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"Trump of the Week" Warum vieles dafür spricht, dass Trump 2019 seinen eigenen Untergang herbeiführt

Liebe Zuschauer, es ist ein neues Jahr für uns alle, doch ein gefährliches für Donald Trump.


Finanzbetrug, Steuerhinterziehung, Schweigegeld, Behinderung der Justiz: 2019 könnte der Reality-TV-Präsident sein bisher bestes Programm abliefern: seinen eigenen Untergang.


Seit gestern haben die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Das heißt nicht nur, dass die Republikaner Trumps Wünsche nicht mehr einfach durchwinken können, sondern auch, dass die Demokraten "subpeona power" haben.


Das bedeutet, die Demokraten können von nun an dafür sorgen, dass Zeugen vorgeladen werden. Leute wie Steve Bannon, Jared Kushner und alle anderen, die von Bedeutung sein könnten, um Trump zur Rechenschaft zu ziehen, müssten dann im Kongress erscheinen. Ohne dass die Republikaner das verhindern können.


Die Demokraten gehen also in die Offensive und konfrontieren Trump da, wo es ihm am meisten weh tut: mit seinen Finanzen, seinem Familienimperium und mit seinen zwielichtigen Kollegen.


Insider warnen schon vor einem haltlosen Präsidenten, der mit seinen eigenen Rechtsproblemen nicht länger klarkommt und im Chaos versinkt.


Und wer Trump dieses Jahr besonders auf den Keks gehen dürfte, ist Sonderermittler Robert Mueller.


Seine Ermittlungen rund um die Russland-Affäre haben schon mehrere Trump-Mitarbeiter in die Versenkung geschickt.


Mueller und die Demokraten haben jetzt die Macht, den Präsidenten unter Druck zu setzen, so wie noch nie zuvor.


Und die Konsequenzen daraus können wir gerade schon beobachten.


Ein Teil-Regierungsstillstand verunsichert aktuell 800.000 amerikanische Staatsangestellte, die entweder für umsonst arbeiten oder gar nicht zur Arbeit gehen können. Das betrifft Sicherheitspersonal an Flughäfen genauso wie Park Rangers in Yosemite.


Der Präsident ist zu Beginn des Jahres also wieder in einer ungünstigen Lage und muss sich landesweit harter Kritik stellen.


Trump nutzt eine 95-minütige Kabinettssitzung, um seine Präsidentschaft zu verteidigen.


Vor allem den Shutdown versucht er zu rechtfertigen. Fünf Milliarden Dollar für die Mauer seien Peanuts, sagt Trump. Das sehen die Demokraten natürlich völlig anders.


Trump ist es wichtig zu betonen, dass er selbst während der Weihnachtszeit für die Mauer gearbeitet habe.


"Ich war an Weihnachten hier. Ich war ganz allein im Weißen Haus – es ist ein großes, großes Haus – außer der Männer mit Maschinengewehren im Garten."


Außerdem geht Trump auch auf seinen Konflikt mit Ex-Verteidigungsminister Jim Mattis ein, der aus Protest vor dem Truppen-Abzug in Syrien gekündigt hat.


Vorher hatte Trump Mattis stets gelobt. Jetzt ist er nur ein weiterer Loser, der Trumps Gunst verloren hat.


"Was hat er für mich getan? Was hat er geschafft"


Trump, der selbst nie im Militär gedient hat, schlägt dabei sogar vor, dass er selbst ein großartiger Anführer der amerikanischen Soldaten hätte werden können.


"Ich glaube, ich wäre ein guter General gewesen, aber wer weiß?" 


Meiner Meinung nach: Trumps zunehmend unberechenbare Entscheidungen sind nicht nur ein Ausdruck seiner eindeutigen Untauglichkeit für das Präsidentschaftsamt. Es ist auch das Verhalten eines Präsidenten, der die bevorstehenden Bedrohungen sieht, sie aber lieber herunterspielt, um seinen eigenen Willen durchzuboxen. Diese andauernde Instabilität könnte so groß werden, dass sie die gesamte Regierung mit sich niederreißen könnte.


Und das wäre katastrophal für die amerikanische Demokratie.
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Nicht nur Sonderermittler Robert Mueller dürfte Trumps Präsidentschaft in diesem Jahr gefährlich werden. Der Streit um die Mauer und der teilweise Regierungsstillstand bringen den Präsidenten verschärft in Erklärungsnot.

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