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+++ Trump-Ticker +++

Verteidigungsausgaben: Mehr Soldaten, mehr Panzer, mehr Sold: Donald Trump erhöht US-Wehretat auf 716 Milliarden Dollar

716 Milliarden Dollar oder rund 635 Milliarden Euro - das ist beinahe der doppelte Etat Deutschlands. Und die Summe, die die USA künftig für das Militär ausgeben wird, nachdem Donald Trump den Wehretat  erhöht hat.

14. August: Donald Trump hebt Verteidgungsetat auf 716 Milliarden Dollar an

US-Präsident hat den neuen Verteidigungshaushalt seines Landes im Umfang von 716 Milliarden Dollar (rund 635 Milliarden Euro) bewilligt. Dies sei "die bedeutendeste Investition in unser Militär und unsere Kämpfer in der modernen Geschichte", sagte Trump bei der Unterzeichnung des Gesetzes im Stützpunkt Fort Drum rund 400 Kilometer nordwestlich von New York. Mit dem Geld sollen unter anderem ältere Panzer, Flugzeuge und Schiffe durch neue Modelle ersetzt werden. Die Truppenstärke soll um 15.600 Männer und Frauen vergrößert werden, die Gehälter der Armeeangehörigen sollen um 2,6 Prozent steigen.

10. August: Trump verdoppelt Strafzölle auf türkischen Stahl

Donald Trump hat eine Verdopplung der Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der Türkei angeordnet. Dies teilte der US-Präsident auf Twitter mit. "Unsere Beziehungen zur Türkei sind derzeit nicht gut", schrieb er weiter. Bereits zuvor war die türkische Lira auf ein Rekordtief gefallen, worauf Trump in seinem Tweet auch ausdrücklich hinwies. Die Auseinandersetzungen zwischen der Türkei und den USA, unter anderem um die Inhaftierung des US-Pastors Andrew Brunson, ist dafür ein Grund, allerdings nicht der einzige. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach in einer Ansprache von einem "Wirtschaftskrieg", in dem sich sein Land befinde. Er rief alle Türken auf, zur Stützung der Währung Devisen gegen Lira zu tauschen.

7. August: Gemeinderat beantragt Entfernung von Trumps Hollywood-Stern

Der Gemeinderat von West Hollywood hat am Dienstag einstimmig beschlossen, dass der Stern von Donald Trump auf dem Walk of Fame in Hollywood entfernt werden muss. Begründet wurde der Beschluss mit Trumps diskriminierender Haltung gegenüber Frauen und Minderheiten. Der kleine Distrikt West Hollywood zählt eine große LGBT-Community (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender) und ist für seine Liberalität bekannt. Der Gemeinderat kann allerdings nicht selbst über die Entfernung des Sterns entscheiden. Das obliegt Hollywoods Handelskammer, an die er die entsprechende Forderung richtete.

Vor weniger als zwei Wochen hatte ein Mann den Trump-Stern mit einer Spitzhacke zerstört. Trumps Name auf dem Stern war nicht mehr zu sehen, stattdessen nur noch Steinsplitter. Der Mann stellte sich und wurde wegen Vandalismus festgenommen. Der Hollywood Historic Trust kümmerte sich um die Reparatur.

7. August: 24-Jähriger wegen Demolierung von Trumps Hollywood-Stern angeklagt

Dem Mann, der am 25. Juli den Stern von US-Präsident Donald Trump auf dem " " zertrümmert haben soll, ist wegen mutwilliger Beschädigung angeklagt worden. Der 24-Jährige aus Kalifornien soll kommende Woche dem Haftrichter vorgeführt werden, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Im Falle einer Verurteilung drohten ihm bis zu drei Jahre Haft.

Der Mann soll die Plakette auf dem Boulevard im Juli mit einer Spitzhacke völlig demoliert haben. Er stellte sich später der Polizei. Die fünfzackigen Plaketten auf einer Betonplatte bestehen aus Marmor und Bronze. Der demolierte Stern wurde inzwischen wieder ausgebessert. Trump hat die Plakette 2007 für seine Fernsehsendungen erhalten.

Schon im Oktober 2016, kurz vor Trumps Wahlsieg, war die Plakette von einem Mann mit einem Vorschlaghammer und einer Spitzhacke demoliert worden. Der Täter wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Zudem musste er für die Reparaturkosten aufkommen. Nach der Tat hatte der wohlhabende Geschäftsmann erklärt, dass er aus Wut über Trumps Behandlung von Frauen und Minderheiten gehandelt habe.

5. August: Melania Trump und Michael Jordan loben LeBron James nach Spott ihres Mannes

Auch Basketball-Legende Michael Jordan hat im verbalen Schlagabtausch zwischen NBA-Superstar LeBron James und US-Präsident Donald Trump Stellung bezogen. Der frühere Starspieler der Chicago Bulls und aktuelle Teambesitzer der Charlotte Hornets aus der nordamerikanischen Profi-Liga ließ am Samstag durch seinen Pressesprecher verlauten, dass er aufseiten des 33-jährigen James stehe. "Ich unterstütze L.J. (LeBron James)", erklärte Jordan, der mit den Bulls in den 1990ern sechs Meisterschaften gewinnen konnte. "Er betreibt großartige Arbeit in seiner Gemeinde."

First Lady Melania Trump scheint ebenfalls von James' wohltätiger Arbeit angetan zu sein. "Es sieht so aus, als ob LeBron James daran arbeitet, im Namen unserer nächsten Generation Gutes zu tun", sagte Stephanie Grisham, Pressesprecherin der First Lady, in einer Mitteilung. In seiner Heimatstadt Akron im US-Bundesstaat Ohio eröffnete James erst kürzlich eine Schule für benachteiligte Kinder.

Trump hatte sich am Vortag abfällig über James geäußert, da dieser die Politik des US-Präsidenten in einem TV-Interview kritisiert hatte. Nachdem ein am Montag aufgenommenes Interview des Senders CNN am Freitag ausgestrahlt worden war, twitterte Trump, der Moderator habe James "klug aussehen lassen, was nicht leicht ist". Trump betonte zudem, dass er Mike möge. Dies könnte als Anspielung auf die Debatte gedeutet werden, ob James oder Jordan als bester Basketballer in der Geschichte der NBA gilt. Den CNN-Moderator Don Lemon bezeichnete Trump als den dümmsten Mann im Fernsehen.

4. August: Trump schickt Brief an Nordkoreas Machthaber 

US-Präsident Donald Trump hat dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un einen Brief geschickt. Eine US-Delegation habe am Samstag in Singapur das Schreiben an den nordkoreanischen Außenminister Ri Yong Ho übergeben, sagte Heather Nauert, Sprecherin des US-Außenministeriums, vor Journalisten. Die Übergabe des Briefs fand demnach am Rande eines Sicherheitsforums in Singapur statt. Über den Inhalt des Schreibens war zunächst nichts bekannt.

2. August: Trump irritiert mit Supermarktaussage

Bei einer Rede in Florida sorgte US-Präsident mit einer Aussage für Verwirrung. Wie die "Washington Post" berichtet, wetterte der Präsident gegen das Wahlrecht für Nicht-US-Staatsbürger und führte zur Untermauerung an: "Wenn man rausgeht und Lebensmittel kaufen möchte, braucht man ein Foto auf einer Karte, man braucht einen Ausweis". CBS-Moderator Liam Martin postete einen Ausschnitt der Aussage bei Twitter und schrieb darunter: "Man braucht keinen Ausweis, um Lebensmittel zu kaufen". Die Reaktionen unter dem Post fielen gespalten aus. Kritische User sahen die Aussage als neuerlichen Beleg für die fehlende Bodenhaftung des Milliardärs an, die beweise, dass er sicher selbst keinen Supermarkt betrete. Andere wiesen daraufhin, dass man für bestimmte Produkte wie Alkohol oder Zigaretten sehr wohl einen Ausweis brauche. Der Präsident sprach allerdings explizit von "Lebensmitteln". 

