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Klinikbesuch des US-Präsidenten Nach Spekulationen über Trumps Gesundheit: Weißes Haus veröffentlicht Arztbericht



Donald Trumps ungeplanter Krankenhausaufenthalt sorgt für Spekulationen und wilde Verschwörungstheorien auf Twitter.


Der US-Präsident fährt am Wochenende offenbar sehr spontan in das Walter-Reed-Militärkrankenhaus in der Nähe von Washington.


Pressesprecherin Stephanie Grisham rechtfertigt den plötzlichen Klinikaufenthalt so:


"Das war eine Routineuntersuchung als Teil des jährlichen Check-ups."


Doch dieser abrupte Check-up bleibt ungewöhnlich. Laut CNN hat nicht einmal das Klinikpersonal von Besuch des US-Präsidenten gewusst.


Grund genug für die Twitter-Gemeinde sich einen großen Spaß aus der Sache zu machen:


"Vielleicht denkt Trump, wenn er wieder mit Knochenspornen diagnostiziert wird, kann er das Impeachment umgehen."


Trump twittert am folgenden Morgen, dass es ihm gut gehe – doch die Reaktionen bei dem Kurznachrichtendienst bleiben hämisch.


"Ich bin ein Verräter und kann nicht aufstehen".


"Sagen Sie bitte nicht, dass Sie den befürchteten Windrad-Krebs haben! Viele Menschen sagen, er ist sehr schlimm!"


Bei seinem letzten Untersuchungstermin im Februar wurde Trump ein „sehr guter allgemeiner Gesundheitszustand“ bescheinigt.


Bloß ein für sein Alter übliches Übergewicht und eine medizinisch kontrollierbare Herzerkrankung stellten die Ärzte fest.


Laut seiner Sprecherin wurden bei dem 73-Jährigen nun "rasche Untersuchungen und Labortests" durchgeführt.


Auffällig bleibt: In den letzten zwei Jahren wurden die Untersuchungen des US-Präsidenten im Vorfeld angekündigt.


Ob das Amtsenthebungsverfahren und die aktuellen Anhörungen von Zeugen rund um die Ukraine-Affäre Trump auf den Gesundheitszustand schlagen, ist gut vorstellbar, bleibt allerdings reine Spekulation.


Ergebnisse zum aktuellen Gesundheitszustand des US-Präsidenten werden erst veröffentlicht, wenn alle Teile der Untersuchung vorbei sind.
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Ein Krankenhausbesuch von Donald Trump am Samstag hatte Gerüchte über den Gesundheitszustand des US-Präsidenten ausgelöst. Das Weiße Haus hat diese nun zurückgewiesen und den Arztbericht präsentiert.

Das Weiße Haus ist Spekulationen entgegengetreten, US-Präsident Donald Trump habe womöglich gesundheitliche Probleme. Ausgelöst worden waren die Gerüchte durch einen Besuch des 73-Jährigen im Walter-Reed-Krankenhaus bei Washington am Samstag, der anders als in der Vergangenheit nicht auf dem öffentlichen Terminkalender des Präsidenten vermerkt war.

Das Weiße Haus veröffentlichte in der Nacht zu Dienstag den Bericht des behandelnden Arztes Sean Conley, der mitteilte, es habe sich um eine routinemäßige, geplante Untersuchung Trumps gehandelt. Entgegen einiger Spekulationen hatte der Präsident keine Brustschmerzen", schrieb Conley darin. Er sei auch nicht wegen "dringlicher oder akuter" Gesundheitsprobleme behandelt worden.

Donald Trumps Werte im Normbereich

Conley veröffentlichte die Cholesterol-Werte des Präsidenten, die demnach alle im Normbereich liegen. Trump hatte nach dem Krankenhausbesuch auf Twitter geschrieben, der Besuch sei "Phase eins" seiner jährlichen ärztlichen Untersuchung gewesen, die nächstes Jahr abgeschlossen werde. "Alles sehr gut (großartig!)."

US-Medien hatten die Frage aufgeworfen, ob es sich tatsächlich um eine Routineuntersuchung gehandelt habe. Der Sender CNN berichtete, dass das medizinische Personal nicht vorgewarnt worden sei. CNN verwies auch auf einen früheren Arztbericht aus der Zeit von Trumps Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner im Jahr 2015. Darin wurde Trump von seinem damaligen Arzt Harold Bornstein hervorragende Gesundheit bescheinigt. Bornstein sagte CNN später, Trump habe ihm den Bericht diktiert.

Trumps jetziger Arzt Conley teilte nun mit, der Gesundheitscheck sei aufgrund von "terminlichen Unsicherheiten" geheim gehalten worden. Der Präsident habe Untersuchungen sowie Labortests absolviert und Gespräche geführt. Eine "kardiologische oder neurologische Beurteilung" des 73-Jährigen sei nicht erfolgt.

Trump ist bekannt für seine Vorliebe für ungesundes Fast Food und meidet größere sportliche Anstrengungen. Bei seiner Gesundheitsüberprüfung im Februar hatte Conley dem US-Präsidenten bescheinigt, "bei sehr guter Gesundheit" zu sein. Allerdings habe er zugenommen und gelte mit seinen 110 Kilogramm Gewicht bei einer Größe von 1,90 Metern als fettleibig.

mad DPA AFP

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