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Auch "Saturday Night Live": Trump droht Shows, die sich über ihn lustig machen, mit der Medienaufsicht

Donald Trump war am Sonntagmorgen mal wieder in Twitter-Laune. Der US-Präsident nahm sich dabei erneut "Saturday Night Live" vor. Die Show, in der er von Alec Baldwin parodiert wird, würde mit den Demokraten unter einer Decke stecken.

Alec Baldwin (l.) spielt bei "Saturday Night Live" eine Parodie des US-Präsidenten Donald Trump

Alec Baldwin (l.) spielt bei "Saturday Night Live" eine Parodie des US-Präsidenten Donald Trump

DPA

Donald Trump ist kein Freund von Kritik. Das an sich ist keine Nachricht, weil hinlänglich bekannt. Was jedoch neu ist: Trumps Art, mit Kritik umzugehen, insbesondere mit Witzen über ihn. Bereits im Februar hatte er sich böse über einen Sketch der Satire-Sendung "Saturday Night Live" aufgeregt und indirekt "Vergeltung" gefordert. Am Sonntagmorgen feuerte er nun erneut aus allen Rohren gegen "SNL" und andere Comedy-Formate, von denen er sich ungerecht behandelt fühlt. Und dieses Mal wurde seine Drohung konkret.

Es sei "wirklich unglaublich", dass "Shows wie Saturday Night Live, nicht witzig/kein Talent, all ihre Zeit damit verbringen können, auf dieselbe Person (mich) einzukloppen, immer und immer wieder, ohne dabei 'die andere Seite' zu thematisieren", schrieb Trump bei Twitter. Mit den Late-Night-Shows sei es genau dasselbe. "Sollte sich die Bundeswahlkommission und/oder FCC das mal genauer anschauen?" Es müsse da "geheime Absprachen" (engl. collusion) mit den "Demokraten und natürlich mit Russland" geben. Die FCC ist die Federal Communications Commission, also die Bundes-Medienaufsicht der USA.

Dann vermischt Trump Satire und nachrichtliche Meldungen über ihn. Er driftet in eine generelle Medienschelte ab, spricht von "einseitiger Berichterstattung, das meiste Fake News". Es sei "schwer zu glauben, dass ich gewonnen habe und immer noch gewinne", so Trump. "Zustimmungszahlen 52 Prozent, 93 Prozent unter Republikaners. Sorry!"

 

Die Fehde von Donald Trump und "Saturday Night Live"

Die Fehde zwischen Donald Trump und "Saturday Night Live" zieht sich bereits über Monate. Seit Alec Baldwin dort den US-Präsidenten mimt, poltert dieser auf Twitter ständig gegen die Sendung. Auch Late-Night-Moderatoren, die Trump oft und viel auf die Schippe nehmen, wie etwa Stephen Colbert, hatte der US-Präsident in der Vergangenheit angefahren.

Am Sonntagmorgen war Trump ohnehin in Twitterlaune. Nach seiner Tirade gegen die Satire-Shows widmete er sich in mehreren Tweets der "Hexenjagd", wie er die Ermittlungen in der Russlandaffäre nennt. Dann wünschte er allen zwischendurch einen fröhlichen St. Patrick's Day, ehe er zur Lobeshymne auf Fox News ansetzte. Der Sender solle bloß nicht "so viel daran arbeiten, politisch korrekt" zu sein sondern lieber "weiterhin für unser Land kämpfen".

Quellen: Twitter / Youtube 

Donald Trump und Beto O'Rourke gestikulieren
fin