1. August: USA verhängen Sanktionen gegen die Türkei

 Die USA haben mit der Verhängung von Sanktionen auf das Vorgehen der türkischen Justiz gegen den US-Pastor Andrew Brunson reagiert. Die vom Weißen Haus in Washington verkündeten Strafmaßnahmen betreffen die beiden türkischen Minister für Justiz und Inneres. Brunson steht in der Türkei unter Terror- und Spionageverdacht, ihm droht eine lange Haftstrafe.

1. August: Trump fordert von Justizminister Ende der Russland-Ermittlungen

US-Präsident Donald Trump hat seinen Justizminister Jeff Sessions aufgefordert, die Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller zur Russland-Affäre zu beenden. Sessions solle diese "manipulierte Hexenjagd unverzüglich stoppen, bevor sie unser Land weiter beschmutzt", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. 

Mueller untersucht seit mehr als einem Jahr die mutmaßlichen russischen Einmischungen zugunsten Trumps in den Wahlkampf 2016 und mögliche diesbezügliche Absprachen zwischen dem Team des heutigen Präsidenten und Moskau. Trump bezichtigte den Sonderermittler erneut der Parteilichkeit. Für ihn arbeiteten "17 wütende Demokraten", die "schmutzige Arbeit" verrichteten. Dies sei "eine Schande für die USA". Zunächst unklar war, welches Gewicht Trumps Aufforderung an Sessions hat - ob sie also womöglich ultimativ gemeint war. Der Präsident kann den Sonderermittler nicht selbst entlassen, er muss dies über das Justizministerium erwirken. Dieses Verfahren soll die Unabhängigkeit derartiger Untersuchungen schützen. Sessions ist für Mueller aber gar nicht zuständig, er hatte sich kurz nach Amtsantritt wegen seiner Rolle in Trumps Wahlkampfteam wegen Befangenheit aus den Untersuchungen zur Russland-Affäre zurückgezogen. Die Oberaufsicht über diese Ermittlungen führt seitdem Vizejustizminister Rod Rosenstein. Er setzte im Mai 2017 Mueller als Sonderermittler ein.

1. August: Trumps Stabschef will bis 2020 im Weißen Haus bleiben

Angesichts von Spekulationen über seinen Rücktritt hat der Stabschef im Weißen Haus, John Kelly, klarstellen lassen, dass er sein Amt bis zum Ende der aktuellen Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ausüben will. Kelly habe Trump versichert, dass er bis 2020 auf dem Posten bleiben wolle, sagte ein Vertreter des Weißen Hauses. Vor kurzem hatte die "New York Times" berichtet, Kelly ziehe einen Rücktritt in Betracht. Einer Gruppe von Senatoren, die das besuchten, sagte er demnach, es handele sich um einen "elenden Ort um zu arbeiten".  Trump hatte den Marine-General im Ruhestand Mitte 2017 zu seinem Stabschef gemacht, um Ordnung ins Weiße Haus zu bringen. Außerdem sollte der 68-Jährige Trump von Mitarbeitern abschirmen, die den Präsidenten zunehmend mit ihren eigenen Vorhaben bedrängten. In den vergangenen Monaten war Kelly das aber offenbar nicht mehr so gut gelungen und seine Macht im Weißen Haus schwand.

31. Juli: Trump lobt Italiens harte Linie gegen Flüchtlinge

US-Präsident Donald Trump hat die harte Linie der italienischen Regierung in der Flüchtlingspolitik als Vorbild für Europa angepriesen. "Sie tun meiner Ansicht nach das Richtige", lobte Trump am Montag den italienischen Regierungschef Giuseppe Conte bei einem Treffen im Weißen Haus. "Viele andere europäische Länder" sollten diesem Kurs folgen, empfahl der US-Präsident.

