion. Am Flughafen seien etwa zehn Menschen ums Leben gekommen, an der Metrostation zwanzig.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    stern-Reporter Rolf Peters vor Ort schildert einen weiteren aktuellen Eindruck:

    Die U-Bahn-Station Maelbeek ist auch am Spätnachmittag noch immer hermetisch abgeriegelt. Und auch immer noch kommen Krankenwagen und Polizeiautos mit Sirenen angefahren. Vor der Station steht ein Forensiker im weißen Ganzkörperanzug und raucht. Nervös läuft er auf und ab. Den mörderischen Stress des Tages zeigt seine Körperhaltung.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die radikalislamische Miliz Islamischer Staat (IS) bekannt sich nach Angaben einer ihr nahestehenden Nachrichtenagentur zu den Anschlägen von Brüssel.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker