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Gregory Cheadle: Der Mann, den Trump einst "seinen Afroamerikaner" genannt hat, kehrt Präsidenten-Partei den Rücken

"Da ist mein Afroamerikaner" - mit diesem Spruch wollte sich der Wahlkämpfer Donald Trump einst an schwarze Wähler heranwanzen. Nun tritt der Mann, auf den der jetzige Präsident gedeutet hatte, aus der regierenden Partei aus.

Donald Trump und Gregory Cheadle

Sein Mann: Donald Trump und Gregory Cheadle im Juni 2016

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Gregory Cheadle war einmal und für kurze Zeit der berühmteste Trump-Wähler: Im Juni 2016 hatte ihn der damalige Präsidentschaftswahlkämpfer aus der Masse in Redding, Kalifornien herausgepickt und ihn als "meinen Afroamerikaner" bezeichnet. Damals wie heute rang Trump mit dem Makel ein Rassist zu sein. Da kam ein offenbar konservativer, schwarzer Wähler wie Cheadle gerade recht. Nun hat der aber die Faxen dicke und verlässt die republikanische Partei.

Grund: Donald Trumps Ausfälle

Die Republikaner würden eine "weiße Agenda" verfolgen und schwarze Menschen nur als "politische Schachfiguren" nutzen, sagte er dem nichtkommerziellen US-Sender PBS. Der Moment, an dem er entschieden habe, der Partei den Rücken zu kehren, war als Donald Trump vier US-Abgeordnete aufgefordert hatte, "in ihre Heimatländer" zurückzukehren – und es in der Partei keine Widerworte dagegen gegeben hatte.

Donald Trump verschärft das Rassismus-Problem in den USA mit seiner Rhetorik gegen demokratische Abgeordnete.

"Die Republikaner sind zu feige, ihn wegen irgendetwas anzuprangern, weil sie Angst haben, ihre Position oder Macht zu verlieren", so Cheadle. Nicht nur Trumps Äußerung sondern auch die Reaktionen seiner Parteikollegen empfand er als zutiefst rassistisch. Die Aktion des Präsidentschaftskandidaten auf der Wahlkampfveranstaltung von vor drei Jahren sieht er heute kritischer als damals. "Mittlerweile frage ich mich, ob er das nur aus politischen Gründen oder der Aufmerksamkeit willen gesagt hat “, so der 62-jährige Immobilienmakler.

nik
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