Die neue populistische Regierung in Rom lässt unter anderem keine Schiffe von Hilfsorganisationen, die Flüchtlinge im Mittelmeer aufnehmen, in ihren Häfen mehr anlaufen. Sie hat zudem gedroht, die Häfen selbst für Schiffe des EU-Einsatzes "Sophia" mit geretteten Flüchtlingen an Bord zu schließen. Mit den EU-Partnern vereinbarte Rom inzwischen aber eine Frist bis Ende August, um die Einsatzregeln von "Sophia" zu überarbeiten.

Trump hob gemeinsame Erfahrungen beider Länder mit der Zuwanderung hervor: Italien wie die USA hätten auf die harte Weise lernen müssen, "dass Sicherheit an den Grenzen und nationale Sicherheit" identisch seien.  

Bereits zu Beginn der Pressekonferenz begrüßte Trump seinen "neuen Freund", wie er sagte.  Und er betonte eine weitere Gemeinsamkeit: "Wir sind beide Außenseiter in der Politik". Wie Trump selbst hat auch Conte zuvor nie ein politisches Amt bekleidet. Und weiter: "Wir sind beide dazu bestimmt, die Rechte, Bedürfnisse und Träume unserer Staatsbürger zu schützen. Und das werden wir tun". Der US-Präsident hat, so scheint es, in der von ihm in der jüngeren Vergangenheit als Feind bezeichneten EU einen neuen Verbündeten gefunden.

31. Juli: Trump ist "ohne Vorbedingungen" zu Treffen mit iranischer Führung bereit

Im Konflikt mit Teheran ist US-Präsident Donald Trump nach seinen Worten ohne Vorbedingungen zu einem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Hassan Ruhani bereit. "Ich würde mich sicherlich mit dem Iran treffen, wenn sie sich treffen wollten", sagte Trump am Montag nach einer Begegnung mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte im Weißen Haus. "Ich weiß nicht, ob sie schon bereit dazu sind." Der US-Präsident fügte hinzu: "Keine Vorbedingungen." Trump sagte, er sei "jederzeit" zu einem Gespräch bereit, wann immer die iranische Führung ein solches Treffen wolle. Trump und die iranische Führung hatten sich in den vergangenen Tagen gegenseitig mit Drohungen überzogen. 

Trump sagte, wenn ein sinnvolles Atomabkommen mit dem Iran getroffen werden könnte, dann wäre das "gut für sie, gut für uns, gut für die Welt". Das Abkommen, das die USA im Mai einseitig aufgekündigt hatten, sei dagegen "eine Verschwendung von Papier" gewesen. Durch den Ausstieg der USA drohen Teheran nun wieder Sanktionen für den Finanz- und Energiesektor. Diese Maßnahmen waren im Zuge des Abkommens ausgesetzt worden. Ein erster Teil der Sanktionen soll am 6. August wieder wirksam werden, ein weiterer im November.

Das 2015 erzielte Atomabkommen soll den Iran am Bau von Atombomben hindern. Teheran hatte sich im Gegenzug für wirtschaftliche Lockerungen und mehr Investitionen ausländischer Unternehmen dazu bereit erklärt, sein Atomprogramm aufzugeben und sich Kontrollen zu unterwerfen. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat dem Land wiederholt bescheinigt, die Auflagen zu erfüllen. 

Der US-Präsident bekräftigte am Montag, das "brutale Regime im Iran" dürfe niemals Atomwaffen besitzen. Darin sei er sich mit Conte einig. Zugleich verwies Trump auf die nach seinen Worten erfolgreichen Gespräche, die er im Juni mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zur Denuklearisierung von dessen Land hatte. "Ich glaube an Treffen", sagte er. Ein solches Treffen würde weder aus einer Position der Stärke noch aus einer der Schwäche stattfinden. Auch dem Treffen mit Kim waren Drohungen Trumps vorausgegangen. 

