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US-Präsident: Trumps "bösartigste" Angriffe galten Angela Merkel – er soll sie als "dumm" bezeichnet haben

Der US-Nachrichtensender CNN berichtet aus vertraulichen Quellen, dass sich US-Präsident Trump abfällig gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel geäußert haben soll. Unter anderem soll er sie in einem Telefongespräch als "dumm" bezeichnet haben.

Donald Trump und Angela Merkel sitzen nebeneinander vor einem Kamin

Donald Trump wird von Kritikern immer wieder als selbstbezogen und erratisch beschrieben

AFP

Der US-Sender CNN berichtet, dass sich Donald Trump am Telefon gegenüber anderen Staats- und Regierungschefs ungebührlich verhält. Seine "bösartigsten Angriffe" hätten der Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damaligen britischen Premierministerin Theresa May gegolten, berichtete der Sender am Dienstag unter Berufung auf zwei von mehreren namentlich nicht genannten Geheimdienstbeamten und Quellen aus dem Weißen Haus.

Trump soll Merkel am Telefon als "dumm" bezeichnet und beschuldigt haben, "unter dem Einfluss der Russen zu stehen", zitierte CNN eine Quelle. Merkel sei gelassen geblieben und habe Trump Fakten entgegengehalten. Ein deutscher Regierungsbeamter habe diese Anrufe CNN gegenüber als "ungewöhnlich" und "problematisch" bezeichnet, weswegen Berlin besondere Maßnahmen ergriffen habe, um sicherzustellen, dass ihr Inhalt geheim bleibe. Ein deutscher Regierungssprecher wollte den CNN-Bericht nicht kommentieren.

Donald Trump sei ein "Weltklasse-Verhandlungsführer"

Über Telefonate mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und Russlands Staatschef Wladimir Putin will CNN erfahren haben, dass Trump selten vorbereitet in die Gespräche gegangen sei. Putin gegenüber habe er versucht, Eindruck zu schinden.

"Präsident Trump ist ein Weltklasse-Verhandlungsführer, der die Interessen Amerikas auf der Weltbühne konsequent gefördert hat", erklärte die stellvertretende Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Matthews, auf Anfrage. Sie führte an, dass Trump Handelsabkommen mit China sowie mit Mexiko und Kanada ausgehandelt habe. Auf Trumps angebliche Ausfälle gegen Merkel ging sie nicht ein.

Trump wird von Kritikern, darunter früheren Regierungsmitarbeitern, immer wieder als selbstbezogen und erratisch beschrieben. Zuletzt hatte sein früherer Sicherheitsberater John Bolton mit einem Enthüllungsbuch für Wirbel gesorgt, in dem er Trump vorwarf, dass dessen Außenpolitik häufig auf Bauchgefühl und Unwissenheit basiere.

Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Selenskyj im Juli 2019 am Telefon zu Ermittlungen ermuntert, die seinem politischen Rivalen Joe Biden von den Demokraten potenziell schaden könnten. Die Ukraine-Affäre stand im Zentrum des Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump, das mit einem Freispruch endete.

km / DPA