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Kanadischer Premier: Die Kinder spielen mit Lego, er telefoniert mit Trump: So regiert Justin Trudeau aus der Quarantäne

Ein 38-Millionen-Volk von zu Hause aus regieren? Geht. Weil Kanadas Premier Justin Trudeau wegen eines positiven Coronavirus-Tests seiner Ehefrau in Quarantäne ist, erledigt er die Amtsgeschäfte aus den eigenen vier Wänden.

Die Kinder bauen mit Lego, die Ehefrau hängt am Telefon und er selbst telefoniert mit Politikern in aller Welt: Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat Reportern einen Einblick in sein Leben unter Quarantäne gewährt. Vor seinem Backsteinhaus in Ottawa stehend – natürlich mit gebührendem Hygieneabstand zu den Journalisten – betonte Trudeau am Freitag (Ortszeit): "Ich will es ganz klar sagen: Ich habe keine Symptome. Mir geht es gut. Die Technologie ermöglicht es mir, von zu Hause aus zu arbeiten."

Justin Trudeau nimmt Coronavirus-Quarantäne gelassen

Nachdem seine Frau Sophie positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurde, stehen Trudeau, seine Frau und die drei Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren seit Donnerstag unter Quarantäne. Dem Premierminister bleibt nur das Regieren in Heimarbeit. Das sei "eine Unannehmlichkeit und ein bisschen frustrierend", schilderte Trudeau: "Wir sind letztlich alle soziale Wesen, aber wir müssen das nun so machen."    

Von zu Hause aus führte Trudeau seit Donnerstag Telefongespräche mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, US-Präsident Donald Trump, dem italienischen Regierungschef Giuseppe Conte sowie kanadischen Regionalpolitikern, außerdem hält er Telefonkontakt mit seinem Kabinett. Die Familie beschäftigt sich derweil so gut es geht: "Fast den ganzen Morgen haben die Kinder mit Lego gespielt und meine Frau hat mit Freunden und Familie telefoniert", sagte der Premier.

wue / AFP

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