30. Juli: Trump droht Demokraten mit "Shutdown"

Hundert Tage vor den wichtigen Zwischenwahlen in den USA hat Präsident Donald Trump der Opposition im Streit um die Einwanderungspolitik mit einem Stillstand der Regierungsgeschäfte gedroht. Er wäre zu einem sogenannten Shutdown bereit, wenn die Demokraten nicht den Bau einer Mauer an der Grenze, die Abschaffung der Visa-Lotterie und andere Maßnahmen unterstützten, teilte Trump am Sonntag auf Twitter mit. Die USA benötigten ein Migrationssystem, das Einwanderer auf Basis ihrer Leistung ins Land lasse. 

Das Haushaltsjahr der US-Bundesregierung läuft Ende September aus. Zu einem "Shutdown" kommt es, wenn sich der Kongress und der Präsident nicht rechtzeitig auf die Zuweisung von Mitteln für das bevorstehende Haushaltsjahr einigen. Nicht unmittelbar lebenswichtige Teile der Regierung und des öffentlichen Dienstes stellen dann die Arbeit ein.

 

27. Juli: Stormy Daniels-Anwalt spricht von weiteren Schweigegeldzahlungen Trumps

Donald Trump Stormy Daniels Michael Avanetti

Donald Trumps Ex-Geliebte Stormy Daniels und ihr Anwalt Michael Avanetti

AFP

Der Pornostar Stormy Daniels und das ehemalige Playboy-Model Karen McDougal waren möglicherweise nicht die einzigen Affären, deren Schweigen sich Donald Trump erkauft hat oder erkaufen wollte. Michael Avenatti, Daniels Anwalt, sagte, er habe drei weitere Klientinnen, die Schweigegeld erhalten hätten. Er habe Beweise dafür, dass sie mit Trump eine Beziehung gehabt hätten, eine sei auch schwanger gewesen. Mehr aber könne er dazu nicht sagen, weil die Frauen ihn nicht gestatten würden, Details zu nennen. Das Geld an die drei Frauen sei vor der Präsidentschaftswahl geflossen. Avenatti forderte den US-Präsidenten auf, die Wahrheit ans Licht zu bringen: "Sie sollten die Information jetzt dem amerikanischen Volk mitteilen." Zuletzt waren Mitschnitte aufgetaucht, auf denen zu hören ist, wie Trump mit seinem Anwalt Micheal Cohen die Schweigezahlungsmodalitäten diskutiert.

26. Juli: Weißes Haus sperrt CNN-Reporterin aus

Einer Journalistin des US-Senders CNN ist vom Weißen Haus der Besuch der Pressekonferenz von US-Präsident Donald Trump mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker verboten worden. CNN zitierte seine Reporterin Kaitlan Collins, wonach Beamte der Kommunikationsabteilung des Weißen Hauses ihr die Teilnahme untersagten. Grund seien "unangemessene" Fragen, die sie bei einer anderen Pressekonferenz früher am Tag gestellt habe.

Die Vereinigung der aus dem Weißen Haus berichtenden Korrespondenten verurteilte "die fehlgeleitete und unangemessene Entscheidung des Weißen Hauses", die Journalistin "von einer offenen Pressekonferenz fernzuhalten, nachdem sie Fragen stellte, die ihnen nicht gefallen haben". CNN erklärte, "nur weil das Weiße Haus sich mit einer Frage zu den Nachrichten des Tages nicht wohlfühlt, heißt das nicht, dass die Frage nicht relevant ist oder nicht gestellt werden sollte." Andere Journalisten, darunter von konkurrierenden Sendern, stellten sich hinter CNN. Der Journalist Bret Baier von Fox News, das von vielen als Trumps Haus-und-Hof-Sender bezeichnet wird, twitterte, Fox News stehe "in diesem Punkt fest hinter CNN".

