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Unterstützung für US-Präsidenten: Trump-Anhänger bilden "Menschenmauer" an der Grenze zu Mexiko

US-Präsident Donald Trump reist nach El Paso an der Grenze zu Mexiko, um dort für seinen Mauerbau zu werben. Vorab bekam er von den Menschen vor Ort Unterstützung - aber auch Widerspruch.

Ein Anhänger von Donald Trump in Sunland Park an der Grenze zu Mexiko

"Baut die Mauer!": Ein Anhänger von Donald Trump in Sunland Park an der Grenze zu Mexiko

AFP

US-Präsident Donald Trump will am Montag die texanische Stadt El Paso an der Grenze zu Mexiko besuchen, um dort Wahlkampf für die Präsidentenwahl 2020 zu machen und für den Bau einer Mauer zu werben. Vor seiner geplanten Rede vor etwa 6000 Menschen im El Paso County Coliseum haben Anhäger des Republikaners ihre Unterstützung für Trumps Grenzsicherungspläne demonstriert. Nur wenige Kilometer vom Veranstaltungsort entfernt bildeten sie am Samstag eine Menschenkette, die eine Mauer symbolisieren sollte.

Dutzende Protestierende fordern Mauer

Die Demonstranten hatten sich in Sunland Park, nordwestlich von El Paso, an einem offenen Grenzabschnitt versammelt. Sie trugen Hüte mit Trumps Wahlkampfslogan "Make America Great Again", schwenkten US-Flaggen und skandierten "Baut eine Mauer". Laut dem US-Sender KFOX14 waren es "Dutzende" Protestierende, die sich am Ende des dort stehenden Grenzzaunes unterhakten, um diesen als "menschliche Mauer" zu verlängern.

Die Kette der Unterstützer von Donald Trumps Grenzsicherungsplänen

Etwas lückenhaft: Die Kette der Unterstützer von Donald Trumps Grenzsicherungsplänen

AFP

Einer der Demonstranten, Anthony Aguero, sagte laut der US-Nachrichtenseite "Huffington Post", dass Migranten "einen anderen Ort finden müssten", um in die USA zu gelangen. "Wir sind hier, um die Aufmerksamkeit auf die Tatsache zu lenken, dass es hier keine Mauer gibt."

Trump hatte vergangenen Dienstag bei seiner Rede zur Lage der Nation im US-Kongress behauptet, El Paso sei eine der gefährlichsten Städte der USA gewesen und nach dem Bau von Grenzzäunen zu einer der sichersten Städte geworden. Tatsächlich hatte die Kriminalitätsrate in El Paso aber ihren Höhepunkt in den 1990er-Jahren und fiel bis 2006 deutlich ab. Mit dem Bau der Grenzsicherungsmaßnahmen wurde erst 2008 begonnen. Seitdem gab es eher wieder einen Anstieg, wie örtliche Medien unter Berufung auf FBI-Daten berichteten. Der Sender KTSM zitierte den Sheriff von El Paso, Richard Wiles, mit den Worten: "Ich glaube nicht, dass irgendjemand, auch nicht der Präsident, sagen kann, dass eine Mauer in El Paso das war, was die die Kriminalitätsrate sinken ließ."

Bürgermeister würde Donald Trump widersprechen

Dass sieht auch der republikanische Bürgermeister der Stadt so. Er habe seit Dienstag wiederholt öffentlich klargestellt, dass Trumps Aussage über die Kriminalität in El Paso nicht stimme, sagte Dee Margo im US-Sender CNN und ließ noch eine kleine Warnung an den US-Präsidenten folgen: Er würde Trump auf jeden Fall korrigieren, sollte dieser während seiner Wahlkampfkundgebung seine Falschbehauptung wiederholen.

Quellen: "Huffington Post"KFOX14, CNN, 

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