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"Pflichtverletzung" Russisches Kopfgeld für getötete US-Soldaten? Vorwürfe gefährden Trumps Wiederwahl

Die US-Regierung sieht sich mit Kritik dazu konfrontiert, wie sie mit Geheimdienstinformationen umgegangen ist, laut derer Russland ein Kopfgeld auf US-Soldaten in Afghanistan verhängt hatte. Die New York Times hatte berichtet, dass Präsident Donald Trump im Februar eine schriftliche Mitteilung dazu erhalten haben, dass Russland Taliban-Kämpfern eine Belohnung für die Tötung ausländischer Soldaten gezahlt haben soll. Am Mittwoch bemühte sich der Nationale Sicherheitsberater Robert O'Brien nun um Schadensbegrenzung. Die Informationen seien nicht ausreichend bestätigt gewesen, deshalb sei Trump nicht persönlich informiert worden. Auch Trump selbst wiederholte am Mittwoch seine Verteidigung: Er sei zunächst nicht auf die Geheimdiensterkenntnisse aufmerksam gemacht worden, weil sie nicht schlüssig genug gewesen seien. Die Möglichkeit, dass Trump die Bedrohung für amerikanische Truppen ignoriert oder übersehen hat, könnte seine Chancen auf eine Wiederwahl Anfang November schmälern. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden warf Trump "Pflichtverletzung" vor, sollte der Präsident informiert gewesen sein und nicht gehandelt haben.
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Die "New York Times" berichtet, Präsident Trump habe schon im Februar davon erfahren, dass Russland eine Belohnung für die Tötung von US-Soldaten ausgesetzt habe. Das bringt Trump in eine schwierige Lage.

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