Trumps Sprecherin Sarah Sanders, die laut Collins unter anderen das Verbot ausgesprochen hatte, erklärte, die Reporterin habe sich zuvor einer Aufforderung zum Gehen widersetzt. "Am Ende einer Presseveranstaltung im Oval Office rief eine Reporterin Fragen und weigerte sich zu gehen, obwohl sie mehrfach dazu aufgefordert wurde", erklärte Sanders. Sie sei deshalb darüber informiert worden, "bei der nächsten Veranstaltung nicht willkommen" zu sein. Das Weiße Haus habe aber deutlich gemacht, dass "jeder andere Journalist ihres Senders teilnehmen kann".

25. Juli: Doch kein Treffen zwischen Trump und Putin dieses Jahr

Donald Trump will sich nun doch nicht mehr in diesem Jahr mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin treffen. Trump sei der Meinung, dass die Begegnung stattfinden solle, sobald die Russland-Ermittlungen vorüber seien, teilte der Nationale Sicherheitsberater des Weißen Hauses, John Bolton, mit.
Man habe deswegen entschieden, dass das Treffen nach dem 1. Januar 2019 stattfinden solle. Nach seinem umstrittenen Gipfel mit Putin in Helsinki hatte Trump erklärt, dass er den Kremlchef im Herbst in Washington empfangen wolle. Ob die Untersuchung des Sonderermittlers Robert Muellers bis Ende des Jahres abgeschlossen sein wird, ist allerdings noch nicht entschieden. Trump hat diese Ermittlungen wiederholt als "Hexenjagd" bezeichnet.

25. Juli: Mann zerhackt Trump-Stern in Hollywood

Nicht zum ersten Mal wurde der Stern von Donald Trump auf dem Hollywood Boulevard zerstört. Wie die Polizei in Los Angeles mitteilt, sei die in den Boden gelassene Auszeichnung am Mittwoch von einem Mann mit einer Spitzhacke zertrümmert worden. Der Täter wurde verhaftet, nachdem er sich gestellt hatte. Der berühmte Stern war schön häufiger Ziel von Vandalismus. Zuletzt vor der Wahl im Oktober 2016. Wenige Monate zuvor hatte ein Künstler den Gehwegstein mit einer winzigen Mauer umgeben, um gegen Trumps Abschottungspolitik zu protestieren.

24. Juli: Ivanka Trump gibt Modefirma auf

Ivanka Trump gibt US-Medien zufolge ihre im Zuge der Präsidentschaft ihres Vaters zwischen die Fronten geratene Modemarke auf. Die 18 Angestellten der Firma seien bereits informiert worden, dass das Geschäft eingestellt werde, schrieb das "Wall Street Journal". Auch die "Washington Post" und andere US-Medien zitierten aus einem Statement von Ivanka Trump, in dem es hieß, die Schließung sei "der einzig faire Ausgang für mein Team und meine Partner". Ivanka Trump hatte die Leitung der Firma nach der Wahl ihres Vaters abgegeben, um im Weißen Haus Beraterin zu werden. "Nach 17 Monaten in Washington bin ich nicht sicher, wann und ob ich wieder zum Unternehmen zurückkehren werde", heißt es in ihrer Stellungnahme. Die Modelinie war rasch zum Spielball politischer Interessen geworden - Trumps Gegner riefen zum Boykott, Anhänger zum Kauf auf. Einige US-Händler wie die Kaufhauskette Nordstrom nahmen Ivankas Mode aus dem Sortiment und wurden deshalb von Donald Trump scharf attackiert.

24. Juli: Trump heizt Debatte um russische Einflussnahme neu an

US-Präsident Donald Trump hat die Diskussion um eine mutmaßlich russische Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl neu angeheizt. In einer Nachricht auf Twitter zeigte sich Trump am Dienstag überzeugt davon, dass Russland sich in die Kongresswahlen im Herbst einmischen wird, um den oppositionellen Demokraten zu helfen. 

