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China Massive Polizeieinsätze verhindern weitere Proteste – die Pandemie hat das Land weiter fest im Griff

Sehen Sie im Video: Proteste flauen ab – der Pandemiealltag in China geht wieder weiter.




STORY: Die Proteste in China gegen die Corona-Politik von Präsident Xi Jinping sind offenbar abgeflaut. In der Hauptstadt Peking zeigte sich die Lage am Dienstag eher ruhig. Massentests gegen das Corona-Virus wurden hier ebenso wie in der Finanzmetropole Schanghai fortgesetzt. Am Wochenende hatte es in mehreren Städten bei Protesten gegen die strengen Corona-Beschränkungen Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizisten gegeben. Die Polizei verschärfte daraufhin ihre Kontrollen und Sicherheitsvorkehrungen. Die US-Regierung äußerte am Montag Unterstützung für die Proteste. Mit Kritik an Peking hielt sich das Weiße Haus aber zurück. "Wir setzen uns weiterhin für das Recht auf friedlichen Protest ein, und ich denke, wir werden die Sache genau beobachten und sehen, wie es weitergeht." Die Proteste sind die stärksten Demonstrationen zivilen Ungehorsams in China seit Jahrzehnten. Der chinesische Künstler und Dissident Ai Wei Wei glaubt aber nicht, dass sie den Machtapparat ins Wanken bringen können. "Ich sehe bei dieser Art von Protest keine entscheidende Organisation oder Führung. Es gibt keine klare politische Agenda, also ist es sehr einfach, sie zu verhaften und weiterzumachen", sagte der inzwischen in Portugal lebende Künstler am Montag im Interview mit Reuters. Chinesische Behörden meldeten am Dienstag einen leichten Rückgang der Corona-Neuinfektionen. Am Montag hatte die Nationale Gesundheitskommission mit mehr als 40.000 Neuinfektionen den fünften Tag in Folge einen Rekordanstieg verzeichnet.
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Die Proteste haben die chinesische Staatsführung alarmiert. Erst recht, seitdem die USA ihre Unterstützung bekundet haben. Ein massives Polizeiaufgebot verhindert vorerst weitere Aktionen. 
stern-online

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