"Ich bin sehr besorgt, dass Russland sehr hart dafür kämpfen wird, Einfluss auf die bevorstehende Wahl zu nehmen", schrieb der Republikaner. "Angesichts der Tatsache, dass kein Präsident härter gegenüber Russland war als ich, werden sie sehr hart dafür kämpfen, die Demokraten zu puschen. Sie wollen Trump definitiv nicht!", fügte er hinzu.

Die Nachricht war die jüngste in einer Reihe von teils widersprüchlichen Aussagen Trumps nach dem Gipfel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in der vergangenen Woche in Helsinki. 

Putin hatte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Trump jede Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl 2016 dementiert. Trump bezeichnete Putins Dementi als "extrem stark und kraftvoll" und bezog damit öffentlich Position gegen die Einschätzung der US-Geheimdienste, die eine solche Einmischung für erwiesen halten. Dafür wurde er heftig kritisiert. Mehrfach stellte der US-Präsident Aussagen daraufhin klar oder dementierte sie. 

Trump hat immer wieder erklärt, niemand sei "härter" gegenüber Russland als er. Die Aussage steht im Widerspruch zu seinem tatsächlichen Kurs. Zwar hat seine Regierung Sanktionen gegen Moskau verhängt oder Waffen an die Ukraine geliefert, Trump ist aber keine treibende Kraft hinter dieser Politik. Er untergräbt die Linie seiner Regierung auch immer wieder - etwa indem er die Zukunft der von Russland annektierten Halbinsel Krim betont offen ließ

23. Juli: Trump warnt Irans Präsidenten mit scharfen Worten

US-Präsident Donald Trump hat den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani mit martialischen Worten vor Drohungen gegen die Vereinigten Staaten gewarnt. "Bedrohen Sie niemals wieder die USA, oder Sie werden Konsequenzen von der Art zu spüren bekommen, wie sie wenige zuvor in der Geschichte erleiden mussten", schrieb Trump in der Nacht zum Montag auf Twitter. "Wir sind nicht länger ein Land, das Ihre wahnsinnigen Worte von Gewalt und Tod hinnehmen wird. Seien Sie vorsichtig!", schrieb Trump weiter.

Der US-Präsident hatte im Mai verkündet, dass sich die USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran zurückziehen und Sanktionen gegen iranische Finanzinstitute sowie den Energiesektor bis November wieder voll in Kraft setzen. US-Außenminister Mike Pompeo warb am Sonntag in einer Rede in Los Angeles um Unterstützung für diesen Kurswechsel und forderte globalen wirtschaftlichen Druck auf den Iran. Zugleich hob er die seit Dezember andauernden regierungskritischen Proteste in der Islamischen Republik hervor und kritisierte die Politik des Irans in der Region als destabilisierend.

Trumps Tweet beginnt mit den Worten: "An Irans Präsidenten Ruhani". Den weiteren Text verfasste der US-Präsident komplett in Großbuchstaben.

22 Juli: Kampfjet fängt Flugzeug an Trump-Golfplatz ab

Ein Kampfjet der US Air Force hat ei Kleinflugzeug in der Nähe des privaten Golfclubs von Donald Trump abgefangen, wo sich der US-Präsident derzeit aufhält. Das zivile Flugzeug habe keine Genehmigung für den fraglichen Luftraum im Bundesstaat New Jersey gehabt, teilte das Luftwaffenkommando mit. 

Letztlich sei der von einem F16-Kampfjet eskortierte Flieger ohne weitere Zwischenfälle gelandet und der Pilot von Beamten der Strafverfolgungsbehörden in Empfang genommen worden. Trump war am Freitag in dem Golfclub im Ort Bedminster abgestiegen und wollte dort bis Sonntag bleiben. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hat die US-Luftwaffe nach eigenen Angaben mehr als 1800 zivile Flugzeuge aus Sicherheitsgründen abgefangen.

rös/nik/fin/tkr/tis/dho/tim/wue/fs/mad/anb / AFP / DPA